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Teil­zeit und Teil­ren­te soll bes­ser kom­bi­niert wer­den kön­nen

Nicht mehr be­reit für den vol­len Job - aber noch kei­ne Lust auf vol­le Ren­te? Die Ko­ali­ti­on will den Äl­te­ren ei­nen flie­ßen­den Über­gang in den Ru­he­stand er­mög­li­chen: Doch es gibt skep­ti­sche Stim­men

14.09.2016. (dpa) - Äl­te­re Ar­beit­neh­mer sol­len beim Über­gang in die Ren­te mehr Fle­xi­bi­li­tät be­kom­men.

Ei­nen ent­spre­chen­den Ge­setz­ent­wurf will an die­sem Mitt­woch das Bun­des­ka­bi­nett be­schlie­ßen.

Zen­tra­les In­stru­ment soll der Ab­bau von Hin­der­nis­sen für ei­ne vor­ge­zo­ge­ne Teil­ren­te sein, wenn man zu­gleich noch in Teil­zeit wei­ter­ar­bei­ten möch­te.

Heu­te grei­fen fes­te Hin­zu­ver­dienst­gren­zen.

Sonst wird die Teil­ren­te deut­lich re­du­ziert. Künf­tig sol­len die fes­ten Gren­zen weg­fal­len.

Wird ei­ne Hin­zu­ver­dienst­gren­ze von 6300 Eu­ro pro Jahr über­schrit­ten, wer­den 40 Pro­zent des Be­tra­ges dar­über von der Ren­te ab­ge­zo­gen. Das geht aus dem Ent­wurf her­vor, der der Deut­schen Pres­se-Agen­tur und an­de­ren Me­di­en wie der "Stutt­gar­ter Zei­tung", den "Stutt­gar­ter Nach­rich­ten", der "Pas­sau­er Neu­en Pres­se" und der "Rhei­ni­schen Post" (Mitt­woch) vor­lag.

Der Vor­sit­zen­de der Ar­beit­neh­mer­grup­pe der Uni­ons­frak­ti­on, Pe­ter Weiß (CDU), er­läu­ter­te, das Ge­setz brin­ge Ar­beit­neh­mern ei­ne bes­se­re Kom­bi­nier­bar­keit von Teil­zeit­ar­beit und Teil­ren­te zwi­schen dem 63. und 67. Le­bens­jahr.

Der Über­gang in den Ru­he­stand kön­ne so leich­ter als bis­her nach in­di­vi­du­el­len Vor­stel­lun­gen ge­stal­tet wer­den, sag­te Weiß der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Statt sich zum Bei­spiel mit 63 Jah­ren vor­zei­tig ganz aus dem Ar­beits­le­ben zu ver­ab­schie­den, könn­ten Be­schäf­tig­te so­mit auf Wunsch in Teil­ren­te wei­ter­ar­bei­ten und in den Ru­he­stand aus­glei­ten.

Zu­gleich sol­le es mit der Fle­xi-Ren­te ei­nen ver­stärk­ten An­reiz ge­ben, "län­ger zu ar­bei­ten und da­mit die ei­ge­nen Ren­ten­an­sprü­che zu stei­gern", sag­te Weiß.

Die so­zi­al­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on, Kat­ja Mast, nann­te fle­xi­ble Über­gän­ge in Ren­te "ei­ne Fra­ge so­zia­ler Ge­rech­tig­keit". Das Ge­setz wer­de im Sep­tem­ber ins Par­la­ment ge­bracht, kün­dig­te Mast an. "Das ist ein Mei­len­stein, um vor und nach der Re­gel­al­ters­gren­ze fle­xi­ble Über­gän­ge so­li­da­risch zu or­ga­ni­sie­ren und al­ters­ge­rech­ter zu ma­chen", sag­te sie der dpa. Da­mit die Men­schen das Ren­ten­ein­tritts­al­ter ge­sund er­rei­chen, sol­le es un­ter an­de­rem be­rufs­be­zo­ge­ne Ge­sund­heits­checks ge­ben.

Der So­zi­al­ver­band VdK kri­ti­sier­te den Ent­wurf als un­zu­rei­chend. Für Ar­beit­neh­mer mit ge­rin­gen Ar­beits­markt­chan­cen, die nicht bis zur Re­gel­al­ters­gren­ze ar­bei­ten kön­nen, bie­te der Ent­wurf kei­ne Lö­sung, sag­te die VdK-Prä­si­den­tin Ul­ri­ke Ma­scher.

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Letzte Überarbeitung: 1. November 2016

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