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Wei­te­re Warn­streiks von an­ge­stell­ten Leh­rern in Sicht

Die GEW lässt nicht lo­cker: Um ei­ne bes­se­re Be­zah­lung an­ge­stell­ter Leh­rer zu er­zwin­gen, dürf­te die Leh­rer­ge­werk­schaft in Ber­lin schon bald zum nächs­ten Streik­tag bla­sen

08.11.2013. (dpa) - Im Ta­rif­kon­flikt um die Be­zah­lung an­ge­stell­ter Leh­rer stellt sich die Ber­li­ner GEW auf wei­te­re Ar­beits­nie­der­le­gun­gen ein.

Die Ta­rif­kom­mis­si­on des Ber­li­ner GEW-Lan­des­be­zirks sprach sich jetzt für wei­te­re Streiks noch im De­zem­ber aus.

Für den Fall, dass es zu kei­nen Ver­hand­lun­gen kommt, wur­den mehr­tä­gi­ge Streiks im zwei­ten Schul­halb­jahr emp­foh­len, wie aus ei­nem am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten Schrei­ben des GEW-Lan­des­be­zirks­vor­stan­des an Ber­li­ner El­tern her­vor­geht.

An­fang kom­men­der Wo­che will der Lan­des­vor­stand ent­schei­den, ob er die­ser Emp­feh­lung folgt.

Die Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) for­dert ei­nen Ta­rif­ver­trag für die fast 9000 an­ge­stell­ten Päd­ago­gen des Lan­des und bes­se­re Ar­beits­be­din­gun­gen. Die An­ge­stell­ten wol­len ge­nau­so viel Geld be­kom­men wie ih­re et­wa 20 000 ver­be­am­te­ten Leh­rer-Kol­le­gen. Denn in Ber­lin wer­den jun­ge Leh­rer seit 2004 nicht mehr ver­be­am­tet - nach GEW-Be­rech­nun­gen ver­lie­ren sie so in 40 Dienst­jah­ren bis zu 230 000 Eu­ro net­to.

Zu­letzt hat­ten rund 2000 an­ge­stell­te Ber­li­ner Leh­rer En­de Ok­to­ber ei­nen Tag lang ih­ren Un­ter­richt aus­fal­len las­sen. Aus Sicht des Se­nats sind ta­rif­ver­trag­li­che Ein­grup­pie­rungs­re­ge­lun­gen aber aus­schließ­lich Sa­che der Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Län­der (TdL). Des­halb lehnt er ei­gen­stän­di­ge Ta­rif­ver­hand­lun­gen mit der GEW Ber­lin ab.

Fi­nanz­se­na­tor Ul­rich Nuß­baum (par­tei­los) hat­te kürz­lich er­klärt, dass ihm für wei­te­re Ar­beits­kampf­maß­nah­men je­des Ver­ständ­nis feh­len wür­de. Da­bei ver­wies er dar­auf, dass die GEW-Bun­des­or­ga­ni­sa­ti­on ein Ge­sprächs­an­ge­bot des TdL-Vor­sit­zen­den an­ge­nom­men ha­be. Da­mit kom­me ein bun­des­wei­ter Ver­hand­lungs­pro­zess wie­der in Gang, an dem er - Nuß­baum - sich kon­struk­tiv be­tei­li­gen wol­le.

Auch Bil­dungs­se­na­to­rin San­dra Schee­res (SPD) zeig­te we­nig Ver­ständ­nis für die Warn­streiks. "In al­len Ber­li­ner Ver­wal­tun­gen ar­bei­ten Men­schen mit un­ter­schied­li­chen Ge­halts­grup­pen ne­ben­ein­an­der und zu­sam­men", sag­te sie der Zei­tung "Neu­es Deutsch­land" (Frei­tag). "Das ist al­so kei­ne Be­son­der­heit des Leh­rer­zim­mers."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 7. Januar 2016

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