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14/388a Ver­di for­dert deut­lich mehr Geld für Er­zie­her und So­zi­al­ar­bei­ter

Fünf Jah­re zu­rück: Zehn­tau­sen­de Er­zie­her und So­zi­al­ar­bei­ter stel­len El­tern mit mas­si­ven Streiks auf ei­ne har­te Be­las­tungs­pro­be. Nun ste­hen wie­der Ta­rif­ver­hand­lun­gen an. Droht der nächs­te Ar­beits­kampf?

25.11.2014. (dpa) - Die Ge­werk­schaft Ver­di for­dert ein Ge­halts­plus von durch­schnitt­lich zehn Pro­zent für Er­zie­her und So­zi­al­ar­bei­ter und will die­se Be­ru­fe da­mit auf­wer­ten.

Das soll in der an­ste­hen­den Ta­rif­run­de für Be­schäf­tig­te in So­zi­al- und Er­zie­hungs­diens­ten An­fang 2015 mit ei­ner bes­se­ren ta­rif­li­chen Ein­grup­pie­rung er­reicht wer­den.

"Wir wol­len da­mit den Ver­än­de­run­gen im An­for­de­rungs­pro­fil Rech­nung tra­gen", sag­te Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke am Mon­tag in Ber­lin.

Ki­tas sei­en zu ei­nem wich­ti­gen Lern­ort ge­wor­den, So­zi­al­ar­beit wer­de im­mer schwie­ri­ger und wich­ti­ger.

So­zia­le Be­ru­fe hät­ten ei­nen Qua­li­täts­schub voll­zo­gen. "Ih­re Auf­wer­tung ist über­fäl­lig."

Bei den an­ste­hen­den Ver­hand­lun­gen mit der Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (VKA) geht es nicht um ei­ne all­ge­mei­ne Lohn­run­de, son­dern um die Ein­ord­nung der Be­ru­fe in der Ver­gü­tungs­ord­nung. Ver­di hat die Ein­grup­pie­rungs­re­geln zum En­de die­ses Jah­res ge­kün­digt. Die Ta­rif­kom­mis­si­on soll die For­de­run­gen am 18. De­zem­ber be­schlie­ßen.

Be­trof­fen da­von sind un­ter an­de­rem Kin­der­pfle­ger, Er­zie­he­rin­nen, Heil­päd­ago­gen und So­zi­al­ar­bei­ter in kom­mu­na­len Kin­der­gär­ten und So­zi­al­ein­rich­tun­gen. 2009 wur­de die Ta­rif­run­de für rund 220 000 Be­schäf­tig­te der So­zi­al- und Er­zie­hungs­diens­te bun­des­weit von wo­chen­lan­gen Streiks in Kin­der­gär­ten und Ki­tas be­glei­tet.

Auf die Fra­ge nach neu­en mas­si­ven Ar­beits­kämp­fen sag­te Bsirs­ke: "Man steckt ja in der Psy­cho­lo­gie der Ar­beit­ge­ber­sei­te nicht drin, aus­ge­schlos­sen ist das nicht." Er rech­ne mit "Ver­hand­lun­gen, die sich über meh­re­re Mo­na­te hin­zie­hen." Die mas­si­ven Streiks von 2009 müss­ten sich nicht wie­der­ho­len. "Auch wenn es nicht scha­den kann, wenn man sich auf so et­was vor­be­rei­tet."

Der Ar­beit­ge­ber­ver­band VKA re­agier­te zu­rück­hal­tend auf die For­de­run­gen. Die Ein­grup­pie­rung der so­zia­len Be­ru­fe sei be­reits 2009 ver­bes­sert wor­den, erst im Früh­jahr sei zu­dem im öf­fent­li­chen Dienst ein Lohn­plus von 5,4 Pro­zent ver­ein­bart wor­den. "Wir se­hen kei­nen Hand­lungs­be­darf für ei­ne wei­te­re Auf­wer­tung", sag­te VKA-Spre­che­rin Kat­ja Christ der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

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Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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