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Ta­rif­kon­flikt bei Bahn bei­ge­legt

Die Ge­werk­schaf­ter ha­ben lan­ge mit sich ge­run­gen: Am En­de stimm­ten sie dem mit der Bahn ge­fun­de­nen Ta­rif­kom­pro­miss zu. Die Ein­kom­mens­er­hö­hung liegt über der Teue­rungs­ra­te

26.03.2013. (dpa) - Der Ta­rif­kon­flikt bei der Deut­schen Bahn ist bei­ge­legt. Die rund 130 000 Be­schäf­tig­ten be­kom­men ab Mai drei Pro­zent mehr Geld.

Ei­ne wei­te­re Ein­kom­mens­er­hö­hung um drei Pro­zent folgt im April 2014. Die­sem Kom­pro­miss stimm­te am Mon­tag der Bun­des­vor­stand der Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) in Frank­furt zu.

Mit der Ei­ni­gung ist auch die Fort­set­zung des Bran­chen­ta­rif­ver­tra­ges für den Nah­ver­kehr ver­bun­den. In der Ge­werk­schaft hat­te es hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen über un­ter­schied­lich lan­ge Lauf­zei­ten für ei­ni­ge Be­rufs­grup­pen ge­ge­ben, weil dies zu ei­ner Spal­tung der Be­leg­schaft füh­ren kön­ne.

Die EVG stimm­te die­ser von der Bahn vor­ge­schla­ge­nen Re­ge­lung aber schließ­lich zu. Für die meis­ten Mit­ar­bei­ter be­deu­tet das ei­ne Lauf­zeit des Ta­rif­ver­tra­ges von 19 Mo­na­ten bis 31. Ju­li 2014. Für die An­ge­stell­ten im Dienst­leis­tungs­sek­tor gel­ten 23 Mo­na­te. Nach frü­he­ren An­ga­ben sind da­von et­wa 30 000 Be­schäf­tig­te be­trof­fen.

"Wir wer­den uns in die­ser Fra­ge nicht aus­ein­an­der­di­vi­die­ren las­sen", sag­te der EVG-Vor­sit­zen­de Alex­an­der Kirch­ner. Der Bun­des­vor­stand ha­be dem Ta­rif­ab­schluss, der be­reits am Diens­tag vo­ri­ger Wo­che aus­ge­han­delt wor­den war, un­ter der Vor­aus­set­zung zu­ge­stimmt, dass es in der Ta­rif­run­de 2014 ei­ne ein­heit­li­che For­de­rung für al­le Be­schäf­tig­ten ge­ben wer­de. "Und die wol­len wir dann auch ge­mein­sam durch­set­zen."

Der Ab­schluss sieht für die Mo­na­te Ja­nu­ar bis April ei­ne Ein­mal­zah­lung von 500 Eu­ro vor. Die be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung wird im Ju­li 2014 um ei­nen Pro­zent­punkt er­höht. Im Bran­chen­ta­rif­ver­trag ein­ge­bun­den sind die Un­ter­neh­men Abel­lio, Benex, Hes­si­sche Lan­des­bahn, Keo­lis, Ne­ti­ne­ra und Veo­lia Ver­kehr, hin­ter de­nen über­wie­gend aus­län­di­sche Pri­vat- oder Staats­kon­zer­ne ste­hen.

De­ren rund 7000 Be­schäf­tig­ten er­hal­ten eben­falls zwei­mal drei Pro­zent mehr Geld. Bei ih­nen wird die ers­te An­he­bung frü­her fäl­lig, rück­wir­kend zum 1. Fe­bru­ar. Da­für ent­fällt ei­ne Ein­mal­zah­lung.

Die Ge­werk­schaft war mit der For­de­rung nach ei­nem Auf­schlag von 6,5 Pro­zent bei ei­ner Lauf­zeit von ei­nem Jahr in die Ver­hand­lun­gen ge­gan­gen. Ver­hand­lungs­füh­re­rin Re­gi­na Rusch-Ziem­ba sprach nun von ei­nem re­spek­ta­blen Er­geb­nis.

Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber sag­te, der bun­des­ei­ge­ne Kon­zern ge­he "an die Gren­zen des Ver­kraft­ba­ren". Un­ter schwie­ri­gen Um­stän­den sei den­noch ein Kom­pro­miss ge­fun­den wor­den, "der nicht nur im In­ter­es­se un­se­rer Mit­ar­bei­ter, son­dern eben­falls im In­ter­es­se un­se­rer Kun­den liegt". Die EVG hat­te vor der letz­ten Ver­hand­lungs­run­de mit ei­nem Warn­streik bun­des­weit Zu­g­aus­fäl­le und Ver­spä­tun­gen ver­ur­sacht.

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Letzte Überarbeitung: 19. August 2014

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