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14/063a US-Au­to­ge­werk­schaft UAW ver­langt Neu­wah­len in VW-Werk

Die Sa­ga um ei­ne Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung im US-ame­ri­ka­ni­schen VW-Werk geht wei­ter: Die Au­to­ge­werk­schaft UAW will sich mit ih­rer Nie­der­la­ge nicht ab­fin­den und dringt auf Neu­wah­len

24.02.2014. (dpa) - Die US-Au­to­ge­werk­schaft UAW gibt sich im Kampf um das VW-Werk im ame­ri­ka­ni­schen Chat­ta­noo­ga noch nicht ge­schla­gen.

Nach­dem die Mehr­heit der Mit­ar­bei­ter ge­gen ei­ne Ver­tre­tung ih­rer In­ter­es­sen durch die UAW ge­stimmt hat­te, fech­tet die Ge­werk­schaft das Er­geb­nis nun an.

Sie be­grün­de­te die­sen Schritt am Frei­tag mit der "Ein­mi­schung von Po­li­ti­kern und Lob­by­grup­pen".

Ziel sind Neu­wah­len.

Im Vor­feld der Wahl hat­ten re­pu­bli­ka­ni­sche Po­li­ti­ker da­mit ge­droht, bei ei­nem Sieg der Ge­werk­schaft den Wolfs­bur­ger Au­to­bau­er künf­tig von In­ves­ti­ti­ons­hil­fen aus­zu­schlie­ßen. Ein Se­na­tor sag­te zu­dem, dass das VW-Werk bei ei­nem ge­werk­schafts­freund­li­chen Vo­tum ein ge­plan­tes neu­es SUV-Mo­dell ver­lie­ren wür­de. Das hät­ten ihm VW-Ma­na­ger ge­sagt. Der Werks­lei­ter de­men­tier­te.

Nun muss die zu­stän­di­ge Auf­sichts­be­hör­de Na­tio­nal La­bor Re­la­ti­ons Board (NL­RB) ent­schei­den, ob dies ei­ne un­zu­läs­si­ge Be­ein­flus­sung war, wie die Ge­werk­schaft sagt. Die Be­hör­de prüft die Vor­wür­fe und kann in be­grün­de­ten Fäl­len ei­ne Wie­der­ho­lung der Ab­stim­mung an­ord­nen. "Es ist ein Skan­dal, dass po­li­tisch mo­ti­vier­te Drit­te die wirt­schaft­li­che Zu­kunft die­ses Stand­orts be­droht ha­ben", er­klär­te UAW-Chef Bob King. Ein VW-Spre­cher lehn­te ei­nen Kom­men­tar ab.

Die Mit­ar­bei­ter in Volks­wa­gens ein­zi­gem US-Werk hat­ten vor ei­ner Wo­che mit 712 zu 626 Stim­men ge­gen die Ver­tre­tung durch die UAW vo­tiert. Dies war ein her­ber Rück­schlag für die Ge­werk­schaft, die seit Jah­ren ver­geb­lich ver­sucht, in den Au­to­fa­bri­ken im Sü­den der Ver­ei­nig­ten Staa­ten Fuß zu fas­sen.

Das VW-Werk war die bis­lang bes­te Chan­ce für die UAW, weil sich das Un­ter­neh­men im Ge­gen­satz zur Kon­kur­renz nicht ge­gen die Or­ga­ni­sie­rung der Mit­ar­bei­ter ge­sträubt hat­te. Der mäch­ti­ge VW-Kon­zern­be­triebs­rat hat­te auf die Wahl ge­drun­gen, um ei­nen Be­triebs­rat nach deut­schem Vor­bild im US-Bun­des­staat Ten­nes­see zu eta­blie­ren. Ei­ne Ver­tre­tung der Ar­beit­neh­mer ist welt­weit an VW-Stand­or­ten üb­lich.

Der Sü­den der USA gilt aber tra­di­tio­nell als ge­werk­schafts­kri­tisch. Kon­ser­va­ti­ve Po­li­ti­ker fürch­ten, dass bei ei­nem Er­folg der UAW die In­ves­to­ren aus­blei­ben. Sie ma­chen die Ge­werk­schaft mit­ver­ant­wort­lich für den Nie­der­gang der Au­to­in­dus­trie um De­troit.

We­gen des Mit­glie­der­schwunds in den an­ge­stamm­ten In­dus­trie­re­gio­nen im Nor­den und Mitt­le­ren Wes­ten kämpft die UAW auch so ver­bis­sen um ei­ne zwei­te Chan­ce im Sü­den. Hier ha­ben sich ne­ben VW noch vie­le wei­te­re aus­län­di­sche Au­to­bau­er an­ge­sie­delt, dar­un­ter Daim­ler und BMW. Der VW-Kon­zern­be­triebs­rat hat be­reits er­klärt, an­de­re We­ge aus­zu­lo­ten, um ei­ne Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung zu grün­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 4. Oktober 2014

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