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Warn­streiks sor­gen für War­te­zei­ten an Flug­hä­fen Ham­burg und Stutt­gart

Rei­sen­de an den Flug­hä­fen in Ham­burg und Stutt­gart brauch­ten am Frei­tag ent­we­der viel Zeit oder gu­te Ner­ven: Tei­le des Si­cher­heits­per­so­nals streik­ten für hö­he­re Löh­ne. Auch ein­zel­ne Flü­ge wur­den ge­stri­chen

24.01.2015. (dpa) - Warn­streiks des Si­cher­heits­per­so­nals an den Flug­hä­fen in Stutt­gart und Ham­burg ha­ben am Frei­tag für Ge­drän­ge und lan­ge War­te­schlan­gen ge­sorgt.

Am Stutt­gar­ter Flug­ha­fen wa­ren bis 14.00 Uhr gut 60 Ab­flü­ge be­trof­fen, sag­te ein Spre­cher.

Flug­aus­fäl­le und Ver­spä­tun­gen ha­be es aber nicht ge­ge­ben.

53 Ab­flü­ge stan­den in Ham­burg wäh­rend des Warn­streiks bis 16.00 Uhr auf dem Flug­plan; vier da­von wur­den ge­stri­chen.

Die War­te­zeit vor den Kon­troll­stel­len be­trug bis zu zwei St­un­den.

Der Streik ha­be gut ge­klappt, sei aber zum Teil durch Streik­bre­cher und den Druck auf fest an­ge­stell­te Voll­zeit-Kräf­te un­ter­lau­fen wor­den, sag­te Ver­di-Se­kre­tär Pe­ter Brem­me.

Vie­le Rei­sen­de in Ham­burg wa­ren der Auf­for­de­rung des Flug­ha­fens ge­folgt und hat­ten mög­lichst vor dem Streik­be­ginn ein­ge­checkt. Auch in Stutt­gart wa­ren vie­le Pas­sa­gie­re frü­her ge­kom­men. Dort wa­ren nur die Si­cher­heits­schleu­sen an ei­nem der vier Ter­mi­nals ge­öff­net. Beim Warn­streik in der ver­gan­ge­nen Wo­che hät­ten aber mehr Men­schen an den Ter­mi­nals ge­war­tet, sag­te ein Ver­di-Spre­cher.

Hin­ter­grund des Aus­stands sind die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die Be­schäf­tig­ten im Si­cher­heits­ge­wer­be in meh­re­ren Bun­des­län­dern. Ne­ben Ham­burg und Ba­den-Würt­tem­berg lau­fen ak­tu­ell auch Ver­hand­lun­gen in Nord­rhein-West­fa­len. In Nie­der­sach­sen dringt Ver­di noch auf Ver­hand­lun­gen mit dem Bun­des­ver­band der Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW).

Die Ge­werk­schaft for­dert in al­len Län­dern mehr Geld, die Ar­beit­ge­ber leh­nen das ab. Da­bei geht es um die nied­ri­gen St­un­den­löh­ne für ein­fa­che Wach­män­ner. Aber auch die Si­cher­heits­leu­te an den Flug­hä­fen sol­len mehr Lohn be­kom­men.

Ralph Bei­sel, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Flug­ha­fen­ver­ban­des ADV, be­zeich­ne­te es als "völ­lig in­ak­zep­ta­bel und über­zo­gen", dass ein Ta­rif­kon­flikt, der das ge­sam­te Si­cher­heits­ge­wer­be be­tref­fe, nur an den Flug­hä­fen aus­ge­tra­gen wer­de. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­band der Si­cher­heits­wirt­schaft, Ha­rald Ol­schok, for­der­te den Ge­setz­ge­ber auf, für Streiks in der so­ge­nann­ten Da­seins­vor­sor­ge ver­bind­li­che Streik­re­geln ein­zu­füh­ren. Da­zu ge­hö­re ins­be­son­de­re ein Sch­lich­tungs­ver­fah­ren vor Streik­be­ginn.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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