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Stu­die zur Qua­li­tät der Ar­beit

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt hat sich mit der Fra­ge be­schäf­tigt, wel­che Kri­te­ri­en ne­ben der Be­zah­lung für die Ein­schät­zung der Qua­li­tät des Ar­beits­plat­zes von Be­deu­tung sind.
Statistik mit Diagramm, Studie, Analyse

07.09.2017. (dpa/wie) - "Wenn ich Sie fra­gen wür­de, ob Sie Ih­re Ar­beit ger­ne ma­chen, wür­den Sie si­cher­lich nicht nur an Ihr Geld den­ken", sag­te Ge­org Thiel, Vi­ze­prä­si­dent des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts (De­sta­tis) bei der Prä­sen­ta­ti­on der ak­tu­el­len Un­ter­su­chung "Qua­li­tät der Ar­beit" am Mitt­woch in Ber­lin.

In dem Be­richt teil­ten die Sta­tis­ti­ker die Qua­li­tät der Ar­beit in meh­re­re "Di­men­sio­nen" ein, um zu zei­gen, dass die Zu­frie­den­heit der Men­schen mit ih­ren Jobs nicht al­lein von der Ver­gü­tung ab­hängt. Zwar gibt es in der Ana­ly­se die Di­men­si­on "Ein­kom­men und in­di­rek­te Ar­beit­ge­ber­leis­tun­gen". Doch wer­den auch an­de­re As­pek­te wie "Ar­beits­si­cher­heit und Gleich­stel­lung", "Ar­beits­zeit, Aus­gleich von Be­ruf und Pri­vat­le­ben", "Be­schäf­ti­gungs­si­cher­heit und So­zi­al­leis­tun­gen", "Ar­beits­be­zie­hun­gen", "Qua­li­fi­ka­ti­on und Wei­ter­bil­dung" und "Zu­sam­men­ar­beit und Mo­ti­va­ti­on" be­leuch­tet.

Die­se sie­ben Di­men­sio­nen wur­den dann mit Be­fra­gun­gen und Sta­tis­ti­ken ge­füllt und aus­ge­wer­tet.

Vie­les hat sich laut den Au­to­ren in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kaum ge­än­dert. So ist bei­spiels­wei­se die durch­schnitt­li­che Wo­chen­ar­beits­zeit der Voll­zeit­er­werbs­tä­ti­gen mit 41,3 St­un­den seit 1991 an­nä­hernd gleich ge­blie­ben. Auch der An­teil der Be­schäf­tig­ten mit über­lan­gen Ar­beits­zei­ten, d.h. mit wö­chent­lich mehr als 48 St­un­den, ist mit rund elf Pro­zent auf dem glei­chen Ni­veau wie vor 25 Jah­ren. "Der Wert schwankt im­mer wie­der, bleibt im lang­jäh­ri­gen Ver­gleich aber kon­stant", er­klär­te Di­plom-So­zio­lo­gin Li­sa Gün­ther vom The­men­be­reich "Ar­beits­markt" beim Bun­des­amt.

Be­trach­tet man die Ar­beits­be­las­tung, so emp­fin­den laut der Stu­die 40 Pro­zent der Be­frag­ten ih­ren Ter­min­druck und das ho­he Ar­beits­tem­po als stres­sig. Auch die ho­he Ter­min­dich­te ma­che ins­be­son­de­re Füh­rungs­kräf­ten aber auch An­ge­stell­ten in der An­la­gen- und Ma­schi­nen­be­die­nung so­wie im Hand­werk zu schaf­fen. Das lie­ge den Ar­beit­ge­bern zu­fol­ge an der gu­ten Auf­trags­la­ge in Ver­bin­dung mit dem Fach­kräf­te- und Nach­wuchs­man­gel.

Thiel fass­te in ei­nem State­ment zu dem Be­richt zu­sam­men, dass ins­be­son­de­re durch die über­lan­gen Ar­beits­zei­ten und die dau­er­haft ho­he Ar­beits­in­ten­si­tät das Be­dürf­nis nach ei­ner bes­se­ren Work-Life-Ba­lan­ce für die Be­schäf­tig­ten in den Fo­kus ge­ra­ten könn­te. Die Un­ter­neh­men müss­ten sich dar­auf Ein­stel­len, dass auch zu­neh­mend Fa­mi­lie und Frei­zeit für po­ten­zi­el­le Fach­kräf­te zäh­len wer­de.


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Letzte Überarbeitung: 18. Oktober 2017

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