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Sen­kung der Bei­trä­ge zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung

Ent­wurf ei­nes Sechs­ten Ge­set­zes zur Än­de­rung des Drit­ten Buchs So­zi­al­ge­setz­buch und an­de­rer Ge­set­ze: Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 13.09.2007, Bun­des­rat Druck­sa­che 633/07

23.10.2007. Ge­mäß dem Ent­wurf ei­nes Sechs­ten Ge­set­zes zur Än­de­rung des Drit­ten Buchs So­zi­al­ge­setz­buch (SGB III) und an­de­rer Ge­set­ze, vom 13.09.2007 (Bun­des­rat Drucks. 633/07), der von der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­bracht wur­de, sol­len die Bei­trä­ge zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung von der­zeit 4,2 Pro­zent des Brut­to­lohns auf 3,9 Pro­zent ge­senkt wer­den. Die Bei­trags­sen­kung soll zum 01.08.2008 in Kraft tre­ten.

Soll­te das Ge­setz wie ge­plant ver­ab­schie­det wer­den, wird dies zu ei­ner Er­hö­hung des dem Ar­beit­neh­mer ver­blei­ben­den Net­to­lohns bei gleich­zei­ti­ger Re­du­zie­rung der Brut­to­lohn­auf­wen­dun­gen des Ar­beit­ge­bers füh­ren.

Be­grün­det wird die­se Maß­nah­me mit der seit Jah­ren gu­ten wirt­schaft­li­chen La­ge. Die­se wirkt sich auch auf dem Ar­beits­markt und da­mit für die Ar­beits­ver­wal­tung po­si­tiv aus, und zwar in dop­pel­ter Wei­se:

Zum ei­nen wer­den die Ar­beits­agen­tu­ren ent­las­tet, weil we­ni­ger Ar­beits­lo­se fi­nan­zi­ell zu un­ter­stüt­zen sind, und zum an­de­ren flie­ßen der So­zi­al­ver­si­che­rung – und da­mit auch der Bun­des­agen­tur für Ar­beit – durch die Zu­nah­me so­zi­al­ver­si­cher­ter Be­schäf­tig­ter mehr Bei­trä­ge zu. Au­ßer­dem wur­den die Ar­beits­agen­tu­ren durch die Zu­sam­men­le­gung von Ar­beits­lo­sen­hil­fe und So­zi­al­hil­fe in Ge­stalt des Ar­beits­lo­sen­gel­des II von Leis­tungs­pflich­ten zu­guns­ten vor­ma­li­ger Ar­beits­lo­sen­hil­fe­be­rech­tig­ter ent­las­tet.

Laut Ent­wurfs­be­grün­dung konn­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit auf­grund die­ser Um­stän­de im Jah­re 2006 ei­ne Rück­la­ge von 11,2 Mrd. Eu­ro bil­den. Kurz­um: Es scheint an der Zeit, den Bei­trags­zah­lern et­was zu­rück­zu­ge­ben.

Ein wei­te­rer we­sent­li­cher Teil des Ge­setz­ent­wurfs be­trifft die fi­nan­zi­el­le Ab­si­che­rung der Ren­ten­zah­lun­gen, die zu­guns­ten der bei den Ar­beits­agen­tu­ren be­schäf­tig­ten Be­am­ten zu leis­ten sind bzw. künf­tig zu leis­ten sein wer­den.

Hier geht es um et­wa 28.000 Per­so­nen, d.h. um die der­zeit et­wa 20.000 ak­ti­ven Be­am­ten der Bun­des­agen­tur für Ar­beit und um die et­wa 8.000 Ru­he­ständ­ler, die jetzt be­reits ei­ne Ver­sor­gung be­zie­hen.

Zur Ab­si­che­rung der be­ste­hen­den und künf­ti­gen Pen­si­ons­zah­lun­gen soll ein Ver­sor­gungs­fonds ge­bil­det wer­den. Die­ser ist ein Son­der­ver­mö­gen.

In ihm wer­den Pen­si­ons­rück­stel­lun­gen ge­sam­melt. Der Fonds bzw. die hier­zu ge­hö­ren­den Gel­der sol­len von der Bun­des­bank ver­wal­tet wer­den.

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Letzte Überarbeitung: 13. September 2016

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