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Wei­te­re Streiks in der Ver­si­che­rungs­bran­che

Die Ge­werk­schaft Ver­di kün­digt nach der ge­schei­ter­ten Ta­rif­run­de im Ver­si­che­rungs­ge­wer­be ei­ne Ver­stär­kung der Streik­maß­nah­men an.
Demonstration, Streik, Arbeitskampf

06.06.2017. (dpa/wie) - Nach­dem be­reits die ers­te und zwei­te Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen in der Ver­si­che­rungs­bran­che er­geb­nis­los blieb, er­klär­te die Ge­werk­schaft Ver­di nun auch die drit­te Run­de für ge­schei­tert und kün­digt Kon­se­quen­zen an. Rund 170.000 Be­schäf­tig­te gibt es bun­des­weit im Ver­si­che­rungs­ge­wer­be. Be­reits vor den Ver­hand­lun­gen am 2. Ju­ni in Ham­burg hat­ten Tau­sen­de der An­ge­stell­ten ih­re Ar­beit nie­der­ge­legt.

Ver­di for­dert ne­ben Re­ge­lun­gen für fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten und mo­bi­les Ar­bei­ten 4,5 Pro­zent mehr Geld für die Be­schäf­tig­ten und den Aus­schluss vom be­triebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen bis 2020. Das An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber, das Ge­halt in zwei Stu­fen bis 2019 um 1,8 und noch­mals um 1,5 Pro­zent zu er­hö­hen, wies Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Meis­ter als "nicht ver­hand­lungs­fä­hig" zu­rück.

"Nach­dem auch das zwei­te Ge­halts­an­ge­bot voll­kom­men un­zu­rei­chend aus­fiel und die Ar­beit­ge­ber sämt­li­che Ver­di-Vor­schlä­ge für Trans­for­ma­ti­ons­re­ge­lun­gen auf dem Weg in ei­ne di­gi­ta­li­sier­te Zu­kunft für die Be­schäf­tig­ten der Bran­che ka­te­go­risch ab­ge­lehnt ha­ben, hat die ver.di-Ta­rif­kom­mis­si­on die Ta­rif­ver­hand­lun­gen ein­stim­mig für ge­schei­tert er­klärt", so Meis­ter.

Der Ar­beit­ge­ber­ver­band sprach von nicht er­füll­ba­ren For­de­run­gen in "sehr kon­tro­ver­sen Ver­hand­lun­gen". Man sei mit dem An­ge­bot be­reits "na­he an die Be­las­tungs­gren­ze" ge­gan­gen. Es sei au­ßer­dem vor­erst kein wei­te­rer Ver­hand­lungs­ter­min an­ge­setzt.

Nun ist mit ei­nem wei­te­ren Ar­beits­kampf zu rech­nen, da Ver­di an­kün­dig­te "die Streik­maß­nah­men spür­bar zu ver­stär­ken". "Wir wol­len die Ver­si­che­rungs­bran­che zu­kunfts­fä­hig ma­chen. Und da­zu sind wir be­reit mit der Ar­beit­ge­ber­sei­te in har­te Aus­ein­an­der­set­zun­gen zu ge­hen", er­klär­te der Ver­hand­lungs­füh­rer.


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Letzte Überarbeitung: 26. Oktober 2017

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