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Ver­di er­war­tet schwie­ri­ge Ta­rif­ver­hand­lun­gen bei T-Sys­tems

Ta­rif­run­de 2014 bei der Te­le­kom: Für rund 100 000 Be­schäf­tig­te will Ver­di hö­he­re Löh­ne und ei­nen Kün­di­gungs­schutz durch­set­zen. Doch das dürf­te vor al­lem bei T-Sys­tems schwie­rig wer­den.

01.02.2014. (dpa) - Die an­ste­hen­de Ta­rif­run­de bei der Deut­schen Te­le­kom steht ganz im Zei­chen von T-Sys­tems.

Bei den Ver­hand­lun­gen, die Mit­te Fe­bru­ar in Bonn star­ten, er­war­tet die Ge­werk­schaft Ver­di vor al­lem in der Groß­kun­den­spar­te schwie­ri­ge Ge­sprä­che.

"Wir be­rei­ten uns dar­auf vor, ar­beits­kampf­fä­hig zu wer­den", sag­te Ver­di-Bun­des­vor­stand Lo­thar Schrö­der am Frei­tag in Bonn.

Es kom­me ein "wuch­ti­ges Teil" auf die Mit­ar­bei­ter zu, das wer­de ein Um­bruch wer­den.

T-Sys­tems steht vor ei­nem grund­le­gen­den Um­bau. Im Zu­ge der Neu­aus­rich­tung auf di­gi­ta­le Zu­kunfts­fel­der sol­len auch Ar­beits­plät­ze ge­stri­chen wer­den. Das Un­ter­neh­men hat­te be­tont, dies wer­de so­zi­al­ver­träg­lich ge­stal­tet. Da­zu ge­hör­ten Vor­ru­he­stand, Al­ters­teil­zeit und Ab­fin­dun­gen so­wie die Ver­mitt­lung in an­de­re Kon­zern­be­rei­che.

Die Ge­werk­schaft fürch­tet ei­nen mas­si­ven Kahl­schlag. Von der­zeit rund 25 000 Jobs in Deutsch­land könn­ten 4000 bis 6000 weg­fal­len. Ver­di will des­halb bei Ta­rif­ge­sprä­chen den Aus­schluss be­triebs­be­ding­ter Kün­di­gun­gen durch­set­zen.

Den Auf­takt bei den Ta­rif­ver­hand­lun­gen macht am 13. Fe­bru­ar die Te­le­kom Deutsch­land - un­ter an­de­rem mit den Be­rei­chen Fest­netz und Mo­bil­funk.

Für al­le rund 100 000 Ta­rif­be­schäf­tig­ten for­dert Ver­di ne­ben ei­nem Aus­schluss be­triebs­be­ding­ter Kün­di­gun­gen 5,5 Pro­zent mehr Lohn und Ge­halt bei ei­ner Lauf­zeit von 12 Mo­na­ten. Ein Spre­cher der Te­le­kom sag­te, die Ta­rif­for­de­rung lie­ge im Rah­men der Er­war­tun­gen und sei vor dem Hin­ter­grund der ver­gan­ge­nen Ab­schlüs­se durch­aus selbst­be­wusst.

Zu­letzt hat­ten sich die Ein­kom­men der Te­le­kom-Be­schäf­tig­ten in­ner­halb von zwei Jah­ren in zwei Stu­fen um ins­ge­samt 6,5 Pro­zent er­höht. Die jet­zi­ge For­de­rungs­hö­he be­grün­de­te Schrö­der un­ter an­de­rem mit der gu­ten wirt­schaft­li­chen La­ge des Un­ter­neh­mens: "Wir ha­ben es nicht mit ei­nem not­lei­den­den Un­ter­neh­men zu tun", be­ton­te der Ge­werk­schaf­ter.

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Letzte Überarbeitung: 16. März 2016

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