Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Kündigung: Verhaltensbedingt, Rechtsradikaler
   
Gericht: Arbeitsgericht Mannheim
Akten­zeichen: 7 Ca 254/14
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 19.05.2015
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen:
   

Te­nor

1. Die Kla­ge wird ab­ge­wie­sen.

2. Der Kläger hat die Kos­ten des Rechts­streits zu tra­gen.

3. Der Streit­wert wird auf € 8.436,24 fest­ge­setzt.

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten um die Wirk­sam­keit ei­ner außer­or­dent­li­chen Kündi­gung der Be­klag­ten vom 23. Mai 2014.

Der Kläger ist seit dem 01. Sep­tem­ber 2010 bei der Be­klag­ten als Er­zie­her in Voll­zeit im Kin­der­haus F. in M., dort im Kin­der­hort zur Be­treu­ung von Schul­kin­dern beschäftigt. Grund­la­ge des Ar­beits­verhält­nis­ses ist ein schrift­li­cher Ar­beits­ver­trag vom 19. Au­gust 2010. Auf­grund Be­zug­nah­me fin­den die Re­ge­lun­gen des Ta­rif­ver­trags des öffent­li­chen Diens­tes TVÖD An­wen­dung. Der Kläger ist in die Ent­gelt­grup­pe S8 ein­grup­piert und erhält zu­letzt ein Brut­to­mo­nats­ge­halt von € 2.812,08.

Im Kin­der­haus sind ak­tu­ell 114 Kin­der zu be­treu­en, 64 da­von im Hort. Die Grup­pen­größe zur Be­treu­ung während des Mit­tags­es­sens und der Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung beläuft sich im Re­gel­fall auf ca. 11 Kin­der. Darüber hin­aus hat­te der Kläger ei­ne so­ge­nann­te Be­zugs­grup­pe zu be­treu­en, die sich ein­mal wöchent­lich für ca. ei­ne hal­be St­un­de trifft.

Die Be­klag­te kündig­te mit Schrei­ben vom 23. Mai 2014, -zu­ge­gan­gen am glei­chen Tag-, un­ter­zeich­net durch den Lei­ter des Fach­be­reichs Per­so­nal Herrn B. Der Kläger wies die­se Kündi­gung man­gels Voll­macht­vor­la­ge um­ge­hend zurück.

Der Kläger wehrt sich ge­gen die ihm ge­genüber aus­ge­spro­che­ne Kündi­gung mit sei­ner Kla­ge, die beim Ar­beits­ge­richt Mann­heim am 02. Ju­ni 2014 ein­ge­gan­gen ist.

Der Kläger führt zur Be­gründung aus,

die Kündi­gung sei von ei­nem Ver­tre­ter oh­ne Voll­macht aus­ge­spro­chen wor­den. Der Kläger sei nicht Anhänger oder Sym­pa­thi­sant der NPD, er sei kein rechts­ra­di­ka­ler Hoo­li­gan und er sei auch nicht in an­de­rer Hin­sicht der "Rech­ten Sze­ne" an­gehörig.

Die Bil­der, die den Kläger zei­gen würden, sei­en un­ter Ver­s­toß ge­gen das Recht am ei­ge­nen Bild im In­ter­net veröffent­licht wor­den und da­her nicht ver­wend­bar. Ei­ne sze­ne­kun­di­ge Be­am­tin hätte des Wei­te­ren erklärt, der Kläger sei nicht der ge­walt­be­rei­ten Fan­sze­ne des SV Wald­hof Mann­heim zu­gehörig. Des Wei­te­ren lägen Un­terstützungs­schrif­ten von be­treu­ten Kin­dern so­wie El­tern ihm ge­genüber vor.

Er be­strei­te die Vorwürfe der Be­klag­ten ihm ge­genüber. Ins­be­son­de­re ha­be sich der Kläger nie­mals ausländer­feind­lich oder dis­kri­mi­nie­rend geäußert. Er ha­be auch nie­mals ver­sucht, die Kin­der po­li­tisch zu be­ein­flus­sen. Ein sy­ri­scher Flücht­lings­jun­ge ha­be so­gar Zu­flucht beim Kläger ge­sucht. Der Kläger sei bei Kin­dern mit so­ge­nann­tem Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund im­mer be­son­ders be­liebt ge­we­sen.

Der Kläger be­an­tragt:

1. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en durch die außer­or­dent­li­che frist­lo­se Kündi­gung der Be­klag­ten vom 23. Mai 2014, dem Kläger zu­ge­gan­gen am glei­chen Tag, nicht zum Ab­lauf des 23. Mai 2014 be­en­det wur­de, son­dern über die­sen Zeit­punkt hin­aus fort­be­steht.

2. Es wird wei­ter­hin fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en durch die - hilfs­wei­se aus­ge­spro­che­ne - or­dent­li­che Kündi­gung mit glei­chem Schrei­ben vom glei­chen Tag nicht zum 30. Sep­tem­ber 2014 en­det, son­dern über die­sen Zeit­punkt hin­aus fort­be­steht.

Die Be­klag­te be­an­tragt, die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Die Be­klag­te führt zur Be­gründung aus,

der Fach­be­reichs­lei­ter Per­so­nal Herrn B. sei kündi­gungs­be­rech­tigt. Ei­ne Voll­macht hätte der Kündi­gung auch bei­ge­le­gen. Der Kläger ha­be die Funk­ti­on des Herrn B. als Lei­ter des Fach­be­reichs Per­so­nal auch je­weils dem In­tra­net ent­neh­men können (vgl. An­la­ge B15).

Der Kläger sei nicht ge­eig­net, wei­ter für die Be­klag­te zu ar­bei­ten. Auf­grund die­ses Eig­nungs­man­gels sei die Be­klag­te be­rech­tigt, das Ar­beits­verhält­nis so­fort zu be­en­den.

Der Kläger sei ein ge­walt­be­rei­ter Hoo­li­gan und Anhänger des SV Wald­hof Mann­heim so­wie Neo­na­zi und Anhänger der neo­na­zis­ti­schen Par­tei NPD. Der Kläger sei als Anhänger und Un­terstützer bei der NPD-Kund­ge­bung in Pir­ma­sens so­wie beim an­sch­ließen­den NPD-Grill­fest auf­ge­tre­ten. Dort ha­be er sich mit Äußerun­gen wie "Stopp die Mas­sen­ein­wan­de­rung", "Wir sind der St­a­chel im Arsch des Sys­tems und wir wer­den bis zum En­de ge­hen. Deutsch­land muss be­freit wer­den von den kor­rup­ten Po­li­tik­ban­den", ge­mein ge­macht. Ausländer sei­en bei die­ser Ver­an­stal­tung als Ar­beits­kon­kur­ren­ten und So­zi­al­schnor­rer dis­kri­mi­niert wor­den. Es sei die For­de­rung nach ei­nem Ei­gen­tums­recht nur für Deut­sche er­ho­ben. Der Kläger sei auch Teil­neh­mer ei­ner De­mons­tra­ti­on ge­gen die Sala­fis­ten­kund­ge­bung vom 23. März 2014 in M. ge­we­sen, bei der es zu ras­sis­ti­schen Aus­brüchen und An­grif­fen auf die Po­li­zei ge­kom­men sei.

Der Kläger ha­be des Wei­te­ren ein Sta­di­on­ver­bot beim SV Wald­hof Mann­heim. Der Kläger un­ter­hal­te zwei Face­book-Pro­fi­le ein­mal als "G. N." und ein­mal als "T. N.". In bei­den Pro­fi­len sei er mit dem NPD-Stadt­rat, Chris­ti­an Hehl, be­freun­det. Er ha­be die­ses Pro­fil auch mit ei­nem "gefällt mir" ver­se­hen. Aus­weis­lich die­ser Face­book-Sei­ten höre er auch die Ra­dio­sen­der "Ra­dio FSN und H8Machine". Da­bei han­delt es sich um rechts­ra­di­ka­le Ra­dio­sen­der im In­ter­net.

Des Wei­te­ren ver­wen­det der Kläger beim Pro­fil "G. N." ein Ti­tel­bild, bei dem mit Le­go­spiel­fi­gu­ren ei­ne Straßen­kampf­sze­ne nach­ge­spielt würde, bei der Fi­gu­ren blutüber­strömt am Bo­den lägen.

Der Kläger ha­be des Wei­te­ren an ei­ner Bus­hal­te­stel­le ge­genüber ei­ner Ar­beits­kol­le­gin geäußert, dies im De­zem­ber 2013/ Ja­nu­ar 2014 über ein vor­bei­lau­fen­des Kind auf den Vor­halt, die­ses könne sein ei­ge­nes sein: "Dann hätte er Sprin­ger­stie­fel an und würde ein ro­tes Band am Arm tra­gen.". Die ro­te Arm­bin­de sei ein si­gni­fi­kan­tes Kenn­zei­chen der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Be­we­gung während des drit­ten Rei­ches.

Des Wei­te­ren ha­be der Kläger ei­nen Vor­fall in ei­nem Gemüse­la­den un­terstützend kom­men­tiert, bei dem ein ausländi­scher Kun­de mit den Wor­ten "sieg Heil du Fick­feh­ler" be­schimpft wor­den sei. Des Wei­te­ren ha­be der Kläger ein ge­mal­tes Bild im Hort, bei dem ausländi­sche und kau­ka­si­sche Kin­der mit­ein­an­der spiel­ten, mit den Wor­ten kom­men­tiert: "Das sei doch trau­rig, dass schon mehr schwar­ze Kin­der ge­malt würden als weiße".

Des Wei­te­ren tra­ge der Kläger Thor St­ei­nar Klei­dung, die der rech­ten Sze­ne zu­ge­ord­net sei. Als An­la­ge B 13 (vgl. Bl. 335 d. A.) ha­be das Hort­kind S. im Ein­ver­neh­men und un­ter Mit­wir­kung des Klägers mögli­cher­wei­se ein Bild er­stellt, bei dem Adolf Hit­ler und sein Sohn ei­ne Mut­ter ver­ga­sen wol­le. Der Kläger sei Be­zugs­be­treu­er von Herrn S. Des Wei­te­ren ha­be sich im Spind des Klägers ein Base­ball­schläger be­fun­den mit der Auf­schrift "De­s­troy KSC 23.03.2013, Carl-Benz-Sta­di­on by Ben.Sei­ler". Die­ser Base­ball­schläger, bei dem Blut sti­li­siert dar­ge­stellt wer­de, sei im Dienst­schrank des Klägers in­ak­zep­ta­bel.

Die Be­klag­te ha­be am 06. Mai erst­mals von den An­schul­di­gun­gen er­fah­ren. Im An­schluss dar­an ha­be sie ver­schie­de­ne Er­mitt­lun­gen durch­geführt, des Wei­te­ren sei der Kläger an­gehört wor­den, dies mit Schrei­ben vom 13. und 15. Mai 2014. Die Ant­wort sei bei der Be­klag­ten erst am 20. Mai 2014 ein­ge­gan­gen. Di­rekt im An­schluss dar­an ha­be man den Per­so­nal­rat be­tei­ligt, die­ser ha­be am 23. Mai der Kündi­gung zu­ge­stimmt. Die Be­klag­te ha­be dar­auf­hin um­ge­hend ei­ne Kündi­gung aus­ge­spro­chen.

Das Ge­richt hat durch Ein­ver­nah­me der Zeu­gin K. Be­weis er­ho­ben im Ter­min vom 10. März 2015 über die Fra­ge der Äußerung hin­sicht­lich ei­nes Kin­des und des­sen Be­klei­dung.

Hin­sicht­lich der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten wird auf die Schriftsätze nebst An­la­gen der Par­tei­en vom 30. Mai 2014, 05. Ju­ni 2014, 12. Ju­ni 2014, 16. Ju­li 2014, 25. Au­gust 2014, 10. Ok­to­ber 2014, 17. No­vem­ber 2014, 04. Fe­bru­ar 2015, die Ge­gen­stand der münd­li­chen Ver­hand­lung wa­ren so­wie auf die Sit­zungs­nie­der­schrif­ten der öffent­li­chen Sit­zun­gen des Ar­beits­ge­richts Mann­heim vom 16. Ju­ni 2014, 25. Sep­tem­ber 2014 und 10. März 2015 Be­zug ge­nom­men. Ein wei­te­rer Schrift­satz er­reich­te das Ge­richt am 30. März 2015.

Ent­schei­dungs­gründe

Die zulässi­ge Kla­ge ist un­be­gründet. Der Be­klag­ten steht ein wich­ti­ger Grund zur Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses zur Verfügung, § 626 Ab­satz 1 BGB.

I.

1. Dem Ar­beit­ge­ber des öffent­li­chen Diens­tes kann ein Grund zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung zur Verfügung ste­hen, wenn ent­we­der ver­hal­tens­be­ding­te Gründe im Sin­ne ei­nes wich­ti­gen Grun­des im Sin­ne von § 626 Ab­satz 1 BGB ei­ne sol­che Kündi­gung recht­fer­ti­gen oder aber, eben­falls als wich­ti­ger Grund im Sin­ne von § 626 BGB ein per­so­nen­be­ding­ter Kündi­gungs­grund an­zu­neh­men ist. Durch In-Be­zug­nah­me des Ta­rif­ver­tra­ges des öffent­li­chen Diens­tes un­ter­liegt der Kläger in sei­nem dienst­li­chen Ver­hal­ten, punk­tu­ell je­doch in sei­nem außer­dienst­li­chen Ver­hal­ten eben­falls, dem Grund­satz der Treue zur frei­heit­lich de­mo­kra­ti­schen Grund­ord­nung im Sin­ne des Grund­ge­set­zes. In die­sem Sin­ne ob­liegt ihm ei­ne po­li­ti­sche Treue­pflicht. Auch den Ar­beit­neh­mer, den nur ei­ne ein­fa­che po­li­ti­sche Treue­pflicht trifft, muss aber ein Min­dest­maß an Ver­fas­sungs­treue auf­er­legt wer­den, als dass die­ser nicht da­von aus­ge­hen darf, den Staat, die Ver­fas­sung oder de­ren Or­ga­ne zu be­sei­ti­gen, zu be­schimp­fen oder verächt­lich zu ma­chen. Das gilt glei­cher­maßen für den dienst­li­chen wie den außer­dienst­li­chen Be­reich. Han­delt ein Ar­beit­neh­mer die­sen An­for­de­run­gen zu­wi­der, kann dies ein Grund für ei­ne ver­hal­tens­be­ding­te Kündi­gung sein, wenn durch den Loya­litäts­ver­s­toß ei­ne kon­kre­te Störung des Ar­beits­verhält­nis­ses ein­ge­tre­ten ist (vgl. BAG, Ur­teil vom 06. Sep­tem­ber 2012, 2 AZR 372/11; veröffent­licht bei: BB 2012, 2367). Un­abhängig da­von kann durch die­ses Ver­hal­ten dem Ar­beit­neh­mer die für die ver­trag­lich ge­schul­de­te Tätig­keit er­for­der­li­che Eig­nung feh­len, so dass ein per­so­nen­be­ding­ter Kündi­gungs­grund im Sin­ne von § 1 Ab­satz 2 Satz 1 Alt. 2 KSchG vor­liegt bzw. dies ei­nen wich­ti­gen Kündi­gungs­grund dar­stel­len kann im Sin­ne von § 626 Ab­satz 1 BGB. Glei­ches gilt für auf­het­zen­de, ausländer­feind­li­che Äußerun­gen oder Betäti­gun­gen.

Die Treue­pflicht aus dem TVÖD kann nicht so ver­stan­den wer­den, dass al­le Ar­beit­neh­mer des öffent­li­chen Diens­tes ei­ner be­am­tenähn­li­chen und da­mit ge­stei­ger­ten Treue­pflicht un­terlägen. Das Maß der Treue­pflicht, wel­ches von ei­nem Beschäftig­ten des öffent­li­chen Diens­tes ab­zu­ver­lan­gen ist, so­wie die Loya­lität ge­genüber der Ver­fas­sung be­stimmt sich viel­mehr nach der Stel­lung und dem Auf­ga­ben­kreis, der den Beschäftig­ten laut Ar­beits­ver­trag über­tra­gen ist. Die­ser schul­det le­dig­lich ein sol­ches Maß an po­li­ti­scher Loya­lität, dass für die funk­ti­ons­ge­rech­te Ver­rich­tung sei­ner Tätig­keit un­ver­zicht­bar ist (BAG, Ur­teil vom 06. Sep­tem­ber 2012, s. o.).

Ei­ne per­so­nen­be­ding­te Kündi­gung kommt in Be­tracht, wenn dem Ar­beit­neh­mer auf­grund sei­ner Ak­ti­vitäten je­den­falls die Eig­nung für die Ausübung der ver­trag­lich ge­schul­de­ten Tätig­keit fehlt. Im öffent­li­chen Dienst kann sich ein Eig­nungs­man­gel aus be­gründe­ten Zwei­feln an der Ver­fas­sungs­treue des Ar­beit­neh­mers er­ge­ben. Die­se ist Be­stand­teil des Be­griffs Eig­nung in Ar­ti­kel 33 Ab­satz 2 GG. Ak­ti­ves Ein­tre­ten des Ar­beit­neh­mers für ver­fas­sungs­feind­li­che Zie­le oder Or­ga­ni­sa­tio­nen können ent­spre­chen­de Zwei­fel er­we­cken. Sie führen aber nicht oh­ne wei­te­res zur so­zia­len Recht­fer­ti­gung ei­ner Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses. Ent­schei­dend ist, in­wie­weit die außer­dienst­li­chen po­li­ti­schen Ak­ti­vitäten in die Dienst­stel­le hin­ein­wir­ken und ent­we­der die all­ge­mei­ne Auf­ga­ben­stel­lung des öffent­li­chen Ar­beit­ge­bers oder das kon­kre­te Auf­ga­ben­ge­biet des Ar­beit­neh­mers berühren (BAG, Ur­teil vom 12. Mai 2011, 2 AZR 479/09, veröffent­licht bei: NZA-RA 2012, 43 ff.).

Ei­ne ver­hal­tens­be­ding­te - außer­or­dent­li­che oder or­dent­li­che - Kündi­gung ei­nes Ar­beit­neh­mers we­gen ver­fas­sungs­feind­li­cher Tätig­kei­ten setzt vor­aus, dass durch ei­nen dar­in lie­gen­den Ver­s­toß ge­gen die Treue­pflicht ei­ne kon­kre­te Störung des Ar­beits­verhält­nis­ses ein­ge­tre­ten ist, sei es im Leis­tungs­be­reich, sei es im Be­reich der be­trieb­li­chen Ver­bun­den­heit al­ler Mit­ar­bei­ter, im per­so­na­len Ver­trau­ens­be­reich oder im behörd­li­chen Auf­ga­ben­be­reich (BAG, Ur­teil vom 20. Ju­li 1989, 2 AZR 114/87; in: BA­GE 62, 256).

Ei­ne per­so­nen­be­ding­te Kündi­gung kommt kon­kret in Be­tracht, wenn dem Ar­beit­neh­mer auf­grund sei­ner Ak­ti­vitäten je­den­falls die Eig­nung für die Ausübung der frag­lich ge­schul­de­ten Tätig­keit fehlt. Es ist ent­schei­dend, in­wie­weit die außer­dienst­li­chen po­li­ti­schen Ak­ti­vitäten in die Dienst­stel­le hin­ein­wir­ken und ent­we­der die all­ge­mei­ne Auf­ga­ben­stel­lung des öffent­li­chen Ar­beit­ge­bers oder das kon­kre­te Auf­ga­ben­ge­biet des Ar­beit­neh­mers berühren. Das wie­der­um hängt maßgeb­lich da­von ab, wel­che staat­li­chen Auf­ga­ben der Ar­beit­ge­ber/ Dienst­ge­ber wahr­zu­neh­men hat, wel­che Ver­hal­tens­pflich­ten den Ar­beit­neh­mer ob­lie­gen und wel­ches Auf­ga­ben­ge­biet in­ner­halb der Ver­wal­tung er zu be­ar­bei­ten hat (BAG, Ur­teil vom 20. Ju­li 1989, s. o.).

Nach den Re­ge­lun­gen des Ta­rif­ver­tra­ges des öffent­li­chen Diens­tes, die auf­grund ar­beits­ver­trag­li­cher Be­zug­nah­me hier auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en zur An­wen­dung ge­lan­gen, sind die Beschäftig­ten der Stadt M. ver­pflich­tet, sich durch ihr ge­sam­tes Ver­hal­ten zur frei­heit­lich de­mo­kra­ti­schen Grund­ord­nung im Sin­ne des Grund­ge­set­zes zu be­ken­nen. Ei­ne ent­spre­chen­de Ver­pflich­tung ist durch die Un­ter­schrifts­leis­tung un­ter dem Ar­beits­ver­trag des Klägers, in dem auf die Re­ge­lun­gen des Ta­rif­ver­tra­ges des öffent­li­chen Diens­tes Be­zug ge­nom­men wird, zu er­ken­nen und in die­sem Sin­ne auch als Erklärung des Klägers ab­ge­ge­ben wor­den.

Die höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung stellt je­doch dar­auf ab, wel­chen Be­zug zu der je­weils aus­zuüben­den Tätig­keit der je­wei­li­ge An­ge­stell­te des öffent­li­chen Diens­tes hat (BAG, Ur­teil vom 12. Mai 2011, s. o.).

Be­am­te un­ter­lie­gen ei­ner ge­stei­ger­ten po­li­ti­schen Treue­pflicht. Die­se for­dert ih­re Be­reit­schaft, sich mit der Idee des Staa­tes, d. h. sei­ner frei­heit­lich de­mo­kra­ti­schen rechts- und so­zi­al­staat­li­chen Ord­nung zu iden­ti­fi­zie­ren und dafür ak­tiv ein­zu­tre­ten. Be­am­te ha­ben sich des­halb von Grup­pen und Be­stre­bun­gen zu dis­tan­zie­ren, die den Staat, sei­ne ver­fas­sungsmäßigen Or­ga­ne und die gel­ten­de Ver­fas­sungs­ord­nung an­grei­fen, bekämp­fen und de­for­mie­ren. Die­ser wei­te Um­fang, der das Be­am­ten­verhält­nis prägen­den Treue­pflicht lässt sich nicht sche­ma­tisch auf Beschäftig­te des öffent­li­chen Diens­tes über­tra­gen, die in ei­nem pri­vat­recht­li­chen Dienst­verhält­nis zu ei­nem öffent­lich recht­li­chen Ar­beit­ge­ber ste­hen und de­nen in der Re­gel kei­ne ho­heit­li­chen Be­fug­nis­se über­tra­gen sind (BAG, Ur­teil vom 12. Mai 2011, s. o.). Bei der Fülle staat­li­cher Auf­ga­ben gibt es durch­aus Be­rei­che, bei de­nen es für die kon­kret ge­schul­de­te Ar­beits­leis­tung im Rah­men von Ar­beits­verhält­nis­sen nicht auf die von Be­am­ten ver­lang­te be­son­de­re po­li­ti­sche Loya­lität an­kommt. In die­sen Be­rei­chen können Ar­beit­neh­mer auch dann beschäftigt wer­den, wenn sie nur ein ge­rin­ges Maß an po­li­ti­scher Treue erfüllen. Würde man für al­le An­gehöri­gen des öffent­li­chen Diens­tes gleichmäßig und un­abhängig von ih­rer Funk­ti­on das Be­ste­hen ei­ner be­son­de­ren po­li­ti­schen Treue­pflicht an­neh­men, so würden da­mit po­li­ti­sche Grund­rech­te der Ar­beit­neh­mer, die Frei­heit der Mei­nungsäußerung (Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 GG) und die Frei­heit, sich in ei­ner Par­tei po­li­tisch zu betäti­gen (Ar­ti­kel 21 Ab­satz 1 GG) - unnötig und un­verhält­nismäßig ein­ge­schränkt.

Das Maß der ei­nem Ar­beit­neh­mer des öffent­li­chen Diens­tes ob­lie­gen­den Treue­pflicht er­gibt sich da­her aus sei­ner Stel­lung und im Auf­ga­ben­kreis, der ihm laut Ar­beits­ver­trag über­tra­gen ist. Er schul­det (nur) die­je­ni­ge po­li­ti­sche Loya­lität, die für die funk­ti­ons­ge­rech­te Amts­ausübung un­ver­zicht­bar ist (BAG, Ur­teil vom 12. Mai 2011, s. o.).

Trifft den Ar­beit­neh­mer nach den ihm über­tra­ge­nen Funk­tio­nen kei­ne Pflicht zur ge­stei­ger­ten Loya­lität ist er ar­beits­ver­trag­lich nicht ver­pflich­tet, je­der­zeit und auch außer­dienst­lich ak­tiv für den Be­stand der po­li­ti­schen Ord­nung des Grund­ge­set­zes ein­zu­tre­ten. Je nach Stel­lung und Auf­ga­ben­kreis kann er die Ver­fas­sung schon da­durch wah­ren, dass er die frei­heit­lich de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung je­den­falls nicht ak­tiv bekämpft (BAG, Ur­teil vom 20. Ju­li 1989, s. o.).

Aber auch für Beschäftig­te, an de­ren Ver­fas­sungs­treue we­gen ih­rer Tätig­keit - et­wa als Leh­rer, Er­zie­her oder So­zi­al­ar­bei­ter, die glei­chen oder zu­min­dest ähn­li­che An­for­de­run­gen zu stel­len sind, wie an die in ver­gleich­ba­rer Stel­lung beschäftig­ten Be­am­ten, gilt, dass ein Tätig­wer­den für ver­fas­sungs­feind­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen für die­se zwar In­di­zi­en für das Feh­len der Be­reit­schaft zur Ver­fas­sungs­treue sind, für sich ge­nom­men aber als Eig­nungs­man­gel noch nicht al­lei­ne aus­rei­chend. An­ders als bei der Ein­stel­lung, für de­ren Un­ter­blei­ben es grundsätz­lich genügt, dass all­ge­mei­ne Zwei­fel an der Ver­fas­sungs­treue be­gründet sind, ob­liegt es dem öffent­li­chen Ar­beit­ge­ber im Kündi­gungs­schutz­pro­zess, der­ar­ti­ge Zwei­fel durch be­stimm­te, auf den Ar­beit­neh­mer und sei­nem Auf­ga­ben­be­reich be­zo­ge­ne Umstände zu kon­kre­ti­sie­ren und so zu ver­deut­li­chen. Auf­schluss­reich kann in­so­weit das dienst­li­che und außer­dienst­li­che Ver­hal­ten des Ar­beit­neh­mers sein, wenn es über die Ver­fol­gung ver­fas­sungs­kon­for­mer Zie­le der be­tref­fen­den Or­ga­ni­sa­ti­on hin­aus­geht. Von Be­deu­tung kann auch das persönli­che Ver­fas­sungs­verständ­nis des Ar­beit­neh­mers und das Feh­len der Be­reit­schaft sein, sich von ver­fas­sungs­feind­li­chen Zie­len der Or­ga­ni­sa­ti­on, für die er Ein­tritt, zu dis­tan­zie­ren (BAG, Ur­teil vom 12. Mai 2011, s. o.).

Auch der Eu­ropäische Ge­richts­hof für Men­schen­rech­te (Straßburg) hat an­er­kannt, dass ein de­mo­kra­ti­scher Staat das Recht hat, von sei­nen Be­diens­te­ten - je­den­falls in Abhängig­keit von ih­rer Funk­ti­on - ein Be­kennt­nis zu zen­tra­len Ver­fas­sungs­grundsätzen zu ver­lan­gen, auf de­nen der Staat be­ruht. Es sei­en, so der Ge­richts­hof, auch die Er­fah­run­gen in Deutsch­land während der Wei­ma­rer Zeit und der an­sch­ließen­den Pha­se bis zur Ver­ab­schie­dung des Grund­ge­set­zes im Jah­re 1949 so­wie die Be­stre­bun­gen zu berück­sich­ti­gen, die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land auf der Grund­la­ge ei­ner wehr­haf­ten De­mo­kra­tie auf­zu­bau­en (EGMR Ent­schei­dung vom 22. No­vem­ber 2001 - 39799/98, veröffent­lich bei: ju­ris-on­line).

Es be­darf bei Ar­beit­neh­mern mit ein­fa­cher po­li­ti­scher Loya­litäts­pflicht der ge­nau­en Prüfung, ob und ggf. mit wel­chen Mit­teln der Ar­beit­neh­mer sel­ber ver­fas­sungs­feind­li­che Be­stre­bun­gen fördern oder ver­wirk­li­chen will. Erst wenn ent­spre­chen­de Ak­ti­vitäten deut­lich ma­chen, dass der Ar­beit­neh­mer auch nur bei ein­fa­cher Loya­litäts­pflicht das er­for­der­li­che Min­dest­maß an Ver­fas­sungs­treue dau­er­haft nicht auf­zu­brin­gen be­reit oder in der La­ge ist, ist ei­ne Kündi­gung aus Gründen in sei­ner Per­son, ge­recht­fer­tigt (BAG, Ur­teil vom 06. Sep­tem­ber 2012, s. o.).

Die po­li­ti­sche Betäti­gung für ei­ne ver­fas­sungs­feind­li­che Par­tei kann als Grund für ei­ne Kündi­gung in Be­tracht kom­men, wenn der Beschäftig­te im öffent­li­chen Dienst un­ter Berück­sich­ti­gung sei­ner kon­kre­ten Funk­ti­on oder staat­li­chen Auf­ga­ben­stel­lung des Ar­beit­ge­bers nicht mehr als ge­eig­net für sei­ne Tätig­keit an­ge­se­hen wer­den kann (LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 02. Ju­ni 2009, veröffent­licht bei: EZA-SD 2009, Nr. 14). Ak­ti­vitäten für ei­ne ver­fas­sungs­feind­li­che Par­tei be­gründen al­ler­dings nur Zwei­fel an der Eig­nung des Beschäftig­ten. Es ist da­bei fest­zu­stel­len, ob im Streit­fall ei­ne Par­tei mit ver­fas­sungs­feind­li­cher Ziel­set­zung be­trof­fen ist, es sich wei­ter da­hin­ge­hend ne­ga­tiv aus­wirkt, dass die be­trof­fe­ne Par­tei nicht im Ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 21 Ab­satz 2 Satz 2 GG ver­bo­ten wor­den ist. Dass mit dem Kündi­gungs­schutz­ver­fah­ren be­fass­te Ge­richt hat des­halb selbst darüber zu be­fin­den, ob die in Re­de ste­hen­de Par­tei ver­fas­sungs­feind­li­che Zie­le ver­folgt (LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 02. Ju­ni 2009, s. o.). Ver­fas­sungs­wid­rig ist ei­ne Par­tei, die in ih­rem po­li­ti­schen Pro­gramm dar­auf aus ist, die frei­heit­lich- de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zu be­ein­träch­ti­gen oder zu be­sei­ti­gen. Die­se frei­heit­li­che de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ist ge­kenn­zeich­net durch "ein Ord­nung, die un­ter Aus­schluss jeg­li­cher Ge­walt - und Willkürherr­schaft ei­ne rechts­staat­li­che Herr­schafts­ord­nung auf der Grund­la­ge der Selbst­be­stim­mung des Vol­kes nach dem Wil­len der je­wei­li­gen Mehr­heit und der Frei­heit und Gleich­heit dar­stellt". Zu den grund­le­gen­den Prin­zi­pi­en die­ser Ord­nung gehören die Ach­tung vor den im Grund­ge­setz kon­kre­ti­sier­ten Men­schen­rech­ten vor al­lem vor dem Recht der Persönlich­keit auf Le­ben und frei­er Ent­fal­tung, die Volks­sou­veränität, die Ge­wal­ten­tei­lung, die Ver­ant­wort­lich­keit der Re­gie­rung, die Ge­setzmäßig­keit der Ver­wal­tung, die Un­abhängig­keit der Ge­rich­te, das Mehr­par­tei­en­prin­zip und die Chan­cen­gleich­heit für al­le po­li­ti­schen Par­tei­en mit dem Recht auf ver­fas­sungsmäßige Bil­dung und Ausübung ei­ner Op­po­si­ti­on (LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 02. Ju­ni 2009, s. o.). Da­bei er­ge­ben sich die Zie­le ei­ner po­li­ti­schen Par­tei nicht nur aus ih­rem of­fi­zi­el­len Par­tei­pro­gramm oder Sat­zung, viel­mehr auch aus sons­ti­gen pro­gram­ma­ti­schen Äußerun­gen. Dem­ent­spre­chend hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt fest­ge­stellt, dass bei der Na­tio­nal De­mo­kra­ti­schen Par­tei Deutsch­lands (NPD) ei­ne Bekämp­fung von Grund­prin­zi­pi­en der Ver­fas­sungs­ord­nung und ei­ne die­sem wi­der­spre­chen­de Ziel­set­zung fest­ge­stellt wer­den kann (Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Ur­teil vom 28. No­vem­ber 1980 - 2 C 27.78; veröffent­licht bei: Ju­ris-On­line). Dem­nach kann ei­ne auch zu­ge­las­se­ne Par­tei ver­fas­sungs­feind­li­che Zie­le ver­fol­gen. Selbst­verständ­lich ist es nicht Ziel und Auf­ga­be des Ar­beits­ge­rich­tes, über die Ver­fas­sungs­feind­lich­keit und das Ver­bot ei­ner Par­tei zu ent­schei­den. Die­ses Mo­no­pol ob­liegt dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. Möglich ist je­doch die Ein­ord­nung der Zie­le ei­ner Par­tei als ver­fas­sungs­feind­lich. Dies darf bei der NPD, auch auf­grund der oben zi­tier­ten Ent­schei­dun­gen, als ge­ge­ben an­ge­se­hen wer­den.

2. Im vor­lie­gen­den Fall geht das er­ken­nen­de Ge­richt da­von aus, dass dem Kläger bei sei­ner Auf­ga­be als Kin­der­be­treu­er/Hor­ter­zie­her ei­ne ge­stei­ger­te Loya­litäts­pflicht, auch als An­ge­stell­ter im öffent­li­chen Dienst, zu­kommt. Das er­ken­nen­de Ge­richt be­ruft sich hier­bei auf die oben zi­tier­te Recht­spre­chung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ba­den-Würt­tem­berg, so­wie des Bun­des­ar­beits­ge­richts (LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 02. Ju­ni 2009; BAG, Ur­teil vom 12. Mai 2011), wo­nach Er­zie­hern im Ein­zel­fall ei­ne ge­stei­ger­te Loya­litäts­pflicht auf­er­legt wer­den kann. Ge­nau die­ser Vor­ga­be folgt das Ge­richt. Es ist zunächst fest­zu­stel­len, dass an die Er­zie­hung, auch klei­ne­rer Kin­der, un­abhängig von even­tu­el­lem po­li­ti­schem Un­ter­richt, erhöhte An­for­de­run­gen zu stel­len sind. Hier muss be­son­ders ge­prüft wer­den, ob die Loya­litäts­pflich­ten des An­ge­stell­ten im öffent­li­chen Dienst zwei­fels­frei erfüllt wer­den oder aber ob sich star­ke Zwei­fel an die­sen Loya­litäts­pflich­ten er­ge­ben, die ei­nen per­so­nen­be­ding­ten, auch wich­ti­gen, Kündi­gungs­grund dar­stel­len. Dem Kläger sind durch sei­ne Tätig­keit als Er­zie­her zahl­rei­che Kin­der im Al­ter zwi­schen 6 und 14 Jah­ren zur Be­treu­ung an­ver­traut. Die­se Be­treu­ung wird in­ner­halb ei­ner staat­li­chen Ein­rich­tung or­ga­ni­siert. Ein erhöhter An­spruch an die Treue­pflicht des An­ge­stell­ten im öffent­li­chen Dienst ist da­her zu be­ja­hen und war im vor­lie­gen­den Fall zu prüfen.

3. a) Zunächst ist fest­zu­stel­len, dass die Kündi­gung der Be­klag­ten nicht an ei­ner Zurück­wei­sung der Kündi­gung durch den Kläger schei­tert. Der kündi­gen­de Herr B. ist Lei­ter des Per­so­nal­am­tes der Be­klag­ten. Er ist zur Kündi­gung be­rech­tigt. Ei­ner Voll­machts­er­tei­lung be­durf­te es nicht. Ei­ne Zurück­wei­sung gemäß § 174 BGB ist in die­sem Fall nicht möglich.

b) Die Be­klag­te hat die Frist zur Kündi­gung ein­ge­hal­ten, § 626 II BGB. Die Kündi­gung er­folg­te um­ge­hend nach Anhörung des Klägers und Be­tei­li­gung des Per­so­nal­ra­tes.

4. Der Be­klag­ten steht ein außer­or­dent­li­cher Grund zur Kündi­gung zu. Dies auf­grund der feh­len­den er­for­der­li­chen Eig­nung für die ver­trag­lich ge­schul­de­te Tätig­keit im Sin­ne ei­nes per­so­nen­be­ding­ten Kündi­gungs­grun­des, § 1 Ab­satz 2 Satz 1 KSchG.

Auf­grund ei­ner Ge­samt­be­trach­tung des grundsätz­li­chen Ver­hal­tens des Klägers, so­weit es zur Über­zeu­gung des Ge­rich­tes als er­wie­sen fest­steht, er­gibt, dass an der Eig­nung des Klägers so ho­he Zwei­fel be­rech­tig­ter­wei­se be­ste­hen können, dass er als un­ge­eig­net er­scheint, die ver­trag­lich ge­schul­de­te Leis­tung zu er­brin­gen. Der Kläger hat zwar in der münd­li­chen Ver­hand­lung erklärt, er sei nicht Anhänger der als ver­fas­sungs­feind­lich ein­zu­stu­fen­den po­li­ti­schen Par­tei "NPD" und erwähn­te die­se auch nicht. Es fehlt je­doch an ei­ner man­geln­den Dis­tan­zie­rung hin­sicht­lich die­ser Par­tei, da für das Ge­richt fest­steht, dass er an Ver­an­stal­tun­gen der NPD teil­ge­nom­men hat. So z. B. bei ei­ner NPD-Kund­ge­bung in Pir­ma­sens, so­wie ei­nem an­sch­ließen­den NPD-Grill­fest. Die Teil­nah­me steht für das er­ken­nen­de Ge­richt fest, da der Kläger nicht aus­rei­chend sub­stan­ti­iert ei­ne sol­che Teil­nah­me be­strit­ten hat. Des Wei­te­ren ist der Kläger über sein Face­book-Pro­fil mit dem NPD-Stadt­rat in M., C. H., be­freun­det. Das Ge­richt geht von ei­ner Ver­wert­bar­keit des Vor­tra­ges der Be­klag­ten hin­sicht­lich der Un­ter­hal­tung zwei­er Face­book-Pro­fi­le, so­wohl un­ter den Na­men "G. N.", als auch un­ter dem Na­men "T. N." aus.

Die be­klag­te Stadt M. hat sei­ten­wei­se An­la­gen (be­gin­nend mit Sei­te 43 d. A., An­la­ge B 7 ff.) vor­ge­legt. Bei die­sen han­delt sich um ei­nen Screen­shot zwei­er Face­book-Pro­fi­le, die un­ter den Na­men "G. N." so­wie "T. N." bei Face­book zum Zeit­punkt der Kündi­gung on­line verfügbar wa­ren.

Ein Be­weis­ver­wer­tungs­ver­bot auf­grund ei­nes vom Kläger gerühm­ten Rech­tes "am ei­ge­nen Bild" be­steht nicht, da der Kläger selbst je­ne Bil­der in so­zia­len Netz­wer­ken ver­brei­te­te, § 22 ff KUrhG.

Das Ge­richt geht da­von aus, dass die Face­book-Pro­fi­le durch den Kläger persönlich be­trie­ben und ver­wal­tet wer­den. Zwar hat der Kläger mit ei­nem Satz be­strit­ten, die­se Face­book-Pro­fi­le würden ihm gehören. Dies genügt je­doch nicht der Dar­le­gungs­last des Klägers, nach­dem die Be­klag­te zu die­sen Face­book-Pro­fi­len um­fang­reich vor­ge­tra­gen hat, § 138 ZPO i.V.m. § 46 Ab­satz 2 ArbGG. Ein sub­stan­ti­ier­tes Be­strei­ten des Klägers wäre er­for­der­lich ge­we­sen. Der ein­fa­che Hin­weis, dass es sich mögli­cher­wei­se "um Face­book-Pro­fi­le an­de­rer Per­so­nen han­de­le", genügt nicht. Der Kläger hat nicht dar­ge­tan, war­um dies nicht sei­ne Face­book-Pro­fi­le sein sol­len, ob er über­haupt sel­ber Face­book-Pro­fi­le be­treibt, und, so­weit er Kennt­nis von die­sen Face­book-Pro­fi­len als Nicht­be­trei­ber er­langt hätte, war­um er kei­ne Löschung oder sons­ti­ge Maßnah­men ge­genüber der Pri­vat­fir­ma Face­book ver­an­lasst hat. Das ein­fa­che Be­strei­ten genügte da­her nicht. Für das Ge­richt stand da­her fest, dass der Kläger In­ha­ber und Be­trei­ber der bei­den frag­li­chen Face­book-Pro­fi­le ist. Der Vor­trag der Be­klag­ten ist als be­wie­sen ein­zu­ord­nen.

Aus­weis­lich die­ser Face­book-Pro­fi­le hört der Kläger auch u. a. die Ra­dio­sen­der FSN und H8Machine. Bei die­sen han­delt es sich um un­be­strit­ten und er­wie­se­ner­maßen rechts­ra­di­ka­le In­ter­net­pro­pa­gan­da­sen­der der Neo­na­zi-Sze­ne (An­la­ge B 9).

Eben­so hat in die­sem Face­book-Pro­fil Ein­klang ge­fun­den, ein Ti­tel­bild (Co­ver­bild), bei dem der Kläger ei­ne ge­walttäti­ge Sze­ne zwi­schen "De­mons­tran­ten" und Po­li­zis­ten nach­ge­stellt hat. Un­abhängig, wie die­se Kampf­sze­ne ein­zu­ord­nen ist, ist von der Be­klag­ten un­wi­der­spro­chen vor­ge­tra­gen wor­den, dass die­se Sze­ne mit Be­triebs­mit­teln der Be­klag­ten, nämlich Kin­der­spiel­zeug, wel­ches im Ei­gen­tum der Be­klag­ten steht, nach­ge­stellt wor­den ist. Da­mit er­gibt sich ein di­rek­ter Dienst­be­zug zur Tätig­keit des Klägers. Es ist da­her da­von aus­zu­ge­hen, dass der Kläger, mögli­cher­wei­se während der Dienst­zeit, je­doch auf je­den Fall un­ter Zu­hil­fe­nah­me und Ein­satz von Be­triebs­mit­teln der Be­klag­ten, für die Er­zie­hung von Kin­dern völlig un­ge­eig­ne­te ge­walt­ver­herr­li­chen­de Sze­nen nach­spiel­te. Der Kläger hat da­zu aus­geführt, dass es sich mögli­cher­wei­se um ei­ne Sze­ne aus dem links­ra­di­ka­len Be­reich han­deln könn­te. So­weit der Kläger dies als Zu­geständ­nis, je­doch be­zo­gen auf ei­ne an­de­re po­li­ti­sche Aus­rich­tung, ver­stan­den wis­sen will, er­kennt das Ge­richt dar­in vor al­lem Fol­gen­des: Der Kläger hat ei­ne ge­walt­ver­herr­li­chen­de Sze­ne mit Be­triebs­mit­teln der Be­klag­ten nach­ge­stellt, dies in den Räum­en der Be­klag­ten. Er hat das da­von ab­fo­to­gra­fier­te Bild öffent­lich wei­ter­ver­brei­tet, dies außer­dienst­lich. Ei­ne ge­walt­ver­herr­li­chen­de Ak­ti­vität des Klägers ist je­doch be­reits in die­sem Ein­zel­fall da­mit für das Ge­richt deut­lich fest­zu­stel­len. Die Ge­walt­ver­herr­li­chung er­gibt sich durch die Nach­stel­lung ei­ner Straßen­kampf­sze­ne, bei der Fi­gu­ren blutüber­strömt am Bo­den lie­gen (An­la­ge B 10).

Die rechts­ra­di­ka­le Ein­stel­lung des Klägers er­gibt sich auch aus dem Ver­hal­ten des Klägers an ei­ner Bus­hal­te­stel­le im De­zem­ber 2013/ Ja­nu­ar 2014 ge­genüber ei­nem vor­bei­lau­fen­den Kind. Zwar han­delt es sich da­bei um ein grundsätz­lich außer­dienst­li­ches Ver­hal­ten, je­doch ist auch hier ein Dienst­be­zug fest­zu­stel­len, da die dem Kläger zu­ge­schrie­be­ne Äußerung im Bei­sein ei­ner Ar­beits­kol­le­gin fiel. Für das Ge­richt steht nach Durchführung der Be­weis­auf­nah­me vom 10. März 2015 fest, dass der Kläger auf Vor­halt, ein vor­bei­lau­fen­des Kind könne sein ei­ge­nes sein, öffent­lich äußer­te: "Dann hätte er Sprin­ger­stie­fel an und würde ein ro­tes Band am Arm tra­gen."

Das Tra­gen ei­ner ro­ten Arm­bin­de so­wie das Be­nut­zen von Sprin­ger­stie­feln ist ein ty­pi­sches Er­ken­nungs­zei­chen der rechts­ra­di­ka­len Sze­ne. Die Äußerung des Klägers kann un­ter Be­zug­nah­me auf die Ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, die Bemühun­gen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und den Auf­bau ei­nes de­mo­kra­ti­schen und nicht­na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Rechts­staa­tes nur als ge­schmack­los be­zeich­net wer­den. Be­son­ders schwer wiegt für das er­ken­nen­de Ge­richt hier­bei, dass die­se Äußerung über ein Kind und ge­genüber ei­ner Kin­der­er­zie­he­rin fiel. Die be­nann­te Zeu­gin, Frau K., hat in der Be­weis­auf­nah­me am 10. März 2015 die dem Kläger zu­ge­schrie­be­ne Aus­sa­ge oh­ne Um­schwei­fe und kon­kret bestäti­gen können. Das Ge­richt geht da­her da­von aus, dass durch die Aus­sa­ge der glaubwürdi­gen Zeu­gin, die klar und deut­lich, kurz und knapp, sach­lich und in ru­hi­gem Ton­fall den Vor­fall bestätig­te, als er­wie­sen an­zu­se­hen ist. Aus die­ser Äußerung ist zu schließen, dass ganz er­heb­li­che Zwei­fel an der Eig­nung des Klägers im Sin­ne ei­ner Ver­fas­sungs­treue und der Ver­tei­di­gung der frei­heit­lich-de­mo­kra­ti­schen Grund­ord­nung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land be­ste­hen müssen.

Der Kläger hat nicht be­strit­ten, dass er Klei­dung der Mar­ke "Thor St­ei­nar" zu ei­nem frühe­ren Zeit­punkt ge­tra­gen hat. Die Mar­ke "Thor St­ei­nar" ist be­kann­ter­maßen ei­ne aus­sch­ließli­che Klei­dungs­mar­ke der Neo­na­zi­sze­ne. Auch die­ses zeigt, dass die Welt­an­schau­ung des Klägers von rechts­ra­di­ka­lem Ge­dan­ken­gut ge­prägt ist.

Des Wei­te­ren steht für das Ge­richt fest, dass der Kläger Hoo­li­gan und Anhänger des SV Wald­hof Mann­heim ist. Dem Kläger ge­genüber be­steht ein Sta­di­on­ver­bot.

Ver­wert­bar war für das Ge­richt die Aus­sa­ge der kun­di­gen Sze­ne­be­am­tin im Ge­richts­ver­fah­ren des Amts­ge­richts Mann­heim 24 CS 503 JS 28799/13 (vgl. Bl. 380 d. A., Pro­to­koll der Haupt­ver­hand­lung, Straf­ge­richt). Dort wur­de der Kläger, zwi­schen den Par­tei­en un­strei­tig, als Hoo­li­gan der so­ge­nann­ten Ka­te­go­rie B mit Nähe zur Ka­te­go­rie C ein­ge­stuft. Die Ka­te­go­rie C gilt als ge­walt­su­chen­de Fans, Ka­te­go­rie B zählt als ge­walt­be­rei­te/ ge­walt­ge­neig­te Fans. Bei­de Ka­te­go­ri­en sor­gen für Be­sorg­nis hin­sicht­lich der Eig­nung des Klägers.

Der Um­stand, ge­walt­be­rei­ter Fan, -un­abhängig von der Ein­ord­nung in 'C' oder 'B'-, des Mann­hei­mer Ver­eins SV Wald­hof Mann­heim zu sein al­lei­ne, be­gründet noch kei­nen Zwei­fel an der Ver­fas­sungs­treue des Klägers. Im Zu­sam­men­spiel mit den an­de­ren er­wie­se­nen Ei­gen­schaf­ten und Ver­hal­tens­wei­sen des Klägers er­gibt sich je­doch für das Ge­richt, ei­ne Nicht­ge­eig­net­heit des Klägers für die ge­schul­de­te Tätig­keit. Ei­ne zu­min­dest in wei­ten Tei­len rechts­ra­di­ka­le Ge­sin­nung in Ver­bin­dung mit ei­ner grundsätz­li­chen Nei­gung zur Ge­walt, lässt die Auf­ga­be ei­nes Kin­der­er­zie­hers/ Hort­be­treu­ers als für den Kläger nicht zu er­brin­gen­de Leis­tung dar­stel­len. Die in dem Sin­ne, als dass da­von aus­ge­gan­gen wer­den muss, dass der Kläger für die Er­zie­hung und Be­treu­ung der Kin­der als nicht ge­eig­net an­ge­se­hen wer­den kann.

Sei­ne Ge­walt­be­reit­schaft im Sin­ne der Fußball­sze­ne er­gibt sich auch aus dem beim Kläger im Spind ge­fun­de­nen Base­ball­schläger der Hoo­li­gan­sze­ne. Der Base­ball­schläger durf­te in das Ver­fah­ren auch ein­geführt wer­den, da von ei­ner Tatkündi­gung aus­ge­gan­gen wird. Ei­ne vor­he­ri­ge Anhörung des Klägers war nicht er­for­der­lich. Der Sach­ver­halt weist ei­ne en­ge Be­zie­hung zu den bis­he­ri­gen Vorgängen auf, so dass er auch nach Zu­gang der Kündi­gung in das Ver­fah­ren ein­geführt wer­den konn­te (BAG Ur­teil vom 10.6.2010, 2 AZR 541/09 in: NZA 2010,1227). Die­ser zusätz­li­che Kündi­gungs-teil­be­gründungs­um­stand ist der Be­klag­ten erst zu ei­nem späte­ren Zeit­punkt be­kannt ge­wor­den, konn­te je­doch im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren ver­wen­det wer­den. Es ist dar­auf hin­zu­wei­sen, dass der Base­ball­schläger im Dienst­spind des Klägers ge­fun­den wor­den ist. Auch hier ist be­reits zum wie­der­hol­ten Ma­le von ei­nem Dienst­be­zug des Ver­hal­tens des Klägers aus­zu­ge­hen.

5. Auf­grund der Er­kennt­nis­se des Ge­rich­tes, steht für die Kam­mer fest:

Der Kläger ver­folgt ein rechts­ra­di­ka­les Welt­bild. Der Kläger hat deut­li­che Sym­pa­thi­en für die ver­fas­sungs­feind­li­che Par­tei NPD. Dem Kläger ist es nicht möglich, strikt zwi­schen dienst­li­chem und außer­dienst­li­chem Ver­hal­ten zu tren­nen, dies zeigt sich auch dar­an, dass er mit Be­triebs­mit­teln der Be­klag­ten mehr­fach sei­ner Ge­sin­nung nach­ge­gan­gen ist. Der Kläger macht aus sei­ner rechts­ra­di­ka­len Ge­sin­nung auch kei­nen Hehl, in dem er öffent­lich für sei­ne Zie­le ein­tritt so­wie in den so­zia­len Netz­wer­ken dafür wirbt. Die Eig­nung zur Er­zie­hung von Kin­dern und zur Be­treu­ung von Kin­dern in Ein­rich­tun­gen der Be­klag­ten muss dem Kläger da­her deut­lich ab­ge­spro­chen wer­den.

Es ist der Be­klag­ten nicht zu­mut­bar, auch nur ei­nen Tag länger den Kläger wei­ter­hin in der Kin­der­be­treu­ung/ Hort­be­treu­ung ein­zu­set­zen. Die Kam­mer schließt sich den Vor­ga­ben der Ober­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ba­den-Würt­tem­berg und des Bun­des­ar­beits­ge­richts ins­be­son­de­re in dem Punkt an, als dass an die Tätig­keit ei­nes Kin­der­er­zie­hers/Kin­der­be­treu­ers erhöhte An­for­de­run­gen im Sin­ne ei­nes An­ge­stell­ten des öffent­li­chen Diens­tes zu stel­len sind, da die­ser staat­li­chen Auf­ga­be, für die Kläger ein­ge­setzt ist, ei­ne ganz be­son­de­re Be­deu­tung und Ver­ant­wor­tung zu­kommt. Es ist da­her der Ar­gu­men­ta­ti­on der Be­klag­ten zu fol­gen, dass der Kläger als un­ge­eig­net für die ge­schul­de­te Tätig­keit ein­ge­stuft wer­den muss. Der Be­klag­ten steht da­mit ein per­so­nen­be­ding­ter Kündi­gungs­grund zur Verfügung, dies im Sin­ne ei­ner außer­or­dent­li­chen Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses. Die Kla­ge ist da­mit un­be­gründet.

Die Kla­ge war da­mit ab­zu­wei­sen.

II.

Ne­ben­ent­schei­dun­gen

1. Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 46 Ab­satz 2 ArbGG i.V.m. § 91 ZPO. Der Kläger hat als un­ter­le­ge­ne Par­tei die Kos­ten des Rechts­streits zu tra­gen.

2. Die Streit­wert­fest­set­zung be­ruht dem Grun­de nach auf § 61 Ab­satz 1 ArbGG. Der Höhe nach auf § 42 Ab­satz 2 GKG, Vier­tel­jah­res­ver­dienst.

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 7 Ca 254/14  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880