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Ver­di will Ar­beits­plät­ze bei Air Ber­lin ret­ten

Die in­sol­ven­te Flug­ge­sell­schaft Air Ber­lin steht vor der Über­nah­me durch an­de­re Un­ter­neh­men. Die Ge­werk­schaft will Ar­beits­plät­ze und Ge­häl­ter si­chern.
Air Berlin Flugzeug, Insolvenz Fluggesellschaft

21.08.2017. (dpa/wie) - Am ver­gan­ge­nen Diens­tag, den 15.08.2017, hat Air Ber­lin ei­nen An­trag auf Er­öff­nung ei­nes In­sol­venz­ver­fah­rens in Ei­gen­ver­wal­tung ge­stellt. Seit dem scheint si­cher zu sein, dass ein­zel­ne Be­triebs­tei­le an ver­schie­de­ne Un­ter­neh­men ver­äu­ßert wer­den. Die Zu­kunft der Be­schäf­tig­ten ist un­ge­wiss.

Laut der Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di han­delt es sich um 8.200 An­ge­stell­te, die von der In­sol­venz be­trof­fen sind und man wol­le so vie­le wie mög­lich da­von ret­ten. Bun­des­vor­stands­mit­glied Chri­ti­ne Beh­le sag­te da­zu, dass bei ei­nem In­sol­venz­ver­fah­ren in Ei­gen­re­gie in­ner­halb von drei Mo­na­ten ei­ne Lö­sung ge­fun­den wer­den müs­se. Da­für for­dert sie Trans­pa­renz und Ein­be­zie­hung der Ge­werk­schaf­ten in die wei­te­ren Pla­nun­gen.

Am schwie­rigs­ten wer­de es laut Beh­le für die Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter. "Da ma­chen wir uns gro­ße Sor­gen, denn je­der mög­li­che Über­neh­mer hat ja schon ei­ne Ver­wal­tung", er­klär­te sie und füg­te an, das dies je nach Käu­fer auch für die Tech­ni­ker gel­te. Et­wa 1.200 An­ge­stell­te sei­en in der Ver­wal­tungs­zen­tra­le in Ber­lin be­schäf­tigt. Ei­ni­ge da­von wä­ren erst kürz­lich von Düs­sel­dorf in die Haupt­stadt ge­zo­gen.

Gu­te Chan­cen auf ei­ne Über­nah­me hät­te hin­ge­gen das Flug­per­so­nal. "Für die Kol­le­gen in Ka­bi­ne und Cock­pit sind die Chan­cen sehr hoch", sag­te Beh­le. "Auf dem Markt wird viel Per­so­nal ge­sucht."

Um die Ar­beits­plät­ze beim Über­gang auf ein an­de­res Un­ter­neh­men zu si­chern und künf­ti­ge Ge­häl­ter und Ar­beits­be­din­gun­gen zu re­geln, hat die Ge­werk­schaft die in­sol­ven­te Flug­ge­sell­schaft zu Ver­hand­lun­gen über ei­nen So­zi­al­ta­rif­ver­trag auf­ge­for­dert. Da­bei sol­len auch die po­ten­zi­el­len Käu­fer in­vol­viert wer­den. Dies sei "an­ge­sichts der un­si­che­ren Per­spek­ti­ven der Be­leg­schaft drin­gend not­wen­dig und si­cher­lich auch im In­ter­es­se von Air Ber­lin, um den rei­bungs­lo­sen Wei­ter­be­trieb der Air­line im Wand­lungs­pro­zess ge­währ­leis­ten zu kön­nen", be­ton­te das Vor­stands­mit­glied.

Im Ge­gen­satz zum So­zi­al­plan wä­re bei ei­nem So­zi­al­ta­rif­ver­trag die Ge­werk­schaft und nicht der Be­triebs­rat Ver­trags­part­ner des Ar­beit­ge­bers.

Beh­le äu­ßer­te Be­den­ken, die Käu­fer könn­ten "die Ver­ant­wor­tung für die Be­schäf­tig­ten" ver­nach­läs­si­gen und nur an das "ganz gro­ße Ge­schäft" den­ken.


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Letzte Überarbeitung: 13. November 2017

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