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Ver­di for­dert von Kar­stadt Ga­ran­ti­en

Er­neut soll es bei Kar­stadt Ein­schnit­te in das Fi­li­al­netz ge­ben: Des­halb dringt Ver­di auf ei­ne Stand­ort- und Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie. Die Ge­werk­schaft spricht von ei­nem kon­zept­lo­sen Spa­ren

13.05.2015. (dpa) - An­ge­sichts fünf wei­te­rer Fi­li­al­schlie­ßun­gen for­dert Ver­di von Kar­stadt ei­ne Stand­ort- und Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie.

"Theo­re­tisch wä­ren wei­te­re Häu­ser­schlie­ßun­gen je­der­zeit mög­lich. Aus die­sem Grund drän­gen wir in den Ta­rif­ver­hand­lun­gen auf ei­ne Stand­ort- und Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie für al­le Häu­ser", sag­te Ar­no Peu­kes, Ver­di-Ver­tre­ter im Auf­sichts­rat von Kar­stadt, den Dort­mun­der "Ruhr Nach­rich­ten" (Mitt­woch).

"Das kon­zept­lo­se Spa­ren muss ein En­de ha­ben", un­ter­strich er.

Die Kar­stadt-Häu­ser wür­den Zeit be­nö­ti­gen, um sich mit er­folg­ver­spre­chen­den Kon­zep­ten am Markt zu be­wäh­ren.

Er nann­te es ei­nen Feh­ler, wei­te­re Häu­ser zu schlie­ßen.

"Die Ta­rif­kom­mis­si­on von Kar­stadt wird am Mitt­woch über das wei­te­re Vor­ge­hen be­ra­ten", er­läu­ter­te der Ver­di-Ver­tre­ter das wei­te­re Vor­ge­hen im Ge­spräch mit der Zei­tung. Das schlie­ße al­le Fra­gen mit ein, al­so auch die Fra­ge nach mög­li­chen Ak­tio­nen oder wann es mit den Ta­rif­ver­hand­lun­gen wei­ter­ge­hen sol­le. "Die Be­schäf­tig­ten in den be­trof­fe­nen Fi­lia­len sind wü­tend und ge­schockt. Sie müs­sen ein­mal mehr die Ze­che für fal­sche Ma­nage­ment­kon­zep­te be­zah­len", be­ton­te er.

Be­reits vor meh­re­ren Wo­chen hat­ten Ver­di-Ver­tre­ter öf­fent­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in den Ta­rif­ver­hand­lun­gen als letz­te Es­ka­la­ti­ons­stu­fe die Fra­ge von Streiks im Raum ste­he.

Die an­ge­schla­ge­ne Wa­ren­haus­ket­te Kar­stadt macht im Zu­ge ih­rer Sa­nie­rung fünf wei­te­re Wa­ren­häu­ser dicht. Das teil­te das Es­se­ner Wa­ren­haus­un­ter­neh­men am Diens­tag nach ei­ner Sit­zung des Auf­sichts­rats mit. Be­trof­fen sind die Kar­stadt-Stand­or­te in Reck­ling­hau­sen, Bot­trop, Des­sau, Neu­müns­ter und Mön­chen­glad­bach-Rhe­ydt.

Das Un­ter­neh­men be­grün­de­te die Schlie­ßun­gen un­ter an­de­rem mit ei­ner seit Jah­ren ne­ga­ti­ven Um­satz- und Er­geb­nis­ent­wick­lung der Stand­or­te. Nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben sind von den Schlie­ßun­gen 540 Be­schäf­tig­te be­trof­fen. Kar­stadt hat der­zeit noch rund 16 000 Be­schäf­tig­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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