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Wei­se: Nach zehn Jah­ren größ­te Hartz-IV-Schwä­chen über­wun­den

Es war die größ­te So­zi­al­re­form in der deut­schen Nach­kriegs­ge­schich­te: Trotz­dem lief zum Start von Hartz IV an­fangs vie­les nicht be­son­ders rund, wie Bun­des­agen­tur-Chef Wei­se heu­te of­fen ein­räumt. Ei­ni­ges wur­de ver­bes­sert - die Bü­ro­kra­tie ist wei­ter groß

22.12.2014. (dpa) - Der Vor­stands­chef der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA), Frank-Jür­gen Wei­se, hält zehn Jah­re nach dem Start von Hartz IV die größ­ten Schwä­chen für über­wun­den.

Die An­fangs­pro­ble­me der um­fas­sends­ten So­zi­al­re­form der Nach­kriegs­zeit sei­en ge­löst und die Job­cen­ter heu­te deut­lich bes­ser auf­ge­stellt.

Bei der Be­treu­ung von Lang­zeit­ar­beits­lo­sen hät­ten Bun­des­agen­tur und Kom­mu­nen seit 2005 viel da­zu­ge­lernt und et­li­che Ver­bes­se­run­gen um­ge­setzt, sag­te Wei­se der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Die Re­form trat am 1. Ja­nu­ar 2005 in Kraft.

"Wir sind jetzt we­sent­lich bes­ser als vor zehn Jah­ren. Und die Idee für die nächs­ten zehn Jah­re ist, aus er­kann­ten Män­geln zu ler­nen und uns wei­ter zu ver­bes­sern", un­ter­strich der BA-Chef. Er ge­he da­von aus, dass vie­le der an­ge­sto­ße­nen Ver­än­de­run­gen ih­re Wir­kung erst in den kom­men­den Jah­ren rich­tig ent­fal­ten. Ziel müs­se sein, die Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen in den kom­men­den Jah­ren deut­lich un­ter die Mar­ke von ei­ner Mil­li­on zu drü­cken.

Trotz al­ler Pro­ble­me sei die Hartz-IV-Re­form in der Sum­me rich­tig ge­we­sen. "Die­se Re­form hat da­zu ge­führt, dass Hun­dert­tau­sen­de Men­schen, die frü­her in der So­zi­al­hil­fe der Kom­mu­nen wa­ren, in Ar­beit ge­kom­men sind. Das hal­te ich für den größ­ten Er­folg", sag­te Wei­se. In an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern be­kä­men die Be­trof­fe­nen zwar Geld, wür­den aber nicht an den Ar­beits­markt her­an­ge­führt.

Auf der "Schat­ten­sei­te" der Hartz-IV-Re­form sieht der BA-Chef den ho­hen Ver­wal­tungs­auf­wand - vor al­lem bei der Be­rech­nung der Leis­tun­gen. So müss­ten bei sich ver­än­dern­den Le­bens­si­tua­tio­nen im­mer neue Be­schei­de er­stellt wer­den. "Sind die Kin­der bei ge­trennt le­ben­den El­tern an den Wo­chen­en­den mal mehr beim Va­ter oder mal mehr bei der Mut­ter als sonst, führt das zu ei­ner an­de­ren Leis­tung."

"Fast die Hälf­te der Be­schäf­tig­ten in den Job­cen­tern be­rech­net Leis­tun­gen, die an­de­re Hälf­te be­rät und be­treut die Men­schen", sag­te Wei­se. "Die ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen sol­len für Ge­rech­tig­keit sor­gen und sind aus die­ser Lo­gik her­aus auch ver­tret­bar. Aber der ho­he Auf­wand schränkt un­se­re Leis­tungs­fä­hig­keit ein." Zu­dem ge­he es bei Hartz IV um Steu­er­mit­tel. Da sei es schon ge­recht­fer­tigt zu fra­gen, wo­für die Job­cen­ter die Mit­tel aus­ge­ben.

Ernst neh­me er die von Ar­beits­markt­for­schern ge­äu­ßer­te Kri­tik, wo­nach in den Job­cen­tern oft die Be­treu­ung der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen un­zu­rei­chend sei. Dass die Be­treu­ung ei­ne Zeit lang nicht op­ti­mal funk­tio­niert ha­be, lie­ge auch an der zeit­wei­se gro­ßen Zahl be­fris­tet be­schäf­tig­ter Job­cen­ter-Mit­ar­bei­ter. "Wir wa­ren am An­fang durch den Bun­des­haus­halt da­zu ge­zwun­gen, 20 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten nur be­fris­tet ein­zu­stel­len", sag­te Wei­se. Da­durch ha­be es häu­fi­ge Per­so­nal­wech­sel ge­ge­ben.

Zu­dem ha­be es Zeit ge­braucht, ein funk­tio­nie­ren­des Be­ra­tungs­sys­tem auf­zu­bau­en. Es ge­be Le­bens­la­gen von Men­schen, "wo man nicht sche­ma­tisch, tech­nisch ran­ge­hen kann". Da­zu brau­che es Be­ra­ter mit ei­ge­ner Le­bens­er­fah­rung. Ar­beits­markt­pro­gram­me sei­en wich­tig. Der Schlüs­sel zum Er­folg aber sei ei­ne gu­te Be­ra­tung. Da­bei wach­se der Be­darf an in­di­vi­du­el­ler Be­treu­ung in den Job­cen­tern. "Denn die, die in der der­zeit gu­ten Kon­junk­tur­la­ge im­mer noch kei­ne Ar­beit fin­den, die ha­ben oft ei­ne Viel­zahl von Pro­ble­men", sag­te Wei­se.

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Letzte Überarbeitung: 21. Juni 2016

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