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Volks­wir­te: Ar­beits­markt im Fe­bru­ar sta­bil

Der Kon­sum läuft, die deut­schen Ver­brau­cher hal­ten die Kon­junk­tur in Deutsch­land hoch - auch auf dem Job­markt sieht es wei­ter gut aus: In den kom­men­den Mo­na­ten kön­ne sich dies je­doch än­dern, sa­gen Volks­wir­te

29.02.2016. (dpa) - Die Ri­si­ken auf dem Welt­markt und stei­gen­de Flücht­lings­zah­len ma­chen sich vor­erst noch nicht auf dem deut­schen Ar­beits­markt be­merk­bar.

Volks­wir­te rech­nen für den Fe­bru­ar mit ei­ner weit­ge­hend sta­bi­len Er­werbs­lo­sen­zahl.

"Der Ar­beits­markt ist über­ra­schend stark ge­blie­ben", sag­te Ste­fan Ki­par von der Baye­ri­schen Lan­des­bank.

Auch die gro­ße Zahl der Zu­wan­de­rer kön­ne bis­lang auf­ge­fan­gen wer­den.

Der Stel­len­auf­bau rei­che noch aus, um die Ar­beits­lo­sig­keit wei­ter zu drü­cken.

In den kom­men­den Mo­na­ten kön­ne sich die La­ge je­doch än­dern, pro­gnos­ti­zier­ten Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken in ei­ner Um­fra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Es deu­te sich ei­ne Art Zwei­tei­lung zwi­schen Dienst­leis­tungs- und In­dus­trie­sek­tor an, sag­te Hei­ko Pe­ters von der Deut­schen Bank. Dienst­leis­tun­gen und Bin­nen­nach­fra­ge sei­en bis­lang die Haupt­stüt­zen für Kon­junk­tur und Ar­beits­markt. "Der Kon­sum läuft, der deut­sche Kon­su­ment lässt sich nicht ver­un­si­chern", sag­te auch Ki­par.

In der In­dus­trie herr­sche da­ge­gen in­zwi­schen ei­ne deut­lich ge­dämpf­te Stim­mung. Das wer­de die La­ge im wei­te­ren Jah­res­ver­lauf schwie­ri­ger ma­chen, mein­te Pe­ters. Auch Eck­art Tucht­feld von der Com­merz­bank sag­te, die Welt­kon­junk­tur sei deut­lich la­bi­ler ge­wor­den, aus den USA und den Ent­wick­lungs­län­dern kä­men ne­ga­ti­ve Im­pul­se. "Da sind die Ri­si­ken deut­lich ge­stie­gen. Das schlech­te­re Kli­ma wird sich aber wohl erst bei den Auf­trags­ein­gän­gen nie­der­schla­gen müs­sen, bis es am Ar­beits­markt an­kommt." Spür­bar wer­de dies wahr­schein­lich in zwei bis drei Mo­na­ten.

Mi­cha­el Hol­stein von der DZ-Bank sag­te: "Die Bin­nen­nach­fra­ge ist ei­ne Ver­si­che­rung, dass es nicht noch schlech­ter wird, aber den in­ter­na­tio­na­len Ge­gen­wind spürt man trotz­dem." Zu­sam­men mit der gro­ßen Zahl der Flücht­lin­ge wer­de die Ar­beits­lo­sen­zahl et­was stei­gen - al­ler­dings mit Ver­zö­ge­rung, et­wa ab der zwei­ten Jah­res­hälf­te.

Auch für das Ge­samt­jahr er­war­ten die Ex­per­ten ei­nen leich­ten An­stieg der Er­werbs­lo­sig­keit. Jörg Zeu­ner von der KfW-Ban­ken­grup­pe et­wa geht von ei­nem Plus von rund 100.000 auf 2,9 Mil­lio­nen aus.

Für den Fe­bru­ar rech­nen die Volks­wir­te al­len­falls mit ge­rin­gen Ver­än­de­run­gen auf dem Job­markt. Die meis­ten Ex­per­ten ge­hen von ei­nem leich­ten Rück­gang der Ar­beits­lo­sen­zahl um 5000 oder 6000 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat oder ei­ner Sta­gna­ti­on aus. Dann lä­ge die Zahl der Job­su­cher bei 2,915 Mil­lio­nen. Sai­son­be­rei­nigt kön­ne die Ent­wick­lung so­gar noch bes­ser sein.

Ei­ni­ge Volks­wir­te rech­nen auch mit ei­nem leich­ten Plus, denn nor­ma­ler­wei­se steigt die Er­werbs­lo­sig­keit im Fe­bru­ar et­was an. Grund ist der wit­te­rungs­be­ding­te Ab­bau von Stel­len auf dem Bau, im Gar­ten- und Land­schafts­bau und in der Gas­tro­no­mie. Die of­fi­zi­el­len Ar­beits­lo­sen­zah­len will die Bun­des­agen­tur an die­sem Diens­tag (1. März) ver­öf­fent­li­chen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 31. August 2016

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