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Bom­bar­dier: Stel­len­strei­chun­gen oh­ne be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen

Bis zu 2.200 Ar­beits­plät­ze will der Zug­bau­er strei­chen. Laut IG Me­tall ha­be man sich dar­auf ge­ei­nigt, be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen bis 2019 aus­zu­schlie­ßen.
Zugwerkstatt, Zugbauer Bombardier

26.09.2017. (dpa/wie) - Auf­grund der schlech­ten Auf­trags­la­ge und dem da­mit ver­bun­de­nen Man­gel an Pro­fit will der Zug­her­stel­ler Bom­bar­dier Trans­por­ta­ti­on mit Stel­len­strei­chun­gen sei­ne Stand­or­te in Deutsch­land um­krem­peln (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 16/377 Bom­bar­dier streicht in Deutsch­land of­fen­bar 2.500 Stel­len).

Et­wa je­der Vier­te der 8.500 Ar­beits­plät­ze, näm­lich bis zu 2.200 sol­len in den nächs­ten drei Jah­ren weg­fal­len. Dies soll nun bis zum 31.12.2019 oh­ne be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen ab­lau­fen. Dar­auf hät­ten sich Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer in ei­ner Be­triebs­ver­ein­ba­rung ge­ei­nigt, teil­te die Ge­werk­schaft IG Me­tall am Mon­tag mit.

Noch En­de Au­gust ge­rie­ten nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben die Ver­hand­lun­gen über ein So­zi­al­plan ins sto­cken. Von Ar­beit­ge­ber­sei­te hieß es al­ler­dings, man sei zu­ver­sicht­lich, dass die Ver­hand­lun­gen im Sep­tem­ber er­folg­reich ab­ge­schlos­sen wer­den.

In der Be­triebs­ver­ein­ba­rung ha­be man sich nun auch auf die künf­ti­gen Auf­ga­ben der deut­schen Stand­or­te, In­ves­ti­tio­nen so­wie bes­se­re Mit­be­stim­mungs- und Kon­troll­mög­lich­kei­ten für den Be­triebs­rat ver­stän­digt.

Nach ei­nem Auf­sichts­rats­be­schluss vom Ju­ni sind die größ­ten Stand­or­te Hen­nigs­dorf bei Ber­lin so­wie Gör­litz in Sach­sen am stärks­ten vom Stel­len­ab­bau be­trof­fen. Dem­ent­spre­chend zeig­te sich Bran­den­burgs Wirt­schafts­mi­nis­ter Al­brecht Ger­ber (SPD) zu­frie­den, dass nun schwarz auf weiß ver­ein­bart sei, das es bis En­de 2019 am wich­tigs­ten Bahn­stand­ort Hen­nigs­dorf kei­ne be­triebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen ge­ben wer­de.

Auch Sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter Mar­tin Du­lig (SPD) mein­te, der Ver­zicht auf be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen sei ein po­si­ti­ves Si­gnal für die Mit­ar­bei­ter. Gleich­zei­tigt un­ter­stützt er das Vor­ha­ben, die Stand­or­te in Sach­sen durch die Spe­zia­li­sie­rung zu ver­bes­sern.

Hin­sicht­lich der Auf­trags­la­ge nimmt Du­lig auch die Deut­sche Bahn in die Pflicht. "Ich se­he da­bei auch die Deut­sche Bahn in der Ver­ant­wor­tung, bei Be­stel­lung von neu­er Bahn­tech­nik auf Pro­duk­te der ein­hei­mi­schen Stand­or­te zu set­zen."


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Letzte Überarbeitung: 26. September 2017

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