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17/300a Kei­ne Ta­rif­ei­ni­gung für Ge­rüst­bau­er

Die drit­te Ver­hand­lungs­run­de im Ge­rüst­bau wur­de von der Ge­werk­schaft ab­ge­bro­chen. Das An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber sei kläg­lich und lä­cher­lich.
Gerüstbauer, Baugewerbe, Gerüstbau

04.12.2017. (dpa/wie) - Zwi­schen den Ta­rif­par­tei­en im Ge­rüst­bau-Hand­werk schei­nen die Fron­ten ver­här­tet zu sein. Die drit­te Ver­hand­lungs­run­de am 23.11.2017 wur­de er­geb­nis­los ab­ge­bro­chen.

Laut ei­ner Pres­se­mel­dung der In­dus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Um­welt (IG BAU) vom 24.11.2017 sei die Ar­beit­ge­ber­sei­te nicht be­reit, "sich auf ernst­ge­mein­te Ver­hand­lun­gen ein­zu­las­sen", so der Stell­ver­tre­ten­de IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Diet­mar Schä­fers.

Die Ge­werk­schaft for­dert ei­ne Er­hö­hung des Eck­lohns auf 16,80 pro St­un­de. Das wä­re ein Eu­ro mehr als der­zeit. Au­ßer­dem soll die Aus­bil­dungs­ver­gü­tung er­höht und ein Min­dest­lohn II für Fach­ar­bei­ten ein­ge­führt wer­den. Laut IG BAU bo­ten die Ar­beit­ge­ber le­dig­lich ei­ne Er­hö­hung um zwei Pro­zent in zwei Stu­fen bei ei­ner Lauf­zeit von zwei Jah­ren an.

Die Bun­des­in­nung für das Ge­rüst­bau wi­der­spricht der Pres­se­mel­dung hin­sicht­lich der Hö­he des An­ge­bots. Man ha­be ins­ge­samt ei­ne Er­hö­hung von drei Pro­zent und ei­ne deut­li­che Er­hö­hung der Aus­bil­dungs­ver­gü­tung an­ge­bo­ten. Au­ßer­dem ha­be man ver­sucht, die Ver­hand­lun­gen über den Min­dest­lohn 1 ge­son­dert zu be­trach­ten, um des­sen Be­stand auch nach dem Aus­lau­fen am 30. April 2018 zu si­chern. Dies sei je­doch ab­ge­lehnt wor­den.

Die Ge­werk­schaft ha­be laut der Bun­des­in­nung den Ein­druck ge­macht, als wür­de sie auf die Ab­leh­nung des Min­dest­lohns II mit über­höh­ten For­de­run­gen und Kom­pro­miss­lo­sig­keit ant­wor­ten. Ein Min­dest­lohn II sei je­doch wei­ter­hin un­dis­ku­ta­bel. "Wir se­hen in ei­nem Min­dest­lohn 2 für Fach­ar­bei­ter kein Ver­bes­se­rungs­po­ten­ti­al für den Wett­be­werb, so­lan­ge nicht si­cher­ge­stellt ist, dass der Fach­ar­bei­ter­min­dest­lohn auch flä­chen­de­ckend kon­trol­liert wird", er­klär­te Mar­cus Nach­bau­er, Ver­hand­lungs­füh­rer der Ta­rif­kom­mis­si­on auf Ar­beit­ge­ber­sei­te.

Ein Sch­lich­tungs­ver­fah­ren lehn­ten die Ar­beit­ge­ber­ver­tre­ter auf­grund der "de­struk­ti­ven Ver­hand­lungs­tak­tik" der Ge­werk­schaft ab. Die Ge­werk­schaft kri­ti­sier­te die­ses Vor­ge­hen und droh­te Kon­se­quen­ten an: "Ihr Nein zur Sch­lich­tung, lässt dar­auf schlie­ßen, dass sie von An­fang an kein Er­geb­nis er­rei­chen woll­ten. Da­mit neh­men die Ar­beit­ge­ber har­te Aus­ein­an­der­set­zun­gen in den Be­trie­ben in Kauf. Jetzt be­rei­ten wir Ak­tio­nen vor.“


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