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Ver­di droht Kar­stadt mit här­te­rer Gang­art

Sä­bel­ras­seln bei Kar­stadt: Die Ge­werk­schaft Ver­di droht mit ei­nem har­ten Ar­beits­kampf, nach­dem die Wa­ren­haus­ket­te aus dem Flä­chen­ta­rif­ver­trag aus­ge­stie­gen ist. Auch In­ves­tor Berg­gru­en steht wei­ter in der Kri­tik von Ver­di

01.07.2013. (dpa) - Im fest­ge­fah­re­nen Ta­rif­kon­flikt beim 20 000 Mit­ar­bei­ter zäh­len­den Wa­ren­haus­kon­zern Kar­stadt droht die Ge­werk­schaft Ver­di mit ei­ner här­te­ren Gang­art.

"Wenn es in Ta­rif­ver­hand­lun­gen kei­ne Ei­ni­gung gibt, steht am En­de der Ar­beits­kampf. Auch bei Kar­stadt wer­den wir dar­über be­ra­ten, ob wir den Druck er­hö­hen müs­sen", sag­te Ver­di-Bun­des­vor­stands­mit­glied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger im In­ter­view mit "Fo­cus On­line".

Mit Warn­streiks hät­ten Kar­stadt-Be­schäf­tig­te ge­zeigt, dass sie be­reit sei­en, für ih­ren Ta­rif­ver­trag zu kämp­fen.

Kar­stadt will mit ei­ner zwei­jäh­ri­gen "Ta­rif­pau­se" dro­hen­de Mehr­be­las­tun­gen in Mil­lio­nen­hö­he ab­wen­den. Der Es­se­ner Han­dels­kon­zern war in­ner­halb der re­gio­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de in die Ver­bands­mit­glied­schaft oh­ne Ta­rif­bin­dung ge­wech­selt.

Da­mit hat­te sich im Mai ein gro­ßer Ar­beit­ge­ber aus der Ta­rif­run­de Ein­zel­han­del 2013 ver­ab­schie­det, noch ehe sie rich­tig be­gann. Vor ein­ein­halb Wo­chen hat­te der Ge­samt­be­triebs­rat so­wohl Ver­di als auch die Kar­stadt- Ge­schäfts­füh­rung auf­ge­for­dert, zü­gig Ver­hand­lun­gen auf­zu­neh­men.

Kar­stadt hat­te die "Ta­rif­pau­se" mit der lau­fen­den Sa­nie­rung be­grün­det. Ei­gen­tü­mer Ni­co­las Berg­gru­en räum­te vor we­ni­gen Wo­chen ein, die Pro­ble­me bei der Über­nah­me 2010 un­ter­schätzt zu ha­ben. Wie ver­spro­chen sei­en die Ge­häl­ter wie­der auf das Ni­veau von vor der Plei­te an­ge­ho­ben wor­den. Wei­te­re Er­hö­hun­gen sei­en aber für zwei Jah­re un­mög­lich. Er ste­he be­reit, fri­sches Geld ein­zu­brin­gen, wenn es hel­fen wür­de. Aber ent­schei­dend sei der Wan­del im Un­ter­neh­men selbst.

Nut­zen­ber­ger ver­lang­te er­neut von Berg­gru­en, die schwie­ri­ge Sa­nie­rung der Wa­ren­haus­ket­te mit In­ves­ti­tio­nen zu be­schleu­ni­gen. "In ei­ne Rei­he von Häu­sern wur­de be­reits in­ves­tiert. In vie­len gibt es aber im­mer noch ei­nen In­ves­ti­ti­ons­stau", kri­ti­sier­te Nut­zen­ber­ger, die auch im Kar­stadt-Auf­sichts­rat sitzt. "Die Be­schäf­ti­gen ha­ben, zum Bei­spiel über Lohn­ver­zicht, be­reits 650 Mil­lio­nen Eu­ro in den ver­gan­ge­nen acht Jah­ren bei­ge­steu­ert. Jetzt ist der Ei­gen­tü­mer am Zug."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 20. September 2014

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