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Ta­rif­ver­diens­te stei­gen 2013 schnel­ler als die In­fla­ti­on

Wer nach Ta­rif be­zahlt wird, hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr ein hö­he­res Brut­to­ge­halt als 2012: Auch nach Ab­zug der Teue­rung bleibt noch ein Zu­wachs üb­rig

21.01.2014. (dpa) - Die Ein­kom­men der Ta­rif­be­schäf­tig­ten in Deutsch­land sind im ver­gan­ge­nen Jahr er­neut stär­ker ge­stie­gen als die Ver­brau­cher­prei­se.

Ein­schließ­lich der ta­rif­lich ver­ein­bar­ten Son­der- und Ein­mal­zah­lun­gen hat­ten die Be­schäf­tig­ten brut­to im Schnitt 2,3 Pro­zent mehr auf dem Ge­halts­zet­tel als im Jahr zu­vor, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Mon­tag nach vor­läu­fi­ger Aus­wer­tung mit­teil­te.

Die Ver­brau­cher­prei­se sind im sel­ben Zeit­raum um 1,5 Pro­zent ge­stie­gen, so dass sich dar­aus ein rea­ler Ein­kom­mens­zu­wachs von rund 0,8 Pro­zent er­gibt.

Die Ta­rif­ver­dienst­ent­wick­lung ent­spricht je­doch nicht der Re­al­lohn­ent­wick­lung. Hier wer­den auch die Ein­kom­men der nicht nach Ta­rif be­zahl­ten Er­werbs­tä­ti­gen und au­ßer­ta­rif­li­che Son­der­zah­lun­gen be­rück­sich­tigt.

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt will zur Ent­wick­lung der Re­al­löh­ne im Jahr 2013 erst im Fe­bru­ar be­rich­ten. Nach dem drit­ten Quar­tal hat­ten die Sta­tis­ti­ker über­ra­schend von ei­nem mög­li­chen Re­al­lohn­ver­lust be­rich­tet und die­sen vor al­lem mit ge­sun­ke­nen Bo­ni im Fi­nanz- und Ver­si­che­rungs­ge­wer­be be­grün­det.

Bei ge­naue­rer Be­trach­tung der Ta­rif­ver­diens­te wird zu­dem deut­lich, dass im ver­gan­ge­nen Jahr die Son­der­zah­lun­gen deut­lich zu­rück­ge­fah­ren wor­den sind. Die teils kräf­ti­gen Stei­ge­run­gen in den Ta­rif­ta­bel­len wur­den so teil­wei­se wie­der aus­ge­gli­chen. 2012 war zu­dem das Plus mit 2,7 Pro­zent kräf­ti­ger aus­ge­fal­len.

"Die Zah­len zu den Ta­rif­ver­diens­ten be­stä­ti­gen un­se­re ei­ge­nen Aus­wer­tun­gen", er­klär­te der Ta­rif­ex­per­te Rein­hard Bispinck vom WSI-Ar­chiv der ge­werk­schaft­li­chen Hans-Böck­ler-Stif­tung. "Wir se­hen ein deut­li­ches rea­les Plus." Die Re­al­lohn­ent­wick­lung müs­se ab­ge­war­tet wer­den. Die Zah­len aus der Volks­wirt­schaft­li­chen Ge­samt­rech­nung des Bun­des­am­tes leg­ten aber na­he, das die Ein­kom­men das vier­te Jahr in Fol­ge re­al ge­stie­gen sei­en.

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Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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