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Über­stun­den und Schicht­plä­ne - Bahn und Lok­füh­rer ver­han­deln

Es geht um Ent­las­tung für die Be­schäf­tig­ten: Mehr Frei­zeit ist der Lok­füh­rer-Ge­werk­schaft in die­ser Ta­rif­run­de wich­ti­ger als mehr Geld. Seit Mo­nat ver­han­delt sie wie­der mit der Bahn. Aus­gang un­ge­wiss

11.10.2016. (dpa) - Bei der Deut­schen Bahn ver­han­deln Ar­beit­ge­ber und Lok­füh­rer­ge­werk­schaft seit Mon­tag über bes­se­re Ar­beits­zeit- und Frei­zeit­re­geln so­wie mehr Geld für die Be­schäf­tig­ten.

Soll­te es in den ers­ten drei Ver­hand­lungs­run­den bis No­vem­ber kein Er­geb­nis ge­ben, sei­en auch Warn­streiks im Weih­nachts­ver­kehr mög­lich, sag­te Claus We­sels­ky, der Vor­sit­zen­de der Ge­werk­schaft Deut­scher Lo­ko­mo­tiv­füh­rer (GDL), in Ber­lin.

"Ich er­war­te spä­tes­tens in der zwei­ten Run­de ein An­ge­bot des Ar­beit­ge­bers."

Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber kün­dig­te an, bis zur zwei­ten Run­de am 25. Ok­to­ber in Frank­furt ein An­ge­bot vor­zu­le­gen. "Mir ist wich­tig, dass wir am Ver­hand­lungs­tisch zu Er­geb­nis­sen kom­men." Die GDL er­he­be For­de­run­gen, "die nach ers­ter Be­wer­tung für den Bahn­be­trieb mit Schicht­dienst nicht prak­ti­ka­bel sind und den In­ter­es­sen der Mit­ar­bei­ter nicht ge­recht wer­den". Sie sei­en auch nicht fi­nan­zier­bar.

Ne­ben Ver­bes­se­run­gen bei der Ar­beits­zeit for­dert die Ge­werk­schaft nach ei­ge­nen An­ga­ben vier Pro­zent mehr Geld für die Be­schäf­tig­ten. Zu­sätz­li­che Ver­schie­bun­gen in den Ent­gelt­staf­feln füh­ren nach Bahn-An­ga­ben im Er­geb­nis je­doch zu ei­ner For­de­rung jen­seits von sechs Pro­zent.

Bei der Lohn­for­de­rung sei er zu Ab­stri­chen be­reit, sag­te We­sels­ky zu Be­ginn der Ge­sprä­che. Die GDL le­ge den Schwer­punkt auf Schicht­rhyth­men und Ar­beits­zeit. Bei­spiels­wei­se wä­ren 2,5 Pro­zent mehr Geld plus ei­ner Ar­beits­zei­t­ent­las­tung im Vo­lu­men von 2 Pro­zent für die GDL ein gu­tes Er­geb­nis, deu­te­te We­sels­ky ei­ne mög­li­che Kom­pro­miss­li­nie an.

We­ber sag­te, das The­ma Ar­beits­zeit müs­se dis­ku­tiert wer­den. Wäh­rend die Ge­werk­schaft for­dert, die Ru­he­ta­ge der Be­schäf­tig­ten bis zu ein Jahr im Vor­aus fest­zu­le­gen, will die Bahn dies fle­xi­bler hand­ha­ben und die ein­zel­nen Be­schäf­tig­ten dar­an be­tei­li­gen. We­ber will in der zwei­ten Ver­hand­lungs­run­de Ar­beits­zeit­mo­del­le mit mehr Plan­bar­keit im Schicht­dienst vor­le­gen.

Nächs­te Wo­che be­ginnt die Bahn par­al­le­le Ver­hand­lun­gen mit der grö­ße­ren Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG), die mit der GDL kon­kur­riert. Ins­ge­samt geht es um 150.000 Be­schäf­tig­te der Bahn in Deutsch­land.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. November 2016

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