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VdK ge­gen Ab­schlä­ge bei Er­werbs­min­de­rungs­ren­ten

Schlech­te Ar­beit lässt vor­zei­tig al­tern, weiß die Al­ters­for­schung: ber wie hält man Men­schen bis zur Ren­te ge­sund und fit? Nicht, so­lan­ge Re­ha-Maß­nah­men ge­de­ckelt wer­den, mahnt der So­zi­al­ver­band VdK

12.10.2013. (dpa) - Fast je­der fünf­te Rent­ner in Deutsch­land er­hält sei­ne Al­ters­ein­künf­te we­gen ge­min­der­ter Er­werbs­fä­hig­keit.

Mehr als je­der drit­te Be­trof­fe­ne gilt nach An­ga­ben des So­zi­al­ver­bands VdK als ar­muts­ge­fähr­det.

Der nord­rhein-west­fä­li­sche Lan­des­vor­sit­zen­de, Karl-Heinz Fries, for­der­te am Frei­tag in Düs­sel­dorf, die Ren­ten­ab­schlä­ge bei Er­werbs­min­de­rung ab­zu­schaf­fen.

Schließ­lich han­de­le es sich da­bei nicht um ei­ne frei­wil­li­ge Ent­schei­dung, frü­her in Ren­te zu ge­hen.

In NRW be­zo­gen 2011 rund 330 000 Be­trof­fe­ne ei­ne Er­werbs­min­de­rungs­ren­te. Sie liegt bei Frau­en im Durch­schnitt nur bei 662 Eu­ro, Män­ner er­hiel­ten im Schnitt 763 Eu­ro mo­nat­lich. Die Ab­schlä­ge von der re­gu­lä­ren Al­ters­ren­te kön­nen bis zu rund 11 Pro­zent be­tra­gen.

Der VdK for­der­te au­ßer­dem, die De­cke­lung der Aus­ga­ben für Re­ha­bi­li­ta­ti­ons­maß­nah­men aus der Ren­ten­kas­se auf­zu­he­ben. Die deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung ge­be nicht mehr als 1,3 Mil­li­ar­den Eu­ro für me­di­zi­ni­sche und be­ruf­li­che Re­ha-Maß­nah­men im Jahr aus, be­rich­te­te der Ge­schäfts­füh­rer des VdK NRW, Tho­mas Zan­der.

Im ver­gan­ge­nen Jahr sei­en 35 Pro­zent der bun­des­weit 2,1 Mil­lio­nen Re­ha-An­trä­ge ab­ge­lehnt wor­den.

"Ge­ra­de über 45-Jäh­ri­ge ha­ben kaum Chan­cen auf Ge­wäh­rung ei­ner be­ruf­li­chen Re­ha-Maß­nah­me", be­rich­te­te Fries. Die er­höh­ten sich erst, wenn bei Ab­leh­nung Wi­der­spruch ein­ge­legt wer­de. Da­bei hilft der VdK sei­nen bun­des­weit rund 1,6 Mil­lio­nen Mit­glie­dern. Bei be­ruf­li­chen Re­ha-Maß­nah­men geht es um Um­schu­lun­gen oder auch Um­bau des Ar­beits­plat­zes.

"Die ge­bur­ten­star­ken Jahr­gän­ge kom­men jetzt in das Re­ha-Al­ter", stell­te Fries fest. Me­di­zi­ni­sche und be­ruf­li­che Re­ha­bi­li­ta­ti­on müs­se an­ge­sichts der stei­gen­den Nach­fra­ge bes­ser ver­zahnt wer­den. Auch Un­ter­neh­mer sei­en auf­ge­for­dert, al­ters­ge­rech­te Ar­beits­plät­ze zu schaf­fen, be­ton­te Prof. Mi­cha­el Fal­ken­stein vom Bo­chu­mer In­sti­tut Ar­bei­ten Ler­nen Al­tern.

"Schlech­te Ar­beit lässt vor­zei­tig al­tern", warn­te der Me­di­zi­ner, der auch am Dort­mun­der Leib­niz-In­sti­tut für Ar­beits­for­schung ei­ne Pro­jekt­grup­pe lei­tet. Le­bens­lan­ge Wei­ter­bil­dung müs­se für al­le mög­lich sein. "Man muss das Ge­hirn fit hal­ten."

Nach An­ga­ben des VdK ge­hen in Deutsch­land nur rund 40 Pro­zent der 60- bis un­ter 65-Jäh­ri­gen noch ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit nach. In der Al­ters­grup­pe der 55- bis 65-Jäh­ri­gen lie­ge die Ar­beits­lo­sen­quo­te mit 7,8 Pro­zent hö­her als in je­der an­de­ren Al­ters­grup­pe. Vier von fünf Ar­beits­lo­sen über 50 Jah­re sei Lang­zeit­be­zie­her staat­li­cher Hil­fen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 28. Januar 2014

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