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15/073a Mehr Wohn­geld: Auf­sto­ckung auf 1,4 Mil­li­ar­den

Die Mie­ten stei­gen, aber die staat­li­chen Zu­schüs­se für be­dürf­ti­ge Haus­hal­te sind seit 2009 nicht an­ge­ho­ben wor­den. Das än­dert sich nun.

19.03.2015. (dpa) - An­ge­sichts stei­gen­der Mie­ten sol­len Ar­beits­lo­se, Al­lein­er­zie­hen­de, Rent­ner und Ge­ring­ver­die­ner mehr Wohn­geld be­kom­men.

Das Bun­des­ka­bi­nett brach­te am Mitt­woch die ers­te Wohn­geld-Re­form seit 2009 auf den Weg.

Mit dem Ent­wurf von Bun­des­bau­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD) soll die So­zi­al­leis­tung ab 2016 an die Ent­wick­lung von Ein­kom­men, Mie­ten und Ne­ben­kos­ten an­ge­passt wer­den.

Bis­her wer­den für das Wohn­geld von Bund und Län­dern 845 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­ge­ben - 2016 sind 1,43 Mil­li­ar­den ge­plant.

Auch die Emp­fän­ger­zahl von 617 000 Haus­hal­ten soll durch die Re­form auf rund 870 000 Haus­hal­te stei­gen.

Die Hö­he der Leis­tung wird sich nach Zahl der Haus­halts­mit­glie­der, Ge­samt­ein­kom­men und der Hö­he der Mie­te rich­ten. Sie kann je nach Miet­ni­veau re­gio­nal un­ter­schied­lich aus­fal­len.

Der Zu­schuss hängt im­mer vom Ein­zel­fall ab - ein Zwei-Per­so­nen-Haus­halt, der 2012 mo­nat­lich durch­schnitt­lich 112 Eu­ro Wohn­geld be­kam, er­hal­te künf­tig durch­schnitt­lich 186 Eu­ro, er­klärt das Bun­des­bau­mi­nis­te­ri­um. Die so­ge­nann­ten Ta­bel­len­wer­te, die bei der Be­mes­sung der Hö­he auch die Ne­ben­kos­ten be­rück­sich­ti­gen, sol­len im Schnitt um 39 Pro­zent stei­gen.

Wohn­geld muss bei den ört­li­chen Äm­tern be­an­tragt wer­den. Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung wer­den künf­tig da­mit ver­rech­net, Kin­der­geld und Kin­der­zu­schlag nicht.

In Ge­gen­den mit ho­hen Mie­ten sol­len Emp­fän­ger be­son­ders pro­fi­tie­ren. Ur­sprüng­lich soll­te die schon ab 2015 kom­men, aber es kam zu Dif­fe­ren­zen in der Bun­des­re­gie­rung - die von Hend­ricks par­al­lel ge­plan­te Wie­der­ein­füh­rung des Heiz­kos­ten­zu­schus­ses kommt nun nicht. "Woh­nen muss be­zahl­bar blei­ben", sag­te Hend­ricks. Mit der Re­form wür­den mehr Men­schen Wohn­geld be­kom­men, für be­rech­tig­te Haus­hal­te ge­be es mehr Wohn­geld. Lin­ke und Grü­ne kri­ti­sier­ten, dass an­ge­sichts der Miet­stei­ge­run­gen die Auf­sto­ckung zu ge­ring sei.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 27. Dezember 2016

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