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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Einigungsstelle
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Hamm
Akten­zeichen: 10 TaBV 39/10
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 19.07.2010
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Münster, Beschluss vom 08.04.2010, 2 BV 12/10
   

10 TaBV 39/10

2 BV 12/10 ArbG Müns­ter

 

Verkündet am 19.07.2010

Neu­ge­bau­er Re­gie­rungs­beschäftig­te als Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le

 

Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm

Im Na­men des Vol­kes

Be­schluss

In dem Be­schluss­ver­fah­ren

un­ter Be­tei­li­gung

hat die 10. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hamm
auf­grund der münd­li­chen Anhörung vom 19.07.2010
durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Schier­baum

be­schlos­sen :

Die Be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin ge­gen den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 08.04.2010 – 2 BV 12/10 wird zurück­ge­wie­sen.

 

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Gründe:

A

Die Be­tei­lig­ten strei­ten um die Ein­rich­tung ei­ner Ei­ni­gungs­stel­le.

Die Ar­beit­ge­be­rin beschäftigt ca. 900 Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer in drei Be­trie­ben in B6, M1 und H2, in de­nen je­weils ein ei­genständi­ger Be­triebs­rat gewählt ist.
Fer­ner ist im Un­ter­neh­men der Ar­beit­ge­be­rin ein Ge­samt­be­triebs­rat er­rich­tet, des­sen Vor­sit­zen­der zu­gleich der Vor­sit­zen­de des an­trag­stel­len­den Be­triebs­rats in M1 ist. Die Be­trie­be der Ar­beit­ge­be­rin in B6, M1 und H2 be­fas­sen sich mit der Ver­sor­gung von Blut­präpa­ra­ten in Nord­rhein-West­fa­len.

Nach­dem die Ar­beit­ge­be­rin, die nicht ta­rif­ge­bun­den ist, An­fang 2005 die im Un­ter­neh­men übli­che Pra­xis auf­ge­ge­ben hat­te, die Ar­beits­verhält­nis­se ih­rer Mit­ar­bei­ter am Ta­rif­werk des öffent­li­chen Diens­tes – sei­ner­zeit BAT – zu ori­en­tie­ren, der Ab­schluss ei­nes Haus­ta­rif­ver­trags mit der Ge­werk­schaft ver.di je­doch ab­ge­lehnt wur­de, kam es in den Be­trie­ben der Ar­beit­ge­be­rin zu Warn­streiks und zu ei­nem Ta­rif­ab­schluss mit ei­ner Ge­werk­schaft DHV (Deut­scher Han­dels- und In­dus­trie­an­ge­stell­ten-Ver­band im CGB). Wei­te­re Ver­hand­lun­gen und Ar­beits­kampf­maßnah­men führ­ten so­dann auch zum Ab­schluss ei­nes Haus­ta­rif­ver­tra­ges zwi­schen der Ar­beit­ge­be­rin und der Ge­werk­schaft ver.di im März 2007. Seit­her kam es zwi­schen den Be­tei­lig­ten zu zahl­rei­chen ar­beits­ge­richt­li­chen Be­schluss­ver­fah­ren und Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren, die un­ter an­de­rem die Ta­rif­si­tua­ti­on im Un­ter­neh­men der Ar­beit­ge­be­rin zum Ge­gen­stand hat­ten.

Nach Ab­schluss der Haus­ta­rif­verträge mit der DHV ei­ner­seits und der Ge­werk­schaft ver.di an­de­rer­seits wur­de den Mit­ar­bei­tern ein Wahl­recht ein­geräumt; sie konn­ten sich zwi­schen Ar­beits­verträgen mit Be­zug­nah­me auf das DHV-Ta­rif­werk oder auf das mit ver.di ver­ein­bar­te Ta­rif­werk ent­schei­den.
Nach Einräum­ung die­ses Wahl­rechts ge­genüber der Be­leg­schaft mach­te der an­trag­stel­len­de Be­triebs­rat in M1 ein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG gel­tend und for­der­te die Ar­beit­ge­be­rin auf, ei­ne Ei­ni­gungs­stel­le zur Fra­ge der

 

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be­trieb­li­chen Lohn­ge­stal­tung ein­zu­rich­ten. Nach­dem die Ar­beit­ge­be­rin die­sem An­sin­nen nicht nach­kam, lei­te­te der Be­triebs­rat beim Ar­beits­ge­richt Müns­ter – 4 BV 12/07 – ein Be­schluss­ver­fah­ren zur Ein­rich­tung ei­ner ent­spre­chen­den Ei­ni­gungs­stel­le ein. Durch Be­schluss vom 22.08.2007 – 4 BV 12/07 Ar­beits­ge­richt Müns­ter - wur­de auf An­trag des Be­triebs­rats we­gen der Auf­stel­lung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG die Ei­ni­gungs­stel­le ein­ge­rich­tet und der Vor­sit­zen­de Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt, der heu­ti­ge Vi­ze­präsi­dent, Dr. H3 S4, zum Vor­sit­zen­den be­stellt; die Zahl der Bei­sit­zer wur­de auf je drei fest­ge­setzt. Der Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 22.08.2007 wur­de rechts­kräftig.

Nach­dem die Be­tei­lig­ten zusätz­lich über die Ver­tei­lung ei­ner Er­folgs­prämie, die in § 5 des zwi­schen der Ar­beit­ge­be­rin und der Ge­werk­schaft DHV ab­ge­schlos­se­nen Ent­gelt­ta­rif­ver­trags vom 31.10.2006 in der Fas­sung der Pro­to­koll­no­tiz vom 09.02.2007 vor­ge­se­hen war, kei­ne Ei­ni­gung er­zie­len konn­ten, lei­te­te der Be­triebs­rat beim Ar­beits­ge­richt Müns­ter ein wei­te­res Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren – 3 BV 12/08 – ein. In die­sem Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren be­stritt die Ar­beit­ge­be­rin un­ter an­de­rem die Zuständig­keit der ein­zu­rich­ten­den Ei­ni­gungs­stel­le. Durch Ver­gleich vom 29.05.2008 – 3 BV 12/08 Ar­beits­ge­richt Müns­ter – ei­nig­ten sich die Be­tei­lig­ten dar­auf, dass der mit dem An­trag in die­sem Ver­fah­ren be­zeich­ne­te Ge­gen­stand der ein­zu­rich­ten­den Ei­ni­gungs­stel­le mit der be­reits der auf­grund des Ver­fah­rens 4 BV 12/07 Ar­beits­ge­richt Müns­ter ein­ge­rich­te­ten Ei­ni­gungs­stel­le ver­bun­den wird. Der Ar­beit­ge­be­rin blieb vor­be­hal­ten, Be­den­ken ge­gen die Zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le bezüglich des mit dem Ver­fah­ren 3 BV 12/08 be­an­trag­ten Ge­gen­stands gel­tend zu ma­chen.

Die ein­ge­rich­te­te Ei­ni­gungs­stel­le tag­te dar­auf­hin in meh­re­ren Sit­zun­gen, un­ter an­de­rem am 14.05.2008, 17.11.2008 und am 14.08.2009. In den Sit­zun­gen der Ei­ni­gungs­stel­le be­stritt die Ar­beit­ge­be­rin in­so­weit die Zuständig­keit des ört­li­chen Be­triebs­rats in M1.

Nach­dem der Ge­samt­be­triebs­rat im Auf­trag des Be­triebs­rats B6 eben­falls we­gen der Ver­tei­lung der Er­folgs­prämie die Ein­rich­tung ei­ner Ei­ni­gungs­stel­le beim Ar­beits­ge­richt Düssel­dorf – 6 BV 102/09 – be­an­tragt und in die­sem Ver­fah­ren

 

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eben­falls den Vi­ze­präsi­den­ten des Lan­des­ar­beits­ge­richts Dr. H3 S4 als Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den vor­ge­schla­gen hat­te, wur­de durch Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 02.11.2009 – 6 BV 102/09 – die be­an­trag­te Ei­ni­gungs­stel­le ein­ge­rich­tet, je­doch auf An­trag der Ar­beit­ge­be­rin un­ter dem Vor­sitz des Di­rek­tors des Ar­beits­ge­richts Wup­per­tal T4.

Der Vor­sit­zen­de der Ei­ni­gungs­stel­le Dr. S4 leg­te dar­auf­hin mit Schrei­ben vom 29.11.2009 (Bl. 19 d. A.) den Vor­sitz der Ei­ni­gungs­stel­le nie­der und teil­te mit, dass er we­gen des von der Ar­beit­ge­be­rin ein­ge­schla­ge­nen stra­te­gi­schen We­ges, der das Ver­trau­en in sei­ne bis­he­ri­ge Ar­beit in Fra­ge stel­le, für wei­te­re Ei­ni­gungs­stel­len nicht mehr zur Verfügung ste­he.

Die vom Ge­samt­be­triebs­rat ge­gen den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 02.11.2009 zum Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf ein­ge­leg­te Be­schwer­de wur­de durch Be­schluss vom 09.02.2010 – 8 TaBV 154/09 – zurück­ge­wie­sen.

Mit Schrei­ben vom 07.12.2009 (Bl. 343 d. A.) schlug der an­trag­stel­len­de Be­triebs­rat in M1 vor, nach Nie­der­le­gung des Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zes durch Herrn D3. S4 als Vor­sit­zen­den für die Ei­ni­gungs­stel­le be­trieb­li­che Lohn­ge­stal­tung den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt, Herrn H4-D5 K1, ein­zu­set­zen. Die Ar­beit­ge­be­rin lehn­te die­sen Vor­schlag mit Schrei­ben vom 25.01.2010 (Bl. 35 d. A.) ab.

Mit Schrei­ben vom 15.01.2010 teil­te der Ge­samt­be­triebs­rat der Ar­beit­ge­be­rin mit, dass er sich der Auf­fas­sung der Ar­beit­ge­be­rin zur Zuständig­keit des Ge­samt­be­triebs­rats hin­sicht­lich der Re­ge­lungs­fra­ge Ver­tei­lung der Er­folgs­prämie an­sch­ließe. Mit Schrei­ben vom 25.01.2010 (Bl. 32 f. d. A.) teil­te auch der Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te des an­trag­stel­len­den Be­triebs­rats in M1 mit, dass sich der Be­triebs­rat in M1 der Auf­fas­sung an­sch­ließe, dass hin­sicht­lich der Ver­tei­lung der Er­folgs­prämie bei Be­ste­hen ei­nes Mit­be­stim­mungs­rechts die Zuständig­keit des Ge­samt­be­triebs­rats ge­ge­ben sei, für die Fra­ge der Lohn­ge­stal­tung vor dem Hin­ter­grund zwei­er Ta­rif­verträge und dem den Ar­beit­neh­mern ein­geräum­ten Wahl­recht blei­be die be­reits durch Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 22.08.2007 – 4 BV 12/07 - ein­ge­rich­te­te Ei­ni­gungs­stel­le je­doch zuständig, die­sem Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren sei in­so­weit Fort­gang zu ge­ben und der vom Be­triebs­rat

 

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vor­ge­schla­ge­ne Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 mit dem Vor­sitz der be­reits ein­ge­rich­te­ten Ei­ni­gungs­stel­le zu be­trau­en.
Die­ses Schrei­ben der Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten des Be­triebs­rats vom 25.01.2010 blieb sei­tens der Ar­beit­ge­be­rin un­be­ant­wor­tet.

Dar­auf­hin lei­te­te der Be­triebs­rat am 22.03.2010 das vor­lie­gen­de Be­schluss­ver­fah­ren beim Ar­beits­ge­richt ein.

Der Be­triebs­rat hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass die durch Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 22.08.2007 – 4 BV 12707 – ein­ge­rich­te­te Ei­ni­gungs­stel­le ei­nen neu­en Vor­sit­zen­den benöti­ge, nach­dem der ehe­ma­li­ge Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­de Dr. S4 sein Amt nie­der­ge­legt ha­be. Da die Ar­beit­ge­be­rin al­len Ar­beit­neh­mern ein Wahl­recht ein­geräumt ha­be, sich für den ei­nen oder für den an­de­ren Ta­rif­ver­trag zu ent­schei­den, be­ste­he in­so­weit ein Mit­be­stim­mungs­recht des Be­triebs­rats nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG. Die Ar­beit­ge­be­rin könne nur mit Zu­stim­mung des Be­triebs­rats den nicht ta­rif­ge­bun­de­nen Ar­beit­neh­mern die Wahl bei der An­wen­dung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems an­bie­ten. Dies gel­te auch, nach­dem der Ver­band DHV sei­ne Sat­zung in­zwi­schen geändert ha­be. Nach wie vor sei die DHV für den Ab­schluss von Ta­rif­verträgen mit der Ar­beit­ge­be­rin nicht ta­rif­zuständig.

Der Be­triebs­rat hat be­an­tragt,

den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt H4-D5 K1 zum Vor­sit­zen­den der Ei­ni­gungs­stel­le we­gen der Auf­stel­lung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems gemäß § 87 Abs. 1 Zif­fer 10 Be­trVG zu be­stel­len.

Die Ar­beit­ge­be­rin hat be­an­tragt,

den An­trag zurück­zu­wei­sen,

hilfs­wei­se,

 

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Herrn Dr. A3 S6, H5 62 a in 43 D6 als Vor­sit­zen­den der Ei­ni­gungs­stel­le zu be­stel­len.

Die Ar­beit­ge­be­rin hat die nicht ord­nungs­gemäße Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­rats zur Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens gerügt.
Im Übri­gen hat sie die Auf­fas­sung ver­tre­ten, es feh­le dem Be­triebs­rat am er­for­der­li­chen Rechts­schutz­in­ter­es­se, da fak­tisch zwi­schen dem an­trag­stel­len­den Be­triebs­rat und dem Ge­samt­be­triebs­rat Per­so­nen­iden­tität be­ste­he. Die im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren ein­zu­rich­ten­de Ei­ni­gungs­stel­le sei un­zuständig. Al­len­falls be­ste­he ei­ne Zuständig­keit des Ge­samt­be­triebs­rats, weil ei­ne Klärung auf Un­ter­neh­mens­ebe­ne sinn­voll er­schei­ne. Das sei auch die Auf­fas­sung des Ge­samt­be­triebs­rats. In­so­weit sei aber die Ei­ni­gungs­stel­le nach An­trag des Ge­samt­be­triebs­rats durch Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 02.11.2009 bzw. des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 09.02.2010 be­reits ein­ge­rich­tet. Im Übri­gen stel­le sich der nun­mehr ge­stell­te An­trag des Be­triebs­rats als grob rechts­miss­bräuch­lich dar, da der Be­triebs­rat ver­su­che, sich der Hil­fe der Ge­rich­te zu be­die­nen, nicht um ei­ne Klärung der Sa­che zu er­zie­len, son­dern um Macht­in­ter­es­sen bei der Be­stel­lung von Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den durch­zu­set­zen.

Durch Be­schluss vom 08.04.2010 hat das Ar­beits­ge­richt dem An­trag des Be­triebs­rats statt­ge­ge­ben und die Ei­ni­gungs­stel­le un­ter dem Vor­sitz des Rich­ters am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 ein­ge­rich­tet. Zur Be­gründung hat es aus­geführt, die Rüge der Ar­beit­ge­be­rin der nicht ord­nungs­gemäßen Be­schluss­fas­sung durch den Be­triebs­rat sei un­sub­stan­tiert. Ei­ne of­fen­sicht­li­che Un­zuständig­keit der ein­zu­rich­ten­den Ei­ni­gungs­stel­le be­ste­he nicht. Im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren ge­he es al­lein um die Auf­stel­lung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems. Die vom Ar­beits­ge­richt Düssel­dorf ein­ge­setz­te und vom Lan­des­ar­beits­ge­richt bestätig­te Ei­ni­gungs­stel­le beschäfti­ge sich mit ei­nem an­de­ren Re­ge­lungs­ge­gen­stand, nämlich der Ver­tei­lung der Er­folgs­prämie. Auch dem Hilfs­an­trag könne nicht statt­ge­ge­ben wer­den, weil nicht näher vor­ge­tra­gen wor­den sei, wel­che Be­den­ken ge­gen die Be­stel­lung des Rich­ters am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 bestünden.

 

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Ge­gen den der Ar­beit­ge­be­rin am 15.04.2010 zu­ge­stell­ten Be­schluss, auf des­sen Gründe ergänzend Be­zug ge­nom­men wird, hat die Ar­beit­ge­be­rin am 28.04.2010 Be­schwer­de zum Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­legt und die­se zu­gleich be­gründet.

Un­ter Wie­der­ho­lung und Ver­tie­fung ih­res erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens ist die Ar­beit­ge­be­rin nach wie vor der Auf­fas­sung, der an­trag­stel­len­de Be­triebs­rat wol­le of­fen­bar le­dig­lich das Er­geb­nis des Ver­fah­rens beim Ar­beits­ge­richt Düssel­dorf – 6 BV 102/09 – re­vi­die­ren. Die Ar­beit­ge­be­rin ha­be in der Ver­gan­gen­heit mehr­fach zum Aus­druck ge­bracht, dass ei­ne Klärung der strei­ti­gen Fra­gen auf Un­ter­neh­mens­ebe­ne sinn­voll er­schei­ne und in­so­weit auch die Zuständig­keit der zu­vor un­ter dem Vor­sitz von Herrn Dr. S4 ein­ge­rich­te­ten Ei­ni­gungs­stel­le gerügt. In­zwi­schen ha­be auch der Ge­samt­be­triebs­rat sich der Auf­fas­sung an­ge­schlos­sen, dass es sich um ei­ne ori­ginäre Zuständig­keit des Ge­samt­be­triebs­rats han­de­le. Ein et­wai­ges Mit­be­stim­mungs­recht ste­he al­lein dem Ge­samt­be­triebs­rat zu. Die durch das Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf ein­ge­setz­te Ei­ni­gungs­stel­le be­han­de­le auch kei­nen an­de­ren Re­ge­lungs­ge­gen­stand. An­lass für sämt­li­che Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren sei die Ar­gu­men­ta­ti­on des Ge­samt-/Be­triebs­rats, die mit der Ge­werk­schaft DHV ab­ge­schlos­se­nen Haus­ta­rif­verträge sei­en un­wirk­sam. Die Fra­ge des Ein­grup­pie­rungs­sys­tems könne sinn­vol­ler­wei­se nicht von der Er­folgs­prämie ge­trennt wer­den. Auch bei der Er­folgs­prämie han­de­le es sich um ei­ne Fra­ge der be­trieb­li­chen Lohn­ge­stal­tung. In­so­weit sei­en ver­schie­de­ne Lösun­gen nicht sinn­voll. Rechts­fra­gen könn­ten nicht ab­sch­ließend un­ter­schied­lich be­ur­teilt wer­den.

Im Übri­gen stel­le sich der vom Be­triebs­rat ge­stell­te An­trag als grob rechts­miss­bräuch­lich dar. Der Be­triebs­rat ver­su­che, sich der Hil­fe der Ge­rich­te zu be­die­nen, nicht um ei­ne Klärung in der Sa­che zu er­zie­len, son­dern um Macht­in­ter­es­sen bei der Be­stel­lung von Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den durch­zu­set­zen.

Das Ar­beits­ge­richt ha­be darüber hin­aus den An­trag schon als un­zulässig zurück­wei­sen müssen, da die Ar­beit­ge­be­rin die nicht ord­nungs­gemäße Be­vollmäch­ti­gung des Pro­zess­ver­tre­ters des Be­triebs­rats gerügt ha­be.

 

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Sch­ließlich ist die Ar­beit­ge­be­rin der Auf­fas­sung, die Ein­set­zung ei­nes neu­tra­len, mit der Sa­che bis­lang nicht be­fass­ten Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den könne maßgeb­lich zu ei­ner Ei­ni­gung zwi­schen den Be­tei­lig­ten bei­tra­gen. Aus die­sem Grun­de müsse min­des­tens der Di­rek­tor des Ar­beits­ge­richts Wup­per­tal, Herr U1 T4, zum Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den be­stellt wer­den. Herr T4 sei durch das Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf als neu­tra­ler und un­abhängi­ger Vor­sit­zen­der be­stellt wor­den. Im Übri­gen sei es ungüns­tig, wenn an der Ei­ni­gungs­stel­len­ent­schei­dung ein Mit­glied der höchs­ten deut­schen Ar­beits­ge­richts­in­stanz be­tei­ligt sei, da dies Ein­fluss auf ei­ne et­wa nach­fol­gen­de ge­richt­li­che Be­ur­tei­lung der An­ge­le­gen­heit ha­ben könn­te.

Die Ar­beit­ge­be­rin be­an­tragt,

den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 08.04.2010 - 2 BV 12/10 - ab­zuändern und den An­trag zurück­zu­wei­sen,

hilfs­wei­se,

den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 08.04.2010 - 2 BV 12/10 - ab­zuändern und den Di­rek­tor des Ar­beits­ge­richts Wup­per­tal, Herrn U1 T4, Am M4 44, 45 H6 zum Vor­sit­zen­den der Ei­ni­gungs­stel­le zu be­stel­len.

Der Be­triebs­rat be­an­tragt,

die Be­schwer­de zurück­zu­wei­sen.

Er ver­tei­digt den an­ge­foch­te­nen Be­schluss und ist der Auf­fas­sung, dass ei­ne of­fen­sicht­li­che Un­zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le nicht vor­lie­ge. Ins­be­son­de­re sei der Ge­samt­be­triebs­rat nicht für den vor­lie­gen­den Re­ge­lungs­ge­gen­stand zuständig. Die Fra­ge über die Ver­tei­lungs­grundsätze über die Er­folgs­prämie sei nicht mehr

 

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Ge­gen­stand des ursprüng­li­chen Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­rens. Dies ge­he mit hin­rei­chen­der Deut­lich­keit aus dem Schrei­ben des Be­triebs­rats vom 25.01.2010 her­vor.
Im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren, in dem es um den Re­ge­lungs­ge­gen­stand Auf­stel­lung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems ge­he, sei le­dig­lich noch zu ent­schei­den, wer den Vor­sitz der be­reits durch Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 22.08.2007 – 4 BV 12/07 – be­reits ein­ge­rich­te­ten Ei­ni­gungs­stel­le über­neh­me. Die Ei­ni­gungs­stel­le sei in­so­weit be­reits ein­ge­rich­tet. Er­heb­li­che Einwände ge­gen die Per­son des vom Ar­beits­ge­richt be­stell­ten Vor­sit­zen­den tra­ge die Ar­beit­ge­be­rin nicht vor.

Un­an­ge­bracht und un­zu­tref­fend sei­en auch die Ausführun­gen der Ar­beit­ge­be­rin zur Be­schluss­fas­sung hin­sicht­lich der Be­auf­tra­gung des Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten des Be­triebs­rats. Der an­trag­stel­len­de Be­triebs­rat sei in­so­weit be­son­ders vor­sich­tig ge­wor­den, nach­dem die Ar­beit­ge­be­rin die Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­rats vielfältig ein­schlägig be­strei­te und so­gar ei­des­statt­li­che Ver­si­che­run­gen des Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den nicht gel­ten las­sen wol­le. Dies be­deu­te, dass Be­schlüsse, die be­reits ge­fasst wor­den sei­en, nach dem Be­strei­ten durch die Ar­beit­ge­be­rin rein vor­sorg­lich je­weils noch­mals ge­fasst würden. Hier­zu ha­be der Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te den Be­triebs­rat aus­drück­lich ge­ra­ten.

Die Be­schwer­de­kam­mer hat die Ak­ten der Be­schluss­ver­fah­ren 4 BV 12/07 Ar­beits­ge­richt Müns­ter, 3 BV 12/08 Ar­beits­ge­richt Müns­ter und 6 BV 102/09 Ar­beits­ge­richt Düssel­dorf = 8 TaBV 154/09 Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf bei­ge­zo­gen. Auf den In­halt die­ser Ak­ten wird eben­so Be­zug ge­nom­men wie auf den wei­te­ren In­halt der von den Be­tei­lig­ten ge­wech­sel­ten Schriftsätze.

B

Die zulässi­ge Be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin ist un­be­gründet. Zu Recht und mit zu­tref­fen­der Be­gründung hat das Ar­beits­ge­richt dem An­trag des Be­triebs­rats statt­ge­ge­ben und die be­gehr­te Ei­ni­gungs­stel­le un­ter dem Vor­sitz des Rich­ters am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 ein­ge­rich­tet.

 

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I.

Der An­trag des Be­triebs­rats ist zulässig.

1. Der Be­triebs­rat ver­folgt sein Be­geh­ren zu Recht im ar­beits­ge­richt­li­chen Be­schluss­ver­fah­ren nach den §§ 2 a, 80 Abs. 1 ArbGG. Zwi­schen den Be­tei­lig­ten ist ei­ne be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che An­ge­le­gen­heit strei­tig, nämlich die Ein­rich­tung ei­ner Ei­ni­gungs­stel­le nach den §§ 76 Be­trVG, 98 ArbGG.

2. Die An­trags­be­fug­nis und des Be­triebs­rats und die Be­tei­li­gung der Ar­beit­ge­be­rin am vor­lie­gen­den Ver­fah­ren er­ge­ben sich aus den §§ 10, 83 Abs. 3 ArbGG. Der Be­triebs­rat ist an­trags­be­fugt. Mit sei­nem An­trag macht er ein ei­ge­nes be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­ches Recht gel­tend.

3. Die Un­zulässig­keit des An­trags des Be­triebs­rats er­gibt sich auch nicht dar­aus, dass das vor­lie­gen­de Ver­fah­ren nicht auf­grund ei­nes ord­nungs­gemäßen Be­triebs­rats­be­schlus­ses ein­ge­lei­tet wor­den wäre.
Zu Recht ist das Ar­beits­ge­richt der Rüge der Ar­beit­ge­be­rin nicht nach­ge­gan­gen, da sie oh­ne jeg­li­che Sub­stan­ti­ie­rung an­ge­bracht wor­den ist. Die Ar­beit­ge­be­rin hat erst­in­stanz­lich wie auch im Be­schwer­de­ver­fah­ren le­dig­lich die nicht ord­nungs­gemäße Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­rats zur Ein­lei­tung des Ver­fah­rens gerügt. Dies ist un­zu­rei­chend. Die Ar­beit­ge­be­rin hätte al­len­falls das Vor­brin­gen des Be­triebs­rats mit Nicht­wis­sen be­strei­ten können. Dies ist nicht ge­sche­hen. Darüber hin­aus ist nicht vor­ge­tra­gen wor­den, in wel­chen Punk­ten und wes­halb die Be­haup­tun­gen des Be­triebs­rats nicht als wahr zu er­ach­ten sei­en (BAG 09.12.2003 – 1 ABR 44/02 – AP Be­trVG 1972 § 33 Nr. 1; BAG 30.09.2008 – 1 ABR 54/07 – AP Be­trVG 1972 § 80 Nr. 71). Auch im Anhörungs­ter­min vor der Be­schwer­de­kam­mer vom 19.07.2010 ist die Wirk­sam­keit der Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­rats zur Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Ver­fah­rens nicht kon­kret in Fra­ge ge­stellt wor­den.

Darüber hin­aus hat der Be­triebs­rat in dem zu­grun­de lie­gen­den Ver­fah­ren 4 BV 12/07 Ar­beits­ge­richt Müns­ter im Ein­zel­nen dar­ge­legt, am 26.06.2007 er­neut be­schlos­sen zu ha­ben, die Ein­set­zung ei­ner Ei­ni­gungs­stel­le nach § 98 ArbGG zu be­an­tra­gen. Dass in­so­weit den ar­beit­ge­ber­sei­tig geäußer­ten for­ma­len Rügen kei­ne

 

- 11 - 

Wirk­sam­keits­be­den­ken ent­ge­gen­ste­hen, ist be­reits im Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 22.08.2007 – 4 BV 12/07 – aus­geführt wor­den. Nach­dem die Ei­ni­gungs­stel­le durch Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Müns­ter vom 22.08.2007 dem Grun­de nach auf­grund ei­nes wirk­sa­men Be­triebs­rats­be­schlus­ses ein­ge­rich­tet wor­den ist und der Vor­sit­zen­de der ein­ge­rich­te­ten Ei­ni­gungs­stel­le sein Amt nie­der­ge­legt hat, ob­lag es dem be­reits be­auf­trag­ten Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten zu ent­schei­den, wel­che außer­ge­richt­li­chen oder ge­richt­li­chen Ver­fah­ren zur Her­beiführung des ursprüng­li­chen Zie­les der Ein­rich­tung ei­ner Ei­ni­gungs­stel­le ge­eig­net sind.

4. Die Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens durch den Be­triebs­rat ist auch nicht, wie die Ar­beit­ge­be­rin meint, rechts­miss­bräuch­lich.

Zwar be­grenzt der Ein­wand des Rechts­miss­brauchs als all­ge­mei­ne Schran­ke der Rechts­ausübung nicht nur sub­jek­ti­ve Rech­te, son­dern auch Rechts­in­sti­tu­te und Rechts­nor­men. Der Grund­satz von Treu und Glau­ben nach § 242 BGB so­wie das Ver­bot un­zulässi­ger Rechts­ausübung gilt auch im Ver­fah­rens- und Pro­zess­recht. Je­de Par­tei ist zu red­li­cher Pro­zessführung ver­pflich­tet, pro­zes­sua­le Bedürf­nis­se dürfen nicht für ver­fah­rens­frem­de Zwe­cke miss­braucht wer­den (BGH 05.06.1997 - X ZR 73/95 - NJW 1997, 3377, 3379; BGH 10.05.2007 – V ZB 83/06 – NJW 2007, 3279, 3280; BAG 18.02.2003 – 1 ABR 17/02 – AP Be­trVG 1972 § 77 Be­triebs­ver­ein­ba­rung Nr. 11; Zöller/Voll­kom­mer, ZPO, 28. Aufl., Einl. Rn. 56 f.).

Ein rechts­miss­bräuch­li­ches Ver­hal­ten bei der Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens kann dem Be­triebs­rat je­doch nicht vor­ge­wor­fen wer­den. Auch dies hat das Ar­beits­ge­richt zu­tref­fend er­kannt. So­weit die Ar­beit­ge­be­rin meint, dem Be­triebs­rat ge­he es of­fen­bar nur dar­um, das Er­geb­nis des Be­schluss­ver­fah­rens 6 BV 102/09 Ar­beits­ge­richt Düssel­dorf zu re­vi­die­ren, über­sieht sie, dass es in je­nem Ver­fah­ren und im vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­ren um un­ter­schied­li­che Re­ge­lungs­ge­genstände geht. Die beim Ar­beits­ge­richt Düssel­dorf ein­ge­rich­te­te Ei­ni­gungs­stel­le hat nach dem Te­nor des Be­schlus­ses vom 02.11.2009 fol­gen­den Re­ge­lungs­ge­gen­stand:
„Auf­stel­lung von Ver­tei­lungs­grundsätzen über die Ver­tei­lung der im Fe­bru­ar 2008 für 2007 und im Fe­bru­ar 2009 für 2008 zur Aus­zah­lung ge­kom­me­ne Er­folgs­prämie

 

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gemäß § 5 des zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber und der Ge­werk­schaft DHV ab­ge­schlos­se­nen Ent­gelt­ta­rif­ver­trags vom 31.10.2006 in der Fas­sung der Pro­to­koll­no­tiz vom 09.02.2007". Dem­ge­genüber geht es im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren – wie be­reits im Ver­fah­ren 4 BV 12/07 Ar­beits­ge­richt Müns­ter – um den Re­ge­lungs­ge­gen­stand „Auf­stel­lung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG" im Zu­sam­men­hang mit dem der Be­leg­schaft ein­geräum­ten Wahl­recht zwi­schen zwei ta­rif­li­chen Ein­grup­pie­rungs­sys­te­men. Dies sind un­ter­schied­li­che Re­ge­lungs­ge­genstände.

Der Vor­wurf der Ar­beit­ge­be­rin, der Be­triebs­rat ver­su­che le­dig­lich, sei­ne Macht­in­ter­es­sen bei der Be­stel­lung von Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den durch­zu­set­zen, ist im Übri­gen un­sub­stan­ti­iert und ent­behrt je­der Grund­la­ge.

II.

Der An­trag des Be­triebs­rats ist auch be­gründet, wie das Ar­beits­ge­richt zu Recht ent­schie­den hat.

1. Gemäß § 98 Abs. 1 Satz 1 ArbGG kann ein An­trag auf Be­stel­lung ei­nes Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den und auf Fest­set­zung der Zahl der Bei­sit­zer we­gen feh­len­der Zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le nur dann zurück­ge­wie­sen wer­den, wenn die Ei­ni­gungs­stel­le of­fen­sicht­lich un­zuständig ist. Of­fen­sicht­lich un­zuständig ist die Ei­ni­gungs­stel­le, wenn bei fach­kun­di­ger Be­ur­tei­lung durch das Ge­richt so­fort er­kenn­bar ist, dass ein Mit­be­stim­mungs­recht des Be­triebs­rats in der frag­li­chen An­ge­le­gen­heit un­ter kei­nem recht­li­chen Ge­sichts­punkt in Fra­ge kommt und sich die bei­zu­le­gen­de Strei­tig­keit zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat er­kenn­bar nicht un­ter ei­nen mit­be­stim­mungs­pflich­ti­gen Tat­be­stand des Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes sub­su­mie­ren lässt (vgl. statt al­ler: LAG Hamm 07.07.2003 – 10 TaBV 92/03 – NZA-RR 2003, 637; LAG Köln 14.01.2004 – 8 TaBV 72/03 – AP Be­trVG 1972 § 106 Nr. 18; LAG Hamm 09.08.2004 – 10 TaBV 81/04 – AP ArbGG 1979 § 98 Nr. 14 = LA­GE ArbGG 1979 § 98 Nr. 43 m.w.N.). Die­ser ein­ge­schränk­te Prüfungs­maßstab kor­re­spon­diert da­mit, dass die Ei­ni­gungs­stel­le die Vor­fra­ge ih­rer Zuständig­keit selbst prüft und sich ge­ge­be­nen­falls für un­zuständig erklären kann (BAG 30.01.1990 – 1

 

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ABR 2/89 – AP Be­trVG 1972 § 87 Lohn­ge­stal­tung Nr. 41). Das vor­lie­gen­de Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren bin­det die zu bil­den­de Ei­ni­gungs­stel­le in­so­weit nicht.

2. Un­ter Berück­sich­ti­gung die­ser Grundsätze ist die vom Be­triebs­rat be­gehr­te Ei­ni­gungs­stel­le nicht of­fen­sicht­lich un­zuständig.

a) Die of­fen­sicht­li­che Un­zuständig­keit der ein­zu­rich­ten­den Ei­ni­gungs­stel­le er­gibt sich nicht dar­aus, dass ein Mit­be­stim­mungs­recht des Be­triebs­rats we­gen der Auf­stel­lung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems bei dem der Be­leg­schaft ein­geräum­ten Wahl­recht zwi­schen ver­schie­de­nen ta­rif­li­chen Ein­grup­pie­rungs­sys­te­men of­fen­sicht­lich nicht in Be­tracht kommt. Zu Recht be­ruft sich der Be­triebs­rat in­so­weit auf ein Mit-be­stim­mungs­recht nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG. Die Ar­beit­ge­be­rin nimmt nämlich in­so­weit ei­ne Lohn­ge­stal­tung in Form der Einräum­ung ei­nes Wahl­rechts vor. Ei­ne of­fen­sicht­li­che Un­zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le im Sin­ne des § 98 Abs. 1 Satz 2 ArbGG ist, wie be­reits das Ar­beits­ge­richt Müns­ter im Be­schluss vom 22.08.2007 – 4 BV 12/07 – zu Recht an­ge­nom­men hat, nicht er­kenn­bar.

b) Ei­ne of­fen­sicht­li­che Un­zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le kann auch nicht des­halb an­ge­nom­men wer­den, weil für den strei­ti­gen Re­ge­lungs­ge­gen­stand al­lein der Ge­samt­be­triebs­rat zuständig wäre.
Im Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren nach § 98 ArbGG gilt der Of­fen­sicht­lich­keits­maßstab für al­le im Be­stel­lungs­ver­fah­ren zu ent­schei­den­den Fra­gen, auch für die Fra­ge der Zuständig­keit des Ge­samt­be­triebs­rats oder des Ein­zel­be­triebs­rats (LAG Hamm 22.03.2010 - 10 TaBV 13/10 -; LAG Ber­lin-Bran­den­burg 22.01.2010 - 10 TaBV 2829/09 - BB 2010, 500). Die endgülti­ge Klärung der Zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le ist ei­nem ge­son­der­ten Be­schluss­ver­fah­ren vor der voll be­setz­ten Kam­mer vor­be­hal­ten. Der Of­fen­sicht­lich­keits­maßstab des § 98 ArbGG gilt auch für die Prüfung der Fra­ge, ob das in An­spruch ge­nom­me­ne Mit­be­stim­mungs­recht dem Ge­samt­be­triebs­rat oder den ein­zel­nen ört­li­chen Be­triebsräten zu­steht.

Hier­nach kann ei­ne of­fen­sicht­li­che Un­zuständig­keit des an­trag­stel­len­den Be­triebs­rats für den strei­ti­gen Re­ge­lungs­ge­gen­stand nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG

 

- 14 - 

ent­ge­gen der Rechts­auf­fas­sung der Ar­beit­ge­be­rin nicht an­ge­nom­men wer­den. Eben­so we­nig ist of­fen­bar, dass der Ge­samt­be­triebs­rat für den hier vor­lie­gen­den Re­ge­lungs­kom­plex nach § 50 Abs. 1 Be­trVG of­fen­sicht­lich ori­ginär zuständig wäre.

Nach § 50 Abs. 1 Be­trVG ist der Ge­samt­be­triebs­rat zuständig für die Be­hand­lung von An­ge­le­gen­hei­ten, die das Ge­samt­un­ter­neh­men oder meh­re­re Be­trie­be be­tref­fen und nicht durch die ein­zel­nen Be­triebsräte in­ner­halb ih­rer Be­trie­be ge­re­gelt wer­den können. Nach der ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts steht dem Ge­samt­be­triebs­rat nur dann das Mit­be­stim­mungs­recht zu, wenn und so­weit ein zwin­gen­des Er­for­der­nis für ei­ne un­ter­neh­mens­ein­heit­li­che oder be­triebsüberg­rei­fen­de Re­ge­lung be­steht. Ein der­ar­ti­ges zwin­gen­des Er­for­der­nis kann sich aus tech­ni­schen oder recht­li­chen Gründen er­ge­ben. Die bloße Zweckmäßig­keit ei­ner un­ter­neh­mens­ein­heit­li­chen oder be­triebsüberg­rei­fen­den Re­ge­lung be­gründet in An­ge­le­gen­hei­ten der zwin­gen­den Mit­be­stim­mung die Zuständig­keit des Ge­samt­be­triebs­rats al­lein eben­so we­nig wie ein Kos­ten­in­ter­es­se oder ein Ko­or­di­nie­rungs­in­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers (BAG 11.12.2001 – 1 AZR 193/01 – AP Be­trVG 1972 § 50 Nr. 22; BAG 09.12.2003 – 1 ABR 49/02 – AP Be­trVG 1972 § 50 Nr. 27).

Ei­ne zwin­gen­de sach­li­che Not­wen­dig­keit für ei­ne ein­heit­li­che Re­ge­lung im Un­ter­neh­men der Ar­beit­ge­be­rin war hin­sicht­lich des strei­ti­gen Re­ge­lungs­ge­gen­stands nicht zu er­ken­nen. Die Ar­beit­ge­be­rin geht in ih­ren Schriftsätzen auch selbst le­dig­lich da­von aus, dass es sinn­voll sei, den vor­lie­gen­den Re­ge­lungs­ge­gen­stand und den Re­ge­lungs­ge­gen­stand „Ver­tei­lungs­grundsätze über die Er­folgs­prämie" nicht ge­trennt zu be­han­deln, weil es sich auch bei der Er­folgs­prämie um die Fra­gen der be­trieb­li­chen Lohn­ge­stal­tung han­de­le. Ei­ne zwin­gen­de sach­li­che Not­wen­dig­keit für ei­ne über­be­trieb­li­che Re­ge­lung ist von der Ar­beit­ge­be­rin nicht dar­ge­legt wor­den. Ei­ne der­ar­ti­ge zwin­gen­de sach­li­che Not­wen­dig­keit er­gibt sich auch nicht dar­aus, dass mögli­cher­wei­se in bei­den Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren Fra­gen der Wirk­sam­keit des Haus­ta­rif­ver­tra­ges mit der DHV zu be­ant­wor­ten wären. Re­ge­lungs­ge­gen­stand des vor­lie­gen­den Be­set­zungs­ver­fah­rens ist nicht - wie die Ar­beit­ge­be­rin meint - die Wirk­sam­keit des mit der DHV ab­ge­schlos­se­nen Haus­ta­rif­ver­tra­ges, son­dern die Auf­stel­lung ei­nes Ein­grup­pie­rungs­sys­tems im Zu­sam­men­hang mit der der Be­leg­schaft ein­geräum­ten

 

- 15 - 

Wahlmöglich­keit zwi­schen ver­schie­de­nen Ein­grup­pie­rungs­sys­te­men. Hier­auf ist be­reits oben hin­ge­wie­sen wor­den. Da­mit kommt ei­ne of­fen­sicht­li­che Un­zuständig­keit des an­trag­stel­len­den Be­triebs­rats nicht in Be­tracht.

3. Zum Vor­sit­zen­den der Ei­ni­gungs­stel­le hat das Ar­beits­ge­richt zu Recht den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 be­stellt. Der Um­stand, dass die Ar­beit­ge­be­rin die­sen Vor­schlag des Be­triebs­rats ab­ge­lehnt und in der Be­schwer­de­instanz hilfs­wei­se be­an­tragt hat, den Di­rek­tor des Ar­beits­ge­richts Wup­per­tal T4 zum Vor­sit­zen­den der Ei­ni­gungs­stel­le zu be­stel­len, nötig­te die Be­schwer­de­kam­mer nicht da­zu, ei­nen an­de­ren Vor­sit­zen­den zu be­stel­len.
Das Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz nor­miert kei­ne be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen für das Amt des Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den. Bei dem Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den muss es sich le­dig­lich um ei­ne Per­son han­deln, die die Vor­aus­set­zun­gen des § 98 Abs. 1 Satz 4 ArbGG (In­kom­pa­ti­bi­lität) und des § 76 Abs. 2 Satz 1 Be­trVG (Un­par­tei­lich­keit) erfüllt. In­so­weit wird die bloße Ab­leh­nung ei­nes von ei­ner Be­triebs­par­tei vor­ge­schla­ge­nen Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den durch die an­de­re Be­triebs­par­tei oh­ne Mit­tei­lung nach­voll­zieh­ba­rer Gründe zu Recht für un­zu­rei­chend ge­hal­ten (LAG Frank­furt 23.06.1988 – 12 TaBV 66/88 – LA­GE ArbGG 1979 § 98 Nr. 12; LAG Schles­wig-Hol­stein 22.06.1989 – 6 TaBV 23/89 – LA­GE ArbGG 1979 § 98 Nr. 17; LAG Nürn­berg 02.07.2004 – 7 TaBV 19/04 – NZA-RR 2005, 100; LAG Ber­lin-Bran­den­burg 22.01.2010 – LA­GE ArbGG 1979 § 98 Nr. 56; Ger­mel­mann/Mat­thes/Prütting/Müller-Glöge/Schlewing, ArbGG, 7. Aufl., § 98 Rn. 23; ErfK/Koch, 10. Aufl., § 98 ArbGG Rn. 5 m.w.N.).
Die Vor­aus­set­zun­gen der In­kom­pa­ti­bi­lität und der Un­par­tei­lich­keit so­wie der not­wen­di­gen Sach- und Rechts­kun­de kann von der Ar­beit­ge­be­rin bei dem Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 nicht in Fra­ge ge­stellt wer­den. Bei dem be­stell­ten Vor­sit­zen­den han­delt es sich um ei­nen äußerst fach­kun­di­gen und fähi­gen Rich­ter der Ar­beits­ge­richts­bar­keit, der auch über zahl­rei­che Er­fah­run­gen als Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­der verfügt. Die von der Ar­beit­ge­be­rin vor­ge­brach­ten Be­den­ken ge­gen den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 als Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den ver­mag die Be­schwer­de­kam­mer nicht zu tei­len. Aus wel­chen Gründen die Be­tei­li­gung ei­nes Rich­ters am Bun­des­ar­beits­ge­richt an der Ei­ni­gungs­stel­len­ent­schei­dung Ein­fluss auf ei­ne et­wa nach­fol­gen­de ge­richt­li­che Be­ur­tei­lung der An­ge­le­gen­heit ha­ben könn­te, ist nicht er­sicht­lich. Al­lein der Um­stand,

 

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dass der Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 vom Be­triebs­rat vor­ge­schla­gen wor­den ist, ver­mag die zum Aus­druck ge­kom­me­ne Skep­sis der Ar­beit­ge­be­rin nicht zu be­gründen. Bei dem Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt K1 han­delt es sich um ei­nen neu­tra­len und mit der Sa­che bis­lang nicht be­fass­ten Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den, der in der La­ge ist, zu ei­ner Ei­ni­gung zwi­schen den Be­triebs­par­tei­en bei­zu­tra­gen. Ge­ra­de dies for­dert die Ar­beit­ge­be­rin mit ih­rer Be­schwer­de selbst.

So­weit die Ar­beit­ge­be­rin mit dem in der Be­schwer­de­instanz ge­stell­ten Hilfs­an­trag das Ziel ver­folgt, den Di­rek­tor des Ar­beits­ge­richts Wup­per­tal T4 mit dem Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sitz zu be­trau­en, setzt sie sich mit ih­rem ei­ge­nen frühe­ren Ver­hal­ten in­so­weit in Wi­der­spruch, als sie im Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren beim Ar­beits­ge­richt Düssel­dorf – 6 BV 102/09 – trotz der um­fang­rei­chen Tätig­keit des Vi­ze­präsi­den­ten Dr. S4 als Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den, der be­reits in ei­ner un­ter sei­nem Vor­sitz ein­ver­nehm­lich ein­ge­rich­te­ten Ei­ni­gungs­stel­le mit der glei­chen Re­ge­lungs­ma­te­rie be­traut ge­we­sen war, ei­nen an­de­ren Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den be­nannt hat­te. Die­ses Recht muss sie nun auch dem an­trag­stel­len­den Be­triebs­rat zu­ge­ste­hen.

4. Über die Zahl der Bei­sit­zer in dem Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren ist be­reits im Ver­fah­ren 4 BV 12/07 Ar­beits­ge­richt Müns­ter zu­tref­fend ent­schie­den wor­den.

Rechts­mit­tel­be­leh­rung:

Ge­gen die­sen Be­schluss fin­det kein Rechts­mit­tel statt, § 98 Abs. 2 Satz 4 ArbGG.

 

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