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Zeit­ar­beits­fir­ma buhlt um Flücht­lin­ge

Zu Hun­dert­tau­sen­den su­chen Flücht­lin­ge Asyl in Deutsch­land - gleich­zei­tig sind Hun­dert­tau­sen­de Ar­beits­plät­ze un­be­setzt: Die Fir­ma Man­power hat da ei­nen Vor­schlag

25.03.2015. (dpa) - Ein gro­ßer Teil der Flücht­lin­ge könn­te aus Sicht der Zeit­ar­beits­fir­ma Man­power viel frü­her ei­ne Ar­beit in Deutsch­land auf­neh­men.

"Wenn wir die Mög­lich­keit hät­ten, Flücht­lin­ge re­la­tiv schnell in Jobs zu brin­gen, das wä­re doch sen­sa­tio­nell - für al­le", sag­te Man­power-Chef Her­warth Bru­ne der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Ber­lin.

Vie­le Flücht­lin­ge sei­en jung und bräch­ten Fach­kennt­nis­se mit.

Bis zur An­er­ken­nung als Kriegs­flücht­ling oder po­li­ti­scher Flücht­ling dür­fen sie aber nur in we­ni­gen Aus­nah­me­fäl­len ar­bei­ten, bei Zeit­ar­beits­fir­men dür­fen sie nicht an­heu­ern.

Man­power for­dert, die­se Vor­ga­be zu lo­ckern. "War­um nicht schon an­fan­gen, be­vor das Ver­fah­ren ent­schie­den ist?" Bei Sy­rern bei­spiels­wei­se sei es sehr wahr­schein­lich, dass ihr Asyl­ver­fah­ren an­ge­nom­men wird.

"Al­so war­um war­ten, bis das nach neun Mo­na­ten durch ist?", mein­te Bru­ne. Man­power sei be­reit, sich in ei­nem Pi­lot­pro­jekt mit der Bun­des­agen­tur für Ar­beit die Kos­ten für Sprach­kurs und Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment zu tei­len, wenn man die Flücht­lin­ge dann auch un­ter Ver­trag neh­men dür­fe.

Das Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge rech­net in die­sem Jahr mit 300 000 Asyl­an­trä­gen, et­wa die Hälf­te mehr als 2014. "Es sind ei­ne Mil­li­on of­fe­ne Stel­len da, und da sind Men­schen, die un­se­re So­zi­al­sys­te­me be­las­ten", sag­te Bru­ne. "War­um nicht gleich in Jobs brin­gen? Dann ste­hen sie nicht auf der Stra­ße, sind pro­duk­tiv, stei­gern ihr Selbst­wert­ge­fühl und tra­gen zu den Steu­er­ein­nah­men bei - das ist al­les Win-Win-Win."

Nach An­ga­ben der Bun­des­agen­tur hat et­wa je­der fünf­te Asyl­be­wer­ber ei­nen Hoch­schul­ab­schluss, et­wa je­der drit­te bringt ei­nen Ab­schluss mit, der dem deut­schen Fach­ar­bei­ter ent­spricht. Zeit­ar­beits­fir­men trifft der Fach­kräf­te­man­gel be­son­ders, weil Vie­le sich lie­ber di­rekt bei ei­nem Un­ter­neh­men un­ter Ver­trag neh­men las­sen.

"Al­le die kom­men, wol­len Geld ver­die­nen, sie wol­len kei­ne Al­mo­sen", sag­te Bru­ne über die Flücht­lings­strö­me. "Wir soll­ten froh sein um je­den, der nach Deutsch­land kom­men will."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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