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Trans­fer­ge­sell­schaft für Prak­ti­ker-Mit­ar­bei­ter soll kom­men

Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter und In­sol­venz­ver­wal­ter der Prak­ti­ker AG ha­ben sich auf ei­ne Trans­fer­ge­sell­schaft ge­ei­nigt: Die Gläu­bi­ger müs­sen noch zu­stim­men. Aus­ge­schlos­sen sind 3000 ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te

18.09.2013. (dpa) - Atem­pau­se für die Prak­ti­ker- Mit­ar­bei­ter: Die Ein­rich­tung ei­ner Trans­fer­ge­sell­schaft für rund 4000 Be­schäf­tig­te der in­sol­ven­ten Bau­markt­ket­te ist aus Sicht der Ge­werk­schaft Ver­di in greif­ba­re Nä­he ge­rückt.

Ver­di be­grüß­te am Mitt­woch ei­ne ent­spre­chen­de Ei­ni­gung von Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern und In­sol­venz­ver­wal­tung. Bei­de Sei­ten hat­ten sich am Diens­tag in Er­furt über ei­ne Auf­fang­lö­sung ver­stän­digt.

Der Gläu­bi­ger­aus­schuss von Prak­ti­ker ent­schei­det je­doch eben­falls mit. Ver­di ap­pel­lier­te an die Mit­glie­der des Gre­mi­ums, der Trans­fer­ge­sell­schaft zu­zu­stim­men. Die Gläu­bi­ger ta­gen am 28. Sep­tem­ber.

"Die Mit­ar­bei­ter be­kom­men 75 Pro­zent ih­res letz­ten Ge­halts", sag­te Ver­di-Spre­che­rin Chris­tia­ne Schel­ler. Die Lauf­zeit der Trans­fer­ge­sell­schaft staf­fe­le sich nach der Kün­di­gungs­frist.

Et­wa 900 Mit­ar­bei­ter ha­ben sechs Mo­na­te lang An­spruch auf das Geld, er­klär­te Schel­ler der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. 2.500 be­kom­men die Leis­tung vier oder fünf Mo­na­te lang, die an­de­ren für drei Mo­na­te. Die­se Zeit sol­len sie zur Qua­li­fi­zie­rung und Vor­be­rei­tung auf den Ar­beits­markt nut­zen.

Hol­ger Voß­kuhl, Spre­cher von In­sol­venz­ver­wal­ter Chris­to­pher Se­agon, woll­te sich zu den Kos­ten nicht äu­ßern. Kei­nen An­spruch auf Geld aus der Trans­fer­ge­sell­schaft ha­ben laut Schel­ler da­ge­gen die rund 3000 ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­ten. Die Ei­ni­gung be­zie­he sich nur auf Mit­ar­bei­ter in den 130 Fi­lia­len der Toch­ter­ge­sell­schaf­ten.

"Über die Mit­ar­bei­ter in den Zen­tra­len wer­den wir An­fang Ok­to­ber ver­han­deln", hat­te die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de Kers­tin Schä­fer be­reits am Diens­tag in der «Saar­brü­cker Zei­tung» an­ge­kün­digt. Hier sind nach An­ga­ben Schel­lers 750 bis 800 Ar­beit­neh­mer be­trof­fen.

In Ham­burg ge­ben sich die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter zu­ver­sicht­lich. "Wir ge­hen da­von aus, dass wir be­rück­sich­tigt wer­den", sag­te Pe­ter Con­s­ta­bel, Be­triebs­rats­vor­sit­zen­der der dor­ti­gen Prak­ti­ker-Zen­tra­le. Es ha­be ent­spre­chen­de Si­gna­le ge­ge­ben. Die Ver­ein­ba­rung wer­te­te er po­si­tiv:

"Es ist ein an­spre­chen­des Leis­tungs­port­fo­lio. Die Trans­fer­ge­sell­schaft hilft, neue Jobs zu fin­den." Aber: "Mehr wä­re bes­ser."

Die Über­gangs­lö­sung für die rund 4.000 so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten sei in lan­gen, har­ten Ver­hand­lun­gen und un­ter Zeit­druck ge­schlos­sen wor­den, be­rich­te­te Ver­di. "Mit der Ein­rich­tung die­ser Trans­fer­ge­sell­schaft kann nun ver­hin­dert wer­den, dass Tau­sen­de Men­schen ab 1. Ok­to­ber in die Ar­beits­lo­sig­keit ab­ge­scho­ben wer­den", sag­te Vor­stands­mit­glied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger.

Die Prak­ti­ker AG be­stä­tig­te die Ei­ni­gung, woll­te sich zu De­tails je­doch nicht äu­ßern. Im Ju­li hat­te der Kon­zern In­sol­venz an­ge­mel­det.

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Letzte Überarbeitung: 8. Januar 2016

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