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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Eidesstattliche Versicherung, Versicherung an Eides Statt, Kündigung: Verdachtskündigung, Kündigung: Außerordentlich, Kündigung: Fristlos
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg
Akten­zeichen: 17 Sa 810/15
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 09.09.2015
   
Leit­sätze: Außer­or­dent­li­che Kündi­gung ei­nes Si­cher­heits­mit­ar­bei­ters - Ein­zel­fall
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 26.03.2015 - 24 Ca 12072/14
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt

Ber­lin-Bran­den­burg

Verkündet

am 09.09.2015

Geschäfts­zei­chen (bit­te im­mer an­ge­ben)
17 Sa 810/15

24 Ca 12072/14
Ar­beits­ge­richt Ber­lin  

Z., JHS
als Ur­kunds­be­am­ter/in
der Geschäfts­stel­le


Im Na­men des Vol­kes

Ur­teil

In Sa­chen
 


hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, 17. Kam­mer,
auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 9. Sep­tem­ber 2015
durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt D. als Vor­sit­zen­der
so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Herrn W. und Herrn H.
für Recht er­kannt:

I. Auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten wird das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ber­lin vom 26.03.2015 – 24 Ca 12072/14 – geändert:

Die Kla­ge wird in vol­lem Um­fang ab­ge­wie­sen.

II. Der Kläger hat die Kos­ten des Rechts­streits zu tra­gen.
III. Die Re­vi­si­on wird nicht zu­ge­las­sen.

D.

W. W.

H. H.

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten vor al­lem über die Wirk­sam­keit ei­ner außer­or­dent­li­chen Kündi­gung.

Die Be­klag­te, ein Un­ter­neh­men des Wach- und Si­cher­heits­ge­wer­bes, über­nahm den Schutz der „Staat­li­chen Münze Ber­lin“ (SMB), zu der die Kon­trol­le des Ein- und Aus­gangs zum Pro­duk­ti­ons­be­reich gehört. Die­ser ist durch ein Dreh­kreuz ge­si­chert, das mit ei­nem Ma­gnet­kar­ten­le­ser und ei­nem Zu­falls­ge­ne­ra­tor ver­bun­den ist. Das Dreh­kreuz kann von Mit­ar­bei­tern der SMB mit­tels ei­ner Chip­kar­te durch­schrit­ten wer­den, so­fern der Zu­falls­ge­ne­ra­tor das Tor nicht sperrt; in die­sem Fall muss sich die Per­son in ei­nen ne­ben dem Dreh­kreuz ge­le­ge­nen Wach­raum be­ge­ben und sich von dem Mit­ar­bei­ter der Be­klag­ten kon­trol­lie­ren las­sen. Je­der zwei­te Mit­ar­bei­ter des Pro­duk­ti­ons­be­reichs der SMB muss sich im Durch­schnitt ei­ner der­ar­ti­gen Kon­trol­le un­ter­zie­hen. Der Wach­dienst wer­de in zwei Schich­ten von je­weils nur ei­nem Mit­ar­bei­ter der Be­klag­ten durch­geführt. Das Gebäude der SMB wird durch ei­ne Vi­deo­ka­me­ra­an­la­ge über­wacht.

Der am …..1977 ge­bo­re­nen Kläger, der ver­hei­ra­tet ist und für vier Kin­der zu sor­gen hat, wur­de von der Be­klag­ten seit dem 01.01.2010 als Si­cher­heits­mit­ar­bei­ter beschäftigt und in der SMB ein­ge­setzt. Er hat­te sei­ne Tätig­keit auf der Grund­la­ge ei­ner „Ar­beits­an­wei­sung“ vom 10.06.2011 (Ko­pie Bl. 60 ff. der Ak­ten) aus­zuüben so­wie ein Wach­buch zu führen, in das ggf. Vor­komm­nis­se nach Sach­ver­halt und er­grif­fe­ner Maßnah­me ein­zu­tra­gen wa­ren. In der Ar­beits­an­wei­sung heißt es un­ter 2.1.2. u.a.:

„Der Wach­raum muss stets be­setzt sein. Soll­te die­ser den­noch ver­las­sen wer­den und vor­aus­sicht­lich länger als 5 Mi­nu­ten un­be­setzt blei­ben, muss ein ein­ge­wie­se­ner SMB-Mit­ar­bei­ter be­nach­rich­tigt wer­den und die kurz­zei­ti­ge Ver­tre­tung über­neh­men.“

Der Kläger über­nahm am 08.07.2014 in der Zeit von 14.00 Uhr bis 23.00 Uhr den ge­nann­ten Wach­dienst.

Die SMB stell­te am 11.07.2014 fest, dass ein Pa­ket mit 1.000 Gold-Ron­den im Wert von da­mals ca. 25.000,00 EUR nicht mehr vor­han­den war. Ei­ne an­sch­ließen­de In­ven­tur er­gab, dass ins­ge­samt Gold im Wert von ca. 74.000,00 EUR aus dem Pro­duk­ti­ons­be­reich der SMB ent­wen­det wor­den war. Die SMB wer­te­te dar­auf­hin die Über­wa­chungs­vi­deo­auf­nah­men der ver­gan­ge­nen Wo­chen aus und stell­te fest, dass der Kläger sich in der Zeit von 18.55 Uhr bis 20.15 Uhr in dem Raum des Lei­ters des Werk­statt­be­reichs der SMB Herrn O. auf­ge­hal­ten hat­te. Während die­ser Zeit konn­ten die Mit­ar­bei­ter des Pro­duk­ti­ons­be­reichs das Dreh­kreuz oh­ne Kon­trol­le pas­sie­ren. Der Kläger er­hielt von Herrn O. den Rest ei­nes Kunst­stoff­rohrs oh­ne den für ei­ne Mit­nah­me er­for­der­li­chen Be­gleit­schein, das er in sein Kraft­fahr­zeug brach­te, be­vor er wie­der den Wach­raum auf­such­te. Er trug die­ses Vor­komm­nis nicht in der Wach­buch­sei­te für den 08.07.2014 (Ko­pie Bl. 81 der Ak­ten) ein.

Die Be­klag­te hörte den Kläger mit Schrei­ben vom „21.02.2014“ (Ko­pie Bl. 75 f. der Ak­ten) u.a. zu dem Ge­sche­hen am 08.07.2014 an. Der Kläger äußer­te sich mit Schrei­ben vom 17.07.2014 (Ko­pie Bl. 77 f. der Ak­ten). Er gab da­bei an, er ha­be den Wach­raum aus dienst­li­chen Gründen ver­las­sen und sei­nen Kon­troll­gang im Pro­duk­ti­ons­be­reich ge­macht; fer­ner ha­be er sich bei Herrn O. auf­ge­hal­ten, wo sie sich „lei­der et­was ver­quatscht“ hätten. Er ha­be ei­nen Mit­ar­bei­ter der SMB von sei­ner Ab­we­sen­heit nicht un­ter­rich­tet; denn die dort täti­gen Her­ren B. und S. hätten ihn münd­lich an­ge­wie­sen, bei ei­nem Ver­las­sen des Wach­raums in der Spätschicht le­dig­lich das Dreh­kreuz zu sper­ren. Es tref­fe zu, dass der Zu­falls­ge­ne­ra­tor während sei­ner Ab­we­sen­heit aus­ge­schal­tet ge­we­sen sei; je­doch ha­be er das Dreh­kreuz wie an­ge­wie­sen ge­sperrt, wo­bei er je­doch ei­nen Be­die­nungs­feh­ler sei­ner­seits oder ei­nen Sys­tem­feh­ler nicht hun­dert­pro­zen­tig aus­sch­ließen könne.

Der Pro­zess­be­vollmäch­tig­te der Be­klag­ten über­mit­tel­te der SMB über de­ren Rechts­ver­tre­ter am 18.07.2015 die an den Kläger ge­stell­ten Fra­gen so­wie des­sen Ant­wor­ten und bat u.a. um die Mit­tei­lung, ob und ggf. wel­che Wei­sun­gen der Kläger in Be­zug auf sei­nen Wach­dienst von den Her­ren B. und S. er­hal­ten ha­ben. Er er­hielt am 29.07.2014 die Ant­wort, dass Wei­sun­gen der vom Kläger ge­nann­ten Art nach Aus­kunft der Mit­ar­bei­ter der SMB nicht er­folgt sei­en; die SMB be­ab­sich­ti­ge, das Ar­beits­verhält­nis des Herrn O. we­gen der Wei­ter­ga­be des Kunst­stoff­rohrs (Wert 117,00 EUR je Me­ter) außer­or­dent­lich zu kündi­gen.

Die Be­klag­te hörte den Be­triebs­rat mit Schrei­ben vom 08.08.2014 (Ko­pie Bl. 37 ff. der Ak­ten) zu ei­ner be­ab­sich­tig­ten außer­or­dent­li­chen, hilfs­wei­se or­dent­li­chen Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses an. Der Be­triebs­rat teil­te am glei­chen Tag mit, er ha­be ge­gen die außer­or­dent­li­che Kündi­gung kei­ne Be­den­ken und stim­me der or­dent­li­chen Kündi­gung zu.

Die Be­klag­te kündig­te das Ar­beits­verhält­nis mit am glei­chen Tag zu­ge­gan­ge­nen Schrei­ben vom 11.08.2015 (Hülle Bl. 119) außer­or­dent­lich mit so­for­ti­ger Wir­kung, hilfs­wei­se or­dent­lich zum 30.09.2014. Das Kündi­gungs­schrei­ben wur­de von der stell­ver­tre­ten­den Nie­der­las­sungs­lei­te­rin der Be­klag­ten Frau Q. un­ter­zeich­net; ihm lag ei­ne auf sie lau­ten­de Ver­tre­tungs­voll­macht vom 17.06.2014 bei, die die Un­ter­schrift des Geschäftsführers der persönlich haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin der Be­klag­ten trägt. Der Kläger wies die Kündi­gung mit Schrei­ben vom 12.08.2014 zurück, weil ihr le­dig­lich die Ko­pie ei­ner Voll­macht bei­ge­le­gen ha­be.

Mit sei­ner am 26.08.2014 bei dem Ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen und der Be­klag­ten am 10.09.2015 zu­ge­stell­ten Kla­ge hat sich der Kläger ge­gen die aus­ge­spro­che­ne Kündi­gung sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ge­wandt. Er hat fer­ner die Fest­stel­lung be­gehrt, dass das Ar­beits­verhält­nis über den 11.08.2014 hin­aus fort­be­ste­he und die Ver­ur­tei­lung der Be­klag­ten zur vorläufi­gen Beschäfti­gung so­wie zur Er­tei­lung ei­nes Zwi­schen­zeug­nis­ses ver­langt. Der Be­klag­ten ste­he ein wich­ti­ger Grund für die außer­or­dent­li­che Kündi­gung nicht zur Sei­te, die zu­dem nicht in­ner­halb der Kündi­gungs­erklärungs­frist des § 626 Abs. 2 BGB aus­ge­spro­chen wor­den sei; die or­dent­li­che Kündi­gung sei so­zi­al un­ge­recht­fer­tigt. Die Be­klag­te ha­be den Be­triebs­rat vor Aus­spruch der Kündi­gung nicht aus­rei­chend an­gehört; die Kündi­gung sei we­gen der er­folg­ten Zurück­wei­sung un­wirk­sam. Die Be­klag­te ist der Kla­ge ent­ge­gen­ge­tre­ten. Der Kläger ha­be sich nicht nur während ei­nes er­heb­li­chen Zeit­raums nicht im Wach­raum auf­ge­hal­ten, son­dern es zu­dem den Mit­ar­bei­tern des Pro­duk­ti­ons­be­reichs der SMB ermöglicht, das Gebäude un­kon­trol­liert zu ver­las­sen. Er ha­be zu­dem ei­nen Ar­beits­zeit­be­trug be­gan­gen, in­dem er sein Fern­blei­ben nicht in das Wach­buch ein­ge­tra­gen ha­be. Sch­ließlich ha­be der Kläger un­er­laubt ein Stück Kunst­stoff­rohr aus dem Be­reich der SMB, de­ren Vermögens­wer­te er ha­be be­wa­chen sol­len, ent­fernt. Sie ha­be den Be­triebs­rat ord­nungs­gemäß vor Aus­spruch der Kündi­gung be­tei­ligt. Die Frau Q. er­teil­te Voll­macht tra­ge die Ori­gi­nal­un­ter­schrift des Geschäftsführers. Von der wei­te­ren Dar­stel­lung des erst­in­stanz­li­chen Sach­ver­halts wird gemäß § 69 Abs. 2 ArbGG ab­ge­se­hen.

Das Ar­beits­ge­richt hat durch ein am 26.03.2015 verkünde­tes Ur­teil fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis durch die außer­or­dent­li­che so­wie or­dent­li­che Kündi­gung vom 11.08.2015 nicht auf­gelöst wor­den ist. Es hat die Be­klag­te zur vorläufi­gen Wei­ter­beschäfti­gung des Klägers so­wie zur Er­tei­lung ei­nes Zwi­schen­zeug­nis­ses ver­ur­teilt und die darüber hin­aus er­ho­be­ne Kla­ge auf Fest­stel­lung des Fort­be­stan­des des Ar­beits­verhält­nis­ses als un­zulässig ab­ge­wie­sen. Die streit­be­fan­ge­ne Kündi­gung sei un­wirk­sam, weil für sie ein wich­ti­ger Grund im Sin­ne des § 626 Abs. 1 BGB nicht vor­lie­ge; auch ein Grund im Ver­hal­ten des Klägers im Sin­ne des § 1 KSchG lie­ge nicht vor. Die Be­klag­te könne da­bei nicht gel­tend ma­chen, der Kläger ha­be ei­nen Ar­beits­zeit­be­trug be­gan­gen, weil sie hier­zu den Be­triebs­rat nicht an­gehört ha­be. Sie könne das Ver­las­sen des Wach­raums und die Mit­nah­me des Kunst­stoff­rohrstücks le­dig­lich zum An­lass für ei­ne Ab­mah­nung neh­men; ei­ne Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses sei un­verhält­nismäßig. We­gen der Ein­zel­hei­ten der Be­gründung wird auf die Ent­schei­dungs­gründe des an­ge­foch­te­nen Ur­teils ver­wie­sen.

Ge­gen die­ses ihr am 09.04.2015 zu­ge­stell­te Ur­teil rich­tet sich die am Mon­tag, den 11.05.2015 ein­ge­leg­te Be­ru­fung der Be­klag­ten, die sie in­ner­halb der verlänger­ten Be­ru­fungs­be­gründungs­frist be­gründet hat.

Die Be­klag­te hält die außer­or­dent­li­che Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers un­ter Wie­der­ho­lung und Ver­tie­fung ih­res erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens wei­ter­hin für wirk­sam. Der Kläger ha­be nicht nur den Wach­raum wei­sungs­wid­rig ver­las­sen, son­dern es zu­dem ermöglicht, dass die Mit­ar­bei­ter des Pro­duk­ti­ons­be­reichs der SMB das Gebäude un­kon­trol­liert ver­las­sen konn­ten. Al­lein die­ser Ar­beits­ver­trags­ver­s­toß recht­fer­ti­ge an­ge­sichts des be­son­de­ren Si­che­rungs­bedürf­nis­ses des SMB die so­for­ti­ge Auflösung des Ar­beits­verhält­nis­ses. Der Kläger ha­be zu­dem ei­nen Ar­beits­zeit­be­trug be­gan­gen, weil er sei­ne Ab­we­sen­heit während des Pri­vat­gesprächs mit Herrn O. nicht in das Wach­buch ein­ge­tra­gen ha­be; der Be­triebs­rat sei von die­sem Kündi­gungs­grund aus­weis­lich der schrift­li­chen Anhörung vom 08.08.2014 un­ter­rich­tet wor­den. Sch­ließlich ha­be der Kläger, dem doch die Si­che­rung des Ei­gen­tums der SMB ob­le­gen ha­be, ein Stück Kunst­stoff­rohr oh­ne den er­for­der­li­chen Be­gleit­schein und da­mit er­kenn­bar rechts­wid­rig mit­ge­nom­men. Sie ha­be auf­grund des Vor­falls vom 08.07.2014 den Be­wa­chungs­ver­trag mit der SMB bei­na­he ver­lo­ren; er sei nur verlängert wor­den, weil sie – die Be­klag­te – be­reit ge­we­sen sei, ei­nen wei­te­ren Wach­mann in der SMB ein­zu­set­zen, oh­ne die hierfür in den ers­ten drei Mo­na­ten ent­ste­hen­den Per­so­nal­kos­ten in Rech­nung zu stel­len. Sie ha­be nach der Stel­lung­nah­me des Klägers den Sach­ver­halt wei­ter aufklären müssen, wes­halb die zweiwöchi­ge Kündi­gungs­erklärungs­frist erst mit der Äußerung der SMB am 29.07.2015 be­gon­nen ha­be. Der Be­triebs­rat sei ord­nungs­gemäß be­tei­ligt wor­den. Dem Kündi­gungs­schrei­ben sei ei­ne von dem Geschäftsführer aus­ge­stell­te Ori­gi­nal­voll­macht bei­gefügt ge­we­sen, die ihm von der Zeu­gin G. zur Un­ter­schrift vor­ge­legt wor­den sei. Das Ar­beits­verhält­nis sei je­den­falls durch die hilfs­wei­se aus­ge­spro­che­ne or­dent­li­che Kündi­gung auf­gelöst wor­den. Der Kläger könne da­her ei­ne vorläufi­ge Beschäfti­gung und ein Zwi­schen­zeug­nis nicht ver­lan­gen.

Die Be­klag­te be­an­tragt,

die Kla­ge un­ter Ände­rung des Ur­teils des Ar­beits­ge­richts Ber­lin vom 26.03.2015 – 24 Ca 12072/14 – ins­ge­samt ab­zu­wei­sen.

Der Kläger be­an­tragt,

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen.

Der Kläger hält die an­ge­foch­te­ne Ent­schei­dung für zu­tref­fend. Die aus­ge­spro­che­nen Kündi­gun­gen sei­en nicht ge­recht­fer­tigt. Er ha­be ne­ben der Ein- und Aus­gangs­kon­trol­le ei­ne Viel­zahl wei­te­rer Auf­ga­ben ge­habt, so dass ihm das Ver­las­sen des Wach­raums nicht zum Vor­wurf ge­macht wer­den könne; auch ein Ar­beits­zeit­be­trug, von dem der Be­triebs­rat nicht un­ter­rich­tet wor­den sei, lie­ge nicht vor. Der Be­klag­ten sei es zu­zu­mu­ten, das Ge­sche­hen zum An­lass ei­ner Ab­mah­nung zu neh­men und das bis­lang un­gestört durch­geführ­te Ar­beits­verhält­nis fort­zu­set­zen. Die Kündi­gung sei im Übri­gen we­gen der nicht bei­gefügten Ori­gi­nal­voll­macht und der hier­auf gestütz­ten Zurück­wei­sung rechts­un­wirk­sam.

We­gen der Ein­zel­hei­ten des Vor­brin­gens der Par­tei­en in der Be­ru­fungs­in­stanz wird auf den In­halt der zwi­schen ih­nen ge­wech­sel­ten Schriftsätze vom 09.07., 14.08. und 21.08.2015 Be­zug ge­nom­men.

Die Be­ru­fungs­kam­mer hat durch Ver­neh­mung der Zeu­gin El­ke G. Be­weis über die Be­haup­tung der Be­klag­ten er­ho­ben, der Kündi­gung sei ei­ne Ori­gi­nal­voll­macht des Geschäftsführers bei­gefügt ge­we­sen. We­gen des Er­geb­nis­ses der Be­weis­auf­nah­me wird auf die Sit­zungs­nie­der­schrift vom 09.09.2015 ver­wie­sen.

Ent­schei­dungs­gründe

Die Be­ru­fung ist be­gründet.

Das Ar­beits­verhält­nis des Klägers ist durch die außer­or­dent­li­che Kündi­gung vom 11.08.2014 auf­gelöst wor­den, wes­halb sich sei­ne Kündi­gungs-schutz­kla­ge als un­be­gründet er­weist (I.). Dem Kläger steht ein An­spruch auf vorläufi­ge Beschäfti­gung und auf Er­tei­lung ei­nes Zwi­schen­zeug­nis­ses nicht zu (II.). Die Kla­ge war des­halb un­ter Ände­rung des an­ge­foch­te­nen Ur­teils in vol­lem Um­fang ab­zu­wei­sen.

I.

Die außer­or­dent­li­che Kündi­gung ist rechts­wirk­sam, weil der Be­klag­ten ein wich­ti­ger Grund im Sin­ne des § 626 Abs. 1 BGB zur Sei­te steht, die Kündi­gungs­erklärungs­frist des § 626 Abs. 2 BGB ein­ge­hal­ten wur­de, der Be­triebs­rat vor Aus­spruch der Kündi­gung ord­nungs­gemäß be­tei­ligt wur­de und die Zurück­wei­sung der Kündi­gung nach § 174 BGB ins Lee­re geht.

1. a) Gemäß § 626 Abs. 1 BGB kann das Ar­beits­verhält­nis aus wich­ti­gem Grund oh­ne Ein­hal­tung ei­ner Kündi­gungs­frist gekündigt wer­den, wenn Tat­sa­chen vor­lie­gen, auf­grund de­rer dem Kündi­gen­den un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­falls und Abwägung der In­ter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses selbst bis zum Ab­lauf der Kündi­gungs­frist nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann.

Bei der Prüfung des wich­ti­gen Grun­des ist zunächst zu un­ter­su­chen ob der Sach­ver­halt oh­ne sei­ne be­son­de­ren Umstände „an sich“, d.h. ty­pi­scher­wei­se ge­eig­net sein kann, ei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung zu recht­fer­ti­gen. Als­dann ist fest­zu­stel­len, ob dem Kündi­gen­den an­ge­sichts der kon­kre­ten Umstände des Fal­les ei­ne Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses – je­den­falls bis zum Ab­lauf der Kündi­gungs­frist – zu­zu­mu­ten ist oder nicht. Da­bei ist in ei­ner Ge­samtwürdi­gung das In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers an der so­for­ti­gen Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses ge­gen das In­ter­es­se des Ar­beit-neh­mers an des­sen Fort­be­stand ab­zuwägen, wo­bei re­gelmäßig das Ge­wicht und die Aus­wir­kun­gen ei­ner Ver­trags­pflicht­ver­let­zung, der Grad des Ver­schul­dens des Ar­beit­neh­mers, ei­ne mögli­che Wie­der­ho­lungs­ge­fahr so­wie die Dau­er des Ar­beits­verhält­nis­ses und des­sen störungs­frei­er Ver­lauf zu berück­sich­ti­gen sind.

Er­gibt die Ge­samtwürdi­gung, dass der Störung des Ar­beits­verhält­nis­ses an­ge­mes­sen mit ei­ner or­dent­li­chen Kündi­gung oder auch nur mit ei­ner Ab­mah­nung be­geg­net wer­den kann, liegt ein wich­ti­ger Grund i.S.d. § 626 Abs. 1 BGB nicht vor. Be­ruht die Ver­trags­pflicht­ver­let­zung auf ei­nem steu­er­ba­ren Ver­hal­ten des Ar­beit­neh­mers, ist zwar grundsätz­lich da­von aus­zu­ge­hen, dass der Ar­beit­neh­mer sein künf­ti­ges Ver­hal­ten auf ei­ne Ab­mah­nung hin ändern wird; ist je­doch be­reits er­kenn­bar, dass ei­ne Ab­mah­nung nicht zur Ände­rung des Ver­hal­tens führen wird, oder han­delt es sich um ei­ne so schwe­re Pflicht­ver­let­zung, dass selbst de­ren ers­te Hin­nah­me dem Ar­beit­ge­ber nach ob­jek­ti­ven Maßstäben un­zu­mut­bar und da­mit – auch für den Ar­beit­neh­mer er­kenn­bar – of­fen­sicht­lich aus­ge­schlos­sen ist, be­darf es ei­ner Ab­mah­nung vor Aus­spruch ei­ner – außer­or­dent­li­chen oder or­dent­li­chen – Kündi­gung nicht (BAG, Ur­teil vom 20.11.2014 – 2 AZR 651713 – NZA 2015, 294 m.w.N.).

b) Bei An­wen­dung die­ser Grundsätze ist im vor­lie­gen­den Fall ein wich­ti­ger Grund für die außer­or­dent­li­che Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers ge­ge­ben.

aa) Die dem Kläger vor­ge­hal­te­nen Ver­trags­pflicht­ver­let­zun­gen können je­weils „an sich“ An­lass für ei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses sein. Dies gilt vor al­lem für das Ver­las­sen des Wach­raums für ei­nen er­heb­li­chen Zeit­raum, in dem der Kläger sei­nen ar­beits­ver­trag­li­chen Pflich­ten nicht nach­ge­kom­men ist und in dem der Pro­duk­ti­ons­be­reich der SMB un­kon­trol­liert ver­las­sen wer­den konn­te. Auch die un­er­laub­te Mit­nah­me ei­nes Ge­gen­stan­des aus dem Be­reich der SMB und die nicht ord­nungs­gemäße Führung des Wach­buchs sind – abhängig von den Umständen des Ein­zel­falls – grundsätz­lich ge­eig­net, ei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses zu recht­fer­ti­gen.

bb) Der Be­klag­ten war es bei ei­ner Ge­samtwürdi­gung der Umstände auch un­ter Berück­sich­ti­gung des In­ter­es­ses des Klägers an ei­ner wei­te­ren Beschäfti­gung nicht zu­zu­mu­ten, das Ar­beits­verhält­nis selbst bis zum Ab­lauf der or­dent­li­chen Kündi­gungs­frist am 30.09.2014 fort­zu­set­zen.

(1) Der Kläger hat sei­ne ar­beits­ver­trag­li­chen Pflich­ten be­son­ders schwer­wie­gend ver­letzt, als er am 08.07.2014 den Wach­raum ver­ließ und es Mit­ar­bei­tern der SMB ermöglich­te, das Gebäude un­kon­trol­liert zu ver­las­sen.

Für die SMB ist es von be­son­de­rer Be­deu­tung, dass ei­ne zu­verlässi­ge Aus­gangs­kon­trol­le statt­fin­det. Bei der Pro­duk­ti­on von Münzen wer­den Edel­me­tal­le ver­wen­det, die oh­ne großen Auf­wand ver­steckt und ent­wen­det wer­den können, wo­bei an­ge­sichts des Wer­tes der Me­tal­le selbst bei der Ent­wen­dung klei­ner Men­gen ein wirt­schaft­lich großer Scha­den ent­ste­hen kann. Dem hier­durch ent­ste­hen­den An­reiz, Edel­me­tall zu ent­wen­den, kann nur durch ei­ne Kon­trol­le be­geg­net wer­den, die ei­ne große Ge­fahr der Ent­de­ckung mit sich bringt. Sie wird zunächst durch die vor­han­de­ne Kon­troll­ein­rich­tung als sol­che gewähr­leis­tet, weil das Dreh­kreuz nicht oh­ne wei­te­res durch­schrit­ten wer­den kann und in­fol­ge des Zu­fall­ge­ne­ra­tors, der bei durch­schnitt­lich je­dem zwei­ten Mit­ar­bei­ter des Pro­duk­ti­ons­be­reichs an­schlägt, ei­ne ho­he Wahr­schein­lich­keit be­steht, kon­trol­liert zu wer­den. Die ab­schre­cken­de Wir­kung der Kon­troll­ein­rich­tung hängt je­doch zusätz­lich da­von ab, dass ei­ne Kon­trol­le durch den im Wach­raum ein­ge­setz­ten Mit­ar­bei­ter der Be­klag­ten auch vor­ge­nom­men wer­den kann. Vor die­sem Hin­ter­grund erklärt sich die Ar­beits­an­wei­sung der Be­klag­ten, wo­nach der Wach­raum stets be­setzt sein muss und für den Fall, dass der Mit­ar­bei­ter dort länger als fünf Mi­nu­ten nicht an­we­send sein kann, ein Mit­ar­bei­ter der SMB die Kon­trol­le im Wach­raum zu über­neh­men hat.

Der Kläger hat am 08.07.2014 nicht nur den Wach­raum für länger als fünf Mi­nu­ten ver­las­sen, oh­ne dass dies dienst­lich ver­an­lasst war; denn selbst wenn es zunächst er­for­der­lich ge­we­sen sein soll­te, Herrn O. auf­zu­su­chen, gilt dies kei­nes­falls für das sich an­sch­ließen­de pri­va­te Gespräch so­wie die Mit­nah­me und den Trans­port des Kunst­stoff­rohr­teils. Der Kläger hat darüber hin­aus sei­ne Ab­we­sen­heit nicht mit­ge­teilt und da­mit ver­hin­dert, dass die Aus­gangs­kon­trol­le von ei­ner an­de­ren Per­son durch­geführt wer­den kann. Vor al­lem ist da­von aus­zu­ge­hen, dass der Kläger nicht nur den Zu­falls­ge­ne­ra­tor aus­ge­schal­tet hat, son­dern dass es auf­grund die­ses Ver­hal­tens für die Mit­ar­bei­ter des Pro­duk­ti­ons­be­reichs auch möglich war, mit­tels ih­rer Chip­kar­te das Dreh­kreuz zu öff­nen und das Gebäude un­kon­trol­liert zu ver­las­sen. So­weit der Kläger in sei­ner der Be­klag­ten vor Aus­spruch der Kündi­gung ge­ge­be­nen Stel­lung­nah­me vom 17.07.2014 an­ge­ge­ben hat, er ha­be das Dreh­kreuz „wie an­ge­wie­sen ge­sperrt“, hat er dies be­reits da­mals mit den Wor­ten re­la­ti­viert, er könne ei­nen „Be­die­nungs­feh­ler…oder ei­nen Sys­tem­feh­ler nicht zu 100 % aus­sch­ließen“. Im vor­lie­gen­den Rechts­streit hat der Kläger sich schriftsätz­lich nicht mehr da­zu geäußert, dass und in wel­cher Wei­se er das Dreh­kreuz ge­sperrt ha­ben will. Ge­gen ei­ne der­ar­ti­ge zusätz­li­che, d.h. vom Zu­falls­ge­ne­ra­tor un­abhängi­ge Sper­rung spricht be­reits, dass das Dreh­kreuz un­strei­tig während der Ab­we­sen­heit des Klägers durch­schrit­ten wer­den konn­te. An­halts­punk­te für ei­ne tech­ni­sche Störung, die der Kläger nach sei­ner Rück­kehr hätte be­mer­ken müssen, hat der Kläger nicht vor­ge­tra­gen; sie sind auch sonst nicht er­sicht­lich. Der Kläger hat auch nicht an­ge­ge­ben, wann und auf wel­che Wei­se ihn die Her­ren B. und S. hier­zu an­ge­wie­sen ha­ben sol­len. Sch­ließlich hätte ei­ne Sper­rung des Dreh­kreu­zes zur Fol­ge ge­habt, dass kein Mit­ar­bei­ter den Pro­duk­ti­ons­be­reich mehr hätte ver­las­sen können. Der Kläger hätte dann bei sei­ner Rück­kehr mit ei­ner größeren An­zahl auf­ge­brach­ter Mit­ar­bei­ter rech­nen müssen, die sein Feh­len im Wach­raum hätten mel­den können. Die Be­ru­fungs­kam­mer nimmt nach al­le­dem an, dass ei­ne „Sper­rung“ des Dreh­kreu­zes, die ein Pas­sie­ren unmöglich mach­te, nicht er­folgt und der Vor­wurf der Be­klag­ten, der Kläger ha­be die ihm ob­lie­gen­de Si­che­rung des Gebäudes wis­sent­lich auf­ge­ge­ben, da­her be­rech­tigt ist. Mit die­sem Ver­hal­ten hat der Kläger nicht nur sei­ne Ar­beits­pflicht ver­letzt. Er hat viel­mehr den Zweck der Be­auf­tra­gung der Be­klag­ten durch die SMB ver­ei­telt und die Ge­fah­ren her­auf­be­schwo­ren, de­nen durch sei­ne Tätig­keit ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den soll­te. Es kommt hin­zu, dass der Kläger über ei­nen lan­gen Zeit­raum nicht im Wach­raum war, was die Ge­fahr des Dieb­stahl aus dem Pro­duk­ti­ons­be­reich der SMB po­ten­zier­te; ob er ins­ge­samt 80 Mi­nu­ten fehl­te oder ob – wie von der Be­klag­ten be­haup­tet – al­lein sein Auf­ent­halt bei Herrn O. so lan­ge dau­er­te, ist da­bei letzt­lich un­er­heb­lich. So­weit der Kläger in die­sem Zu­sam­men­hang gel­tend macht, auf­grund der Ar­beits­an­wei­sung ha­be er wei­te­re Auf­ga­ben zu erfüllen ge­habt und ha­be sich des­halb nicht un­un­ter­bro­chen im Wach­raum auf­hal­ten können, recht­fer­tigt dies kei­ne an­de­re Einschätzung. Denn die Be­klag­te hat in ih­rer Ar­beits­an­wei­sung ge­re­gelt, auf wel­che Wei­se der Kläger die Kon­trol­le der Mit­ar­bei­ter mit der Erfüllung an­de­rer Ver­pflich­tun­gen in Ein­klang zu brin­gen hat. Da­nach hat­te er bei ei­ner länge­ren Ab­we­sen­heit ei­nen Mit­ar­bei­ter der SMB her­bei­zu­ru­fen, der die wei­ter­hin er­for­der­li­che Kon­trol­le dann durchführen konn­te. Von ei­ner wie auch im­mer ge­ar­te­ten Pflich­ten-kol­li­si­on des Klägers kann des­halb kei­ne Re­de sein. Es kommt hin­zu, dass der Kläger am 08.07.2014 sich zeit­lich über­wie­gend im pri­va­ten In­ter­es­se nicht im Wach­raum auf­ge­hal­ten hat. Sein Fehl­ver­hal­ten wiegt be­son­ders schwer, weil er bei sei­nem Weg­gang die Kon­troll­ein­rich­tung veränder­te, den Mit­ar­bei­tern das un­kon­trol­lier­te Ver­las­sen des Pro­duk­ti­ons­be­reichs ermöglich­te und er der SMB die Möglich­keit nahm, den Aus­gang durch ei­nen ei­ge­nen Mit­ar­bei­ter zu be­wa­chen, in­dem er sei­nen Weg­gang nicht an­zeig­te – dies al­les in ei­nem Be­reich, der we­gen des ho­hen Ri­si­kos des Ver­lus­tes er­heb­li­cher Wer­te – die SMB hat­te ei­nen Ver­lust von Gold im Wert von ca. 74.000,00 EUR zu be­kla­gen – be­son­ders zu si­chern war.

(2) Der Kläger hat fer­ner sei­ne ar­beits­ver­trag­li­chen Pflich­ten in er­heb­li­cher Wei­se ver­letzt, in­dem er un­er­laubt ein Stück Kunst­stoff­rohr aus dem Gebäude der SMB ent­fern­te und in sein Kraft­fahr­zeug brach­te. Der Kläger muss­te da­bei da­von aus­ge­hen, dass Herr O. zur Wei­ter­ga­be des Kunst-stoff­rohrstückes nicht be­rech­tigt war; denn er hat­te für die Mit­nah­me kei­nen Be­gleit­schein er­hal­ten, der bei ei­ner ord­nungs­gemäßen Mit­nah­me von Ge­genständen aus­zufüllen ge­we­sen wäre. Dass es sich – wie der Kläger in sei­ner Stel­lung­nah­me vom 17.07.2014 an­gab – „au­gen­schein­lich um ein Ab­fallstück han­del­te“, kann zum ei­nen nicht oh­ne wei­te­res an­ge­nom­men wer­den. Denn das Rohr hat­te ei­nen Wert von 117,00 EUR je Me­ter und konn­te von dem Kläger noch ver­wen­det wer­den. Zum an­de­ren be­stand hin­sicht­lich der Mit­nah­me von Sa­chen mit ge­rin­gem Wert kei­ne Aus­nah­me, was das Aus­stel­len ei­nes Be­gleit­schei­nes an­geht. Der Kläger hat da­her un­be­rech­tigt ei­nen Ge­gen­stand aus dem Gebäude der SMB ent­fernt, ob­wohl es ihm als Si­cher­heits­mit­ar­bei­ter ge­ra­de ob­lag, ein der­ar­ti­ges Ver­hal­ten zu ver­hin­dern. Er hat mit an­de­ren Wor­ten sei­ne Tätig­keit in das Ge­gen­teil ver­kehrt und da­mit eben­falls schwer­wie­gend ge­gen sei­ne ar­beits-ver­trag­li­chen Pflich­ten ver­s­toßen; wie sei­ne Hand­lung straf­recht­lich zu würdi­gen ist, kann da­bei im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren of­fen­blei­ben.

(3) Der Kläger hat schließlich am 08.07.2015 ge­gen die An­wei­sung ver­s­toßen, das Wach­buch ord­nungs­gemäß zu führen. Er hat hier­durch al­ler­dings ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Be­klag­ten kei­nen (ver­such­ten) Ar­beits­zeit­be­trug be­gan­gen, weil das Wach­buch nicht der Auf­zeich­nung der Ar­beits­zei­ten des Klägers dien­te. Der dies­bezügli­che Vor­wurf, den die Be­klag­te al­ler­dings – an­ders als das Ar­beits­ge­richt in sei­ner Ur­teils­be­gründung meint – auf Sei­te 6 des Anhörungs­schrei­bens auch zum Ge­gen­stand der Be­triebs­rats­anhörung ge­macht hat, stützt die außer-or­dent­li­che Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses da­her nicht. Der Kläger hätte je­doch als be­son­de­res Vor­komm­nis im Wach­buch ver­mer­ken müssen, dass er den Wach­raum für ei­nen lan­gen Zeit­raum ver­las­sen und den Zu­falls­ge­ne­ra­tor am Dreh­kreuz aus­ge­schal­tet hat­te. Oh­ne die­se Ein­tra­gun­gen war das Wach­buch un­vollständig und ein Ver­s­toß des Klägers ge­gen sei­ne ar­beits­ver­trag­li­chen Do­ku­men­ta­ti­ons­pflich­ten fest­zu­stel­len.

(4) Die ge­nann­ten Ver­trags­verstöße des Klägers wie­gen bei ei­ner Ge­samtwürdi­gung al­ler Umstände der­art schwer, dass der Be­klag­ten die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses selbst bis zum Ab­lauf der Kündi­gungs­frist nicht zu­ge­mu­tet wer­den konn­te. Da­bei liegt das Schwer­ge­wicht der Vorwürfe auf dem Ver­las­sen des Wach­raums und der Auf­ga­be je­der Kon­trol­le beim Ver­las­sen des Pro­duk­ti­ons­be­reichs der SMB für ei­nen lan­gen Zeit­raum. Mit die­sem Ver­hal­ten hat der Kläger nicht nur die be­rech­tig­ten In­ter­es­sen der SMB gröblich ver­letzt, die sich mit der Ein­rich­tung der Kon­troll­ein­rich­tung und die Beschäfti­gung ei­nes Si­cher­heits-mit­ar­bei­ters im Wach­raum ge­gen den Ver­lust von Edel­me­tall ab­si­chern woll­te. Er hat zu­dem auch ge­gen die In­ter­es­sen der Be­klag­ten als sei­ner Ar­beit­ge­be­rin ge­han­delt, die an­ge­sichts sei­nes – ihr zu­zu­rech­nen­den – Ver­hal­tens zu­min­dest mit ei­nem Ver­lust des Be­wa­chungs­auf­tra­ges rech­nen muss­te. So hat die Be­klag­te ei­ne wei­te­re Be­auf­tra­gung nur da­durch er­rei­chen können, dass sie ei­nen wei­te­ren Mit­ar­bei­ter – teil­wei­se auf ei­ge­ne Kos­ten – zur Si­che­rung des Wach­raums stell­te. Das Vor­ge­hen des Klägers ist ge­eig­net, das Ver­trau­en der Be­klag­ten in sei­ne Ein­setz­bar­keit zu zerstören. Je­de Aus­gangs­kon­trol­le ist sinn­los, wenn der mit ihr be­trau­te Si­cher­heits­mit­ar­bei­ter den Kon­troll­be­reich verlässt, ei­nen zur Verfügung ste­hen­den Er­satz nicht her­bei­ruft und zu­dem die Kon­troll­ein­rich­tung in ei­ner Wei­se verändert, dass der zu si­chern­de Be­reich oh­ne wei­te­res ver­las­sen wer­den kann. Das Fehl­ver­hal­ten wiegt um­so schwe­rer, als es kei­nen nach­voll­zieh­ba­ren Grund für das Ver­hal­ten des Klägers gab, mit dem er er­heb­li­che Wer­te des Auf­trag­ge­bers sei­ner Ar­beit­ge­be­rin gefähr­de­te. Der Kläger hätte oh­ne wei­te­res die Si­che­rungs­in­ter­es­sen der SMB wah­ren können, in­dem er ei­nen Mit­ar­bei­ter der SMB her­bei­ruft. Dass er die­se – ein­deu­tig vor­ge­ge­be­ne – Maßnah­me un­ter­ließ und auch noch durch Verände­rung der Kon­troll­ein­rich­tung den un­ge­hin­der­ten Aus­gang ermöglich­te, um dann für lan­ge Zeit aus pri­va­ten Gründen dem Wach­raum fern­zu­blei­ben, ist mit den be­rech­tig­ten Er­war­tun­gen an ei­nen Si­cher­heits-mit­ar­bei­ter in kei­ner Wei­se in Ein­klang zu brin­gen. Dass die Be­klag­te zu Recht das Ver­trau­en in den Kläger ver­lor, zeigt sich wei­ter in dem un­er­laub­ten Ent­fer­nen des Kunst­stoff­roh­res aus dem Be­reich der SMB. Der Kläger bie­tet kei­ne Gewähr mehr für ei­ne zu­verlässi­ge Per­so­nen­kon­trol­le, mit der die un­be­rech­tig­te Weg­nah­me von Ge­genständen ver­hin­dert wer­den soll, wenn er selbst vorsätz­lich und un­ter Ver­s­toß ge­gen die be­ste­hen­den Be­stim­mun­gen ei­nen der­ar­ti­gen Ge­gen­stand mit­nimmt. Dass der Kläger sei­ne Pro­to­kol­lie­rungs­pflich­ten am 08.07.2014 ver­letzt hat, hat ne­ben den ge­nann­ten Pflicht­ver­let­zun­gen kein ei­genständi­ges Ge­wicht, auch wenn dies eben­falls nicht für den Kläger spricht. Das Fehl­ver­hal­ten des Klägers wiegt auch der­art schwer, dass die Be­klag­te ihm nicht mit dem Aus­spruch ei­ner Ab­mah­nung be­geg­nen muss­te. Zwar be­ru­hen die ar­beits­ver­trag­li­chen Pflicht­ver­let­zun­gen des Klägers auf ei­nem vorsätz­li­chen und da­mit steu­er-ba­ren Ver­hal­ten. Es konn­te an­ge­sichts der ge­nann­ten Umstände nach ob­jek­ti­ven Maßstäben von der Be­klag­ten je­doch nicht er­war­tet wer­den, dass sie das Ver­hal­ten des Klägers letzt­lich hin­nimmt und das Ar­beits­verhält­nis fort­setzt. Der Aus­spruch ei­ner Ab­mah­nung würde der Schwe­re des Fehl­ver­hal­tens des Klägers in kei­ner Wei­se ge­recht. Das Ar­beits­verhält­nis des Klägers be­stand zu­dem im Zeit­punkt der Kündi­gung noch kei­ne fünf Jah­re; der Kläger ist zu­dem in ei­nem Al­ter, das ihn nicht zusätz­lich an der er­folg­rei­chen Su­che nach ei­ner neu­en Beschäfti­gung hin­dert. Bei die­ser Sach­la­ge stellt die so­for­ti­ge Auflösung des Ar­beits­verhält­nis­ses – auch un­ter Berück­sich­ti­gung der Un­ter­halts­ver­pflich­tun­gen des Klägers – nach Auf­fas­sung der Be­ru­fungs­kam­mer ei­ne ins­ge­samt an­ge­mes­se­ne Re­ak­ti­on auf die vom Kläger zu ver­ant­wor­ten­de Störung des Ar­beits­verhält­nis­ses dar.

2. Die Be­klag­te hat die außer­or­dent­li­che Kündi­gung in­ner­halb der Kündi­gungs­erklärungs­frist des § 626 Abs. 2 BGB aus­ge­spro­chen.

a) Die Kündi­gungs­erklärungs­frist be­ginnt mit dem Zeit­punkt, in dem der Kündi­gungs­be­rech­tig­te von den für die Kündi­gung maßge­ben­den Tat­sa­chen Kennt­nis er­langt. Dies ist der Fall, so­bald der Kündi­gungs­be­rech­tig­te ei­ne zu­verlässi­ge und möglichst vollständi­ge Kennt­nis der ein­schlägi­gen Tat­sa­chen hat, die ihm die Ent­schei­dung darüber ermöglicht, ob er das Ar­beits­verhält­nis fort­set­zen soll oder nicht. Zu den maßge­ben­den Tat­sa­chen gehören so­wohl die für als auch die ge­gen die Kündi­gung spre­chen­den Umstände. Der Kündi­gungs­be­rech­tig­te, der bis­lang nur An­halts­punk­te für ei­nen Sach­ver­halt hat, der zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung be­rech­ti­gen könn­te, kann des­halb nach pflicht­gemäßem Er­mes­sen wei­te­re Er­mitt­lun­gen an­stel­len und den Be­trof­fe­nen anhören, oh­ne dass die Frist des § 626 Abs. 2 BGB zu lau­fen begänne. Sind die Er­mitt­lun­gen ab­ge­schlos­sen und hat er ei­ne hin­rei­chen­de Kennt­nis vom Kündi­gungs­sach­ver­halt, be­ginnt der Lauf der Aus­schluss­frist. Un­be­acht­lich ist, ob die Er­mitt­lungs­maßnah­men tatsächlich zur Aufklärung des Sach­ver­halts bei­ge­tra­gen ha­ben oder überflüssig wa­ren (vgl. hier­zu nur BAG, Ur­teil vom 21.02.2013 – 2 AZR 433/12 – AP Nr. 51 zu § 626 BGB Aus­schluss­frist m.w.N.).

b) Die Be­klag­te hat­te im vor­lie­gen­den Fall erst mit der Stel­lung­nah­me des Rechts­ver­tre­ters der SMB vom 29.07.2014 ei­ne aus­rei­chen­de Kennt­nis vom Kündi­gungs­sach­ver­halt, so dass die Kündi­gungs­erklärungs­frist erst am 12.08.2014 und da­mit nach Zu­gang der streit­be­fan­ge­nen Kündi­gung ab­lief. Ers­te An­halts­punk­te für ein kündi­gungs­re­le­van­tes Fehl­ver­hal­ten des Klägers er­ga­ben sich erst mit der Aus­wer­tung der Vi­deo­auf­nah­men durch die SMB, die nach der Fest­stel­lung ei­nes Gold­ver­lus­tes am 11.07.2015 er­folg­ten. Die Be­klag­te durf­te an­ge­sichts der hier­durch ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­se den Kläger anhören, um auf die­se Wei­se den Sach­ver­halt sach­ge­recht auf­zuklären. Dies ge­schah durch­aus auch im In­ter­es­se des Klägers, weil ent­las­ten­de Umstände zu sei­nen Guns­ten hätten berück­sich­tigt wer­den können. Nach­dem der Kläger in sei­ner Stel­lung­nah­me u.a. zum Aus­druck brach­te, er sei von Mit­ar­bei­tern der SMB münd­lich an­ge­wie­sen wor­den, in der Spätschicht bei ei­ner Ab­we­sen­heit kei­nen Mit­ar­bei­ter her­bei­zu­ru­fen, son­dern le­dig­lich das Dreh­kreuz zu sper­ren, war die Be­klag­te auch be­rech­tigt, dies durch Nach­fra­ge bei der SMB zu klären. Die Aufklärungs­maßnah­men der Be­klag­ten er­folg­ten je­weils zeit­nah, so dass ihr nicht vor­ge­wor­fen wer­den kann, sie ha­be den Sach­ver­halt nicht mit der ge­bo­te­nen Ei­le er­mit­telt. Dass die Stel­lung­nah­me der SMB erst am 29.07.2015 er­folg­te, hat die Be­klag­te nicht zu ver­tre­ten.

3. Die außer­or­dent­li­che Kündi­gung ist nicht gemäß § 102 Abs. 1 Satz 3 Be­trVG un­wirk­sam. Die Be­klag­te hat den Be­triebs­rat am 08.08.2014 und da­mit vor Aus­spruch der Kündi­gung um­fang­reich von den für sie maßge­ben­den Kündi­gungs­gründen in Kennt­nis ge­setzt; dass sie da­bei mögli­cher­wei­se zu Un­recht ausführ­te, der Kläger ha­be für drei (statt für vier) Kin­der zu sor­gen, ist bei dem vor­lie­gen­den Kündi­gungs­sach­ver­halt oh­ne recht­li­che Be­deu­tung. Der Be­triebs­rat hat noch am glei­chen Tag erklärt, dass er ge­gen die außer­or­dent­li­che Kündi­gung kei­ne Be­den­ken ha­be, wo­mit das Anhörungs­ver­fah­ren ab­ge­schlos­sen wur­de. Die Kündi­gung wur­de erst am 11.08.2015 und da­mit nach der Anhörung des Be­triebs­rats aus­ge­spro­chen.

4. Die Kündi­gung ist nicht gemäß § 174 Satz 1 BGB un­wirk­sam. Der Kläger war nicht be­rech­tigt, die Kündi­gung we­gen des Feh­lens ei­ner Voll­machts­ur­kun­de zurück­zu­wei­sen, weil dem Kündi­gungs­schrei­ben ei­ne auf Frau Q. lau­ten­de Voll­macht des Geschäftsführers der persönlich haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin der Be­klag­ten bei­gefügt war. Nach der Ver­neh­mung der Zeu­gin G. steht zur Über­zeu­gung der Be­ru­fungs­kam­mer (§ 286 Abs. 1 ZPO) fest, dass es sich bei der Voll­macht um das Ori­gi­nal und nicht le­dig­lich um die Ko­pie ei­ner Voll­macht han­delt. Die Zeu­gin G., an de­ren Glaubwürdig­keit kei­ne Zwei­fel be­ste­hen, hat be­kun­det, dass sie stets für ei­ne aus­rei­chen­de An­zahl von Voll­mach­ten Sor­ge trägt, weil der Geschäftsführer nicht täglich in der Nie­der­las­sung Ber­lin an­we­send ist und die ggf. er­for­der­li­chen Erklärun­gen dann nicht selbst vor­neh­men kann. Sie le­ge des­halb dem Geschäftsführer je­weils ei­ne größere An­zahl von Voll­machts­vor­dru­cken zur Un­ter­schrift vor; Voll­machts­ko­pi­en sei­en nicht ge­fer­tigt wor­den. Die Dar­stel­lung der Zeu­gin G. ist in je­der Hin­sicht nach­voll­zieh­bar und da­mit glaub­haft. Nur mit der Aus­stel­lung von Ori­gi­nal­voll­mach­ten kann die Be­klag­te in ih­rer Ber­li­ner Nie­der­las­sung si­cher­stel­len, dass ein­sei­ti­ge Rechts­geschäfte auch in Ab­we­sen­heit des Geschäftsführers vor­ge­nom­men wer­den können; die Ko­pie ei­ner Voll­macht ist dem­ge­genüber we­gen des Zurück­wei­sungs­rechts des Empfängers wert­los. Es be­ste­hen auch sonst kei­ne An­halts­punk­te dafür, dass es sich bei der hier ver­wen­de­ten Voll­macht um ei­ne Ko­pie han­delt. Das äußere Er­schei­nungs­bild der Un­ter­schrift des Geschäftsführers weist schon für sich ge­nom­men auf ei­ne ori­ginäre Un­ter­zeich­nung der Voll­macht hin, was sich durch die Aus­sa­ge der Zeu­gin G. zusätz­lich bestätig­te.

5. Die ge­gen die hilfs­wei­se or­dent­li­che Kündi­gung ge­rich­te­te Kla­ge ist eben­falls un­be­gründet. Da das Ar­beits­verhält­nis be­reits durch die außer­or­dent­li­che Kündi­gung vom 11.08.2014 auf­gelöst wur­de, ist für die Fest­stel­lung der Un­wirk­sam­keit der or­dent­li­chen Kündi­gung kein Raum.

II.

1. Dem Kläger steht ein An­spruch auf ei­ne vorläufi­ge Beschäfti­gung bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss des Rechts­streits nicht zu, weil die Wirk­sam­keit der außer­or­dent­li­chen Kündi­gung vom 11.08.2014 nun­mehr zweit­in­stanz­lich fest­ge­stellt wor­den ist und be­son­de­re Umstände, die gleich­wohl ei­ne tatsächli­che Beschäfti­gung des Klägers ge­bo­ten er­schei­nen las­sen, we­der vor­ge­tra­gen noch er­sicht­lich sind.

2. Der Kläger kann von der Be­klag­ten die Er­tei­lung ei­nes Zwi­schen-zeug­nis­ses nicht ver­lan­gen, weil das Ar­beits­verhält­nis be­en­det ist; die Er­tei­lung ei­nes End­zeug­nis­ses hat der Kläger mit sei­ner Kla­ge nicht gel­tend ge­macht.

III.

Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 91 Abs. 1 ZPO. Die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die Zu­las­sung der Re­vi­si­on la­gen nicht vor.

Rechts­mit­tel­be­leh­rung

Ge­gen die­se Ent­schei­dung ist ein Rechts­mit­tel nicht ge­ge­ben. Es wird auf die Möglich­keit hin­ge­wie­sen, die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­si­on durch selbständi­ge Be­schwer­de (§ 72 a ArbGG) an­zu­fech­ten.

D.

W. W.

H. H.

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