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Ver­di will er­neu­te Bun­des-Zu­sa­gen prü­fen

Im Streit um die so­zia­le Ab­si­che­rung der Be­schäf­tig­ten der Was­ser- und Schiff­fahrts­be­hör­den legt der Bund nach und prä­sen­tiert ei­ne Drei- Mi­nis­te­ri­en-Er­klä­rung: Die Ge­werk­schaft will die Zu­sa­gen nun prü­fen

07.09.2013. (dpa) - Kurz vor der an­ge­kün­dig­ten Ver­schär­fung der Streiks an Schleu­sen von Ka­nä­len und Flüs­sen könn­te mög­li­cher­wei­se Be­we­gung in den Kon­flikt kom­men.

Die Ge­werk­schaft Ver­di kün­dig­te am Frei­tag an, er­neu­te Zu­si­che­run­gen des Bun­des zur so­zia­len Ab­si­che­rung der Be­schäf­tig­ten bei der Re­form der Was­ser- und Schiff­fahrts­ver­wal­tung (WSV) ein­ge­hend prü­fen zu wol­len.

Sie blieb aber zu­nächst bei ih­ren Pla­nun­gen für bun­des­wei­te Schleu­sen-Streiks vom kom­men­den Mon­tag an.

In Nord­rhein-West­fa­len will die Gerk­schaft de­ie Ka­nä­le ei­ne Wo­che lang kom­plett dicht­ma­chen.

In ei­ner ge­mein­sa­men Er­klä­rung un­ter­mau­er­ten die Bun­des­mi­nis­te­ri­en für Ver­kehr, Fi­nan­zen und In­ne­res die Ab­si­che­rung der Mit­ar­bei­ter bei der ge­plan­ten WSV-Re­form. Be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen, Ver­set­zun­gen ge­gen den Wil­len der Be­trof­fe­nen und fi­nan­zi­el­len Ein­bu­ßen sol­len dem­nach aus­ge­schlos­sen sein.

"Aus Sicht der Bun­des­re­gie­rung ist da­mit die So­zi­al­ver­träg­lich­keit der Re­form­maß­nah­men bei der WSV um­fas­send ge­währ­leis­tet", heißt es nach dpa-In­for­ma­tio­nen in dem Schrei­ben an al­le WSV-Be­schäf­tig­ten. Trotz Ap­pel­len von meh­re­ren Sei­ten will sich Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) nicht in den seit Wo­chen schwe­len­den Kon­flikt ein­schal­ten.

Ver­kehrs­mi­nis­ter Pe­ter Ram­sau­er (CSU) hat­te dies auch schon per Mit­ar­bei­ter­schrei­ben zu­ge­sagt. Ver­di pocht aber auf ta­rif­ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen, um die Ab­si­che­rung ein­klag­bar fest­zu­schrei­ben.

Die Ge­werk­schaft will ih­re seit Wo­chen lau­fen­den Ak­tio­nen mit re­gio­na­len Streik­wel­len in der kom­men­den Wo­che ver­schär­fen. Von Mon­tag an soll die Ar­beit für sie­ben Ta­ge bun­des­weit bis zum fol­gen­den Sonn­tag nie­der­ge­legt wer­den, hat­te Ver­di an­ge­kün­digt.

Bei dem Streit geht es um die vom Bund ge­plan­te WSV-Re­form. Da­mit soll die Zahl der Be­hör­den bis 2020 von der­zeit 53 auf 34 sin­ken, die Zahl der Be­schäf­tig­ten oh­ne Ent­las­sun­gen von 12 500 auf rund 10 000.

Der stell­ver­tre­ten­de Re­gie­rungs­spre­cher Ge­org Strei­ter sag­te: "Die Bun­des­kanz­le­rin wird sich dort nicht ein­schal­ten, weil es da gu­te Nach­rich­ten gibt." Mit Blick auf die Er­klä­rung der drei Mi­nis­te­ri­en sag­te er: "Es gab ein Pro­blem, es gibt ei­ne Lö­sung. Ein bes­se­res Rund­um-Sorg­los-Pa­ket kann man sich doch gar nicht vor­stel­len."

Der Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt for­der­te Ver­di auf, den Streik­auf­ruf zu­rück­zu­neh­men. "Mit die­sen weit­rei­chen­den Zu­sa­gen, die in der frei­en Wirt­schaft so wohl nicht denk­bar wä­ren, dürf­ten die Streik­zie­le der Ge­werk­schaft er­füllt sein."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 17. Dezember 2013

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