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Warn­streiks bei der Bahn be­gin­nen in Ham­burg und Ber­lin

Ar­beits­kampf bei der Deut­schen Bahn: In Ham­burg und Ber­lin ha­ben Mit­ar­bei­ter in ICE-Wer­ken ih­re Ar­beit nie­der­ge­legt, um ih­rer For­de­rung nach mehr Lohn Nach­druck zu ver­lei­hen: Die Ge­werk­schaft rech­net mit Ver­spä­tun­gen und Zu­g­aus­fäl­len

18.03.2013. (dpa) - Bei der Deut­schen Bahn ha­ben am frü­hen Mon­tag­mor­gen bun­des­wei­te Warn­streiks be­gon­nen.

In Ham­burg, Ber­lin leg­ten zu­nächst rund 100 Bahn-Mit­ar­bei­ter ih­re Ar­beit nie­der, wie die Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) mit­teil­te.

Die Bahn-Ge­werk­schaft hat zu den Warn­streiks auf­ge­ru­fen, um ih­re For­de­rung nach mehr Lohn für die Be­schäf­tig­ten zu un­ter­strei­chen.

Auch in Kiel, Frank­furt und meh­re­ren Städ­ten in Sach­sen tra­ten Mit­ar­bei­ter in Stell­wer­ken, Werk­stät­ten so­wie Rei­ni­gungs­kräf­te in den Aus­stand.

Bahn­rei­sen­de müs­sen sich bun­des­weit auf Zu­g­aus­fäl­le und Ver­spä­tun­gen ein­stel­len. Die Warn­streiks soll­ten bis in den Vor­mit­tag dau­ern.

Be­reits die ers­ten Ar­beits­nie­der­le­gun­gen von Zug­be­reit­stel­lern und Rei­ni­gungs­per­so­nal in Ham­burg und Ber­lin wer­den laut Ge­werk­schaft zu Be­ein­träch­ti­gun­gen im Bahn­ver­kehr füh­ren. "Das hat zur Fol­ge, dass Zü­ge aus Ham­burg kom­mend spä­ter be­zie­hungs­wei­se nicht auf die Rei­se ge­hen. In Ber­lin hat es zur Fol­ge, dass Zü­ge un­ger­ei­nigt auf die Rei­se ge­hen", sag­te EVG-Spre­cher Mi­cha­el Klein.

Klein kün­dig­te für den Ta­ges­ver­lauf wei­te­re Warn­streiks in ganz Deutsch­land an: "Es wird wei­te­re Ak­tio­nen ge­ben in al­len Re­gio­nen des Lan­des und es wer­den sich un­ter­schied­li­che Be­schäf­tig­te aus ver­schie­de­nen Be­rei­chen an die­sen be­fris­te­ten Warn­streiks be­tei­li­gen." Die Ge­werk­schaft hat­te be­reits am Wo­chen­en­de an­ge­kün­digt, Stell­wer­ke und Werk­stät­ten zu be­strei­ken und Zü­ge nicht fahr­be­reit zu ma­chen.

Bei Pend­lern und Rei­sen­den warb Klein um Ver­ständ­nis: "Wir wol­len die Rei­sen­den nicht tref­fen, wir wis­sen dass wir die Rei­sen­den tref­fen wer­den." Die Bahn kün­dig­te an, die Aus­wir­kun­gen für die Rei­sen­den mög­lichst ge­ring zu hal­ten. Der Kon­zern hat­te mit Un­ver­ständ­nis auf die Ak­tio­nen re­agiert.

Hin­ter­grund der Warn­streiks ist ein Ta­rif­kon­flikt. Am Mon­tag sol­len in Ber­lin die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die 130 000 Be­schäf­tig­ten bei der Deut­schen Bahn fort­ge­setzt wer­den. Die Ar­beits­nie­der­le­gun­gen sei­en ei­ne Re­ak­ti­on der Be­schäf­tig­ten "auf ein bis­lang völ­lig un­zu­rei­chen­des Ar­beit­ge­ber­an­ge­bot", sag­te der Ge­werk­schafts­spre­cher.

Die Ge­werk­schaft war mit der For­de­rung nach 6,5 Pro­zent mehr Geld für ein Jahr in die Ver­hand­lun­gen ge­gan­gen. Die Ar­beit­ge­ber hat­ten da­ge­gen in ei­nem ers­ten Schritt 2,4 Pro­zent mehr Geld in die­sem und wei­te­re 2 Pro­zent im nächs­ten Jahr so­wie ei­ne Ein­mal­zah­lung von 400 Eu­ro an­ge­bo­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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