Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Ver­di will bei Ama­zon wei­ter kämp­fen - aber wann?

Nach 23 Ta­gen Streik - dem ers­ten bei Ama­zon - herrscht schein­bar Still­stand: Ein Ta­rif­ver­trag für die 10 000 Be­schäf­tig­ten scheint nicht in Sicht

10.03.2014. (dpa) - Im fest­ge­fah­re­nen Kon­flikt um ei­nen Ta­rif­ver­trag für die rund 10 000 Fest­an­ge­stell­ten beim On­line-Ver­sand­händ­ler Ama­zon Deutsch­land gibt sich die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di wei­ter kampf­be­reit.

Seit Som­mer 2013 ha­ben Tei­le der Be­leg­schaft am größ­ten Stand­ort im hes­si­schen Bad Hers­feld und in Leip­zig im­mer wie­der ge­streikt.

Die Strei­ken­den woll­ten dem deut­schen Ab­le­ger des US-Han­dels­rie­sen Ama­zon ei­nen Ta­rif­ver­trag nach den Be­din­gun­gen des Ein­zel- und Ver­sand­han­dels ab­rin­gen.

Mit­te De­zem­ber hat­ten sich auch Mit­ar­bei­ter am baye­ri­schen Stand­ort Gra­ben für ei­nen Tag be­tei­ligt.

An ins­ge­samt 23 Ta­gen wur­de ge­streikt. Be­son­ders schmerz­haft soll­te der Aus­stand den welt­größ­ten On­line-Ver­sen­der in der Vor­weih­nachts­zeit tref­fen. Doch Fehl­an­zei­ge. Das Un­ter­neh­men rühr­te sich nicht von der Stel­le und be­stritt jeg­li­che Aus­wir­kun­gen aufs Ge­schäft. Und Ver­di scheint trotz er­neu­ten Strei­kan­kün­di­gun­gen et­was die Pus­te aus­ge­gan­gen zu sein.

"Die Streiks vor Weih­nach­ten wa­ren ei­ne gro­ße Ge­schich­te", sagt Ver­di-Be­reichs­lei­ter Jörg Lau­en­roth-Ma­go in Leip­zig. Nach ei­ner so gro­ßen Sa­che müs­se man der Ge­gen­sei­te auch Luft las­sen. "An un­se­rer For­de­rung nach ei­nem Ta­rif­ver­trag hat sich nichts ge­än­dert. Wir be­ob­ach­ten die Si­tua­ti­on und die Ent­wick­lung in der Bran­che", sagt der Ge­werk­schaf­ter. "Wir wol­len der Ge­schäfts­füh­rung Zeit zur Re­ak­ti­on ge­ben."

Der Kon­zern hat es bis­her stets ab­ge­lehnt, in Ta­rif­ver­hand­lun­gen ein­zu­tre­ten. Ama­zon se­he auch wei­ter­hin kei­nen An­lass für Ver­hand­lun­gen, sagt ei­ne Spre­che­rin. Das Un­ter­neh­men ori­en­tie­re sich an den Ta­ri­fen der Lo­gis­tik-Bran­che und lie­ge bei der Be­zah­lung am obe­ren En­de des Üb­li­chen. "Wir sind der Mei­nung, dass un­se­re Ex­tras ein­fach nicht in un­fle­xi­ble Ver­trä­ge pas­sen", sagt sie. "Wir ar­bei­ten eng mit un­se­ren Mit­ar­bei­tern und den Be­triebs­rä­ten zu­sam­men."

Es sei noch nicht klar, wann 2014 wie­der ge­streikt wer­de, sagt Lau­en­roth-Ma­go. "wir wer­den wei­ter Druck ma­chen, wol­len aber für Ama­zon un­kal­ku­lier­bar blei­ben." Ist der Ge­werk­schaft viel­leicht der Pro­test von Tei­len der Be­leg­schaft ge­gen die Streiks in die Glie­der ge­fah­ren? Im­mer­hin 1000 Un­ter­schrif­ten wur­den für die Ak­ti­on Pro Ama­zon ge­sam­melt.

Das Un­ter­neh­men be­stritt, die Ak­ti­on mit­in­iti­iert zu ha­ben. Die Grä­ben in der Be­leg­schaft sei­en viel we­ni­ger tief als es schei­ne, be­ton­te Lau­en­roth-Ma­go. Es ge­he kein Riss durch die Be­leg­schaft. Es ge­be schließ­lich im­mer Leu­te, die nicht mit­streik­ten. "Die Men­schen, die dort ar­bei­ten ha­ben mit ih­rem Ar­beit­ge­ber ei­ne gro­ße Iden­ti­fi­ka­ti­on, auch die die kri­tisch sind", be­schwich­tigt Lau­en­roth-Ma­go.

Mo­men­tan ist un­klar, wie die ver­fah­re­ne Si­tua­ti­on auf­ge­löst wer­den kann. Die Ge­werk­schaft scheint im Zug­zwang. Es sei prin­zi­pi­ell für ei­ne Ge­werk­schaft nicht hin­nehm­bar, dass ein Un­ter­neh­men sich wei­ge­re, über­haupt in Ta­rif­ver­hand­lun­gen ein­zu­tre­ten, sagt der Streik­ex­per­te der Ge­werk­schafts­na­hen Hans-Böck­ler-Stif­tung, Hei­ner Drib­busch. Die aus sol­chen Si­tua­tio­nen re­sul­tie­ren­den Aus­ein­an­der­set­zun­gen könn­ten sehr lang­wie­rig wer­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 1. April 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880