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HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

 

BAG, Ur­teil vom 11.07.2007, 7 AZR 501/06

   
Schlagworte: Befristung, Hochschule, Weiterbeschäftigung
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Aktenzeichen: 7 AZR 501/06
Typ: Urteil
Entscheidungsdatum: 11.07.2007
   
Leitsätze:
Vorinstanzen: Arbeitsgericht Rostock, Urteil vom 31.05.2005, 1 Ca 649/05
Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 25.04.2006, 5 Sa 298/05
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


7 AZR 501/06
5 Sa 298/05
Lan­des­ar­beits­ge­richt
Meck­len­burg-Vor­pom­mern

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

11. Ju­li 2007

UR­TEIL

Schie­ge, Ur­kunds­be­am­ter

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

be­klag­tes, be­ru­fungs­be­klag­tes und re­vi­si­ons­kla­gen­des Land,

pp.

Kläger, Be­ru­fungskläger und Re­vi­si­ons­be­klag­ter,

hat der Sieb­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf Grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 11. Ju­li 2007 durch den Vi­ze­präsi­den­ten des Bun­des­ar­beits­ge­richts Dörner, die Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Gräfl, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Koch so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Bea und Will­ms für Recht er­kannt:
 


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Auf die Re­vi­si­on des be­klag­ten Lan­des wird das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Meck­len­burg-Vor­pom­mern vom 25. April 2006 - 5 Sa 298/05 - auf­ge­ho­ben.


Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ros­tock vom 31. Mai 2005 - 1 Ca 649/05 - wird zurück­ge­wie­sen.

Der Kläger hat die Kos­ten der Be­ru­fung und der Re­vi­si­on zu tra­gen.


Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten darüber, ob ihr Ar­beits­verhält­nis auf Grund Be­fris­tung am 28. Fe­bru­ar 2005 ge­en­det hat und ob durch die Wei­ter­ar­beit des Klägers über die­sen Zeit­punkt hin­aus ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis be­gründet wor­den ist.

Der Kläger ist pro­mo­vier­ter und ha­bi­li­tier­ter Ma­the­ma­ti­ker und seit dem 1. April 1982 bei dem be­klag­ten Land bzw. sei­nem Rechts­vorgänger in ver­schie­de­nen Po­si­tio­nen an der Ma­the­ma­tisch-Na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fa­kultät der Uni­ver­sität in R tätig. Vom 1. Fe­bru­ar 1999 bis zum 31. Ja­nu­ar 2004 war der Kläger als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter beschäftigt. Der zwi­schen den Par­tei­en un­ter dem 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 ab­ge­schlos­se­ne Ar­beits­ver­trag sah ei­ne Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses für die Zeit vom 1. Fe­bru­ar 2004 bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 vor. Nach § 1 des Ver­trags er­folg­te die Wei­ter­beschäfti­gung des Klägers als „wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter ... gem. § 57 f HRG (in der Fas­sung vom 23.02.2002)”.

Der Kläger wand­te sich mit Schrei­ben vom 29. Sep­tem­ber 2004 mit der Bit­te um die Ent­fris­tung sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses an das De­zer­nat Per­so­nal und Per­so­nal­ent­wick­lung der Uni­ver­sität in R. Die­ses An­lie­gen lehn­te der Per­so­nal­de­zer­nent mit Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 ab und wies da­bei dar­auf hin, dass das Ar­beits­verhält­nis „frist­ge­recht am 28.02.2005” en­de. In der Fol­ge­zeit setz­ten sich ua. der Lei­ter des In­sti­tuts für Ma­the­ma­tik und der De­kan der Ma­the­ma­tisch-Na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fa­kultät er­folg­los für die Fort­set­zung der Tätig­keit des Klägers ein.
 


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Der Kläger ar­bei­te­te auch nach dem 28. Fe­bru­ar 2005 mit Ein­verständ­nis sei­ner Vor­ge­setz­ten an sei­nem bis­he­ri­gen Lehr­stuhl wei­ter. Er führ­te Lehr­ver­an­stal­tun­gen durch, kor­ri­gier­te Klau­su­ren und nahm an münd­li­chen Prüfun­gen teil. Im Vor­le­sungs­ver­zeich­nis für das Som­mer­se­mes­ter 2005 war der Kläger als Do­zent auf­geführt.


Mit sei­ner am 21. März 2005 beim Ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen und dem Jus­ti­zi­ar der Uni­ver­sität R am 30. März 2005 zu­ge­stell­ten Kla­ge hat sich der Kläger ge­gen die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses auf Grund der Be­fris­tung zum 28. Fe­bru­ar 2005 ge­wandt und ge­meint, zu­min­dest durch sei­ne Wei­ter­ar­beit über den Ab­lauf der Be­fris­tung hin­aus sei ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis zu­stan­de ge­kom­men.

Der Kläger hat be­an­tragt 


fest­zu­stel­len, dass das An­stel­lungs­verhält­nis der Par­tei­en auf Grund der ar­beits­ver­trag­li­chen Be­fris­tung im Ände­rungs­ver­trag vom 25. No­vem­ber 2003 bzw. 18. De­zem­ber 2003 nicht mit Ab­lauf des 28. Fe­bru­ar 2005 ge­en­det hat, son­dern mit Aus­nah­me der Be­fris­tungs­ab­re­de zu im Übri­gen un­veränder­ten Be­din­gun­gen fort­be­steht.

Das be­klag­te Land hat Kla­ge­ab­wei­sung be­an­tragt und ge­meint, be­reits das Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 ent­hal­te ei­nen Wi­der­spruch ge­gen die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses. Darüber hin­aus ha­be der Per­so­nal­de­zer­nent der Uni­ver­sität erst am 4. April 2005 von der Wei­ter­ar­beit des Klägers Kennt­nis er­hal­ten und die­ser nach der Güte­ver­hand­lung vor dem Ar­beits­ge­richt am 7. April 2005 mit Schrei­ben vom 8. April 2005 wi­der­spro­chen.

Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge ab­ge­wie­sen, das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat ihr ent­spro­chen. Mit der Re­vi­si­on be­an­tragt das be­klag­te Land die Wie­der­her­stel­lung der ar­beits­ge­richt­li­chen Ent­schei­dung, während der Kläger die Zurück­wei­sung der Re­vi­si­on mit der Klar­stel­lung be­an­tragt fest­zu­stel­len, dass das An­stel­lungs­verhält­nis der Par­tei­en nicht auf Grund ar­beits­ver­trag­li­cher Be­fris­tung vom 25. No­vem­ber 2003/ 18. De­zem­ber 2003 mit Ab­lauf des 28. Fe­bru­ar 2005 ge­en­det hat, hilfs­wei­se fest­zu­stel­len, dass zwi­schen den Par­tei­en ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis zu den Be­din­gun­gen des Ar­beits­ver­trags vom 25. No­vem­ber 2003/18. De­zem­ber 2003 be­steht.
 


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Ent­schei­dungs­gründe


Die Re­vi­si­on des be­klag­ten Lan­des ist be­gründet und führt un­ter Auf­he­bung des lan­des­ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils zur Wie­der­her­stel­lung der Ent­schei­dung des Ar­beits­ge­richts. Die Kla­ge ist un­be­gründet.

A. Das lan­des­ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil un­ter­liegt so­wohl hin­sicht­lich des Haupt­an­trags als auch des Hilfs­an­trags der re­vi­si­ons­recht­li­chen Über­prüfung durch den Se-nat. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat mit sei­nem Aus­spruch über die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch Be­fris­tung und über den un­be­fris­te­ten Fort­be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses zu­guns­ten des Klägers ent­schie­den. Es hat sich al­ler­dings in den Ent­schei­dungs­gründen mit Rechts­fra­gen zur Wirk­sam­keit der Be­fris­tung zum 28. Fe­bru­ar 2005 nicht aus­ein­an­der­ge­setzt. Es hat viel­mehr of­fen­ge­las­sen, ob die Be­fris­tung wirk­sam war oder nicht. Das ist rechts­feh­ler­haft. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt durf­te an­ge­sichts der mit dem Kla­ge­an­trag zur Ent­schei­dung ge­stell­ten zwei Streit­ge­genstände die Wirk­sam­keit der Be­fris­tungs­ab­re­de im Ar­beits­ver­trag vom 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 nicht da­hin­ste­hen las­sen. Denn der Kläger hat so­wohl ei­ne Be­fris­tungs­kon­troll­kla­ge gem. § 17 Satz 1 Tz­B­fG hin­sicht­lich der Be­fris­tung zum 28. Fe­bru­ar 2005 er­ho­ben wie auch hilfs­wei­se ei­ne auf das Be­ste­hen ei­nes vom be­klag­ten Land in Ab­re­de ge­stell­ten un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses ge­rich­te­te all­ge­mei­ne Fest­stel­lungs­kla­ge (§ 256 Abs. 1 ZPO). Dies folgt trotz des nicht ein­deu­ti­gen Wort­lauts aus der Aus­le­gung sei­nes in den Vor­in­stan­zen ge­stell­ten An­trags, den der Kläger auf An­re­gung des Se­nats neu ge­fasst hat. Der Kläger hat sich während des ge­sam­ten Rechts­streits ge­gen die Wirk­sam­keit der ver­ein­bar­ten Be­fris­tung ge­wandt und darüber hin­aus das Be­ste­hen ei­nes durch die Wei­ter­ar­beit über den 28. Fe­bru­ar 2005 be­gründe­ten un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses gel­tend ge­macht. In die­sem Sinn hat auch das Ar­beits­ge­richt den An­trag ver­stan­den. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt muss­te an­ge­sichts der bei­den un­ter­schied­li­chen Streit­ge­genstände zunächst über die Wirk­sam­keit der Be­fris­tung zum 28. Fe­bru­ar 2005 ent­schei­den und konn­te erst an­sch­ließend über den nur hilfs­wei­se ge­stell­ten An­trag über die Ent­ste­hung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses nach § 15 Abs. 5 Tz­B­fG be­fin­den. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt konn­te die Wirk­sam­keit der Be­fris­tung im Rah­men sei­ner Ent­schei­dung über den auf § 15 Abs. 5 Tz­B­fG gestütz­ten An­spruch nicht da­hin­ste­hen las­sen, da die Be­en­di­gung des vor­an­ge­gan­ge­nen be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses ei­ne Tat­be­stands­vor­aus­set­zung für die Fest­stel­lung ei­nes durch die Wei­ter­ar­beit ent­stan­de­nen un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält-


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nis­ses ist. Da das Lan­des­ar­beits­ge­richt nach dem Te­nor der vom be­klag­ten Land mit der Re­vi­si­on an­ge­foch­te­nen Ent­schei­dung über das ge­sam­te Kla­ge­be­geh­ren ent­schie­den hat, ist auch die Ent­schei­dung über die Be­fris­tungs­kon­troll­kla­ge Ge­gen­stand der Re­vi­si­on.

B. Der Se­nat kann auf der Grund­la­ge der bis­he­ri­gen Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts über die recht­zei­tig er­ho­be­ne Be­fris­tungs­kon­troll­kla­ge des Klägers selbst be­fin­den. Die im Ar­beits­ver­trag vom 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 für die Zeit vom 1. Fe­bru­ar 2004 bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 ver­ein­bar­te Be­fris­tung ist wirk­sam. Zwi­schen den Par­tei­en ist durch die Wei­ter­ar­beit des Klägers über den 28. Fe­bru­ar 2005 hin­aus kein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis ent­stan­den.

I. Die im Ar­beits­ver­trag vom 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 ver­ein­bar­te Be­fris­tung zum 28. Fe­bru­ar 2005 ist nach § 57a Abs. 1 Satz 1, § 57b Abs. 1, § 57f Abs. 1 Satz 1 des Hoch­schul­rah­men­ge­set­zes idF des HdaVÄndG vom 27. De­zem­ber 2004 (HRG nF) iVm. § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG idF des 6. HRGÄndG vom 8. Au­gust 2002 (HRG Zwi­schen­fas­sung II [ZF II]) ge­recht­fer­tigt. Zwar la­gen die hoch­schul­rah­men­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne sach­grund­lo­se Be­fris­tung zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses nicht vor. Die §§ 57a ff. HRG idF des 5. HRGÄndG (HRG Zwi­schen­fas­sung I [ZF I]), auf die § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II Be­zug nimmt, wa­ren nach der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 27. Ju­li 2004 nich­tig (BVerfG 27. Ju­li 2004 - 2 BvF 2/02 - BVerfGE 111, 226, 246, 270, 273). Nach dem HdaVÄndG sind die in §§ 57a ff. HRG idF des 5. HRGÄndG ge­trof­fe­nen Re­ge­lun­gen je­doch auf die vom 23. Fe­bru­ar 2002 bis zum 27. Ju­li 2004 ab­ge­schlos­se­nen Verträge an­zu­wen­den. Hier-durch ist nachträglich die hoch­schul­rah­men­recht­li­che Rechts­grund­la­ge für die sach-grund­lo­se Be­fris­tung des Ar­beits­ver­trags der Par­tei­en ge­schaf­fen wor­den. Ver­fas­sungs­recht­li­che Be­den­ken ge­gen die Wirk­sam­keit der die Be­fris­tung tra­gen­den Nor­men be­ste­hen nicht. Der Bund hat nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG die Ge­setz­ge­bungs­kom­pe­tenz für das Zeit­ver­trags­recht des wis­sen­schaft­li­chen und künst­le­ri­schen Per­so­nals an den Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen. Die zeit­li­che Rücker­stre­ckung der §§ 57a ff. HRG nF auf die in der Zeit zwi­schen dem 23. Fe­bru­ar 2002 bis 27. Ju­li 2004 ab­ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ar­beits­verträge mit wis­sen­schaft­li­chem und künst­le­ri­schem Per­so­nal an Hoch­schu­len verstößt nicht ge­gen das sich aus Art. 12 Abs. 1 GG iVm. dem Rechts­staats­prin­zip er­ge­ben­de Ge­bot des Ver­trau­ens­schut­zes. Das Hda-VÄndG stellt nur die Rechts­la­ge wie­der her, von der bei­de Par­tei­en beim Ab­schluss des Ar­beits­ver­trags am 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 aus­ge­hen muss­ten.
 


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1. Die von den Par­tei­en im Ver­trag vom 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 für die Zeit vom 1. Fe­bru­ar 2004 bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 ver­ein­bar­te Be­fris­tung be­durf­te kei­nes sach­li­chen Grun­des. Sie ist nach § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II iVm. § 57a Abs. 1 Satz 1, § 57b Abs. 1, § 57f Abs. 1 Satz 1 HRG nF ge­recht­fer­tigt.

a) Nach § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II war der Ab­schluss von be­fris­te­ten Ar­beits­verträgen mit wis­sen­schaft­li­chen und künst­le­ri­schen Mit­ar­bei­tern, die be­reits vor dem 23. Fe­bru­ar 2002 in ei­nem be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis ua. zu ei­ner Hoch­schu­le stan­den, mit ei­ner Lauf­zeit bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 zulässig, selbst wenn die Be­fris­tungshöchst­dau­er nach § 57b Abs. 1 Satz 1 und 2 HRG nF be­reits durch Vor­beschäfti­gun­gen mit Sach­grund aus­geschöpft war. Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind im Streit­fall erfüllt. Nach § 57f Abs. 1 Satz 1 HRG nF sind die §§ 57a ff. HRG nF auf den un­ter dem 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 ab­ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trag an­zu­wen­den. Der Kläger war nach den nicht mit Ge­genrügen an­ge­grif­fe­nen Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter iSd. § 57a Abs. 1 Satz 1 HRG nF beim be­klag­ten Land beschäftigt. Zwar durf­te der seit 1983 pro­mo­vier­te Kläger nach § 57b Abs. 1 Satz 2 HRG nF nur bis zu ei­ner Dau­er von sechs Jah­ren im Rah­men von be­fris­te­ten Ar­beits­verträgen beschäftigt wer­den. Die mit Wir­kung zum 15. Au­gust 2002 in das HRG ein­gefügte Über­g­angs­re­ge­lung des § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II ermöglich­te aber bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 den Ab­schluss ei­nes be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trags auch über die sechsjähri­ge Be­fris­tungshöchst­dau­er des § 57b Abs. 1 Satz 2 HRG nF hin­aus.

b) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klägers ist § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II nicht da­hin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass die Vor­schrift le­dig­lich den Ab­schluss von be­fris­te­ten Ar­beits­verträgen mit wis­sen­schaft­li­chem und künst­le­ri­schem Per­so­nal ermöglich­te, de­ren Ar­beits­verhält­nis­se bei ei­ner Fort­gel­tung des HRG aF nach dem 23. Fe­bru­ar 2002 noch be­fris­tet wer­den konn­ten.

Ei­ne sol­che Ein­schränkung enthält der Wort­laut des § 57f Abs. 2 HRG ZF II nicht. Sie ist auch mit dem Cha­rak­ter der Be­stim­mung als Über­g­angs­vor­schrift zur Er­leich­te­rung des Über­gangs von dem sach­grund­ori­en­tier­ten Zeit­ver­trags­recht des HRG aF auf das nach Zeit­dau­er be­grenz­te Be­fris­tungs­recht des HRG ZF I nicht zu ver­ein­ba­ren. Durch § 57f Abs. 2 HRG ZF II soll­te der Ab­schluss von be­fris­te­ten Ar­beits­verträgen mit dem be­reits vor In­kraft­tre­ten der §§ 57a ff. HRG ZF I an den Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen beschäftig­ten Per­so­nen­kreis, bei dem die Höchst­be­fris­tungs­dau­er nach den §§ 57a ff. HRG ZF I durch den Ab­schluss von be­fris­te­ten Ar-


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beits­verträgen in der Ver­gan­gen­heit be­reits aus­geschöpft war, bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 oh­ne Sach­grund ermöglicht wer­den. Der Ge­setz­ge­ber ging zunächst bei In­kraft­tre­ten des 5. HRGÄndG von der Möglich­keit aus, dass Ar­beits­verträge mit dem be­reits beschäftig­ten wis­sen­schaft­li­chen Per­so­nal zum Zweck der Be­en­di­gung ih­rer lau­fen­den wis­sen­schaft­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on, zur Durchführung von For­schungs­pro­jek­ten oder in der Be­wer­bungs­pha­se auf ei­ne Pro­fes­sur nach den Vor­schrif­ten des Tz­B­fG be­fris­tet wer­den konn­ten. Da im Tz­B­fG Sach­gründe nur bei­spiel­haft und ab-strakt ge­nannt wer-den und we­gen sei­nes In­kraft­tre­tens zum 1. Ja­nu­ar 2001 noch kei­ne höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung da­zu vor­lag, be­stand nach der Einschätzung des Ge­setz­ge­bers bei den be­trof­fe­nen Wis­sen­schaft­lern und zum Teil bei den Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen in den Hoch­schu­len ei­ne Rechts­un­si­cher­heit über die Tragfähig­keit der in Be­tracht kom­men­den Be­fris­tungs­gründe. Nach der Be­gründung des erst in den Aus­schuss­be­ra­tun­gen zum 6. HRGÄndG ein­gefügten § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II soll­te we­gen die­ser Rechts­un­si­cher­heit aus­drück­lich klar­ge­stellt wer­den, dass wis­sen­schaft­li­ches Per­so­nal, das sei­ne Tätig­keit im zeit­li­chen Gel­tungs­be­reich des HRG aF auf­ge­nom­men hat­te und des­sen Be­fris­tungshöchst­dau­er nach dem neu­en Zeit­ver­trags­recht be­reits aus­geschöpft war, noch bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 be­fris­tet beschäftigt wer­den konn­te, um den Über­gang vom al­ten auf das neue Be­fris­tungs­recht für al­le Be­tei­lig­ten zu er­leich­tern (BT-Drucks. 14/8878 S. 8).


c) Das Zi­tier­ge­bot des § 57b Abs. 3 Satz 1 HRG nF ist ein­ge­hal­ten. Da­nach ist im Ar­beits­ver­trag an­zu­ge­ben, ob die Be­fris­tung auf den Vor­schrif­ten des HRG be­ruht. Die­se An­for­de­run­gen sind im Streit­fall erfüllt. Im Ar­beits­ver­trag vom 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 sind die ein­schlägi­gen Vor­schrif­ten des Hoch­schul­rah­men­ge­set­zes ge­nannt.


d) Die Be­fris­tung zum 28. Fe­bru­ar 2005 ist ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klägers auch nicht des­halb un­wirk­sam, weil die­ser den Ab­schluss ei­nes be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trags bis zum Ab­lauf der Höchst­be­fris­tungs­dau­er des § 57f Abs. 2 HRG nF am 29. Fe­bru­ar 2008 be­an­spru­chen könn­te. Selbst wenn die Par­tei­en bei Ver­trags­schluss die Ausschöpfung al­ler recht­li­chen Möglich­kei­ten zur Wei­ter­beschäfti­gung des Klägers be­ab­sich­tigt ha­ben soll­ten, führ­te dies nicht zur Un­wirk­sam­keit der Be­fris­tung im Ar­beits­ver­trag vom 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 und zur Be­gründet­heit der er­ho­be­nen Be­fris­tungs­kon­troll­kla­ge. Ein durch ei­ne ent­spre­chen­de Zu­sa­ge er­wor­be­ner An­spruch auf Ab­schluss ei­nes wei­te­ren be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trags ist mit ei­ner Leis-
 


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tungs­kla­ge auf Ab­ga­be ei­ner Wil­lens­erklärung gel­tend zu ma­chen (BAG 17. Ja­nu­ar 2007 - 7 AZR 81/06 - Rn. 17), die der Kläger je­doch nicht er­ho­ben hat.

2. Ver­fas­sungs­recht­li­che Be­den­ken ge­gen die Wirk­sam­keit der die Be­fris­tung im Ver­trag vom 25. No­vem­ber/18. De­zem­ber 2003 tra­gen­den Vor­schrif­ten be­ste­hen nicht. Dies hat der Se­nat be­reits in sei­nem Ur­teil vom 21. Ju­ni 2006 (- 7 AZR 234/05 - Rn. 16, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hoch­schu­len Nr. 2) ent­schie­den. Die §§ 57a bis 57f HRG nF, § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II sind nicht ver­fas­sungs­wid­rig. Die in § 57f Abs. 1 Satz 1 HRG nF ent­hal­te­ne Er­stre­ckung der §§ 57a ff. HRG nF auf die in der Zeit vom 23. Fe­bru­ar 2002 bis zum 27. Ju­li 2004 ab­ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ar­beits­verträge stellt ins­be­son­de­re kei­ne mit Art. 12 Abs. 1 GG iVm. mit dem Rechts­staats­prin­zip (Art. 20 Abs. 3 GG) un­ver­ein­ba­re Rück­wir­kung dar.

a) Der Bun­des­ge­setz­ge­ber hat nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG die Ge­setz­ge­bungs­kom­pe­tenz für die Re­ge­lung des Zeit­ver­trags­rechts des wis­sen­schaft­li­chen und künst­le­ri­schen Per­so­nals an Hoch­schu­len. Auch die sich aus Art. 72 Abs. 2 GG für die kon­kur­rie­ren­de Ge­setz­ge­bung er­ge­ben­den An­for­de­run­gen an das Ge­setz­ge­bungs­recht des Bun­des sind erfüllt. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Re­vi­si­on wird die Ge­setz­ge­bungs­kom­pe­tenz des Bun­des nicht durch die Schaf­fung ei­nes sach­grund­lo­sen Zeit­ver­trags­sys­tems mit ei­ner ein­heit­li­chen Höchst­be­fris­tungs­dau­er in Fra­ge ge­stellt. Für die Ab­gren­zung und den In­halt der Ge­setz­ge­bungs­be­fug­nis des Bun­des und der Länder kommt es auf den Ge­gen­stand des Ge­set­zes an. Die §§ 57a ff. HRG ent­hal­ten pri­vat­recht­li­che Be­stim­mun­gen des Ar­beits­rechts und da­mit ei­nen Ge­gen­stand der sich aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG er­ge­ben­den kon­kur­rie­ren­den Ge­setz­ge­bungs­kom­pe­tenz des Bun­des.


b) § 57f Abs. 1 Satz 1 HRG nF ist nicht we­gen Ver­s­toßes ge­gen Art. 12 Abs. 1 GG iVm. dem sich aus dem Rechts­staats­prin­zip (Art. 20 Abs. 3 GG) er­ge­ben­den Rück­wir­kungs­ver­bot un­wirk­sam. § 57f Abs. 1 Satz 1 HRG nF enthält zwar ei­ne ech­te Rück­wir­kung. Der Ge­setz­ge­ber konn­te aber oh­ne Ver­s­toß ge­gen die Grundsätze des Ver­trau­ens­schut­zes den zeit­li­chen Gel­tungs­be­reich der §§ 57a ff. HRG nF auf Be­fris­tungs­ab­re­den er­stre­cken, die bis zur Verkündung der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 27. Ju­li 2004 ver­ein­bart wur­den. Durch die Nich­tig­keits­erklärung des ge­sam­ten 5. HRGÄndG be­stand für die seit dem 23. Fe­bru­ar 2002 ge­schlos­se­nen und bis zum Ent­schei­dungs­zeit­punkt noch nicht be­stands­kräftig ab­ge­wi­ckel­ten be­fris­te­ten Verträge mit wis­sen­schaft­li­chem und künst­le­ri­schem Per­so­nal ei­ne Re­ge­lungslü-

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cke. Schutzwürdi­ges Ver­trau­en der Ver­trags­par­tei­en, das die rück­wir­ken­de Re­ge­lungs­kom­pe­tenz des Ge­setz­ge­bers be­grenzt hat, konn­te in der Zeit zwi­schen der Verkündung der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts bis zum In­kraft­tre­ten des § 57f Abs. 1 Satz 1 HRG nF nicht ent­ste­hen. In­so­weit wird zur Ver­mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen auf die ausführ­li­che Be­gründung in dem Se­nats­ur­teil vom 21. Ju­ni 2006 (- 7 AZR 234/05 - Rn. 37 - 45, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hoch­schu­len Nr. 2) Be­zug ge­nom­men.

II. Zwi­schen den Par­tei­en ist nach § 15 Abs. 5 Tz­B­fG kein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis zu­stan­de ge­kom­men. Das be­klag­te Land hat der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch den Kläger mit dem Schrei­ben des Per­so­nal­de­zer­nen­ten vom 22. De­zem­ber 2004 recht­zei­tig wi­der­spro­chen.

1. Nach § 15 Abs. 5 Tz­B­fG gilt ein Ar­beits­verhält­nis als auf un­be­stimm­te Zeit verlängert, wenn es nach Ab­lauf der Zeit, für die es ein­ge­gan­gen ist, mit Wis­sen des Ar­beit­ge­bers fort­ge­setzt wird und der Ar­beit­ge­ber nicht un­verzüglich wi­der­spricht. Die Vor­schrift re­gelt - eben­so wie § 625 BGB für die Fort­set­zung von Dienst­verhält­nis­sen und Ar­beits­verhält­nis­sen außer­halb des An­wen­dungs­be­reichs des § 15 Abs. 5 Tz­B­fG - die still­schwei­gen­de Verlänge­rung von Ar­beits­verhält­nis­sen un­abhängig vom Wil­len der Par­tei­en. Die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch die Ver­trags­par­tei­en iSv. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG ist ein Tat­be­stand schlüssi­gen Ver­hal­tens kraft ge­setz­li­cher Fik­ti­on, durch die ein un­be­fris­te­tes Ar­beit­verhält­nis zu den Be­din­gun­gen des vor­an­ge­gan­ge­nen be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trags zu­stan­de kommt. Die Re­ge­lung be­ruht auf der Erwägung, die Fort­set­zung der Ar­beits­leis­tung durch den Ar­beit­neh­mer mit Wis­sen des Ar­beit­ge­bers sei im Re­gel­fall der Aus­druck ei­nes still­schwei­gen­den Wil­lens der Par­tei­en zur Verlänge­rung des Ar­beits­verhält­nis­ses (BAG 3. Sep­tem­ber 2003 - 7 AZR 106/03 - BA­GE 107, 237 = AP Tz­B­fG § 14 Nr. 4 = EzA Tz­B­fG § 14 Nr. 4, zu 4 a der Gründe; vgl. zu § 625 BGB: 1. De­zem­ber 1960 - 3 AZR 588/58 - AP BGB § 625 Nr. 1; 13. Au­gust 1987 - 2 AZR 122/87 -, zu B I der Gründe; 18. Sep­tem­ber 1991 - 7 AZR 364/90 -, zu I 1 der Gründe).

a) Der Ein­tritt der in § 15 Abs. 5 Tz­B­fG an­ge­ord­ne­ten Fik­ti­on setzt vor­aus, dass der Ar­beit­neh­mer sei­ne Ar­beits­leis­tung be­wusst und in der Be­reit­schaft fort­setzt, die Pflich­ten aus dem Ar­beits­verhält­nis wei­ter zu erfüllen. Der Ar­beit­neh­mer muss die ver­trags­gemäßen Diens­te nach Ab­lauf der Ver­trags­lauf­zeit tatsächlich ausführen (BAG 18. Ok­to­ber 2006 - 7 AZR 749/05 - Rn. 15 mwN). Da­bei genügt nicht jeg­li­che Wei­ter-
 


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ar­beit des Ar­beit­neh­mers. Die­se muss viel­mehr mit Wis­sen des Ar­beit­ge­bers selbst oder ei­nes zum Ab­schluss von Ar­beits­verträgen be­rech­tig­ten Ver­tre­ters er­fol­gen (BAG 21. Fe­bru­ar 2001 - 7 AZR 98/00 - BA­GE 97, 78 = AP BeschFG 1996 § 1 Nr. 9 = EzA BeschFG 1985 § 1 Nr. 24, zu B I der Gründe; 25. Ok­to­ber 2000 - 7 AZR 537/99 - BA­GE 96, 155 = AP BeschFG 1996 § 1 Nr. 7 = EzA BeschFG 1985 § 1 Nr. 23, zu B IV 4 der Gründe). Da­bei ist nach der Se­nats­recht­spre­chung zum Hoch­schul­be­reich Ar­beit­ge­ber iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG nicht der In­sti­tuts­lei­ter oder ein sons­ti­ger Vor­ge­setz­ter des Ar­beit­neh­mers (zu § 625 BGB: 21. Fe­bru­ar 2001 - 7 AZR 98/00 - aaO), son­dern der Rek­tor der Uni­ver­sität als Behörden­lei­ter der all­ge­mei­nen Hoch­schul­ver­wal­tung. Sei­ner Kennt­nis steht die­je­ni­ge der Mit­ar­bei­ter gleich, de­nen er sich zur ei­gen­ver­ant­wort­li­chen Be­ar­bei­tung von ar­beits­recht­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten be­dient. Hier­zu zählen in ers­ter Li­nie die zum Ab­schluss von Ar­beits­verträgen be­rech­tig­ten Mit­ar­bei­ter der Per­so­nal­ver­wal­tung. Da­ne­ben können auch Per­so­nen aus an­de­ren Tei­len der all­ge­mei­nen Hoch­schul­ver­wal­tung als Ar­beit­ge­ber an­zu­se­hen sein, so­fern ih­nen auf Grund der hoch­schul­in­ter­nen Geschäfts­ver­tei­lung an­stel­le des Rek­tors Sach­ver­hal­te über die Fort­set­zung von Ar­beits­verhält­nis­sen von Ar­beit­neh­mern be­kannt wer­den können. Macht der Rek­tor von sei­ner De­le­ga­ti­ons­be­fug­nis als Behörden­lei­ter Ge­brauch und überträgt er die Be­ar­bei­tung von ar­beits­recht­li­chen Vorgängen auf an­de­re selbständig han­deln­de Per­so­nen, muss er de­ren Kennt­nis aus den über­tra­ge­nen An­ge­le­gen­hei­ten ge­gen sich gel­ten las­sen. Sind zB der Rechts­ab­tei­lung al­le ar­beits-recht­li­chen Kla­gen zu­zu­stel­len, so kann der Jus­ti­zi­ar der Uni­ver­sität als Ar­beit­ge­ber iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG an­zu­se­hen sein, weil er an­stel­le des Rek­tors von dem in der Kla­ge­schrift ent­hal­te­nen Sach­ver­halt Kennt­nis erhält. Ist die Rechts­ab­tei­lung der Uni­ver­sität ge­ne­rell für die Führung der ar­beits­recht­li­chen Rechts­strei­tig­kei­ten zuständig, muss sich der Rek­tor darüber hin­aus die Kennt­nis­se des für die Pro­zessführung ver­ant­wort­li­chen Jus­ti­zi­ars aus Schriftsätzen und der Wahr­neh­mung von Ge­richts­ter­mi­nen wie sei­ne ei­ge­ne zu­rech­nen las­sen.


b) Ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis nach § 15 Abs. 5 Tz­B­fG ent­steht nicht, wenn der Ar­beit­ge­ber nach Kennt­nis­nah­me von der Fort­set­zung der Tätig­keit des Ar­beit­neh­mers der wei­te­ren Er­brin­gung der Ar­beits­leis­tung un­verzüglich wi­der­spricht. Der Wi­der­spruch ist ei­ne rechts­geschäft­li­che emp­fangs­bedürf­ti­ge Wil­lens­erklärung. Er kann aus­drück­lich oder kon­klu­dent er­fol­gen, die Ausübung des Wi­der­spruchs­rechts ist an kei­ne Form ge­bun­den.
 


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Das Tat­be­stands­merk­mal „un­verzüglich“ iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG ver­langt vom Ar­beit­ge­ber kei­nen so­for­ti­gen Wi­der­spruch nach der Kennt­nis­er­lan­gung von der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch den Ar­beit­neh­mer. Ihm steht für die Re­ak­ti­on auf die be­kannt ge­wor­de­ne Wei­ter­ar­beit des Ar­beit­neh­mers ei­ne nach den Umständen des Ein­zel­falls zu be­mes­sen­de kur­ze Frist für die Ausübung des Wi­der­spruchs­rechts zur Verfügung, de­ren Länge von ei­ner ggf. not­wen­di­gen Sach­ver­halts­aufklärung oder der Ein­ho­lung von Rechts­rat abhängig ist.

Nach § 22 Abs. 1 Tz­B­fG können die Recht­fol­gen des § 15 Abs. 5 Tz­B­fG zwar nicht ver­trag­lich ab­be­dun­gen wer­den. Der Wi­der­spruch des Ar­beit­ge­bers ge­gen die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses kann je­doch schon vor dem Ab­lauf der ver­ein­bar­ten Be­fris­tung erklärt wer­den, wenn der Ar­beit­neh­mer an den Ar­beit­ge­ber mit ei­nem Wunsch zur Verlänge­rung oder Ent­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses her­an­tritt.


2. Der Kläger hat das Ar­beits­verhält­nis nach Be­en­di­gung des bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trags fort­ge­setzt. Das be­klag­te Land hat von der Wei­ter­ar­beit des Klägers frühes­tens am 30. März 2005 Kennt­nis er­hal­ten. An die­sem Tag ist dem Jus­ti­zi­ar der Uni­ver­sität die Kla­ge­schrift zu­ge­stellt wor­den, in der der Kläger die von ihm nach Be­en­di­gung des be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses aus­geübten Tätig­kei­ten dar­ge­stellt hat. Es be­darf kei­ner Ent­schei­dung, ob der Jus­ti­zi­ar im vor­lie­gen­den Fall als Ar­beit­ge­ber iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG an­zu­se­hen ist oder es auf die Kennt­nis des Per­so­nal­de­zer­nen­ten von der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses an-kommt. Gleich­falls kann un­ent­schie­den blei­ben, ob der erst am 8. April 2005 erklärte Wi­der­spruch noch als un­verzüglich iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG an­zu­se­hen ist. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts hat das be­klag­te Land der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses be­reits durch das Schrei­ben des Per­so­nal­de­zer­nen­ten vom 22. De­zem­ber 2004 wi­der­spro­chen.


a) Der Kläger hat das Ar­beits­verhält­nis nach Ab­lauf der Be­fris­tung fort­ge­setzt. 

Nach den Fest­stel­lun­gen der Vor­in­stanz hat der Kläger nach dem 28. Fe­bru­ar 2005 sei­ne ihm bis­her über­tra­ge­nen Auf­ga­ben am Lehr­stuhl wei­ter aus­geübt. Das dies­bezügli­che Be­strei­ten des be­klag­ten Lan­des mit Nicht­wis­sen hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt zu Recht als nicht aus­rei­chend an­ge­se­hen. Nach § 138 Abs. 4 ZPO ist ei­ne Erklärung mit Nicht­wis­sen (nur) über Tat­sa­chen zulässig, die we­der ei­ge­ne Hand­lun­gen der Par­tei noch Ge­gen­stand ih­rer ei­ge­nen Wahr­neh­mung ge­we­sen sind. Den Hand­lun­gen und Wahr­neh­mun­gen der Par­tei ste­hen die ih­rer ge­setz­li­chen Ver­tre­ter
 


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gleich. Für Ge­scheh­nis­se im Be­reich der ei­ge­nen Wahr­neh­mungsmöglich­kei­ten be­steht grundsätz­lich ei­ne Pflicht der Par­tei, sich das für die Erklärung er­for­der­li­che Wis­sen zu ver­schaf­fen. Da­her schei­det ein Be­strei­ten mit Nicht­wis­sen aus, wenn ei­ne Par­tei in ih­rem ei­ge­nen Geschäfts­be­reich Er­kun­di­gun­gen ein­zie­hen kann. Über geschäft­li­che Vorgänge kann sich ei­ne Par­tei nur dann mit Nicht­wis­sen erklären, wenn sie in ih­rem Un­ter­neh­men oh­ne Er­folg Er­kun­di­gun­gen über das Ver­hal­ten von Per­so­nen an­ge­stellt hat, die un­ter ih­rer An­lei­tung, Auf­sicht oder Ver­ant­wor­tung tätig ge­wor­den sind (BGH 7. Ok­to­ber 1998 - VIII ZR 100/97 - NJW 1999, 53, zu II 3 der Gründe; 10. Ok­to­ber 1994 - II ZR 95/93 - WM 1994, 2192, zu 3 d aa der Gründe; 15. No­vem­ber 1989 - VIII ZR 46/89 - BGHZ 109, 205, 208 ff.). Die­se Grundsätze gel­ten auch für den Be­reich der öffent­li­chen Ver­wal­tung. Da­nach wäre ein Be­strei­ten nach § 138 Abs. 4 ZPO nur dann zulässig ge­we­sen, wenn das be­klag­te Land vor­ge­tra­gen hätte, sich er­folg­los um die Aufklärung des Sach­ver­halts hin­sicht­lich der vom Kläger be­haup­te­ten Wei­ter­ar­beit bemüht zu ha­ben. Be­reits hier­an fehlt es je­doch.


b) Die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch den Kläger ist frühes­tens seit dem 30. März 2005 mit Wis­sen des be­klag­ten Lan­des er­folgt.

aa) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat zu Un­recht an­ge­nom­men, dass das be­klag­te Land auf Grund der An­ga­ben im Vor­le­sungs­ver­zeich­nis der Uni­ver­sität Kennt­nis von der Wei­ter­ar­beit des Klägers hat­te. Das für den Tat­be­stand des § 15 Abs. 5 Tz­B­fG er­for­der­li­che Wis­sen des Ar­beit­ge­bers von der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch den Ar­beit­neh­mer setzt die po­si­ti­ve Kennt­nis des Ar­beit­ge­bers von der Wei­ter­ar­beit des Ar­beit­neh­mers vor­aus. Die Ankündi­gung ei­ner Ar­beits­leis­tung im Vor­le­sungs­ver­zeich­nis für die Zeit nach Be­en­di­gung des be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses steht der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses nicht gleich.


bb) Das be­klag­te Land hat­te da­nach frühes­tens am 30. März 2005 durch die Zu­stel­lung der Kla­ge­schrift an den Jus­ti­zi­ar der Uni­ver­sität R Kennt­nis von der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch den Kläger. Al­ler­dings hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt kei­ne Fest­stel­lun­gen zu den or­ga­ni­sa­ti­ons­recht­li­chen Vor­ga­ben des Rek­tors für die Be­hand­lung von ar­beits­recht­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten ge­trof­fen. Die Kennt­nis des Jus­ti­zi­ars wäre nur dann als Kennt­nis des Ar­beit­ge­bers iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG an­zu­se­hen, wenn dem Jus­ti­zi­ar nach dem Geschäfts­ver­tei­lungs­plan der Uni­ver­sität die Be­ar­bei­tung der ar­beits­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren über­tra­gen wor­den wäre. An­sons­ten wäre erst der Zu­gang der Kla­ge­schrift beim Per­so­nal­de­zer­nen­ten für den Be­ginn der Wi­der-

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spruchs­frist des § 15 Abs. 5 Tz­B­fG maßgeb­lich, den das Lan­des­ar­beits­ge­richt nicht fest­ge­stellt hat.

c) Das be­klag­te Land hat ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch den Kläger be­reits vor dem En­de des be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses durch das Schrei­ben des Per­so­nal­de­zer­nen­ten vom 22. De­zem­ber 2004 recht­zei­tig iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG wi­der­spro­chen.

aa) Bei dem Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 han­delt es sich um ei­ne nicht­ty­pi­sche Erklärung, de­ren Aus­le­gung durch das Ge­richt der Tat­sa­chen­in­stanz nur ei­ner ein­ge­schränk­ten re­vi­si­ons­recht­li­chen Über­prüfung dar­auf­hin un­ter­liegt, ob die ge­setz­li­chen Aus­le­gungs­re­geln (§§ 133, 157 BGB) rich­tig an­ge­wandt, nicht ge­gen Denk­ge­set­ze und all­ge­mei­ne Er­fah­rungssätze ver­s­toßen und der für die Aus­le­gung maßgeb­li­che Tat­sa­chen­stoff vollständig ver­wer­tet wur­de (st. Rspr., vgl. BAG 26. Mai 1992 - 9 AZR 27/91 - AP HGB § 74 Nr. 63 = EzA HGB § 74 Nr. 54, zu 1 der Gründe). Die­sem ein­ge­schränk­ten Prüfungs­maßstab hält die Aus­le­gung durch das Lan­des­ar­beits­ge­richt nicht stand. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat nicht genügend be­ach­tet, dass das Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 nach ei­nem ob­jek­ti­vier­ten Empfänger­ho­ri­zont aus­zu­le­gen ist und bei der Aus­le­gung zu Un­recht erst nach Zu­gang des Schrei­bens ein­ge­tre­te­ne und dem Kläger nicht be­kann­te Umstände berück­sich­tigt.


Verträge und Wil­lens­erklärun­gen sind nach dem Empfänger­ho­ri­zont aus­zu­le­gen (§§ 133, 157 BGB). Aus­le­gungs­ziel ist bei emp­fangs­bedürf­ti­gen Wil­lens­erklärun­gen nicht der in­ne­re Wil­le des Erklären­den, son­dern das, was der Adres­sat nach sei­nem Empfänger­ho­ri­zont als Wil­len des Erklären­den ver­ste­hen konn­te. Bei der Aus­le­gung ei­ner Wil­lens­erklärung sind da­bei nur sol­che Umstände zu berück­sich­ti­gen, die dem Empfänger bei Zu­gang der Wil­lens­erklärung er­kenn­bar wa­ren. Aus Umständen, die erst nach Zu­gang der Erklärung zu­ta­ge tre­ten, kann nicht der Schluss ge­zo­gen wer­den, dass der Empfänger die­se Erklärung in ei­nem an­de­ren als in dem zum Zeit­punkt des Zu­gangs er­kenn­ba­ren Sinn ver­ste­hen muss­te (BGH 24. Ju­ni 1988 - V ZR 49/87 - NJW 1988, 2878, zu 2 b der Gründe). Zwar kann bei der Aus­le­gung ei­nes Rechts­geschäfts auch das nachträgli­che Ver­hal­ten der Par­tei­en berück­sich­tigt wer­den. Dies gilt aber nur in dem Sin­ne, dass späte­re Vorgänge Rück­schlüsse auf den tatsächli­chen Wil­len und das tatsächli­che Verständ­nis der am Rechts­geschäft Be­tei­lig­ten zu­las­sen können (BGH 7. De­zem­ber 2006 - VII ZR 166/05 - MDR 2007, 649, zu II 1 der Gründe).
 


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bb) Die Würdi­gung des Schrei­bens vom 22. De­zem­ber 2004 durch das Lan­des­ar­beits­ge­richt ist nicht frei von Rechts­feh­lern.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat das Schrei­ben nicht als Wi­der­spruch iSd. § 15 Abs. 5 Tz­B­fG an­ge­se­hen, weil nach sei­ner Auf­fas­sung die Haupt­aus­sa­ge des Schrei­bens in dem Ab­schla­gen des Wun­sches des Klägers nach ei­ner rechts­geschäft­li­chen Verlänge­rung des Ver­trags­verhält­nis­ses be­stan­den ha­be. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat sich je­doch nicht mit der na­he­lie­gen­den Fra­ge aus­ein­an­der­ge­setzt, ob die feh­len­de Be­reit­schaft zur Verlänge­rung des be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses nicht zu­gleich als Erklärung an­zu­se­hen ist, dass der Ar­beit­ge­ber auch mit der Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch den Ar­beit­neh­mer nicht ein­ver­stan­den ist. Darüber hin­aus hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt die nach Zu­gang des Schrei­bens vom 22. De­zem­ber 2004 lie­gen­den Bemühun­gen des Lei­ters des In­sti­tuts für Ma­the­ma­tik und des De­kans der Ma­the­ma­tisch-Na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fa­kultät um ei­ne Ver­trags­verlänge­rung bei der Aus­le­gung berück­sich­tigt und bei sei­ner Würdi­gung dar­auf nicht ab­ge­stellt, wie ein ob­jek­ti­ver Erklärungs­empfänger das Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 wer­ten konn­te.


cc) Der Se­nat kann die Aus­le­gung der im Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 ent­hal­te­nen Erklärung selbst vor­neh­men, da die da­zu er­for­der­li­chen Tat­sa­chen fest-ste­hen und wei­te­rer Sach­vor­trag der Par­tei­en da­zu nicht zu er­war­ten ist (vgl. BAG 4. De­zem­ber 2002 - 7 AZR 545/01 - BA­GE 104, 103 = AP BeschFG 1996 § 1 Nr. 17 = EzA Tz­B­fG § 14 Nr. 1, zu II 1 b bb der Gründe; 28. Fe­bru­ar 1991 - 8 AZR 89/90 - BA­GE 67, 279 = AP ZPO § 550 Nr. 21 = EzA ArbGG 1979 § 72 Nr. 11, zu 2 b bb der Gründe). Da­nach hat das be­klag­te Land der Fort­set­zung des bis zum 28. Fe­bru­ar 2005 be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses mit dem Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 wi­der­spro­chen. Der Kläger hat­te mit dem an das Per­so­nal­de­zer­nat der Uni­ver­sität ge­rich­te­ten Schrei­ben vom 29. Sep­tem­ber 2004 un­ter Hin­weis auf die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 27. Ju­li 2004 um die Ent­fris­tung sei­nes Ar­beits­ver­trags ge­be­ten. Die­sem An­lie­gen hat das be­klag­te Land nicht ent­spro­chen und im Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2004 auf die be­vor­ste­hen­de Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses zum 28. Fe­bru­ar 2005 hin­ge­wie­sen. Die feh­len­de Be­reit­schaft zur Ent­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses und der Hin­weis auf den be­vor­ste­hen­den Ab­lauf der Be­fris­tung las­sen für ei­nen verständi­gen Drit­ten mit der ge­bo­te­nen Ein­deu­tig­keit die feh­len­de Be­reit­schaft des be­klag­ten Lan­des er­ken­nen, nach dem Ab­lauf des be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis­ses die Ar­beits­leis­tung des Klägers ent­ge­gen­zu­neh­men.

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C. Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 91 Abs. 1 ZPO.

Dörner 

Gräfl 

Koch

Will­ms 

Bea

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