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Ver­di will er­neut deut­lich mehr Geld für Flug­ha­fen­kon­trol­leu­re

Auch Flug­gast­kon­trol­leu­re kön­nen den Luft­ver­kehr lahm­le­gen: Mit die­ser Macht im Rü­cken hat Ver­di in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ho­he Lohn­stei­ge­run­gen durch­ge­setzt - und will dies auch wei­ter tun
Sicherheitskontrolle am Flughafen

12.07.2016. (dpa) - An deut­schen Flug­hä­fen könn­te es schon bald wie­der zu hef­ti­gen Ta­rif­aus­ein­an­der­set­zun­gen kom­men.

Die Ge­werk­schaft Ver­di will für die pri­va­ten Pas­sa­gier- und Ge­päck­kon­trol­leu­re er­neut ho­he zwei­stel­li­ge Zu­wachs­ra­ten beim Ge­halt durch­set­zen.

Im Pi­lot­be­zirk Ber­lin-Bran­den­burg soll der St­un­den­grund­lohn für Per­so­nen­kon­trol­leu­re an den Si­cher­heits­schleu­sen von jetzt 15,64 Eu­ro auf 19,00 Eu­ro stei­gen - ein Plus von mehr als 21 Pro­zent.

Noch kräf­ti­ger fällt die von der Ta­rif­kom­mis­si­on auf­ge­stell­te For­de­rung für Wach­leu­te aus, die nicht im Auf­trag der Bun­des­po­li­zei, son­dern für Flug­ha­fen und Flug­ge­sell­schaf­ten tä­tig sind: Ihr St­un­den­grund­lohn soll von 11,72 Eu­ro auf 16 Eu­ro stei­gen, ein Plus von 37 Pro­zent. Da­zu kom­men For­de­run­gen nach hö­he­ren Funk­ti­ons­zu­la­gen und ei­ner neu­en "Er­schwer­nis­zu­la­ge" von 1,50 Eu­ro pro St­un­de bei un­güns­ti­gen Wit­te­rungs- und Tem­pe­ra­tur­ver­hält­nis­sen. Zu­erst hat­te die "Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung" über den neu­en Ka­ta­log be­rich­tet.

Der be­ste­hen­de Ta­rif­ver­trag für Si­cher­heits­leu­te im Luft­ver­kehr in Ber­lin-Bran­den­burg läuft be­reits En­de Sep­tem­ber aus, die üb­ri­gen Län­der fol­gen zum Jah­res­en­de. In der Ver­gan­gen­heit hat­te es im­mer wie­der punk­tu­el­le Streiks der Kon­trol­leu­re mit hef­ti­gen Fol­gen für Pas­sa­gie­re und Flug­be­trieb ge­ge­ben.

Die Ar­beit­ge­ber re­agier­ten mit Em­pö­rung auf die Ver­di-Vor­stel­lun­gen. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW), Ha­rald Ol­schok, ver­wies auf die ho­hen Ge­halts­stei­ge­run­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. "Das kann nicht ewig so wei­ter­ge­hen, zu­mal wir längst ein sehr ho­hes Ni­veau er­reicht ha­ben." Mit ei­ner nor­ma­len Ta­rif­po­li­tik ha­be das nichts mehr zu tun, hat­te er der FAZ ge­sagt und Ver­di vor­ge­wor­fen, die Ta­rif­macht der Kon­trol­leu­re in al­ler Här­te zur Mit­glie­der­wer­bung ein­zu­set­zen.

"Wir wol­len un­se­re Markt­macht nicht miss­brau­chen. Es ist un­ser Ziel, die Be­zah­lung zu har­mo­ni­sie­ren, da­mit glei­cher Lohn für die glei­che Dienst­leis­tung ge­zahlt wird", sag­te hin­ge­gen das Ver­di- Bun­des­vor­stands­mit­glied Ute Kit­tel der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Es müs­se auch nicht zwangs­läu­fig zu Streiks kom­men. "Ich se­he auf bei­den Sei­ten ei­ne ho­he Be­reit­schaft, das nicht kom­plett es­ka­lie­ren zu las­sen."

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Letzte Überarbeitung: 27. Januar 2017

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