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Tou­ris­mus­bran­che: Droh­po­ten­ti­al klei­ner Ge­werk­schaf­ten be­sei­ti­gen

Wenn Men­schen nicht von A nach B kom­men, ver­dirbt das das Ge­schäft von Gast­stät­ten und Ho­tels: Sie hal­ten nichts da­von, dass Lok­füh­rer und Pi­lo­ten strei­ken. Nicht nur bei die­sem Pro­blem soll der Staat hel­fen

14.10.2014. (dpa) - Ob Streiks von Spar­ten­ge­werk­schaf­ten, neue Kon­kur­renz aus dem In­ter­net oder ab­ge­nutz­te Stra­ßen - die deut­sche Tou­ris­mus­wirt­schaft ver­langt bei zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen mehr staat­li­che Un­ter­stüt­zung.

Die Bun­des­re­gie­rung müs­se das "un­sin­ni­ge Droh- und Er­pres­sungs­po­ten­ti­al" klei­ner Ge­werk­schaf­ten be­sei­ti­gen, for­der­te Mi­cha­el Fren­zel, der Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Tou­ris­mus­wirt­schaft am Mon­tag bei ei­ner Bran­chen­ta­gung in Ber­lin.

Das Streik­recht steht nicht in­fra­ge, aber klei­ne Spar­ten­ge­werk­schaf­ten dürf­ten die öf­fent­li­che In­fra­struk­tur nicht lahm­le­gen.

Pi­lo­ten der Luft­han­sa und Lok­füh­rer der Deut­schen Bahn hat­ten in den ver­gan­ge­nen Wo­chen mehr­fach ge­streikt und er­heb­li­che Ein­schrän­kun­gen für Rei­sen­de aus­ge­löst. Bei bei­den Un­ter­neh­men sind wei­te­re Streiks mög­lich. Fren­zel un­ter­stütz­te den Plan der Bun­des­re­gie­rung für ein Ta­rif­ein­heits­ge­setz.

Die Bran­che sieht sich zu­dem zu­neh­mend un­ter Druck von Zim­mer- und Fe­ri­en­woh­nungs­ver­mitt­lern im In­ter­net. Hier sei Wett­be­werbs­gleich­heit not­wen­dig. Für die pri­va­ten An­bie­ter müss­ten bei Brand­schutz, Hy­gie­ne und Ar­beit­neh­mer­rech­ten die­sel­ben Vor­schrif­ten gel­ten wie für Ho­tels.

Die Rei­se­bran­che for­der­te au­ßer­dem mehr staat­li­che In­ves­ti­tio­nen in Stra­ßen, Schie­nen und For­schung. Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­bri­el (SPD) mach­te auf der Ta­gung kei­ne Zu­sa­gen. Er ver­sprach le­dig­lich, sich da­für ein­zu­set­zen, dass ver­schärf­te Ge­wer­be­steu­er­auf­la­gen für Ho­tels wie­der zu­rück­ge­fah­ren wer­den.

Den Min­dest­lohn ver­tei­dig­te Ga­bri­el ge­gen Kri­tik aus der Bran­che. Die­ser hel­fe auch, Fach­kräf­te zu ge­win­nen. Nach der Er­hö­hung der Bafög-Leis­tun­gen für Stu­den­ten for­der­te der Mi­nis­ter zu­dem ein hö­he­res Meis­ter-BaföG. "Wir müs­sen dar­auf ach­ten, das die dua­le Aus­bil­dung in Deutsch­land der Schwer­punkt der be­ruf­li­chen Bil­dung in Deutsch­land bleibt."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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