Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2004: Ur­tei­le, Ge­setz­ge­bung, Eu­ro­pa­recht, Ar­beit & So­zia­les

Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ju­ris­ti­sche Be­wer­tun­gen ak­tu­el­ler Ur­tei­le und Ge­set­zes­än­de­run­gen auf dem Ge­biet des Ar­beits- und So­zi­al­rechts im Jahr 2004.

Da die Bei­trä­ge ak­tua­li­täts­be­dingt auf teil­wei­se un­voll­stän­di­gen In­for­ma­tio­nen be­ru­hen (ins­be­son­de­re auf ge­richt­li­chen Pres­se­mel­dun­gen über Ur­tei­le, die im Voll­text noch nicht vor­lie­gen), ha­ben sie oft vor­läu­fi­gen Cha­rak­ter.

Äl­te­re Bei­trä­ge ge­ben da­her nicht im­mer den zwi­schen­zeit­lich er­reich­ten Stand der ar­beits- und so­zi­al­recht­li­chen Dis­kus­si­on wie­der.

Bei­trä­ge aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.

04/08 Gleichbehandlung bei freiwilliger Prämienzahlung

09.11.2004. Die Ver­trags­frei­heit hat bei der Vergütung im all­ge­mei­nen Vor­rang ge­genüber dem Gleich­be­hand­lungs­grund­satz. Der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz ist al­ler­dings aus­nahms­wei­se auch auf Gehälter und Gra­ti­fi­ka­tio­nen an­wend­bar, wenn der Ar­beit­ge­ber die Vergütung nach ei­nem er­kenn­ba­ren all­ge­mei­nen Prin­zip gewährt, in­dem er be­stimm­te all­ge­mei­ne Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen fest­legt. Das al­ler­dings muss der Ar­beit­neh­mer be­wei­sen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 29.09.2004, 5 AZR 43/04.

04/07 Ortszuschlag bei Lebenspartnerschaft

18.08.2004. Wer in ein­ge­tra­ge­ner Le­bens­part­ner­schaft lebt, hat An­spruch auf ei­nen Orts­zu­schlag nach dem BAT. Nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) sind ver­hei­ra­te­te An­ge­stell­te sol­chen An­ge­stell­ten gleich­zu­stel­len, die ei­ne ein­ge­tra­ge­ne Le­bens­part­ner­schaft ein­ge­gan­gen sind, BAG Ur­teil vom 29.04.2004, 6 AZR 101/03.

04/06 Lohnwucher bei Zeitarbeit

07.05.2004. Leih­ar­beit­neh­mer ver­die­nen schlecht, vor al­lem im Ver­gleich zu den (Ta­rif-)Löhnen der Stamm­be­leg­schaft im Ent­lei­her­be­trieb. Da­her kann man darüber nach­den­ken, ob ein Leih­ar­beits­lohn, der et­wa die Hälf­te des Loh­nes der Stamm­be­leg­schaft des Ent­lei­her­be­triebs beträgt, "sit­ten­wid­rig" ge­ring ist im Sin­ne von § 138 Abs.1 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB). Dann müss­te man den Lohn des Leih­ar­beit­neh­mers aber mit dem der Be­leg­schaft des Ent­lei­her­be­triebs ver­glei­chen. Geht aber nicht, so das Bun­des­ar­beits­ge­richtn (BAG). Prüfmaßstab für die Fra­ge der Sit­ten­wid­rig­keit ei­nes Leih­ar­beit­neh­mer­lohns ist der Zeit­ar­beits-Ta­rif­lohn: BAG, Ur­teil vom 24.03.2004 , 5 AZR 303/03.

04/05 Arbeitsvertrag: Formularmäßige Vertragsstrafen bei Nichtantritt des Dienstes

21.03.2004. Ar­beit­ge­ber­sei­tig vor­for­mu­lier­te Ver­trags­stra­fe­klau­seln in Mus­ter-Ar­beits­verträgen, die den Ar­beit­neh­mer un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­li­gen, sind gemäß § 307 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) un­wirk­sam. Die Un­an­ge­mes­sen­heit kann nach An­sicht des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) dar­aus fol­gen, daß zwi­schen der Pflicht­ver­let­zung und der Höhe der Ver­trags­stra­fe ein Mißverhält­nis be­steht: BAG, Ur­teil vom 04.03.2004, 8 AZR 196/03.

04/04d Übergangsfrist zum Bereitschaftsdienst

17.01.2004. Das Ar­beits­zeit­ge­setz (Arb­ZG) in sei­ner neu­en, zum Jah­res­an­fang 2004 in Kraft ge­tre­te­nen Fas­sung gilt gemäß § 25 Arb­ZG nach Maßga­be ei­ner Über­g­angs­frist von zwei Jah­ren. Mit die­ser Über­g­angs­re­ge­lung hat sich die po­li­ti­sche Lob­by der Kran­ken­haus­be­trei­ber durch­ge­setzt, die mit da­mit die eu­ro­pa­rechts­wid­ri­ge Hand­ha­bung des ärzt­li­chen Be­reit­schafts­diens­tes um zwei Jah­re verlängern möch­te.

04/04c ArbZG-Novellierung 2004

14.01.2004. Die zum 01.01.2004 in Kraft ge­tre­te­ne No­vel­lie­rung des Ar­beits­zeit­ge­set­zes (Arb­ZG) soll und muss der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) zum The­ma Be­reit­schafts­dienst Rech­nung tra­gen. Denn die­se EuGH-Recht­spre­chung hat ei­nes deut­lich wer­den las­sen: Ei­ne der zen­tra­len Vor­ga­ben der Ar­beits­zeit­richt­li­nie, nämlich dass Be­reit­schafts­dienst in vol­lem Um­fang als Ar­beits­zeit im Sin­ne des Ar­beits­zeit­rechts an­ge­se­hen wer­den muss, hat Deutsch­land mit der bis­he­ri­gen Fas­sung des Arb­ZG aus dem Jah­re 1994 nicht vollständig um­ge­setzt. Mit der Re­form des Arb­ZG 2004 folgt der deut­sche Ge­setz­ge­ber dem EuGH al­ler­dings - auf Be­trei­ben der Kran­ken­haus-Lob­by - nur wi­der­wil­lig.

04/04b Mängel der Richtlinienumsetzung 1994

12.01.2004. Wie die ju­ris­ti­sche Dis­kus­si­on der letz­ten Jah­re zeig­te, war die mit Ar­beits­zeit­ge­setz (Arb­ZG) in der Fas­sung des Ge­set­zes von 1994 be­ab­sich­tig­te Um­set­zung der Ar­beits­zeit­richt­li­nie un­voll­kom­men, denn das Arb­ZG 1994 ent­sprach je­den­falls bei dem po­li­ti­schen Streit­the­ma Be­reit­schafts­dienst nicht vollständig den zwin­gen­den Min­dest­an­for­de­run­gen der Ar­beits­zeit­richt­li­nie.

04/04a Umsetzung der Arbeitszeitrichtlinie 1994

09.01.2004. Ver­gleicht man die An­for­de­run­gen der Ar­beits­zeit­richt­li­nie mit den ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen, die be­reits im Ar­beits­zeit­ge­setz (Arb­ZG) in der Fas­sung von 1994 ent­hal­ten sind und seit­dem im we­sent­li­chen fort­gel­ten, stellt man in we­sent­li­chen Punk­ten ei­ne aus­rei­chen­de Richt­li­ni­en­um­set­zung durch den deut­schen Ge­setz­ge­ber fest. Bei ge­naue­rem Hin­se­hen tre­ten al­ler­dings Zwei­fel auf.

04/04 Vorgaben der Arbeitszeitrichtlinie

19.02.2004. Die Ar­beits­zeit­richt­li­nie der EU (of­fi­zi­ell: Richt­li­nie 93/104/EG über be­stimm­te As­pek­te der Ar­beits­zeit­ge­stal­tung vom 23.11.21.1993) spielt in der Dis­kus­si­on über das deut­sche Ar­beits­zeit­recht seit Jah­ren ei­ne ent­schei­den­de Rol­le. Ins­be­son­de­re die zum 01.01.2004 in Kraft ge­tre­te­ne Re­form des Ar­beits­zeit­ge­set­zes (Arb­ZG) ist in den we­sent­li­chen Punk­ten ei­ne Um­set­zung der Ar­beits­zeit­richt­li­nie.

04/03 Reform des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG)

08.01.2004. Mit der zum 01.01.2004 in Kraft tre­ten­den Re­form des Ar­beits­zeit­ge­set­zes (Arb­ZG) wird un­ter dem Druck der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) auch in Deutsch­land end­lich an­er­kannt, daß ärzt­li­cher Be­reit­schafts­dienst in Kran­kenhäusern als "Ar­beits­zeit" gilt und da­her künf­tig nur noch be­grenzt zulässig ist.

04/02 Agenda 2010 - Änderungen im Arbeitsrecht

07.01.2004. Am 19.12.2003 ha­ben sich Re­gie­rung und Op­po­si­ti­on im Ver­mitt­lungs­aus­schuss auf ein "Re­form­pa­ket" im Rah­men der Agen­da 2010 ge­ei­nigt. Durch das Re­form­pa­ket sind zum Jah­res­an­fang 2004 ei­ni­ge wich­ti­ge Ände­run­gen im Ar­beits­recht in Kraft ge­tre­ten. Geändert wur­de u.a. die De­fi­ni­ti­on von "Klein­be­trieb" im Sin­ne des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes (KSchG). Außer­dem ha­ben Ar­beit­neh­mer künf­tig die Möglich­keit, bei be­triebs­be­ding­ten Kündi­gun­gen zwi­schen ei­ner Ab­fin­dung und ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge zu wählen.

04/01 Agenda 2010: Änderungen im Sozialrecht

05.01.2004. Durch das sog. "Re­form­pa­ket", auf das sich Re­gie­rung und Op­po­si­ti­on am 19.12.2003 im Ver­mitt­lungs­aus­schuss im Rah­men der Agen­da 2010 ge­ei­nigt ha­ben, sind zum Jah­res­an­fang 2004 wich­ti­ge Ände­run­gen im So­zi­al­recht in Kraft ge­tre­ten. Im we­sent­li­chen wer­den die Leis­tungs­ansprüche Ar­beits­lo­ser auf Gewährung von Ar­beits­lo­sen­geld er­heb­lich gekürzt. Ar­beits­lo­sen­geld gibt es künf­tig im Re­gel­fall nur noch für die Dau­er von zwölf Mo­na­ten.

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880