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Ver­di: Weih­nachts­geld für je­den Drit­ten un­ver­zicht­bar

Ei­gent­lich ist es für die Fest­ta­ge ge­dacht, für Ge­schen­ke, Gän­se­bra­ten oder Tan­nen­baum: Doch vie­le Be­schäf­tig­te brau­chen das Weih­nachts­geld in­zwi­schen drin­gend für all­täg­li­che Aus­ga­ben. Oh­ne den Zu­schuss wird es knapp am En­de des Jah­res

12.11.2013. (dpa) - Knapp je­der zwei­te Be­schäf­tig­te in Deutsch­land be­kommt Weih­nachts­geld - da­bei ist der Zu­schuss ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge für vie­le exis­tenz­not­wen­dig.

Fast je­der Drit­te kom­me bei der fi­nan­zi­el­len Pla­nung des Haus­halts nicht oh­ne Weih­nachts­geld aus, er­gab ei­ne am Mon­tag vor­ge­stell­te Um­fra­ge im Auf­trag der Ge­werk­schaft Ver­di.

Vor al­lem Be­schäf­tig­te mit ei­nem mo­nat­li­chen Ein­kom­men von un­ter 1500 Eu­ro sind nach ei­ge­nen An­ga­ben dar­auf an­ge­wie­sen, aber auch ein Drit­tel der Be­frag­ten mit ei­nem Ein­kom­men zwi­schen 1500 und 3000 Eu­ro.

Aus­ge­ge­ben wird das Ex­tra am Jah­res­en­de der Um­fra­ge zu­fol­ge bei drei Vier­teln für Weih­nachts­ge­schen­ke. Et­wa ein Drit­tel braucht es aber auch zur Zah­lung von Ver­si­che­rungs­bei­trä­gen oder für all­täg­li­che Aus­ga­ben. Gut je­der sechs­te nutzt das Weih­nachts­geld, um Schul­den zu­rück­zu­zah­len.

Für die Al­ters­vor­sor­ge oder spä­te­re An­schaf­fun­gen spa­ren 38 Pro­zent da­mit. "Das Weih­nachts­geld fließt zu ei­nem sehr ho­hen An­teil in den di­rek­ten Kon­sum und kur­belt die Bin­nen­wirt­schaft an", sag­te Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke. Oft leis­te es aber auch ei­nen maß­geb­li­chen Bei­trag zum Haus­halts­ein­kom­men.

Ins­ge­samt be­kom­men der Um­fra­ge zu­fol­ge nur 46 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten über­haupt Weih­nachts­geld. Die Hans-Böck­ler-Stif­tung war in ei­ner On­line-Um­fra­ge vor we­ni­gen Wo­chen auf 54 Pro­zent be­kom­men, hier hat­ten sich laut Bsirs­ke aber mehr Ge­werk­schafts­mit­glie­der be­tei­ligt, als bei der re­prä­sen­ta­ti­ven Um­fra­ge von TNS In­fra­test un­ter 502 Be­frag­ten.

Die­se er­gab, dass das Weih­nachts­geld in fast zwei Drit­teln der Fäl­le ge­rin­ger ist als ein Mo­nats­ge­halt - im Os­ten Deutsch­lands noch häu­fi­ger als im Wes­ten.

Wäh­rend un­ter den An­ge­stell­ten 51 Pro­zent an­ga­ben, Weih­nachts­geld zu be­kom­men, wa­ren es un­ter den Be­am­ten nur 20 Pro­zent. Ge­ne­rell be­kom­men Frau­en sel­te­ner Weih­nachts­geld als Män­ner, jun­ge An­ge­stell­te sel­te­ner als äl­te­re.

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Letzte Überarbeitung: 7. Dezember 2013

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