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17/220a Ar­beit­ge­ber for­dern län­ge­re Ar­beits­zei­ten im Gast­ge­wer­be

Der Deut­schen Ho­tel- und Gast­stät­ten­ver­band hält ei­ne Än­de­rung des Ar­beits­zeit­ge­set­zes für not­wen­dig. Die Ge­werk­schaft warnt vor ei­ner Auf­wei­chung der Re­ge­lun­gen.
Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt, Arbeit in der Küche, Gastronomie, Tellerwäscher

23.08.2017. (dpa/wie) - Für den Deut­schen Ho­tel- und Gast­stät­ten­ver­band (DE­HO­GA) sind die ak­tu­el­len ge­setz­li­chen Ar­beits­zeit­re­ge­lun­gen nicht fle­xi­bel ge­nug.

Der Ar­beit­ge­ber­ver­band for­dert ei­ne Ab­kehr von der werk­täg­li­chen Be­gren­zung von acht bzw. zehn St­un­den des § 3 Ar­beits­zeit­ge­setz (Arb­ZG) hin zu ei­ner ma­xi­ma­len Wo­chen­ar­beits­zeit von 48 St­un­den im Durch­schnitt von vier Ka­len­der­mo­na­ten.

Da­mit sol­len Pro­ble­me bei der Ar­beits­zeit­ein­tei­lung ge­löst wer­den, wenn bei­spiels­wei­se ei­ne Ver­an­stal­tung un­er­war­tet län­ger dau­ert und die An­ge­stell­ten da­durch die ma­xi­ma­le Ar­beits­zeit über­schrei­ten wür­den. Au­ßer­dem kön­ne ei­ne Mut­ter der­zeit nicht an zwei Ta­gen zwölf St­un­den ar­bei­ten ge­hen, um freie Ta­ge für ih­re Kin­der zu ha­ben.

Die­se Ar­gu­men­te ge­hen aus ei­nem In­fo­blatt der DE­HO­GA her­vor, in­dem auch ein Rechts­gut­ach­ten prä­sen­tiert wird, dass die wö­chent­li­che 48-St­un­den-Be­gren­zung vor­schlägt.

Die Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten (NGG) kri­ti­sier­te in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung die For­de­rung der Ar­beit­ge­ber. Dort be­fürch­te­te man ei­ne Ver­schlech­te­rung der Ar­beits­be­din­gun­gen. Die­se wür­den be­reits jetzt da­für sor­gen, dass es dem Gast­ge­wer­be zu­neh­mend schwer fällt, neue Fach­kräf­te zu fin­den.

Au­ßer­dem bie­te die ak­tu­el­le Ge­set­zes­la­ge den Be­trie­ben be­reits aus­rei­chend Frei­hei­ten, um "ih­re Be­schäf­tig­ten weit­ge­hend so ein­zu­set­zen, wie sie es brau­chen", er­klär­te Gui­do Zeit­ler, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der NGG.

Der Ge­werk­schaft zu­fol­ge soll­ten die Be­trie­be statt­des­sen lie­ber auf bes­se­re Aus­bil­dung set­zen und die Ar­beits­be­din­gun­gen so­wie die Be­zah­lung der Be­schäf­tig­ten ver­bes­sern.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 29. September 2017

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