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Warn­streik des Bo­den­per­so­nals bei Luft­han­sa ge­star­tet

Das Luft­han­sa-Bo­den­per­so­nal macht ernst: Mit Schicht­be­ginn an den meis­ten deut­schen Flug­hä­fen blie­ben die Schal­ter der Air­line leer: Cha­os ver­ur­sach­te der an­ge­kün­dig­te Warn­streik an den Flug­hä­fen zu­nächst nicht

22.04.2013. (dpa) - Bei der Luft­han­sa hat am Mon­tag­mor­gen ein bun­des­wei­ter Warn­streik be­gon­nen.

Die Flug­ge­sell­schaft hat­te im Vor­feld fast al­le Flü­ge ge­stri­chen.

"Die Streiks sind über­all an­ge­lau­fen mit den ers­ten Schich­ten", sag­te Ver­di-Spre­che­rin Mar­ti­na Sön­nich­sen.

Die Ge­werk­schaft hat­te zu dem ganz­tä­gi­gen Ar­beits­aus­stand auf­ge­ru­fen und rech­net mit meh­re­ren tau­send Tech­ni­kern und Ser­vice­kräf­ten, die sich be­tei­li­gen wer­den.

Bun­des­weit soll­te am Mon­tag kaum ein Luft­han­sa-Flug­zeug ab­he­ben. Von ins­ge­samt 1720 ge­plan­ten Ver­bin­dun­gen sol­len nur 32 star­ten. Be­son­ders be­trof­fen sind die Deutsch­land- und Eu­ro­pa-Ver­bin­dun­gen.

Ge­gen 4.00 Uhr leg­te das Bo­den­per­so­nal der Air­line am Stutt­gar­ter Flug­ha­fen die Ar­beit nie­der. "Hier ist bis­her kein Schal­ter be­setzt", sag­te Bernd Kös­ter von der Ge­werk­schaft. In der Nacht war der Warn­streik be­reits an Stand­or­ten der Luft­han­sa Tech­nik an­ge­lau­fen.

Auf den meis­ten Flug­hä­fen in Deutsch­land star­te­ten die Warn­streiks des Bo­den­per­so­nals ge­gen 5.00 Uhr. Auch am Luft­han­sa-Dreh­kreuz Frank­furt blie­ben die Schal­ter am Mor­gen leer, wie Ge­rold Schaub von Ver­di Frank­furt am Mor­gen sag­te. Gro­ßer An­drang herrsch­te zu­nächst nicht. "Das Ter­mi­nal ist fast leer, weil die meis­ten Pas­sa­gie­re wohl dar­auf vor­be­rei­tet wa­ren."

Ein Luft­han­sa-Spre­cher sag­te, die Flug­ge­sell­schaft rech­ne nicht mit ei­nem gro­ßen An­sturm. Sie ge­he da­von aus, dass sich vie­le Pas­sa­gie­re im Vor­feld der Warn­streiks in­for­miert hät­ten.

Da­ge­gen be­rei­tet sich die Bahn auf ei­nen An­sturm an den Glei­sen vor, weil Luft­han­sa-Pas­sa­gie­re, die Flü­ge ge­bucht ha­ben, kos­ten­los mit dem Zug fah­ren kön­nen. Die Bahn hat­te an­ge­kün­digt, zu­sätz­li­che Zü­ge und mehr Per­so­nal ein­set­zen.

Ver­di for­dert im Ta­rif­kon­flikt mit Luft­han­sa 5,2 Pro­zent mehr Geld bei ei­ner Lauf­zeit von 12 Mo­na­ten und Job­ga­ran­ti­en für rund 33 000 Mit­ar­bei­ter. Luft­han­sa hat­te die For­de­run­gen mit ei­nem nach Ge­schäfts­fel­dern mo­di­fi­zier­ten und in Tei­len er­folgs­ab­hän­gi­gen Ver­gü­tungs­an­ge­bot ge­kon­tert.

Über ei­nen Zeit­raum von 29 Mo­na­ten kä­men ein­zel­ne Be­rufs­grup­pe auf ei­ne Stei­ge­rung von mehr als drei Pro­zent, hat­te Per­so­nal­vor­stand Lau­er er­klärt. Job­ga­ran­ti­en macht Luft­han­sa von struk­tu­rel­len Än­de­run­gen et­wa zu län­ge­ren Ar­beits­zei­ten und ver­scho­be­nen Stu­fen­stei­ge­run­gen ab­hän­gig.

Es ist be­reits die zwei­te Wel­le von Ar­beits­nie­der­le­gun­gen. Am 21. März wa­ren bei ei­nem kür­ze­ren Warn­streik bun­des­weit 700 Flü­ge aus­ge­fal­len. Die nächs­te Ver­hand­lung zwi­schen den Ta­rif­par­tei­en steht am 29./30. April an.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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