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15/144a Zahl der of­fe­nen Stel­len auf Re­kord­hoch - Im Mai 2,763 Mio Job­su­cher

Ge­mes­sen an den frei­en Stel­len brummt es wei­ter­hin auf dem deut­schen Ar­beits­markt: Für die kom­men­den Mo­na­te rech­nen Öko­no­men mit et­was we­ni­ger Dy­na­mik. Im Mai lief es aber auf dem Ar­beits­markt noch rund

02.06.2015. (dpa) - Dank vol­ler Auf­trags­bü­cher in vie­len Un­ter­neh­men hat sich der Stel­len­boom der ver­gan­ge­nen Mo­na­te fort­ge­setzt - und das trotz ge­dämpf­ter Hoff­nun­gen für den deut­schen Ar­beits­markt.

Im Mai sei die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten so hoch ge­we­sen wie seit vie­len Jah­ren nicht mehr, be­rich­te­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) am Mon­tag bei der Ver­öf­fent­li­chung ih­res mo­nat­li­chen Stel­len­in­dex BA-X.

Der In­di­ka­tor klet­ter­te im Mai auf 187 Punk­te und da­mit auf das höchs­te Ni­veau seit Ein­füh­rung des In­dex im Jahr 2004.

"Die Ar­beits­kräf­te­nach­fra­ge ist da­mit wei­ter­hin nach auf­wärts ge­rich­tet, auch wenn ihr Wachs­tum et­was an Schwung ver­lo­ren hat", er­klär­te die Bun­des­agen­tur. Der Grund sei an­schei­nend das ab­ge­schwäch­te Wachs­tums­tem­po der deut­schen Wirt­schaft im ers­ten Quar­tal. Im Ver­gleich zum April war der Stel­len­in­di­ka­tor im Mai nur noch um ei­nen Punkt ge­stie­gen.

Ge­trie­ben wird die Ent­wick­lung nach BA-Ein­schät­zung kei­nes­wegs nur von der gu­ten Auf­trags­la­ge in vier Fünf­teln al­ler Bran­chen. Ei­ne Rol­le spie­le auch die stei­gen­de Nach­fra­ge nach qua­li­fi­zier­ten Ar­beits­kräf­ten. Vie­le Be­schäf­tig­te wech­sel­ten des­we­gen häu­fi­ger als in Kri­sen­zei­ten ih­ren Job - und hin­ter­lie­ßen da­mit Lü­cken in Be­trie­ben. Da es im­mer schwe­rer wer­de, ge­eig­ne­te Nach­fol­ger für sie zu fin­den, blie­ben freie Stel­len zu­dem län­ger un­be­setzt.

Für die kom­men­den Mo­na­te ge­hen ne­ben Ar­beits­markt­for­schern auch Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken nur noch von ei­ner ge­rin­gen Dy­na­mik auf dem deut­schen Ar­beits­markt aus. Zwar rech­ne­ten sie in die­sem Jahr wei­ter­hin mit sin­ken­der Ar­beits­lo­sig­keit, aber nicht mehr mit dem Tem­po wie zum Jah­res­an­fang, be­rich­te­ten sie in ei­ner Um­fra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Be­reits ver­gan­ge­ne Wo­che hat­te das Nürn­ber­ger In­sti­tut für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) für die kom­men­den Mo­na­te ei­ne Sta­gna­ti­on pro­gnos­ti­ziert.

Für den Mai ge­hen die Öko­no­men von ei­nem Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit um rund 80 000 auf 2,763 Mil­lio­nen Men­schen aus. Dies wä­ren rund 120 000 we­ni­ger als vor ei­nem Jahr, be­rich­te­ten die Ex­per­ten un­ter Be­ru­fung auf ei­ge­ne Be­rech­nun­gen. Ähn­lich stark war die Mai-Ar­beits­lo­sig­keit im Schnitt der ver­gan­ge­nen drei Jah­re ge­sun­ken. Die of­fi­zi­el­len Ar­beits­lo­sen­zah­len will die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) an die­sem Diens­tag in Nürn­berg be­kannt­ge­ben.

"Wir ge­hen wei­ter da­von aus, dass sich die Ar­beits­lo­sig­keit leicht re­du­ziert, aber we­ni­ger als am Jah­res­an­fang", sag­te der Deut­sche-Bank-Volks­wirt Hei­ko Pe­ters. Ne­ben der et­was ab­ge­schwäch­ten Kon­junk­tur im ers­ten Quar­tal spie­le da­bei wohl auch der mil­de Win­ter ei­ne Rol­le. "Da­durch wur­de die Ar­beits­markt­ent­wick­lung am Jah­res­an­fang po­si­tiv über­zeich­net", glaubt der Volks­wirt. Nach Ab­zug sai­so­na­ler Fak­to­ren wä­re die Zahl der Er­werbs­lo­sen im Mai nur um 5000 ge­sun­ken, pro­gnos­ti­zie­ren die Fach­leu­te.

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Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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