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Ta­rif­streit bei der Post­bank dau­ert an

Auf­grund der sto­cken­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen hat die Ge­werk­schaft Ver.di die Post­bank-Be­schäf­tig­ten zu wei­te­ren Warn­streiks auf­ge­ru­fen.
Demonstration, Streik, Arbeitskampf

02.10.2017. (dpa/wie) - Ent­ge­gen frü­he­rer Plä­ne will die Deut­sche Bank die Post­bank nicht ver­kau­fen, son­dern sie in ihr Pri­vat- und Fir­men­kun­den­ge­schäft in­te­grie­ren.

Vor die­sem Hin­ter­grund for­dert die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (Ver.di) ei­nen ta­rif­ver­trag­lich fest­ge­schrie­be­nen Ver­zicht auf be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen bis En­de 2022. Au­ßer­dem ver­langt die Ge­werk­schaft für die et­wa 18.000 Be­schäf­tig­ten der Post­bank, der BHW-Grup­pe und wei­te­rer Töch­ter fünf Pro­zent mehr Geld bei zwölf Mo­na­ten Lauf­zeit.

Die Ar­beit­ge­ber bo­ten in der drit­ten Ver­hand­lungs­run­de am 26.09.2017 ei­ne Er­hö­hung der Löh­ne und Ge­häl­ter von ins­ge­samt 2,5 Pro­zent in zwei Schrit­ten. Au­ßer­dem soll­te es laut dem An­ge­bot kei­ne be­triebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen bis En­de Ju­ni 2019 ge­ben. „Un­ser aus­ge­wo­ge­nes An­ge­bot re­flek­tiert den wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Rah­men so­wohl im Bank­ge­wer­be als auch in un­se­rem Un­ter­neh­men.", ließ Phi­lip Laucks, Per­so­nal­vor­stand und Ver­hand­lungs­füh­rer bei der Post­bank in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung ver­lau­ten. Au­ßer­dem sei man "an die Gren­ze des Mach­ba­ren ge­gan­gen".

Für die Ge­werk­schaft war die­ses An­ge­bot je­doch nicht aus­rei­chend, wor­auf­hin man die Ver­hand­lungs­run­de oh­ne Er­geb­nis ab­brach. „Der Kün­di­gungs­schutz bis Mit­te 2019 ist für uns nicht ak­zep­ta­bel, da die­ser in ei­ner Pha­se aus­lau­fen wür­de, in der wir ein ho­hes Ri­si­ko für Ar­beits­platz­ab­bau se­hen. Wir wol­len die Be­schäf­tig­ten für die Pha­se der In­te­gra­ti­on in die Deut­sche Bank schüt­zen“, gab Ver.di noch am sel­ben Tag be­kannt.

Am 29.06.2017 gab es laut Ge­werk­schafts­an­ga­ben ein Tref­fen zwi­schen Post­bank-Chef Frank Strauß und Per­so­nal­vor­stand Phi­lip Laucks und 80 Be­triebs­rä­ten der Ser­vice­ge­sell­schaf­ten der Post­bank. Da­bei stell­ten sich die Ar­beit­ge­ber den Fra­gen der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter. "Ich fin­de gut, dass sie zei­gen, wo­für sie ste­hen, so­lan­ge es ei­nen kon­struk­ti­ven Dia­log gibt", sag­te Laucks.

Nach­dem in den letz­ten Wo­chen be­reits tau­sen­de Be­schäf­tig­te an bun­des­wei­ten Warn­streiks teil­ge­nom­men hat­ten, ruft die Ge­werk­schaft nun Post­bank-Mit­ar­bei­ter im Rhein-Main-Ge­biet, ins­be­son­de­re in Frank­furt, Darm­stadt, Groß-Gerau und Bad Hom­burg, zu wei­te­ren Ar­beits­nie­der­le­gun­gen auf. Da­mit sol­le der For­de­rung nach ei­nem bes­se­ren An­ge­bot Nach­druck ver­lie­hen wer­den.


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Letzte Überarbeitung: 26. Oktober 2017

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