Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte:
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Hamburg
Akten­zeichen: 1 TaBV 2/12
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 21.08.2012
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Hamburg - 16 BV 10/11
   

 

Lan­des­ar­beits­ge­richt Ham­burg


Be­schluss
 

Geschäfts­zei­chen:
1 TaBV 2/12
( 16 BV 10/11 ArbG Ham­burg)


In der Be­triebs­ver­fas­sungs­sa­che
be­tref­fend:


mit den Be­tei­lig­ten

1.

 

2.


be­sch­ließt das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ham­burg, Ers­te Kam­mer,
auf­grund der münd­li­chen Anhörung vom 16. Au­gust 2012
durch den Präsi­den­ten des Lan­des­ar­beits­ge­richts Dr. Nau­se als Vor­sit­zen­den am 21. Au­gust 2012:

Das Ver­fah­ren wird ein­ge­stellt.

Die Rechts­be­schwer­de wird nicht zu­ge­las­sen.

2


R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n g


Ge­gen die­sen Be­schluss ist ein wei­te­res Rechts­mit­tel nicht ge­ge­ben.

Aus­nahms­wei­se kann die Nicht­zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de durch das Lan­des­ar­beits­ge­richt selbständig durch Be­schwer­de in fol­gen­den Fällen an­ge­foch­ten wer­den:

1. Wenn der Be­schluss von ei­ner Ent­schei­dung des Ge­mein­sa­men Se­nats der obers­ten Ge­richtshöfe des Bun­des, von ei­ner Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts oder, so­lan­ge ei­ne Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts in der Rechts­fra­ge nicht er­gan­gen ist, von ei­ner Ent­schei­dung ei­ner an­de­ren Kam­mer des­sel­ben Lan­des­ar­beits­ge­richts oder ei­nes an­de­ren Lan­des­ar­beits­ge­richts ab­weicht und die Ent­schei­dung auf die­ser Ab­wei­chung be­ruht;

2. wenn die Rechts­sa­che grundsätz­li­che Be­deu­tung hat und außer­dem Strei­tig­kei­ten über die Ta­riffähig­keit und Ta­rif­zuständig­keit ei­ner Ver­ei­ni­gung be­trifft.

Die Be­schwer­de ist zu be­gründen.

Die Be­schwer­de ge­gen die Nicht­zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de kann nur ein Rechts­an­walt oder ei­ne Rechts­anwältin, der bzw. die bei ei­nem deut­schen Ge­richt zu­ge­las­sen ist, ei­ne Ge­werk­schaft oder Ver­ei­ni­gung von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der oder ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der vor­ste­hend be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on und ih­rer Mit­glie­der oder an­de­rer Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt, und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet, ein­le­gen und be­gründen.

Die Be­schwer­de ist bei dem Bun­des­ar­beits­ge­richt in­ner­halb ei­ner Not­frist von ei­nem Mo­nat nach Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Be­schlus­ses schrift­lich ein­zu­le­gen. Der Be­schwer­de­schrift soll ei­ne Aus­fer­ti­gung oder be­glau­big­te Ab­schrift des Be­schlus­ses bei­gefügt wer­den, ge­gen das die Rechts­be­schwer­de ein­ge­legt wer­den soll.

Die Be­schwer­de ist in­ner­halb ei­ner Not­frist von zwei Mo­na­ten nach Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Be­schlus­ses zu be­gründen. In der Be­gründung müssen die Vor­aus­set­zun­gen des § 92 a Abs. 1 ArbGG und, dass die Rechts­sa­che grundsätz­li­che Be­deu­tung hat, dar­ge­legt oder die Ent­schei­dung, von der der Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts ab­weicht, be­zeich­net wer­den.

Wird der Be­schwer­de statt­ge­ge­ben, be­ginnt mit der Zu­stel­lung die­ser Ent­schei­dung der Lauf der Rechts­be­schwer­de­frist und der Frist zur Be­gründung der Rechts­be­schwer­de. Die Rechts­be­schwer­de kann nur dar­auf gestützt wer­den, dass der Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts auf der Nicht­an­wen­dung oder der un­rich­ti­gen An­wen­dung ei­ner Rechts­norm be­ruht.

Die Rechts­be­schwer­de­schrift muss ent­hal­ten:
- die Be­zeich­nung des Be­schlus­ses, ge­gen den die Rechts­be­schwer­de ge­rich­tet wird;
- die Erklärung, dass ge­gen die­sen Be­schluss Rechts­be­schwer­de ein­ge­legt wird.
Mit der Rechts­be­schwer­de­schrift soll ei­ne Aus­fer­ti­gung oder be­glau­big­te Ab­schrift des an­ge­foch­te­nen Be­schlus­ses vor­ge­legt wer­den.

 

3

Die Rechts­be­schwer­de ist zu be­gründen. Die Rechts­be­schwer­de­be­gründung muss ent­hal­ten:
- die Erklärung, in­wie­weit der Be­schluss an­ge­foch­ten und des­sen Auf­he­bung be­an­tragt wird (Rechts­be­schwer­de­anträge),
- die An­ga­be der Gründe der Rechts­be­schwer­de, und zwar,
a) die be­stimm­te Be­zeich­nung der Umstände, aus de­nen sich die Rechts­ver­let­zung er­gibt,
b) so­weit die Rechts­be­schwer­de dar­auf gestützt wird, dass das Ge­setz in Be­zug auf das Ver­fah­ren ver­letzt sei, die Be­zeich­nung der Tat­sa­chen, die den Man­gel er­ge­ben.
Zur Be­gründung der Rechts­be­schwer­de kann auf die Be­gründung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de Be­zug ge­nom­men wer­den.

Ei­ne Rechts­be­schwer­de kann nur ein Rechts­an­walt oder ei­ne Rechts­anwältin, der bzw. die bei ei­nem deut­schen Ge­richt zu­ge­las­sen ist, ei­ne Ge­werk­schaft oder Ver­ei­ni­gung von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der oder ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der vor­ste­hend be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on und ih­rer Mit­glie­der oder an­de­rer Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt, und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet, ein­le­gen und be­gründen.

Die Frist für die Ein­le­gung der Rechts­be­schwer­de (Not­frist) beträgt ei­nen Mo­nat, die Frist für die Be­gründung der Rechts­be­schwer­de zwei Mo­na­te. Die Frist zur Be­gründung der Rechts­be­schwer­de kann auf An­trag ein­mal bis zu ei­nem wei­te­ren Mo­nat verlängert wer­den.

Hin­weis:

1. Die An­schrift des Bun­des­ar­beits­ge­richts lau­tet:

Hu­go-Preuß-Platz 1 – 99084 Er­furt

2. Aus tech­ni­schen Gründen sind die Rechts­be­schwer­de­schrift, die Schrift zur Be­gründung der Rechts­be­schwer­de und die sons­ti­gen wech­sel­sei­ti­gen Schriftsätze im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren in sie­ben­fa­cher Aus­fer­ti­gung (und für je­den wei­te­ren Be­tei­lig­ten ei­ne Aus­fer­ti­gung mehr) bei dem Bun­des­ar­beits­ge­richt ein­zu­rei­chen.
3. Zur Möglich­keit der Ein­rei­chung von Schriftsätzen beim Bun­des­ar­beits­ge­richt mit­tels elek­tro­ni­schen Do­ku­ments wird auf die Ver­ord­nung vom 9. März 2006 (BGBl I, 519 ff) ver­wie­sen.

 

 

 

 

4


G R Ü N D E

Nach § 89 Abs. 4 Satz 2 ArbGG ist das Ver­fah­ren vom Vor­sit­zen­den der Kam­mer ein­zu­stel­len, wenn die Be­schwer­de zurück­ge­nom­men wird. Die­se Vor­aus­set­zung ist vor­lie­gend erfüllt. Die An­trag­stel­le­rin hat im Ter­min zur Anhörung der Be­tei­lig­ten am 16. Au­gust 2012 zu Pro­to­koll die Rück­nah­me der Be­schwer­de erklärt.

Ge­gen die­sen Be­schluss ist nach § 92 Abs. 1 Sätze 1 und 2 ArbGG die Rechts­be­schwer­de nicht zu­zu­las­sen, weil die Vor­aus­set­zun­gen des § 72 Abs. 2 ArbGG nicht ge­ge­ben sind. Es kann aber beim Bun­des­ar­beits­ge­richt Be­schwer­de ge­gen die Nicht-Zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de ein­ge­legt wer­den. Ge­gen den Be­schluss wäre bei Zu­las­sung nach § 92 Abs. 1 ArbGG das Rechts­mit­tel der Rechts­be­schwer­de ge­gen in­stanz­be­en­den­de Be­schlüsse des Lan­des­ar­beits­ge­richts ge­ge­ben. Das Be­schluss­ver­fah­ren wird nicht be­reits durch die Rück­nah­me der Be­schwer­de, son­dern erst durch den ein­stel­len­den Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts be­en­det, so dass die Vor­aus­set­zun­gen des § 92 Abs. 1 ArbGG erfüllt sind (Ger­mel­mann-Mat­thes-Prütting, ArbGG, § 89 Rn 59). Be­schwer­de­be­rech­tigt sind al­le Be­tei­lig­ten. Die An­trag­stel­le­rin wäre durch den vor­lie­gen­den Be­schluss be­schwert, wenn ei­ne wirk­sa­me Rück­nah­me nicht vorläge und das Ver­fah­ren gleich­wohl ein­ge­stellt würde. Für den Be­tei­lig­ten zu 2 liegt ei­ne Be­schwer dar­in, dass er im Fal­le ei­ner Ein­stel­lung des Ver­fah­rens oh­ne wirk­sa­me Rück­nah­me der Be­schwer­de sei­nen mögli­chen pro­zes­sua­len An­spruch auf ei­ne Sach­ent­schei­dung zu sei­nen Guns­ten verlöre.


Dr. Nau­se

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 1 TaBV 2/12  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880