Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Volks­wir­te: Ar­beits­lo­sig­keit im Ok­to­ber wei­ter ge­sun­ken

Die Zahl der Job­su­cher ist nach An­sicht von Volks­wir­ten im Ok­to­ber er­neut ge­sun­ken. Die Si­tua­ti­on än­de­re sich je­doch all­mäh­lich: Im kom­men­den Jahr könn­te die Ar­beits­lo­sen­zahl leicht stei­gen

26.10.2015. (dpa) - Dank des jähr­li­chen Herbst­auf­schwungs dürf­te sich die Si­tua­ti­on auf dem deut­schen Ar­beits­markt im Ok­to­ber wei­ter ver­bes­sert ha­ben. Nach wie vor sei der Job­markt in gu­ter Ver­fas­sung, be­rich­te­ten Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken in ei­ner Um­fra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Da­her wer­de die Zahl der Er­werbs­lo­sen vor­aus­sicht­lich bei et­wa 2,66 Mil­lio­nen lie­gen. Das wä­ren rund 70 000 we­ni­ger als im Vor­jahr.

Doch die Zei­ten sta­gnie­ren­der oder gar sin­ken­der Ar­beits­lo­sig­keit ge­hen nach Ein­schät­zung der Ex­per­ten all­mäh­lich zu En­de. «Ein paar Brems­ef­fek­te wer­den in den nächs­ten Mo­na­ten zu se­hen sein», sag­te et­wa Ste­fan Ki­par von der Baye­ri­schen Lan­des­bank.

Für das kom­men­de Jahr rech­nen die meis­ten Volks­wir­te mit leicht stei­gen­den Ar­beits­lo­sen­zah­len. Sie füh­ren dies auf die Kon­junk­tur­ab­küh­lung in Schwel­len­län­dern wie et­wa in Chi­na zu­rück, aber auch auf die gro­ße Zahl von Flücht­lin­gen, die nicht so­fort in den deut­schen Ar­beits­markt in­te­griert wer­den könn­ten. Auch der VW-Ab­gas-Skan­dal könn­te den Job­markt tref­fen, be­fürch­ten ein­zel­ne Volks­wir­te.

Nach ih­rer An­er­ken­nung wer­den sich vie­le Flücht­lin­ge zu­nächst ar­beits­los mel­den, sind sich die Ex­per­ten ei­nig. Denn für vie­le sind man­geln­de Deutsch­kennt­nis­se und feh­len­de Qua­li­fi­ka­tio­nen ein Pro­blem. «Dies wird da­zu füh­ren, dass die Ar­beits­lo­sig­keit im Jah­res­durch­schnitt über der von 2015 lie­gen wird», sag­te Eck­art Tucht­feld von der Com­merz­bank. Wäh­rend die Volks­wir­te für die­ses Jahr von ei­ner durch­schnitt­li­chen Ar­beits­lo­sig­keit von 2,8 Mil­lio­nen aus­ge­hen, kön­ne die­se Zahl 2016 auf 2,9 Mil­lio­nen stei­gen.

Die In­te­gra­ti­on der Zu­wan­de­rer in den Ar­beits­markt wer­de zu­dem Jah­re dau­ern, sag­te Al­li­anz-Volks­wirt Rolf Schnei­der. «Das ist ein sehr lan­ger Pro­zess, der da an­steht - auch, weil die An­er­ken­nung als Asyl­be­wer­ber sich bei vie­len sehr stark ver­zö­gert.»

Laut ei­ner Stu­die des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) und des Deut­schen In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (DIW) kön­nen nur knapp zehn Pro­zent der an­er­kann­ten Flücht­lin­ge im er­werbs­fä­hi­gen Al­ter so­fort ei­ne Ar­beit in Deutsch­land auf­neh­men. Erst nach vier Jah­ren steigt der An­teil auf an­nä­hernd 50 Pro­zent. Nach 14 Jah­ren sind dem­nach drei Vier­tel der Zu­wan­de­rer in den Ar­beits­markt in­te­griert. Ste­fan Ki­par be­tont den­noch: «Das kann der deut­sche Ar­beits­markt stem­men. Es ist ei­ne Her­aus­for­de­rung, aber schaff­bar.»

Die meis­ten Ex­per­ten glau­ben nicht, dass der Ab­gas-Skan­dal gro­ße ne­ga­ti­ve volks­wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen ha­ben wird. «Den VW-Ef­fekt wird man se­hen, aber das wird kein sehr star­ker Ef­fekt sein», sag­te et­wa Ki­par. Vor­stell­bar sei, dass zu­nächst Neu­ein­stel­lun­gen ge­stoppt wer­den, et­wa bei VW selbst oder bei Zu­lie­fe­rern. Hei­ko Pe­ters von der Deut­schen Bank sag­te, durch den Rück­ruf könn­te es zu­nächst so­gar mehr Ar­beit ge­ben. Ge­fähr­lich wer­de es erst dann, wenn deut­sche Pro­duk­te ins­ge­samt in­fra­ge ge­stellt wür­den. «Das hal­ten wir aber für re­la­tiv un­wahr­schein­lich.»

Mehr Sor­gen macht den Ex­per­ten die Ent­wick­lung in Schwel­len­län­dern - al­len vor­an in Chi­na. «Das in­ter­na­tio­na­le Um­feld ist ei­ne Be­las­tung. Das wird sich nächs­tes Jahr auch auf dem Ar­beits­markt zei­gen», sag­te Mi­cha­el Hol­stein von der DZ-Bank. Auch Tucht­feld sag­te: «Die Ab­küh­lung ist im Gan­ge und Schleif­spu­ren sind auch in Deutsch­land zu er­ken­nen.» Der Ab­bau der Er­werbs­lo­sig­keit wer­de da­durch nicht mehr so schnell von­stat­ten­ge­hen wie zu­letzt.

Der Rück­gang der Ar­beits­lo­sen­zahl im Ok­to­ber geht vor al­lem auf den üb­li­chen Herbst­auf­schwung zu­rück. Nach den Som­mer­fe­ri­en stel­len vie­le Fir­men wie­der ver­stärkt Mit­ar­bei­ter ein. Auch Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten fin­den nach vor­über­ge­hen­der Ar­beits­lo­sig­keit ei­nen Job. Die of­fi­zi­el­len Er­werbs­lo­sen­zah­len will die Bun­des­agen­tur für Ar­beit am Don­ners­tag (29. Ok­to­ber) ver­öf­fent­li­chen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880