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Zu­kunfts­ge­spräch zwi­schen Bun­des­re­gie­rung und So­zi­al­part­nern

Um den Ein­fluss der Di­gi­ta­li­sie­rung auf die Ar­beits­welt zu be­spre­chen, traf sich die Bun­des­re­gie­rung mit den Spit­zen von Wirt­schafts­ver­bän­den und Ge­werk­schaf­ten.

16.06.2017. (dpa/wie) - Auf ei­ner Kon­fe­renz zum The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung der Ar­beits­welt am Mitt­woch tra­fen sich u.a. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel, Vi­ze-Kanz­ler Sig­mar Ga­bri­el, der Chef des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB) Rei­ner Hoff­mann und Hand­werks­prä­si­dent Hans Pe­ter Woll­sei­fer im Schloss Me­se­berg, 70 Ki­lo­me­ter nörd­lich von Ber­lin.

Man sei sich ei­nig, dass die Her­aus­for­de­run­gen mit Op­ti­mis­mus und Ernst­haf­tig­keit an­ge­gan­gen wür­den, so Mer­kel. Nö­tig sei­en da­zu neue For­men der Aus- und Wei­ter­bil­dung so­wie neue Be­rufs­bil­der, sag­te die Kanz­le­rin. Da­bei sei­en so­wohl die So­zi­al­part­ner als auch der Staat ge­fragt.

Sig­mar Ga­bri­el sieht vor Al­lem die Ar­beit­ge­ber in der Pflicht. Die Aus- und Wei­ter­bil­dung fal­le in den Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Un­ter­neh­men, wes­halb er steu­er­li­che För­de­run­gen für die­se Auf­ga­be ab­leh­ne. Die so­zia­le Markt­wirt­schaft ste­he bzgl. der Ver­tei­lungs­kon­flik­te zwi­schen Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­ge­bern vor ei­ner Be­wäh­rungs­pro­be, so der Vi­ze-Kanz­ler.

DGB-Chef Rei­ner Hoff­mann for­der­te mehr Mit­be­stim­mungs­rech­te der Ge­werk­schaf­ten bei der Aus­bil­dung und ei­ne fai­re­re Ver­tei­lung des Wohl­fahrts­ge­winns durch die Glo­ba­li­sie­rung.

Mit ei­nem Sei­ten­hieb auf den Prä­si­den­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, Do­nald Trump, mahn­ten al­le Be­tei­lig­ten vor zu­neh­men­dem Pro­tek­tio­nis­mus als Ant­wort auf die Glo­ba­li­sie­rung. Laut Hans Pe­ter Woll­sei­fer sol­le sich Deutsch­land für mehr Of­fen­heit in der Welt ein­set­zen.

Auch der Prä­si­dent des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des BDA, In­go Kra­mer, kri­ti­sier­te die Ver­un­si­che­rung der deut­schen und ame­ri­ka­ni­schen Wirt­schaft durch Trumps Po­li­tik.

Kanz­le­rin Mer­kel be­ton­te noch ein­mal, dass trotz al­ler Neue­run­gen die so­zia­len Stan­dards zu be­ach­ten sei­en und Ar­beits­plät­ze er­hal­ten wer­den müss­ten.


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Letzte Überarbeitung: 20. Juni 2017

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