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17/266a Kei­ne Ei­ni­gung im Ge­bäu­de­rei­ni­ger-Hand­werk

Die Ge­werk­schaft IG Bau for­dert ei­ne Ost-West-An­glei­chung der Ge­häl­ter - die Ar­beit­ge­ber bie­ten den Mit­ar­bei­tern im Os­ten 95 Pro­zent des West­ni­veaus.
Gebäudereiniger Tarifverhandlungen Ost-West-Angleichung

19.10.2017. (dpa/wie) - Auch im nun­mehr fünf­ten Ver­such, sich auf ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag für die rund 600.000 Be­schäf­tig­ten im Ge­bäu­de­rei­ni­ger-Hand­werk zu ei­ni­gen, blie­ben die In­dus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Um­welt (IG BAU) und der Bun­des­in­nungs­ver­band des Ge­bäu­de­rei­ni­ger-Hand­werks (BIV) er­folg­los.

Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die Löh­ne und Min­dest­löh­ne der ge­werb­lich be­schäf­tig­ten Ge­bäu­de­rei­ni­ger in der Nacht von Diens­tag zu Mitt­woch (17.10. - 18.10.2017) wur­den er­neut oh­ne Er­geb­nis ver­tagt. Im Ja­nu­ar 2018 läuft die All­ge­mein­ver­bind­lich­keit des Bran­chen­min­dest­lohns aus.

Nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben ver­die­nen Ge­bäu­de­rei­ni­ger im Wes­ten min­des­tens 10,00 Eu­ro pro St­un­de. In den neu­en Bun­des­län­dern be­trägt der Lohn der un­ters­ten Ver­dienst­grup­pe 9,05 Eu­ro. Das ent­spricht ei­nem Un­ter­schied von et­wa 10 Pro­zent.

Dem­ent­spre­chend liegt das Haupt­au­gen­merk der IG BAU ne­ben ei­ner ge­ne­rel­len Lohn­stei­ge­rung auf der Ost-West-An­glei­chung der Ver­gü­tung bis zum Jahr 2019. Laut dem BIV-Ge­schäfts­füh­rer, Jo­han­nes Bun­gart, for­dert die Ge­werk­schaft für die öst­li­chen Bun­des­län­der ein Lohn­plus von 29 Pro­zent. In Ver­bin­dung mit dem ge­for­der­ten Weih­nachts­geld spren­ge dies end­gül­tig den Rah­men.

Die Ar­beit­ge­ber ha­ben ei­ne Stei­ge­rung des West-Min­dest­lohns von 10,00 Eu­ro in zwei Schrit­ten auf 10,50 Eu­ro an­ge­bo­ten. Für den Os­ten schlug der BIV ei­ne Er­hö­hung des Min­dest­lohns auf 10,50 Eu­ro vor. Da­mit wür­den die Ost­löh­ne über 95 Pro­zent des West­ni­veaus er­rei­chen, so die Ar­beit­ge­ber.

Für die IG BAU war das nicht aus­rei­chend. In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung vom 18.10.2017 er­klär­te IG BAU-Bun­des­vor­stands­mit­glied, Ul­ri­ke Laux: "Es ist ent­täu­schend, dass die Ar­beit­ge­ber fast 30 Jah­re nach dem Mau­er­fall die mehr als be­rech­tig­te Er­war­tung der Be­schäf­tig­ten auf glei­che Be­zah­lung in Ost und West nicht ernst neh­men. Kom­pro­miss­be­reit­schaft sieht an­ders aus."

In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung vom sel­ben Tag ver­tei­dig­te der BIV sein An­ge­bot da­mit, dass es deut­lich über dem der­zeit gül­ti­gen ge­setz­li­chen Min­dest­lohn lie­ge. Dies sei ein "zwei­fels­frei­es Be­kennt­nis der Ar­beit­ge­ber zur Stär­kung und zum Aus­bau des ta­rif­li­chen Min­dest­loh­nes in der Ge­bäu­de­rei­ni­gung".

Die nächs­ten Ge­sprä­che sol­len am 10. No­vem­ber 2017 in Frank­furt statt­fin­den.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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