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Ham­bur­ger Ein­zel­han­del - Fünf­te Ver­hand­lungs­run­de er­folg­reich

In dem lan­ge an­dau­ern­den und deutsch­land­wei­ten Ta­rif­streit im Ein­zel­han­del konn­ten nun im Nor­den und Os­ten Ei­ni­gun­gen er­zielt wer­den.
Einzelhandel, Kassiererin im Supermarkt

12.09.2017. (dpa/wie) - Der deutsch­land­wei­te Ta­rif­streit im Ein­zel­han­del scheint sich dem En­de zu nä­hern. Nach­dem es be­reits Ei­ni­gun­gen u.a. in Ba­den-Würt­tem­berg (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/203 Ers­te Ta­rif­ei­ni­gung im Ein­zel­han­del kein Pi­lot­ab­schluss) so­wie in Bay­ern, Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Rhein­land-Pfalz gab (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/212a Nächs­te Ta­rif­ab­schlüs­se im Ein­zel­han­del), konn­ten nun wei­te­re Re­gio­nen nach­zie­hen.

In Ham­burg hat sich der Han­dels­ver­band Nord mit der Ge­werk­schaft Ver.di in der fünf­ten Ver­hand­lungs­run­de auf ei­ne Er­hö­hung der Löh­ne und Ge­häl­ter von 2,3 Pro­zent rück­wir­kend zum 01.07.2017 ge­ei­nigt. Ei­ne wei­te­re Er­hö­hung gibt es zum 01.05.2018 in Hö­he von 2,0 Pro­zent. Zu­sätz­lich wird es im April nächs­ten Jah­res ei­ne Ein­mal­zah­lung von 50 Eu­ro für Voll­zeit­an­ge­stell­te und 25 Eu­ro für Aus­zu­bil­den­de ge­ben.

Wie auch in manch an­de­ren Ta­rif­be­zir­ken spra­chen die Ar­beit­ge­ber hier von ei­nem Er­geb­nis "am Ran­de des wirt­schaft­lich Ver­tret­ba­ren". Vie­len Un­ter­neh­men set­ze der ak­tu­el­le Struk­tur­wan­del im Ein­zel­han­del zu, so die Ver­hand­lungs­füh­re­rin des Han­dels­ver­ban­des Nord, San­dra Wid­mai­er-Ge­bau­er.

Ver.di-Spre­che­rin, Hei­ke Lat­te­kamp, er­klär­te: "Je­der zu­sätz­li­che Eu­ro, den die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit ih­ren Streiks er­kämpft ha­ben, ist ein Schutz vor Ar­mut jetzt und im Al­ter." Mit der For­de­rung nach ei­nem all­ge­mein­ver­bind­li­chen Ta­rif­ver­trag, der auch für ta­ri­fun­ge­bun­de­ne Be­trie­be gel­ten soll, ist die Ge­werk­schaft al­ler­dings ge­schei­tert.

In den öst­li­chen Bun­des­län­dern Sach­sen, Sach­sen-An­halt und Thü­rin­gen dau­er­te es vier Ver­hand­lungs­run­den bis schließ­lich am ver­gan­ge­nen Mon­tag ei­ne Ei­ni­gung er­zielt wur­de. Hier wur­de eben­falls ei­ne Er­hö­hung in zwei Schrit­ten von 2,3 Pro­zent rück­wir­kend zum 01.08.2017 und 2,0 Pro­zent zum Ju­ni 2018 ver­ein­bart.

Auch der Ge­schäfts­füh­rer der Han­dels­ver­bän­de Sach­sen-An­halt und Thü­rin­gen, Knut Bern­sen sprach von ei­ner wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­rung, ist aber "froh, ein ver­tret­ba­res Er­geb­nis er­zielt zu ha­ben".

Laut Ver.di pro­fi­tie­ren nur et­wa 25 Pro­zent der rund 260.000 Be­schäf­tig­ten auf­grund der Ta­rif­bin­dung von den Er­hö­hun­gen. Die For­de­rung nach All­ge­mein­ver­bind­lich­keit konn­te die Ge­werk­schaft auch in die­sen Bun­des­län­dern nicht durch­set­zen.


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Letzte Überarbeitung: 12. September 2017

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