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Ent­schei­den­de Ta­rif­run­de für den öf­fent­li­chen Dienst be­ginnt

Hop oder Top: Die drit­te Ver­hand­lungs­run­de im Ta­rif­streit des öf­fent­li­chen Diens­tes be­ginnt heu­te
28.03.2012 (dpa) - Im Ta­rif­streit des öf­fent­li­chen Diens­tes kom­men ab heu­te (Mitt­woch/14.00) Ar­beit­ge­ber und Ge­werk­schaf­ten in Pots­dam zur drit­ten und ent­schei­den­den Ver­hand­lungs­run­de zu­sam­men.

Die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di und die Ta­rif­uni­on des Be­am­ten­bun­des (dbb) hat­ten seit An­fang ver­gan­ge­ner Wo­che zu um­fang­rei­chen Warn­streiks in Ver­wal­tun­gen, Ki­tas, im Nah­ver­kehr und an Flug­hä­fen auf­ge­ru­fen. An den Ak­tio­nen be­tei­lig­ten sich nach Ver­di-An­ga­ben rund 215 000 Be­schäf­tig­te. Am Diens­tag fie­len zahl­rei­che Flü­ge aus: Al­lein in Frank­furt am Main, dem größ­ten deut­schen Air­port und wich­tigs­ten Dreh­kreuz ins Aus­land, wur­den rund 550 Flü­ge ge­stri­chen.

Die Ge­werk­schaf­ten ver­lan­gen für die rund zwei Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten in den Kom­mu­nen und beim Bund 6,5 Pro­zent mehr Geld, min­des­tens aber 200 EUR - bei ein­jäh­ri­ger Lauf­zeit des Ta­rif­ver­tra­ges. Die Ar­beit­ge­ber bie­ten an, die Ge­häl­ter mit ei­nem Stu­fen­mo­dell in­ner­halb von zwei Jah­ren um 3,3 Pro­zent an­zu­he­ben. Nach Be­rech­nung der Ge­werk­schaft wür­de dies aber im Schnitt nur ein Mo­nats­plus von 1,77 Pro­zent be­deu­ten. Dies sei un­ter dem In­fla­ti­ons­aus­gleich und des­halb nicht ver­han­del­bar.

Zwei Ver­hand­lungs­run­den wa­ren be­reits er­geb­nis­los ver­lau­fen. Für den Fall, dass auch dies­mal bis Frei­tag kein Kom­pro­miss er­zielt wird, dro­hen die Ge­werk­schaf­ten: Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke sag­te, soll­ten die Ar­beit­ge­ber kein aus­rei­chen­des An­ge­bot vor­le­gen, kom­me es un­ver­meid­lich zur Ur­ab­stim­mung und zum Ar­beits­kampf.

Als denk­bar gilt, dass die öf­fent­li­chen Ar­beit­ge­ber bei ei­nem Schei­tern zu­nächst noch die Sch­lich­tung an­ru­fen. Wäh­rend ei­ne Sch­lich­tungs­kom­mis­si­on tagt, gilt laut dem Streik­recht Frie­dens­pflicht - dann wä­re zu­min­dest der Os­ter­ver­kehr nicht be­ein­träch­tigt. Die Ge­werk­schaf­ten ha­ben be­reits die An­ru­fung der Sch­lich­tung aus­ge­schlos­sen.

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Letzte Überarbeitung: 19. November 2015

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