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Warn­streik am Frank­fur­ter Flug­ha­fen - Ge­duld der Pas­sa­gie­re ge­fragt

Am Frank­fur­ter Flug­ha­fen strei­ken die Si­cher­heits­leu­te. Schon am Mor­gen zeich­net sich ab: Der Flug­plan wird durch­ein­an­der­ge­wir­belt. Zu­nächst muss­ten aber nur we­ni­ge Flü­ge auch ab­ge­sagt wer­den

21.02.2014. (dpa) - Ge­dulds­pro­be am Frank­fur­ter Flug­ha­fen: We­gen ei­nes Streiks der Si­cher­heits­leu­te an Deutsch­lands größ­tem Luft­dreh­kreuz muss­ten Pas­sa­gie­re am Frei­tag­mor­gen deut­li­che War­te­zei­ten in Kauf neh­men.

Meh­re­re Dut­zend Flü­ge fie­len aus.

"Der Warn­streik läuft seit et­wa 2.00 Uhr mor­gens und en­det um 23.00 Uhr", sag­te Bea­trix Mül­ler, ei­ne Spre­che­rin der Ge­werk­schaft Ver­di.

Bis zum Mor­gen wur­den 41 Flü­ge von ins­ge­samt rund 1300 ge­plan­ten Flü­gen an­nul­liert, teil­te die Be­trei­ber­ge­sell­schaft des Frank­fur­ter Flug­ha­fens, Fra­port, mit.

"Die Pünkt­lich­keits­ra­te ist noch im Rah­men", hieß es.

Es gab al­ler­dings lan­ge War­te­schlan­gen vor den Si­cher­heits­schleu­sen in den Ter­mi­nals.

Die Fra­port rech­net im Lau­fe des Ta­ges noch mit "er­heb­li­chen Pro­ble­men". "Das liegt ganz ein­fach dar­an, dass durch den Streik nur we­nig Per­so­nal da ist, das die Si­cher­heits­kon­trol­len macht." Die Pas­sa­gie­re soll­ten mög­lichst früh zum Check-In-Schal­ter kom­men. Zu­dem soll­ten sie sich im In­ter­net über den Sta­tus ih­res Flu­ges in­for­mie­ren.

In den Be­rei­chen Per­so­nen­kon­trol­le, Fracht­kon­trol­le, Flug­ha­fen­si­cher­heit und Ser­vices sind laut Ge­werk­schaft ins­ge­samt rund 5000 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt. Der Warn­streik­auf­ruf gilt nach sei­nen An­ga­ben nicht für die rund 700 bei Fra­port di­rekt be­schäf­tig­ten Si­cher­heits­mit­ar­bei­ter. Der hes­si­sche Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Ma­thi­as Ve­ne­ma sag­te nach Be­ginn des Warn­streiks, er ge­he von ei­ner Be­tei­li­gung von 90 Pro­zent der Mit­ar­bei­ter aus.

Ver­di for­dert für das Si­cher­heits­per­so­nal ei­nen ein­heit­li­chen St­un­den­lohn von 16 Eu­ro. Die an­de­ren Be­rei­che, zum Bei­spiel Ser­vices, soll­ten auch mehr Geld be­kom­men. Die­se For­de­rung sei je­doch "völ­lig über­zo­gen", sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­ban­des der Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW), Ha­rald Ol­schok.

Der St­un­den­lohn der un­ters­ten Ge­halts­grup­pe soll nach ei­nem An­ge­bot des Ver­ban­des von der­zeit 10 Eu­ro auf 12,76 Eu­ro an­ge­ho­ben wer­den. Ver­di for­de­re ein Plus von 37 Pro­zent. Streit gibt es auch über die Lauf­zeit des Ver­tra­ges. Bis­her tra­fen sich die Ta­rif­par­tei­en vier Mal, nächs­ter Ter­min ist der 5 März.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. Juli 2016

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