Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Vie­le ar­bei­ten in Teil­zeit und Be­fris­tung

Auch die Ar­beit auf Ab­ruf ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­stie­gen

04.10.2017. (dpa/eis) - In­ner­halb von 20 Jah­ren stieg der An­teil aty­pi­scher Be­schäf­ti­gun­gen von 15 auf 20,7 Pro­zent im letz­ten Jahr.

Da­mit ar­bei­tet et­wa je­der fünf­te An­ge­stell­te in Deutsch­land in kei­nem tra­di­tio­nel­len Ar­beits­ver­hält­nis, wie aus ei­ner Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf ei­ne An­fra­ge der Lin­ken her­vor­geht, die der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Ber­lin vor­liegt.

Dar­un­ter fal­len be­fris­te­te oder Teil­zeit­jobs, ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te und Zeit­ar­beit­neh­mer.

Die Zah­len der Bun­des­re­gie­rung stam­men vom Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt und sind von die­sem be­reits ver­öf­fent­licht wor­den.

Der An­teil an aty­pi­scher Be­schäf­ti­gung ist zu­letzt aber wie­der et­was zu­rück­ge­gan­gen. Seit 1996 hat er kon­ti­nu­ier­lich auf 22,6 Pro­zent im Jahr 2007 zu­ge­nom­men, ging dann wie­der et­was zu­rück und er­reich­te 2010 schließ­lich die­sen Höchst­wert. Da­nach sank er wie­der.

Zu­sam­men­fas­send ist der Zu­wachs bei den ab­hän­gig Be­schäf­tig­ten pri­mär auf die Zu­nah­me von aty­pi­scher Be­schäf­ti­gung zu­rück­zu­füh­ren. Schließ­lich nahm die An­zahl der so­ge­nann­ten Nor­mal­ar­beit­neh­mer mit min­des­tens 20 Wo­chen­stun­den und un­be­fris­te­tem Ver­trag in­ner­halb 20 Jah­re nur von 24,8 auf 25,6 Mil­lio­nen zu - die der aty­pisch Be­schäf­tig­ten stieg da­ge­gen deut­lich stär­ker, von ca. 5 auf 7,7 Mil­lio­nen 2016.

Leih­ar­beit stieg wäh­rend­des­sen auf 737.000 und ge­ring­fü­gi­ge Be­schäf­ti­gung auf 2,2 Mil­lio­nen Ar­beit­neh­mer an. Die Zahl der be­fris­tet An­ge­stell­ten ist seit 1996 von 1,9 auf 2,7 Mil­lio­nen ge­wach­sen, die der Be­schäf­tig­ten in Teil­zeit bis 20 Wo­chen­stun­den von 3,2 auf 4,8 Mil­lio­nen. Zu be­rück­sich­ti­gen ist aber, dass die Wer­te bei all die­sen Grup­pen, zwi­schen de­nen es Über­schnei­dun­gen gibt, zwi­schen­zeit­lich auch deut­lich hö­her als im letz­ten Jahr lag.

Die Lin­ken-Ab­ge­ord­ne­te Jut­ta Krell­mann, die die An­fra­ge ge­stellt hat­te, sag­te: "Die gu­te wirt­schaft­li­che La­ge trägt nicht da­zu bei, dass die pre­kä­ren Rän­der klei­ner wer­den." Ei­ne "Zo­ne der Un­si­cher­heit" sei ze­men­tiert.

Stark ge­sun­ken ist seit 1996 auch die Ar­beits­lo­sig­keit - laut Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) von 3,97 auf 2,69 Mil­lio­nen Ar­beits­lo­se im Jah­res­durch­schnitt. Der An­teil der Ar­beits­lo­sen ging von 10,4 Pro­zent auf ei­nen Nied­rig-Re­kord­wert von 6,1 Pro­zent 2016 zu­rück.

Eben­falls ist die Ar­beit auf Ab­ruf weit ver­brei­tet. Sie­ben Pro­zent der Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land ar­bei­ten zu­min­dest an ei­nem Tag im Mo­nat auf die­se Wei­se. Das er­gibt sich aus der Re­gie­rungs­ant­wort an die Grü­nen, über die die "Rhei­ni­sche Post" (Mon­tag) zu­erst be­rich­tet hat­te. Bei Ar­beit auf Ab­ruf schlie­ßen Be­schäf­tig­te und Ar­beit­ge­ber ei­nen Ver­trag über ei­ne Tä­tig­keit mit fle­xi­blen Ein­satz­zei­ten.

Span­nend bleibt, was sich CDU/CSU, FDP und Grü­ne so­zi­al- und ar­beits­markt­po­li­tisch vor­neh­men, wenn es zu Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen kommt. Die Uni­on wirbt in ih­rem Wahl­pro­gramm da­mit, sich um Ar­beits­plät­ze der Zu­kunft zu küm­mern. In Punk­to aty­pi­scher Be­schäf­ti­gung sticht bei CDU/CSU aber nur her­vor, dass sie Miss­brauch von Be­fris­tun­gen ab­stel­len wol­len. Die FDP for­dert da­ge­gen: "Wir ver­tei­di­gen ei­nen fle­xi­blen Ar­beits­markt und die Ta­rif­au­to­no­mie und dür­fen et­wa die Zeit­ar­beit oder Be­fris­tun­gen nicht wei­ter ein­schrän­ken." Die Grü­nen for­dern in ih­rem Wahl­pro­gramm ei­ne Fle­xi­bi­li­täts­prä­mie für Zeit­ar­beit­neh­mer, ein Ver­bot von Be­fris­tun­gen oh­ne Sach­grund und Ein­däm­men von ge­ring­fü­gi­ger Be­schäf­ti­gung.

Die Prä­si­den­tin des So­zi­al­ver­bands VdK, Ul­ri­ke Ma­scher, fin­det die Zah­len zu aty­pi­scher Be­schäf­ti­gung "be­sorg­nis­er­re­gend". Be­trof­fe­ne er­wirt­schaf­te­ten auch ei­ne schlech­te Ren­te. "Wir brau­chen da­her ei­ne Ar­beits­markt­po­li­tik, die den Kampf ge­gen Al­ters­ar­mut im Blick hat."

Wäh­rend­des­sen wur­de be­kannt, dass die Zahl der Gast­ar­bei­ter vom West­bal­kan ge­stie­gen ist. Bis En­de Au­gust er­hiel­ten 63.000 Per­so­nen ei­ne Ar­beits­er­laub­nis – 70 Pro­zent mehr als im Vor­jah­res­zeit­raum. Das be­rich­te­te die "Welt" (Mon­tag) un­ter Be­ru­fung auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 4. Oktober 2017

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2017:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880