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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Wiedereinstellung
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 9 AZR 564/12
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 15.10.2013
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 1.12.2011 - 50 Ca 10074/11
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 1.6.2012 - 6 Sa 251/12 und 6 Sa 350/12
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


9 AZR 564/12
6 Sa 251/12
6 Sa 350/12
Lan­des­ar­beits­ge­richt

Ber­lin-Bran­den­burg

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am
15. Ok­to­ber 2013

UR­TEIL

Brüne, Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

be­klag­tes, be­ru­fungs­kla­gen­des, be­ru­fungs­be­klag­tes und re­vi­si­ons­kla­gen­des Land,

pp.

Kläge­rin, Be­ru­fungs­be­klag­te, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

hat der Neun­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 15. Ok­to­ber 2013 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Brühler, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Krasshöfer und
 


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Klo­se so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Kran­zusch und Lücke für Recht er­kannt:


1. Die Re­vi­si­on des be­klag­ten Lan­des ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 1. Ju­ni 2012 - 6 Sa 251/12 und 6 Sa 350/12 - wird zurück­ge­wie­sen.

2. Das be­klag­te Land hat die Kos­ten der Re­vi­si­on zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über die Be­gründung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses


Zwi­schen den Par­tei­en be­stand bis zum 31. De­zem­ber 1998 ein Ar­beits­verhält­nis. Die Kläge­rin er­brach­te im Rah­men ei­ner Per­so­nal­ge­stel­lung ih­re Ar­beits­leis­tung bei der Be­triebs­kran­ken­kas­se des be­klag­ten Lan­des, ei­ner Körper­schaft des öffent­li­chen Rechts (im Fol­gen­den: BKK Ber­lin). Im Au­gust 1995 lehn­te das be­klag­te Land ge­genüber dem Vor­stand der BKK Ber­lin die wei­te­re Über­nah­me der Per­so­nal­kos­ten für die Führung der Kran­ken­kas­se ab.

Die Kläge­rin er­hielt ein schrift­li­ches Ar­beits­ver­trags­an­ge­bot von der BKK Ber­lin. Mit Schrei­ben vom 20. April 1998 gab das be­klag­te Land, ver­tre­ten durch den da­ma­li­gen Se­na­tor für In­ne­res, ge­genüber der Kläge­rin und den an-de­ren ca. 200 be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mern fol­gen­de Erklärung ab:

„...

die BKK Ber­lin hat Ih­nen auf­grund des Ar­beit­ge­ber­wech­sels zum 01.01.1999 ei­nen neu­en Ar­beits­ver­trag aus­gehändigt.

Vor­aus­ge­setzt, dass Sie dem Über­gang Ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses auf die BKK Ber­lin zu­ge­stimmt ha­ben, freue ich mich, Ih­nen mit­tei­len zu können, dass der Se­nat von Ber­lin Ih­nen ein un­be­fris­te­tes Rück­kehr­recht zum Land Ber­lin für den Fall der Sch­ließung/Auflösung der BKK Ber­lin einräumt.
 


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...“


Die Kläge­rin un­ter­zeich­ne­te den Ar­beits­ver­trag mit der BKK Ber­lin. 


Das be­klag­te Land schloss mit der Ge­werk­schaft Öffent­li­che Diens­te, Trans­port und Ver­kehr (ÖTV) und der Deut­schen An­ge­stell­ten-Ge­werk­schaft (DAG) am 12. Au­gust 1998 ei­ne Ver­ein­ba­rung zur Beschäfti­gungs­si­che­rung (im Fol­gen­den: VBSV BKK). Die­se ent­hielt ua. fol­gen­de Re­ge­lun­gen:


㤠1
An­wen­dungs­be­reich

Die nach­fol­gen­den Re­ge­lun­gen gel­ten für den Über­gang der Ar­beit­neh­mer des Lan­des Ber­lin auf die Be­triebs­kran­ken­kas­se des Lan­des Ber­lin (BKK Ber­lin).


§ 2
Über­gang der Beschäfti­gungs­verhält­nis­se und Rück­kehr­recht

...


(2) Die Ar­beit­neh­mer, de­ren Ar­beits­verhält­nis­se auf­grund des § 147 Abs. 2 SGB V vom Land Ber­lin auf die BKK Ber­lin über­ge­gan­gen sind, ha­ben das Recht, im Fal­le ei­ner Ver­ei­ni­gung (§ 150 SGB V), so­weit sie selbst von Per­so­nal­frei­set­zun­gen im Zu­ge der Ver­ei­ni­gung be­trof­fen sind, ei­ner Auflösung (§ 152 SGB V) und ei­ner Sch­ließung (§ 153 SGB V) in ein Ar­beits­verhält­nis zum Land Ber­lin zurück­zu­keh­ren.

...

(3) Schei­det ein Ar­beit­neh­mer, des­sen Ar­beits­verhält­nis nach § 147 Abs. 2 SGB V vom Land Ber­lin auf die BKK Ber­lin über­ge­gan­gen ist, aus dem Ar­beits­verhält­nis bei der BKK Ber­lin aus und wird im un­mit­tel­ba­ren An­schluss dar­an ein neu­es Ar­beits­verhält­nis zum Land Ber­lin be­gründet, wird das Land Ber­lin die bei der BKK Ber­lin ver­brach­te Zeit als Beschäfti­gungs­zeit nach § 19 BAT/BAT-O bzw. § 6 BMT-G/ BMT-G-O und als Dienst­zeit nach § 20 BAT berück-sich­ti­gen.

(4) Die Verände­run­gen nach Ab­satz 2, Un­ter­ab­satz 1 sind je­dem Ar­beit­neh­mer persönlich und un­verzüglich in schrift­li­cher Form mit­zu­tei­len. ...


...

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§ 3
Fest­stel­lung nach der Beschäfti­gungs­si­che­rungs­ver­ein­ba­rung


Die­se Ver­ein­ba­rung ist ei­ne Ver­ein­ba­rung im Sin­ne der Nr. 2 Abs. 3 Satz 3 der Ver­ein­ba­rung über den Um­gang mit der Per­so­nalüber­hang­si­tua­ti­on zur Beschäfti­gungs­si­che­rung vom 29. Mai 1997. Zwi­schen den Par­tei­en be­steht Ein­ver­neh­men, dass die in Nr. 2 Abs. 3 Satz 3 die­ser Ver­ein­ba­rung ge­trof­fe­ne Re­ge­lung eben­so für Fälle ei­ner Nicht­zu­stim­mung nach § 147 Abs. 2 SGB V gilt.“


Die Kläge­rin er­hielt vom be­klag­ten Land ei­ne schrift­li­che Mit­tei­lung vom 20. Au­gust 1998, in der es heißt:


„...

wie wir Ih­nen be­reits in un­se­rem Schrei­ben vom 20.4.1998 mit­ge­teilt ha­ben, wird Ih­nen als Beschäftig­te/r der BKK un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ein un­be­fris­te­tes Rück­kehr­recht zum Land Ber­lin gewährt. Die­ses Rück­kehr­recht ist zwi­schen­zeit­lich in ei­ner Ver­ein­ba­rung, die zwi­schen den Ge­werk­schaf­ten ÖTV und DAG und dem Land Ber­lin, ver­tre­ten durch die Se­nats­ver­wal­tung für In­ne­res, ab­ge­schlos­sen wur­de, zusätz­lich ab­ge­si­chert und kon­kre­ti­siert wor­den. ...“

Zum 1. Ja­nu­ar 2004 er­folg­te ei­ne frei­wil­li­ge Ver­ei­ni­gung der BKK Ber­lin mit der BKK Ham­burg zur Ci­ty BKK. Das be­klag­te Land teil­te der Ver­ein­ten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) mit Schrei­ben vom 13. Mai 2004 mit, dass nach der Fu­si­on der Fort­be­stand der VBSV BKK nicht er­for­der­lich er­schei­ne, und bat um Mit­tei­lung, ob ei­ne ein­ver­nehm­li­che Auf­he­bung möglich sei. Dar­auf ant­wor­te­te ver.di dem be­klag­ten Land im Ju­ni 2004 ua. Fol­gen­des:

„... Auf­grund die­ser Fu­si­on zum 1. Ja­nu­ar 2004 und der sie ergänzen­den ta­rif­li­chen Verständi­gung mit der Ci­ty BKK se­hen wir die Grund­la­ge der VBSV BKK als nicht mehr ge­ge­ben an, so dass sie mit Wir­kung der Fu­si­on der bei­den BKKen in Ber­lin und Ham­burg zur Ci­ty BKK ent­behr­lich ge­wor­den ist.

Hin­sicht­lich der in § 3 Ab­satz 1 der VBSV BKK ge­trof­fe­nen Re­ge­lung bezüglich der Berück­sich­ti­gung von in der BKK Ber­lin er­brach­ten Beschäfti­gungs- und Dienst­zei­ten würde es uns der Ein­fach­heit hal­ber genügen, wenn Sie uns schrift­lich bestäti­gen, dass Sie die­se Re­ge­lung in­halt-

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lich ggf. zur An­wen­dung bräch­ten. Mit­hin würde die VBSV BKK vom 12.8.1998 mit Wir­kung des 1.1.2004 kei­ne An­wen­dung mehr fin­den.


...

Soll­ten Sie wie wir mit dem Ein­tre­ten der Fu­si­on zum 1.1.2004 die Wir­kung der VBSV BKK vom 12.8.1998 als be­en­det an­se­hen und mit der unbüro­kra­ti­schen Ver­fah­rens­wei­se bezüglich ei­ner mögli­chen An­wen­dung der sinn­gemäßen Re­ge­lun­gen hin­sicht­lich der in der BKK Ber­lin er­brach­ten Beschäfti­gungs- und Dienst­zei­ten ein­ver­stan­den sein, bit­ten wir Sie le­dig­lich um ei­ne kur­ze schrift­li­che Bestäti­gung.“


Das be­klag­te Land er­wi­der­te hier­auf mit Schrei­ben vom 21. Ju­ni 2004: 


„...
un­ter Be­zug­nah­me auf Ihr o. g. Schrei­ben bestäti­ge ich Ih­nen, dass mit dem Ein­tre­ten der Fu­si­on der BKK Ber­lin mit der BKK Ham­burg zur Ci­ty BKK zum 01.01.2004 die Beschäfti­gungs­si­che­rungs­ver­ein­ba­rung BKK (VBSV BKK) vom 12. Au­gust 1998 als be­en­det an­ge­se­hen wird.


Die bis­her in § 2 Abs. 3 VBSV BKK ge­trof­fe­ne Re­ge­lung bezüglich der Berück­sich­ti­gung von in der BKK Ber­lin er­brach­ter Beschäfti­gungs- und Dienst­zei­ten wird in­fol­ge der Fu­si­on künf­tig ggf. wie folgt zur An­wen­dung kom­men:

‚Schei­det ein Ar­beit­neh­mer, des­sen Ar­beits­verhält­nis nach § 147 Abs. 2 SGB V vom Land Ber­lin auf die BKK Ber­lin über­g­an­gen ist, aus dem Ar­beits­verhält­nis bei der Ci­ty BKK aus und wird in un­mit­tel­ba­rem An­schluss dar­an ein neu­es Ar­beits­verhält­nis zum Land Ber­lin be­gründet, wird das Land Ber­lin die bis zum 31.12.2003 bei der BKK Ber­lin ver­brach­te Zeit als Beschäfti­gungs­zeit nach § 19 BAT/BAT-O bzw. § 6 BMT-G-O und als Dienst­zeit nach § 20 BAT berück­sich­ti­gen.‘


...“

Zum 1. Ja­nu­ar 2005 fu­sio­nier­te die Ci­ty BKK mit der BKK Bauknecht und der Be­ne­Vi­ta BKK. Die da­durch ent­stan­de­ne Be­triebs­kran­ken­kas­se führ­te eben­falls den Na­men Ci­ty BKK. Mit Be­scheid vom 4. Mai 2011 ord­ne­te das Bun­des­ver­si­che­rungs­amt die Sch­ließung der Ci­ty BKK mit Ab­lauf des 30. Ju­ni 2011 an. Die­se teil­te der Kläge­rin An­fang Mai 2011 mit, dass ihr Ar­beits­verhält-



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nis nach § 164 Abs. 4 SGB V mit Ab­lauf des 30. Ju­ni 2011 en­de. Vor­sorg­lich kündig­te sie das Ar­beits­verhält­nis zum 30. Ju­ni 2011 so­wie hilfs­wei­se zum 31. De­zem­ber 2011. Die Kläge­rin ver­folgt in ei­nem ge­son­der­ten Ver­fah­ren die Fest­stel­lung des Fort­be­stands ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses zur Ci­ty BKK.


Im Mai 2011 mach­te die Kläge­rin un­ter Hin­weis auf das Schrei­ben des be­klag­ten Lan­des vom 20. April 1998 und die VBSV BKK schrift­lich ihr Rück­kehr­recht ge­genüber dem be­klag­ten Land gel­tend. Die­ses lehn­te mit Schrei­ben vom 7. Ju­ni 2011 die von der Kläge­rin be­an­trag­te Wie­der­ein­stel­lung ab.

Die Kläge­rin ist der Auf­fas­sung, die Vor­aus­set­zun­gen der Rück­kehr­zu­sa­ge des be­klag­ten Lan­des vom 20. April 1998 sei­en erfüllt. Sie be­haup­tet, sie ha­be dem Wech­sel zur BKK Ber­lin nur we­gen die­ser Zu­sa­ge zu­ge­stimmt. Nach die­ser sei sie so zu stel­len, als wäre sie über den 31. De­zem­ber 1998 hin­aus beim Land Ber­lin wei­ter­beschäftigt wor­den.

Die Kläge­rin hat zu­letzt be­an­tragt, 


das be­klag­te Land zu ver­ur­tei­len, ihr An­ge­bot auf Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­trags als Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te be­gin­nend mit dem 1. Ju­li 2011 in Voll­zeittätig­keit mit Vergütung nach Vergütungs­grup­pe VII BAT nach Maßga­be des Ta­rif­ver­trags zur An­glei­chung des Ta­rif­rechts des Lan­des Ber­lin an das Ta­rif­recht der Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Länder vom 14. Ok­to­ber 2010 un­ter Berück­sich­ti­gung der bei der BKK Ber­lin, Körper­schaft des öffent­li­chen Rechts, so­wie der Ci­ty BKK, Körper­schaft des öffent­li­chen Rechts, zurück­ge­leg­ten Be­triebs­zu­gehörig­keit,
hilfs­wei­se der bei dem Land Ber­lin bis zum 31. De­zem­ber 1998 zurück­ge­leg­ten Be­triebs­zu­gehörig­keit an­zu­neh­men.

Das be­klag­te Land hat zu sei­nem Kla­ge­ab­wei­sungs­an­trag die An­sicht ver­tre­ten, der Fall der Sch­ließung der Ci­ty BKK sei von sei­ner Rück­kehr­zu­sa­ge nicht um­fasst. Die­se ha­be sich aus­sch­ließlich auf die Sch­ließung/Auflösung der BKK Ber­lin be­zo­gen. Dem­ent­spre­chend sei auch die VBSV BKK im Ein­ver­neh­men mit ver.di auf­ge­ho­ben wor­den. So­weit die Kläge­rin die Berück­sich­ti­gung von Zei­ten ver­lan­ge, in de­nen sie in ei­nem Ar­beits­verhält­nis zu den Be­triebs­kran­ken­kas­sen ge­stan­den ha­be, sei dies zu pau­schal. Je­den­falls sei für die­ses Be­geh­ren kei­ne An­spruchs­grund­la­ge er­sicht­lich. Die im Schrei­ben vom

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21. Ju­ni 2004 an ver.di er­folg­te Zu­sa­ge der An­er­ken­nung von Beschäfti­gungs-und Dienst­zei­ten ha­be sich nur auf die durch die Ver­ei­ni­gung mit der BKK Ham­burg ent­stan­de­ne Ci­ty BKK, nicht aber auf die Be­triebs­kran­ken­kas­se glei­chen Na­mens be­zo­gen, die durch die späte­re Ver­ei­ni­gung mit den wei­te­ren zwei Kas­sen ent­stan­den sei.

Das Ar­beits­ge­richt hat den Haupt­an­trag ab­ge­wie­sen und dem Hilfs­an­trag statt­ge­ge­ben. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Be­ru­fung des be­klag­ten Lan­des zurück­ge­wie­sen. Auf die Be­ru­fung der Kläge­rin hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt un­ter Zurück­wei­sung der Be­ru­fung im Übri­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts mit der Maßga­be ab­geändert, dass auch die Zeit vom 1. Ja­nu­ar 1999 bis zum 31. De­zem­ber 2003 zu berück­sich­ti­gen ist. Mit sei­ner Re­vi­si­on ver­folgt das be­klag­te Land sei­nen Kla­ge­ab­wei­sungs­an­trag wei­ter.


Ent­schei­dungs­gründe

Die zulässi­ge Re­vi­si­on des be­klag­ten Lan­des ist un­be­gründet. Die Kläge­rin hat ent­ge­gen der Rechts­an­sicht des be­klag­ten Lan­des ei­nen An­spruch auf An­nah­me ih­res Ver­trags­an­ge­bots zur Be­gründung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses.

I. Der auf die Ver­ur­tei­lung des be­klag­ten Lan­des zur Ab­ga­be ei­ner An­nah­me­erklärung ge­rich­te­te Kla­ge­an­trag ist zulässig. Ein sol­cher An­trag ent­spricht dem Re­gel­fall des mit ei­ner sog. Wie­der­ein­stel­lungs­kla­ge be­kun­de­ten Wil­lens des Ar­beit­neh­mers (BAG 24. April 2013 - 7 AZR 523/11 - Rn. 13 mwN). Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat zu­tref­fend an­ge­nom­men, dass der Kla­ge­an­trag dem Be­stimmt­heits­er­for­der­nis des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO genügt.

1. Geht es um den Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­trags, muss die nach der spe­zi­el­len Voll­stre­ckungs­re­gel des § 894 Satz 1 ZPO als ab­ge­ge­ben gel­ten­de Wil­lens­erklärung den für ei­nen sol­chen Ver­trag not­wen­di­gen Min­des­tin­halt (es­sen­ti­alia ne­go­tii) um­fas­sen. Nach § 611 Abs. 1 BGB gehören hier­zu die
 


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„ver­spro­che­nen Diens­te“ und da­mit Art und Be­ginn der Ar­beits­leis­tung. Die Art der Ar­beits­leis­tung kann sich - mit­tel­bar - auch über die An­ga­be ei­ner Ein­grup­pie­rung in ein kol­lek­ti­ves Ent­gelt­sche­ma er­sch­ließen, wenn die­ses be­stimm­te Tätig­kei­ten ei­ner Ent­gelt- oder Vergütungs­grup­pe zu­ord­net (BAG 13. Ju­ni 2012 - 7 AZR 169/11 - Rn. 20). Ei­ne Ei­ni­gung über wei­te­re In­hal­te ist grundsätz­lich nicht er­for­der­lich, so­fern klar ist, dass die Ar­beits­leis­tung vergütet wer-den soll. Der Um­fang der Ar­beits­leis­tung und die Dau­er des Ar­beits­verhält­nis­ses be­stim­men sich ggf. nach den übli­chen Umständen. Ist die Höhe der Vergütung nicht be­stimmt, ist gemäß § 612 Abs. 2 BGB die übli­che Vergütung als ver­ein­bart an­zu­se­hen (vgl. BAG 13. März 2013 - 7 AZR 344/11 - Rn. 16; 14. März 2012 - 7 AZR 147/11 - Rn. 19 mwN). Ein auf die Ab­ga­be ei­ner Wil­lens­erklärung ge­rich­te­ter An­trag ist frei­lich nur dann be­stimmt iSv. § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, wenn er so ge­fasst ist, dass der In­halt der nach § 894 Satz 1 ZPO fin­gier­ten Erklärung klar ist. Nimmt der Kläger in sei­nen Kla­ge­an­trag über den für den Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­trags not­wen­di­gen Min­des­tin­halt noch wei­te­re Ar­beits­be­din­gun­gen auf, müssen die­se be­stimmt be­zeich­net sein. Zur Er­mitt­lung des In­halts ei­ner mit der Kla­ge er­streb­ten Wil­lens­erklärung kann - wie bei an­de­ren aus­le­gungs­bedürf­ti­gen Kla­ge­anträgen - die Kla­ge­be­gründung her­an­ge­zo­gen wer­den (BAG 13. Ju­ni 2012 - 7 AZR 169/11 - Rn. 20).

2. Dar­an ge­mes­sen hat die Kläge­rin den In­halt des be­an­spruch­ten Ar­beits­ver­trags hin­rei­chend be­stimmt be­schrie­ben.


a) Der Ver­trag soll mit Wir­kung zum 1. Ju­li 2011 ge­schlos­sen wer­den. Die von der Kläge­rin ver­lang­te Beschäfti­gung als Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te in Voll­zeittätig­keit führt nicht zur Un­be­stimmt­heit des Kla­ge­an­trags, son­dern zu ei­nem ent­spre­chend wei­ten Di­rek­ti­ons­recht des Ar­beit­ge­bers (vgl. BAG 13. Ju­ni 2012 - 7 AZR 169/11 - Rn. 20), das al­ler­dings durch die An­ga­be der Vergütungs­grup­pe ein­ge­schränkt wird. Der öffent­li­che Ar­beit­ge­ber ist nicht be­rech­tigt, dem Ar­beit­neh­mer (auf Dau­er) ei­ne Tätig­keit ei­ner nied­ri­ge­ren als der ver­ein­bar­ten Vergütungs­grup­pe zu über­tra­gen (vgl. BAG 23. No­vem­ber 2004 - 2 AZR 38/04 - zu B I 3 a bb der Gründe, BA­GE 112, 361).

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b) So­weit die Kläge­rin die Vergütung nach Maßga­be des Ta­rif­ver­trags zur An­glei­chung des Ta­rif­rechts des Lan­des Ber­lin an das Ta­rif­recht der Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Länder vom 14. Ok­to­ber 2010 (An­glei­chungs-TV Land Ber­lin) un­ter Berück­sich­ti­gung der bei der BKK Ber­lin so­wie der Ci­ty BKK zu-rück­ge­leg­ten Be­triebs­zu­gehörig­keit be­gehrt, er­gibt sich aus der Kla­ge­be­gründung hin­rei­chend deut­lich, mit wel­chem In­halt der Ar­beits­ver­trag zu­stan­de kom­men soll. Die ver­lang­te Berück­sich­ti­gung der bei der BKK Ber­lin und der Ci­ty BKK zurück­ge­leg­ten Beschäfti­gungs­zei­ten bei ih­rer Vergütung zeigt, dass die­se Zei­ten nicht nur bei der An­wen­dung be­stimm­ter ta­rif­li­cher Re­ge­lun­gen an­ge­rech­net wer­den sol­len (zB bei der Beschäfti­gungs­zeit iSd. § 34 Abs. 3 TV-L oder bei der ein­schlägi­gen Be­rufs­er­fah­rung iSd. § 16 TV-L). Viel­mehr kommt da­mit zum Aus­druck, dass die Kläge­rin so zu stel­len ist, als ha­be sie über den 31. De­zem­ber 1998 hin­aus bis zum 30. Ju­ni 2011 in ei­nem un­un­ter­bro­che­nen Ar­beits­verhält­nis zum be­klag­ten Land ge­stan­den und wäre wei­ter­hin nur im Rah­men der Per­so­nal­ge­stel­lung bei den Be­triebs­kran­ken­kas­sen beschäftigt wor­den (vgl. zur Be­stimmt­heit ei­nes sol­chen Kla­ge­an­trags: BAG 19. Ok­to­ber 2011 - 7 AZR 672/10 - Rn. 22 mwN). Von die­sem Verständ­nis des Kla­ge­an­trags ist auch das Lan­des­ar­beits­ge­richt aus­ge­gan­gen.


II. Das an­ge­foch­te­ne Ur­teil ist nicht ver­fah­rens­feh­ler­haft. Die Ur­teils­for­mel ist we­der un­be­stimmt, noch hat das Be­ru­fungs­ge­richt un­ter Ver­s­toß ge­gen § 308 Abs. 1 ZPO et­was zu­er­kannt, was die Kläge­rin nicht be­an­tragt hat.

1. Das an­ge­foch­te­ne Ur­teil verstößt nicht ge­gen § 313 Abs. 1 Nr. 4 ZPO. 

a) Nach § 313 Abs. 1 Nr. 4 ZPO enthält ein ver­fah­rens­be­en­den­des Ur­teil ei­ne Ur­teils­for­mel. Die­se muss hin­rei­chend deut­lich ge­fasst sein. Das Er­for­der­nis der - von Amts we­gen zu prüfen­den - Be­stimmt­heit des Ur­teils­aus­spruchs dient der Rechts­klar­heit und Rechts­si­cher­heit (BAG 14. März 2012 - 7 AZR 147/11 - Rn. 19). Der Um­fang der ma­te­ri­el­len Rechts­kraft iSv. § 322 Abs. 1 ZPO und da­mit die Ent­schei­dungs­wir­kun­gen müssen fest­ge­stellt wer­den können. Bei die­sen Fest­stel­lun­gen sind Tat­be­stand und Ent­schei­dungs­gründe ergänzend her­an­zu­zie­hen, wenn die Ur­teils­for­mel den Streit­ge­gen­stand und da­mit den Um­fang der Rechts­kraft für sich ge­se­hen nicht er­ken­nen lässt. Ins­be-

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son­de­re kann bei ei­ner Ver­ur­tei­lung zur Ab­ga­be ei­ner Wil­lens­erklärung zur Er­mitt­lung des In­halts ei­ner Ur­teils­for­mel ein Rück­griff auf Tat­be­stand und Ent­schei­dungs­gründe er­for­der­lich sein. Ein auf die Ab­ga­be ei­ner Wil­lens­erklärung ge­rich­te­ter Ur­teils­aus­spruch ist nur dann be­stimmt, wenn er so ge­fasst ist, dass der In­halt der nach § 894 Satz 1 ZPO fin­gier­ten Erklärung klar ist. Geht es um den Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­trags, muss die nach der spe­zi­el­len Voll­stre­ckungs­re­gel des § 894 Satz 1 ZPO als ab­ge­ge­ben gel­ten­de Wil­lens­erklärung den für ei­ne Ver­trags­ei­ni­gung not­wen­di­gen Min­des­tin­halt (es­sen­ti­alia ne­go­tii) um­fas­sen (BAG 14. März 2012 - 7 AZR 147/11 - aaO mwN).

b) Hier­an ge­mes­sen ist die Ur­teils­for­mel des Lan­des­ar­beits­ge­richts hin­rei­chend be­stimmt. So­weit die An­nah­me­erklärung des be­klag­ten Lan­des ei­ne „Vergütung nach Vergütungs­grup­pe VII BAT nach Maßga­be des Ta­rif­ver­trags zur An­glei­chung des Ta­rif­rechts des Lan­des Ber­lin an das Ta­rif­recht der Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Länder (An­glei­chungs-TV Land Ber­lin) vom 14. Ok­to­ber 2010 un­ter Berück­sich­ti­gung der bei dem Land Ber­lin bis zum 31. De­zem­ber 1998“ und der „bei der BKK Ber­lin“ in der Zeit vom 1. Ja­nu­ar 1999 bis zum 31. De­zem­ber 2003 zurück­ge­leg­ten Be­triebs­zu­gehörig­keit be­inhal­ten soll, er­gibt sich je­den­falls un­ter Hin­zu­zie­hung von Tat­be­stand und Ent­schei­dungs­gründen, mit wel­chem In­halt der Ar­beits­ver­trag zu­stan­de kom­men soll.


aa) Durch den Te­nor wird ei­ner­seits klar­ge­stellt, dass die Kläge­rin zwar im wie­der­be­gründe­ten Ar­beits­verhält­nis Tätig­kei­ten zu ver­rich­ten hat, die in ih­rer Wer­tig­keit den­je­ni­gen ent­spre­chen, die sie in der Zeit bis zum 31. De­zem­ber 1998 ausübte. An­de­rer­seits wird dem Um­stand Rech­nung ge­tra­gen, dass zwi­schen­zeit­lich über § 2 Abs. 1 Satz 1 An­glei­chungs-TV Land Ber­lin der TV-L auf das zu be­gründen­de Ar­beits­verhält­nis zur An­wen­dung kommt und sich die Vergütung nicht mehr nach dem BAT rich­tet. Die Höhe der Vergütung ist auf­grund der Ta­rif­au­to­ma­tik an­hand der der Kläge­rin im Rah­men des neu be­gründe­ten Ar­beits­verhält­nis­ses zu­ge­wie­se­nen Tätig­kei­ten nach den Be­stim­mun­gen des An­glei­chungs-TV Land Ber­lin zu er­mit­teln.


bb) Auch hin­sicht­lich der Art und Wei­se der zu berück­sich­ti­gen­den Zei­ten ist der Te­nor hin­rei­chend be­stimmt. Zwar wird im Wort­laut nicht kon­kre­ti­siert,


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in­wie­fern die Be­triebs­zu­gehörig­keit berück­sich­tigt wer­den soll. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat je­doch die Ver­pflich­tung zur Berück­sich­ti­gung der Zei­ten in sei­nen Ent­schei­dungs­gründen auf die VBSV BKK und die da­zu später zwi­schen der Ge­werk­schaft ver.di und dem be­klag­ten Land ge­trof­fe­ne Übe­r­ein­kunft gestützt. Im Hin­blick auf die Re­ge­lung in § 2 Abs. 3 VBSV BKK ist der Te­nor so zu ver­ste­hen, dass er sich auf ei­ne Berück­sich­ti­gung als Beschäfti­gungs­zeit in Be­zug auf die Re­ge­lungs­ge­genstände des § 19 BAT bzw. § 6 BMT-G und als Dienst­zeit nach § 20 BAT un­ter Berück­sich­ti­gung des An­glei­chungs-TV Land Ber­lin be­zieht. Auf­grund der in § 27 An­glei­chungs-TV Land Ber­lin ge­re­gel­ten Maßga­be zu § 14 TVÜ-Länder fin­det da­mit grundsätz­lich § 34 Abs. 3 TV-L An­wen­dung. Die un­ter­schied­li­chen ta­rif­li­chen Re­ge­lun­gen zur Beschäfti­gungs­zeit in §§ 19, 20 BAT/BAT-O und § 6 MTArb/MTArb-O bzw. § 6 BMT-G/BMT-G-O sind im TV-L durch die Re­ge­lung in § 34 Abs. 3 er­setzt wor­den. Da­bei ver­zich­tet die Neu­re­ge­lung auf die Un­ter­schei­dung zwi­schen Beschäfti­gungs- und Dienst­zei­ten (vgl. Be­ckOK TV-L/Ey­lert Stand 1. Sep­tem­ber 2013 TV-L § 34 Rn. 60). Im Er­geb­nis ist der Te­nor vor die­sem Hin­ter­grund so zu ver­ste­hen, dass er sich auf die An­rech­nung der streit­ge­genständ­li­chen Zei­ten als Beschäfti­gungs­zeit iSd. § 34 TV-L be­zieht. Da die Kläge­rin in der Zeit bis zum 31. De­zem­ber 1998 in ei­nem Ar­beits­verhält­nis zum be­klag­ten Land stand, rich­tet sich der An­spruch in­so­weit auf ei­ne An­rech­nung als Beschäfti­gungs­zeit iSv. § 34 Abs. 3 Satz 1 TV-L, während sich die Zeit des Ar­beits­verhält­nis­ses zur BKK Ber­lin auf Abs. 3 Satz 4 der Ta­rif­vor­schrift be­zieht.


2. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat auch § 308 Abs. 1 ZPO nicht ver­letzt. Der Aus­spruch in dem an­ge­foch­te­nen Ur­teil be­trifft kei­nen an­de­ren Streit­ge­gen­stand als den von der Kläge­rin zur Ent­schei­dung ge­stell­ten.


a) Nach § 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist ein Ge­richt nicht be­fugt, ei­ner Par­tei et­was zu­zu­spre­chen, was nicht be­an­tragt ist. Um­ge­kehrt darf die be­klag­te Par­tei nicht zu et­was an­de­rem ver­ur­teilt wer­den als zu dem, wor­auf sie ih­re Ver­tei­di­gung ein­rich­ten muss­te (vgl. BAG 11. De­zem­ber 2001 - 9 AZR 435/00 - zu II 2 a der Gründe mwN). Das Ge­richt darf und muss aber ein We­ni­ger zu­er­ken­nen, wenn ein sol­ches Be­geh­ren im je­wei­li­gen Sach­an­trag ent­hal­ten ist (vgl.

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BAG 24. Fe­bru­ar 2010 - 4 AZR 657/08 - Rn. 15). Et­was an­de­res gilt, wenn es sich nicht um ein We­ni­ger, son­dern um et­was an­de­res (ali­ud) han­delt. Ob dies der Fall ist, hängt von den kon­kre­ten Umständen und Ansprüchen so­wie dem er­kenn­ba­ren Be­geh­ren des Klägers ab. Ent­schei­dend sind nicht al­lein die wört­li­chen For­mu­lie­run­gen in An­trag und Ur­teils­aus­spruch, son­dern de­ren - ggf. durch Aus­le­gung zu er­mit­teln­den - streit­ge­genständ­li­chen In­hal­te (vgl. BAG 14. März 2012 - 7 AZR 147/11 - Rn. 22 mwN).


b) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat der Kläge­rin we­ni­ger, nicht aber et­was an­de­res als be­an­tragt zu­ge­spro­chen. Hin­sicht­lich des Be­ginns des Ar­beits­verhält­nis­ses, des In­halts und des Um­fangs der Ar­beits­leis­tung ent­spricht der Ur­teils­aus­spruch dem Kla­ge­an­trag. Das gilt auch hin­sicht­lich des An­knüpfungs­punkts für die zukünf­ti­ge Vergütung, nämlich der letz­ten Ein­grup­pie­rung in den BAT im De­zem­ber 1998. Al­lein hin­sicht­lich der Berück­sich­ti­gung der Vor­beschäfti­gungs­zei­ten bleibt der Te­nor hin­ter dem An­trag in­so­weit zurück, als ei­ne Berück­sich­ti­gung der Be­triebs­zu­gehörig­keit zur Ci­ty BKK nicht aus­ge­ur­teilt wur­de. Hier­bei han­delt es sich um ein Mi­nus.

In­dem das Lan­des­ar­beits­ge­richt die Kla­ge hin­sicht­lich der Berück­sich­ti­gung der bei der Ci­ty BKK ver­brach­ten Zeit rechts­kräftig ab­ge­wie­sen hat, hat es zwar zu­gleich das Be­geh­ren der Kläge­rin zurück­ge­wie­sen, so ge­stellt zu wer­den, als ha­be ein un­un­ter­bro­che­nes Ar­beits­verhält­nis be­stan­den. Ins­be­son­de­re ist die Kläge­rin nicht so zu stel­len, als ha­be im für die Über­lei­tung in den TV-L nach Maßga­be des An­glei­chungs-TV Land Ber­lin maßgeb­li­chen Zeit­punkt ein Ar­beits­verhält­nis be­stan­den. Hier­durch hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt je­doch nicht den ua. durch den Kla­ge­an­trag be­stimm­ten Streit­ge­gen­stand verändert. Die Kläge­rin hat schon durch den Hilfs­an­trag zum Aus­druck ge­bracht, dass sie ei­ne Ver­ur­tei­lung des be­klag­ten Lan­des zur Ab­ga­be der An­nah­me­erklärung auch dann be­gehrt, wenn nicht al­le Zei­ten bis zum 30. Ju­ni 2011 im zu be­gründen­den Ar­beits­verhält­nis Berück­sich­ti­gung fin­den. Die an­zu­rech­nen­de Be­triebs­zu­gehörig­keit ist nicht un­ver­zicht­bar für die An­nah­me ei­nes wirk­sa­men Ver­trags­schlus­ses (vgl. BAG 14. März 2012 - 7 AZR 147/11 - Rn. 23).
 


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III. Die Kla­ge ist im te­n­o­rier­ten Um­fang auch be­gründet. 

1. Der Be­gründet­heit des An­trags steht nicht ent­ge­gen, dass die Ver­ur­tei­lung des be­klag­ten Lan­des zur Ab­ga­be der An­nah­me­erklärung zum 1. Ju­li 2011 wir­ken soll.


a) Seit dem In­kraft­tre­ten des § 311a Abs. 1 BGB idF des Ge­set­zes zur Mo­der­ni­sie­rung des Schuld­rechts vom 26. No­vem­ber 2001 (BGBl. I S. 3138) kommt auch die Ver­ur­tei­lung zur Ab­ga­be ei­ner Wil­lens­erklärung in Be­tracht, die auf ei­ne Ver­tragsände­rung oder ei­nen Ver­trags­schluss zu ei­nem in der Ver­gan­gen­heit lie­gen­den Zeit­punkt ge­rich­tet ist. Nach § 275 Abs. 1 BGB ist der An­spruch auf die Leis­tung zwar aus­ge­schlos­sen, so­weit die­se für den Schuld­ner oder je­der­mann unmöglich ist. Im Un­ter­schied zum al­ten Recht ist in § 311a Abs. 1 BGB aber klar­ge­stellt, dass ein Ver­trag selbst dann nicht nich­tig ist, wenn er in der Ver­gan­gen­heit tatsächlich nicht durch­geführt wer­den kann (vgl. BAG 9. Fe­bru­ar 2011 - 7 AZR 91/10 - Rn. 26 mwN). Die rück­wir­ken­de Be­gründung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses durch Ur­teil, die mit der Fik­ti­on der An­nah­me­erklärung greift, ist da­her zulässig. Aus­ge­schlos­sen ist le­dig­lich ei­ne ge­richt­li­che Ent­schei­dung, mit der ein Ar­beits­verhält­nis mit Rück­wir­kung zu ei­nem Zeit­punkt vor Ab­ga­be des An­ge­bots be­gründet wer­den soll (BAG 24. April 2013 - 7 AZR 523/11 - Rn. 17; 4. Mai 2010 - 9 AZR 155/09 - Rn. 35, BA­GE 134, 223). Die Pflicht zur Be­gründung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses durch An­nah­me ei­nes Ver­trags­an­ge­bots setzt grundsätz­lich den Zu­gang des An­ge­bots vor­aus.


b) Die­ses Er­for­der­nis ist erfüllt. Dem be­klag­ten Land ist das Ver­trags­an­ge­bot der Kläge­rin auf Neu­be­gründung des Ar­beits­verhält­nis­ses vor dem 1. Ju­li 2011 zu­ge­gan­gen. Die Kläge­rin hat im Mai 2011 ge­genüber dem be­klag­ten Land un­ter Hin­weis auf des­sen Rück­kehr­zu­sa­ge ih­re Wie­der­ein­stel­lung be­an­tragt.

Der Wort­laut des Schrei­bens, mit dem die Kläge­rin ihr Rück­kehr­recht gel­tend mach­te, hin­dert die An­nah­me ei­nes Ver­trags­an­ge­bots iSv. § 145 BGB nicht. Sei­ne Aus­le­gung gemäß den §§ 133, 157 BGB führt zu ei­nem hin­rei­chend kon­kre­ten An­ge­bot auf Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­trags. Aus dem Hin-


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weis auf die Sch­ließung der Ci­ty BKK mit Ab­lauf des 30. Ju­ni 2011 wur­de deut­lich, dass die Kläge­rin un­mit­tel­bar nach die­sem Zeit­punkt und da­mit ab dem 1. Ju­li 2011 wie­der ein Ar­beits­verhält­nis mit dem be­klag­ten Land ein­ge­hen woll­te. Die Gel­tend­ma­chung des Rück­kehr­rechts gemäß der Rück­kehr­zu­sa­ge des be­klag­ten Lan­des kann nur so ver­stan­den wer­den, dass die Kläge­rin zu den vom be­klag­ten Land für den Fall der Rück­kehr zu­ge­sag­ten Ar­beits­be­din­gun­gen beschäftigt wer­den woll­te. Die­se, zB die wöchent­li­che Ar­beits­zeit und die Ein­grup­pie­rung der Kläge­rin, wa­ren dem be­klag­ten Land be­kannt und muss­ten von der Kläge­rin da­her nicht näher an­ge­ge­ben wer­den. Das hat auch das be­klag­te Land selbst so ge­se­hen. Es hat die Gel­tend­ma­chung des Rück­kehr­rechts un­ter Hin­weis auf sei­ne Rück­kehr­zu­sa­ge vom 20. April 1998 aus­weis­lich des Ab­leh­nungs­schrei­bens vom Ju­ni 2011 als An­ge­bot der Kläge­rin auf Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­trags ver­stan­den und die be­an­trag­te Wie­der­ein­stel­lung iSv. § 146 BGB ab­ge­lehnt.

2. Das be­klag­te Land ist auf­grund des in sei­nem Schrei­ben vom 20. April 1998 zu­ge­sag­ten Rück­kehr­rechts zur An­nah­me des Ver­trags­an­ge­bots der Kläge­rin ver­pflich­tet.

a) Das Schrei­ben enthält ei­ne rechts­ver­bind­li­che Erklärung des be­klag­ten Lan­des. Es be­gründet un­ter den ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen die Ver­pflich­tung des be­klag­ten Lan­des zum Ab­schluss ei­nes Ar­beits­ver­trags mit rück­kehr­wil­li­gen Ar­beit­neh­mern. Darüber be­steht kein Streit.


b) Die gemäß § 151 Satz 1 BGB auch oh­ne aus­drück­li­che An­nah­me­erklärung der Kläge­rin zu­stan­de ge­kom­me­ne Ver­ein­ba­rung über ihr Rück­kehr­recht ist nicht nach § 4 Abs. 2 BAT iVm. §§ 125, 126 BGB nich­tig. Es han­delt sich nicht um ei­ne dem Schrift­for­mer­for­der­nis un­ter­lie­gen­de Ne­ben­ab­re­de zum Ar­beits­ver­trag iSd. § 4 Abs. 2 BAT, die in Be­zug auf das vor­mals be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis nur se­kundäre Rech­te und Pflich­ten der Ver­trags­par­tei­en re­gel­te (vgl. da­zu BAG 7. Mai 1986 - 4 AZR 556/83 - zu 2 der Gründe, BA­GE 52, 33). Viel­mehr wur­de mit der Ver­ein­ba­rung ein An­spruch der Kläge­rin auf Neu­ab­schluss ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses un­ter den ge­nann­ten Be­din­gun­gen be­gründet. Aus der An­nah­me, dass ein Ar­beit­ge­ber auf­grund ei­ner ver­trag­li­chen Ne-


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ben­pflicht den Ar­beit­neh­mer un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen nach Aus­spruch ei­ner Kündi­gung wie­der ein­stel­len muss (vgl. BAG 25. Ok­to­ber 2007 - 8 AZR 989/06 - Rn. 21), folgt ent­ge­gen der An­sicht des be­klag­ten Lan­des nicht, dass ei­ne ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­rung der Par­tei­en über ein Rück­kehr­recht als Ne­ben­ab­re­de iSd. § 4 Abs. 2 BAT an­zu­se­hen ist. Des­halb kann da­hin­ste­hen, ob es dem be­klag­ten Land nach den Grundsätzen von Treu und Glau­ben ver­wehrt wäre, sich auf ei­ne Un­wirk­sam­keit der Zu­sa­ge we­gen Nicht­ein­hal­tung des Schrift­for­mer­for­der­nis­ses zu be­ru­fen.


c) Die Sch­ließung der Ci­ty BKK durch das Bun­des­ver­si­che­rungs­amt mit Ab­lauf des 30. Ju­ni 2011 löste das Rück­kehr­recht gemäß § 158 Abs. 1 BGB aus.


aa) Bei dem Schrei­ben vom 20. April 1998 han­delt es sich um ei­ne ty­pi­sche Erklärung, die vom be­klag­ten Land für ei­ne Viel­zahl von Fällen for­mu­liert wur­de. Das an die Kläge­rin ge­rich­te­te Schrei­ben ent­spricht - mit Aus­nah­me der An­re­de - wort­gleich den Schrei­ben, mit de­nen das be­klag­te Land den an­de­ren be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mern das Rück­kehr­recht einräum­te.


bb) Ty­pi­sche Wil­lens­erklärun­gen sind nach ih­rem ob­jek­ti­ven In­halt und ty­pi­schen Sinn ein­heit­lich so aus­zu­le­gen, wie sie von verständi­gen und red­li­chen Ver­trags­part­nern un­ter Abwägung der In­ter­es­sen der nor­ma­ler­wei­se be­tei­lig­ten Ver­kehrs­krei­se ver­stan­den wer­den. Das Re­vi­si­ons­ge­richt kann den In­halt von sol­chen Mus­ter­erklärun­gen, die kei­ne in­di­vi­du­el­len Be­son­der­hei­ten ent­hal­ten, un­ein­ge­schränkt selbstständig aus­le­gen (vgl. BAG 18. Ja­nu­ar 2012 - 10 AZR 670/10 - Rn. 26; 20. Mai 2008 - 9 AZR 271/07 - Rn. 18).

cc) Ent­ge­gen der Rechts­auf­fas­sung des be­klag­ten Lan­des ist ein Rück­kehr­recht ent­stan­den, ob­wohl die vom Bun­des­ver­si­che­rungs­amt zum 30. Ju­ni 2011 ge­schlos­se­ne Ar­beit­ge­be­rin der Kläge­rin un­ter dem Na­men Ci­ty BKK im Rechts­ver­kehr auf­trat und aus dem Zu­sam­men­schluss der BKK Ber­lin mit an-de­ren Be­triebs­kran­ken­kas­sen her­vor­ge­gan­gen war.


(1) Der Wort­laut der Erklärung steht die­sem Verständ­nis nicht ent­ge­gen. Zwar ist im Schrei­ben vom 20. April 1998 nur der Fall der Sch­ließung/Auflösung
 


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der BKK Ber­lin aus­drück­lich ge­nannt. Für die Erklärungs­empfänger war aus die­ser For­mu­lie­rung je­doch nicht zu ent­neh­men, dass ein Rück­kehr­recht nur im Fal­le der Sch­ließung/Auflösung der im Zeit­punkt der Zu­sa­ge be­ste­hen­den und un­ter „BKK Ber­lin“ fir­mie­ren­den Be­triebs­kran­ken­kas­se ent­ste­hen und die Sch­ließung ei­ner - ggf. un­ter an­de­rem Na­men auf­tre­ten­den - Rechts­nach­fol­ge­rin nicht er­fasst sein soll­te. Zum Zeit­punkt der Einräum­ung des Rück­kehr­rechts exis­tier­ten die Rechts­nach­fol­ge­rin­nen noch nicht. Die BKK Ber­lin konn­te auch als „Platz­hal­ter“ für mögli­che Rechts­nach­fol­ge­rin­nen ver­stan­den wer­den. Ent­ge­gen der An­sicht des be­klag­ten Lan­des hat die Erklärung in­so­weit kei­nen ein­deu­ti­gen In­halt. Ob ei­ne emp­fangs­bedürf­ti­ge Wil­lens­erklärung ein­deu­tig ist, steht erst als Er­geb­nis ei­ner Aus­le­gung fest (vgl. BAG 20. Ju­li 2004 - 9 AZR 626/03 - zu B II 2 a der Gründe, BA­GE 111, 260; BGH 8. De­zem­ber 1982 - IVa ZR 94/81 - zu II 1 der Gründe, BGHZ 86, 41; Pa­landt/El­len­ber­ger 72. Aufl. § 133 BGB Rn. 6; MüKoBGB/Bu­sche 6. Aufl. § 133 Rn. 53). Der Be­schränkung des Rück­kehr­rechts auf den Fall der Sch­ließung/Auflösung der „BKK Ber­lin“ im wört­li­chen Sinn steht schon die Möglich­keit der Na­mensände­rung der Be­triebs­kran­ken­kas­se ent­ge­gen. Das ein­geräum­te Rück­kehr­recht wäre prak­tisch wert­los, wenn der Be­din­gungs­ein­tritt durch ei­ne bloße Um­be­nen­nung der Körper­schaft hätte aus­ge­schlos­sen wer­den können. Letz­te­res hat auch das be­klag­te Land in der Re­vi­si­ons­ver­hand­lung so ge­se­hen.


(2) Vor al­lem der von dem be­klag­ten Land mit der Er­tei­lung der Wie­der­ein­stel­lungs­zu­sa­ge ver­folg­te Zweck ge­bie­tet ein Verständ­nis, dass das Rück­kehr­recht durch den Zu­sam­men­schluss mit ei­ner an­de­ren Be­triebs­kran­ken­kas­se we­der aus­gelöst wur­de noch un­ter­ging.


(a) Das be­klag­te Land weist zwar zu­tref­fend dar­auf hin, dass kein Recht auf Rück­kehr von ei­ner im We­ge ei­ner Ver­ei­ni­gung ent­stan­de­nen neu­en Be­triebs­kran­ken­kas­se bestünde, wenn be­reits die frei­wil­li­ge Ver­ei­ni­gung der BKK Ber­lin mit ei­ner an­de­ren Be­triebs­kran­ken­kas­se das Rück­kehr­recht aus­gelöst hätte (vgl. zum Vor­be­halt der Kon­zern­zu­gehörig­keit: BAG 24. April 2013 - 7 AZR 523/11 - Rn. 37). Die Erklärung vom 20. April 1998 be­gründet je­doch ent­ge­gen der An­sicht des be­klag­ten Lan­des für den Fall ei­ner sol­chen Ver­ei­ni-
 


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gung kein Rück­kehr­recht. Aus dem Um­stand, dass nach den Vor­schrif­ten des SGB V Rechts­fol­ge ei­ner Ver­ei­ni­gung zwei­er Be­triebs­kran­ken­kas­sen ist, dass die­se ge­schlos­sen sind, folgt nicht, dass be­reits die Ver­ei­ni­gung der BKK Ber­lin mit der BKK Ham­burg das Rück­kehr­recht auslöste. Mit der For­mu­lie­rung „für den Fall der Sch­ließung/Auflösung“ stell­te die Rück­kehr­zu­sa­ge des be­klag­ten Lan­des nicht auf die in § 150 SGB V ge­re­gel­te frei­wil­li­ge Ver­ei­ni­gung von Be­triebs­kran­ken­kas­sen ab, son­dern auf die Re­ge­lun­gen in §§ 152, 153 SGB V, die die Auflösung und Sch­ließung von Be­triebs­kran­ken­kas­sen be­tref­fen. Das wird schon dar­aus deut­lich, dass die Ver­ei­ni­gung von Be­triebs­kran­ken­kas­sen re­gelmäßig nicht per se zu ei­nem Ver­lust von Ar­beitsplätzen führt, den das Rück­kehr­recht aus­glei­chen soll. Die Ver­ei­ni­gung führt viel­mehr zu ei­ner Ge­samt­rechts­nach­fol­ge, die auch die Ar­beits­verhält­nis­se der Ar­beit­neh­mer der fu­sio­nier­ten Kran­ken­kas­sen er­fasst (BAG 29. Sep­tem­ber 2010 - 10 AZR 588/09 - Rn. 25, BA­GE 135, 327).


(b) Dass nach dem Wil­len des be­klag­ten Lan­des die Ver­ei­ni­gung mit ei­ner an­de­ren Be­triebs­kran­ken­kas­se das im Schrei­ben vom 20. April 1998 zu­ge­sag­te Rück­kehr­recht grundsätz­lich noch nicht auslösen soll­te, zeigt auch die Re­ge­lung in § 2 Abs. 2 VBSV BKK. Da­nach be­steht ein Recht zur Rück­kehr in ein Ar­beits­verhält­nis zum be­klag­ten Land zwar aus­drück­lich auch für den Fall der Ver­ei­ni­gung iSd. § 150 SGB V, je­doch nur, wenn die Ar­beit­neh­mer selbst von „Per­so­nal­frei­set­zun­gen im Zu­ge der Ver­ei­ni­gung be­trof­fen sind“.

(c) Der Zweck der Einräum­ung des Rück­kehr­rechts ge­bie­tet ein Verständ­nis, das auch die Sch­ließung ei­ner Rechts­nach­fol­ge­rin um­fasst, die in die Ar­beits­verhält­nis­se im We­ge der Ge­samt­rechts­nach­fol­ge ein­ge­tre­ten ist. Das Rück­kehr­recht soll­te dem Um­stand Rech­nung tra­gen, dass die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer mit dem be­klag­ten Land im Ver­gleich zu der BKK Ber­lin, die un­strei­tig be­reits im Zeit­punkt des Zu­gangs des Schrei­bens vom 20. April 1998 wirt­schaft­li­che Pro­ble­me hat­te, ei­nen „si­che­ren“ Ar­beit­ge­ber ver­lo­ren. Für den da­mit vom be­klag­ten Land ver­folg­ten Zweck, den zur BKK Ber­lin wech­seln­den Ar­beit­neh­mern bei ei­nem Ver­lust ih­res Ar­beits­plat­zes ei­nen Ar­beits­platz bei ihm zu ga­ran­tie­ren, ist es oh­ne Be­deu­tung, wenn an die Stel­le der „BKK Ber­lin“ im

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We­ge der Ge­samt­rechts­nach­fol­ge nach § 150 Abs. 2 Satz 1 iVm. § 144 Abs. 4 Satz 2 SGB V ein an­de­rer Ar­beit­ge­ber ge­tre­ten ist (vgl. zur Rechts­nach­fol­ge gemäß § 613a BGB: BAG 24. April 2013 - 7 AZR 523/11 - Rn. 41).

(d) Wirt­schaft­li­che In­ter­es­sen des be­klag­ten Lan­des ge­ben kein an­de­res Aus­le­gungs­er­geb­nis vor. Zwar ist bei der Aus­le­gung ei­ner Wil­lens­erklärung ne­ben den Verständ­nismöglich­kei­ten des Empfängers auch das In­ter­es­se des Erklären­den dar­an zu berück­sich­ti­gen, dass sich der Empfänger dar­um bemüht, die Erklärung nicht miss­zu­ver­ste­hen (BAG 15. De­zem­ber 2005 - 2 AZR 148/05 - Rn. 25, BA­GE 116, 336). Auch muss ein Ar­beit­neh­mer des öffent­li­chen Diens­tes grundsätz­lich da­von aus­ge­hen, dass ihm sein Ar­beit­ge­ber nur die Leis­tun­gen gewähren will, zu de­nen die­ser recht­lich ver­pflich­tet ist (BAG 29. Sep­tem­ber 2004 - 5 AZR 528/03 - zu II 3 b der Gründe mwN, BA­GE 112, 112). Al­ler­dings war das be­klag­te Land nicht zur Einräum­ung des Rück­kehr-rechts ver­pflich­tet. Die Rück­kehr­zu­sa­ge lag frei­lich in sei­nem wirt­schaft­li­chen In­ter­es­se. Das be­klag­te Land hat­te bis 1998 die Ar­beit­neh­mer der BKK Ber­lin ge­stellt. Es hat­te je­doch ge­genüber dem Vor­stand der BKK Ber­lin erklärt, es leh­ne die wei­te­re Über­nah­me der Kos­ten des für die Führung der Geschäfte er­for­der­li­chen Per­so­nals ab. Gemäß § 147 Abs. 2 Satz 4 SGB V hat­te dies zur Fol­ge, dass die BKK Ber­lin die bis­her mit der Führung der Geschäfte der Be­triebs­kran­ken­kas­se be­auf­trag­ten Per­so­nen über­nahm. Der Über­gang der Ar­beits­verhält­nis­se hing je­doch von der Zu­stim­mung der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer ab. Die Rück­kehr­zu­sa­ge dien­te da­zu, die­se Zu­stim­mung zu er­rei­chen. Das be­klag­te Land nahm in sei­nem Schrei­ben vom 20. April 1998 aus­drück­lich auf den von der BKK Ber­lin an die Ar­beit­neh­mer über­sand­ten Ar­beits­ver­trags­ent­wurf Be­zug und räum­te das Rück­kehr­recht für den Fall des Ab­schlus­ses ei­nes Ar­beits­ver­trags ein.


(e) Vor die­sem Hin­ter­grund kann die For­mu­lie­rung „un­be­fris­te­tes Rück­kehr­recht“ aus der Sicht der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer nur so ver­stan­den wer­den, dass auch die Sch­ließung oder Auflösung ei­ner Rechts­nach­fol­ge­rin der BKK Ber­lin die­ses Recht auslöst. In­so­fern un­ter­schei­det sich die Zu­sa­ge des be­klag­ten Lan­des er­heb­lich von der Zu­sa­ge, über de­ren Aus­le­gung das Bun-


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des­ar­beits­ge­richt am 19. Ok­to­ber 2005 (- 7 AZR 32/05 -) zu ent­schei­den hat­te. Je­ne Zu­sa­ge war in ei­ner Be­triebs­ver­ein­ba­rung ent­hal­ten, die im We­sent­li­chen nur ei­ne be­fris­te­te Bei­be­hal­tung der bis­her bei der Ar­beit­ge­be­rin gel­ten­den Ar­beits­be­din­gun­gen und Vergüns­ti­gun­gen vor­sah (vgl. BAG 19. Ok­to­ber 2005 - 7 AZR 32/05 - Rn. 20). Die Er­stre­ckung der Rück­kehr­zu­sa­ge auch auf den Fall der Sch­ließung ei­ner auf­grund von Ver­ei­ni­gun­gen ent­stan­de­nen Rechts­nach­fol­ge­rin der BKK Ber­lin stell­te auch kein un­kal­ku­lier­ba­res Ri­si­ko für das be­klag­te Land dar (vgl. zum Ri­si­ko­as­pekt: BAG 19. Ok­to­ber 2005 - 7 AZR 32/05 - Rn. 25). Ty­pi­scher­wei­se sinkt die Zahl der An­spruchs­be­rech­tig­ten im Lau­fe der Zeit auf­grund al­ters­be­ding­ten Aus­schei­dens aus dem Ar­beits­verhält­nis. Im Übri­gen ging das be­klag­te Land das ver­blei­ben­de Ri­si­ko be­wusst ein. Be­reits die Ein­flussmöglich­kei­ten des be­klag­ten Lan­des auf die BKK Ber­lin, auf die sich das Rück­kehr­recht un­strei­tig be­zog, wa­ren auf­grund der Re­ge­lun­gen zum Ver­wal­tungs­rat der Be­triebs­kran­ken­kas­se we­sent­lich ge­rin­ger als der Ein­fluss ei­ner herr­schen­den Ge­sell­schaft auf ei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft im Kon­zern.


(3) Das vom be­klag­ten Land ein­geräum­te Rück­kehr­recht steht nicht un­ter der Be­din­gung (§ 158 Abs. 1 BGB), dass das mit der BKK Ber­lin bzw. ih­rer Rechts­nach­fol­ge­rin be­gründe­te Ar­beits­verhält­nis in­fol­ge der Sch­ließung be­en­det ist. Be­reits ih­rem Wort­laut nach knüpft die Erklärung vom 20. April 1998 an die Sch­ließung/Auflösung der Be­triebs­kran­ken­kas­se und nicht an die Be­en­di­gung des ein­zel­nen Ar­beits­verhält­nis­ses an. Dies ist auch in­ter­es­sen­ge­recht. So stellt die Sch­ließung ei­ner Be­triebs­kran­ken­kas­se ei­ne kon­kre­te Ge­fahr für den Fort­be­stand der Ar­beits­verhält­nis­se dar. Zwar ent­hielt § 155 SGB V aF noch kei­nen Ver­weis auf § 164 Abs. 2 bis Abs. 4 SGB V. Spätes­tens nach der Ab­wick­lung der Geschäfte durch den Vor­stand entfällt je­doch ty­pi­scher­wei­se der Beschäfti­gungs­be­darf für die Ar­beit­neh­mer. Es dient zu­dem der Rechts­si­cher­heit, für die Fra­ge des Be­din­gungs­ein­tritts nach § 158 Abs. 1 BGB nicht an die un­ter Umständen erst durch ein ge­richt­li­ches Ver­fah­ren zu klären­de Fra­ge der Be­en­di­gung des kon­kre­ten Ar­beits­verhält­nis­ses an­zu­knüpfen, son­dern an die Sch­ließung/Auflösung der Be­triebs­kran­ken­kas­se und die da­mit ver­bun­de­ne ty­pi­sche Ge­fahr für den Fort­be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses.

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3. Die Kläge­rin hat auch ei­nen An­spruch dar­auf, un­ter Berück­sich­ti­gung ih­rer im De­zem­ber 1998 zu­letzt be­ste­hen­den Ein­grup­pie­rung so ge­stellt zu wer­den, als ha­be sie über den 31. De­zem­ber 1998 hin­aus bis zum 31. De­zem­ber 2003 in ei­nem Ar­beits­verhält­nis zum be­klag­ten Land ge­stan­den. Auch dies folgt be­reits aus der Zu­sa­ge des be­klag­ten Lan­des vom 20. April 1998.


a) Das be­klag­te Land woll­te mit der Rück­kehr­zu­sa­ge be­wir­ken, dass die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer dem Über­gang ih­rer Ar­beits­verhält­nis­se iSd. § 147 Abs. 2 Satz 4 SGB V zu­stim­men. In­so­fern un­ter­schei­det sich die Si­tua­ti­on von der ei­nes Be­triebsüber­gangs, in der die Ar­beits­verhält­nis­se auf den neu­en In­ha­ber nach § 613a Abs. 1 BGB über­ge­hen, wenn die Ar­beit­neh­mer pas­siv blei­ben und dem Be­triebsüber­gang nicht wi­der­spre­chen. Nach § 147 Abs. 2 Satz 4 SGB V be­durf­te es zum Über­gang der Ar­beits­verhält­nis­se der Zu­stim­mung und da­mit ei­nes ak­ti­ven Tuns der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer. Hier­zu lag die­sen ein Ar­beits­ver­trags­an­ge­bot der BKK Ber­lin vor. Es war für das be­klag­te Land er­kenn­bar, dass die Ar­beit­neh­mer ih­ren beim be­klag­ten Land er­reich­ten so­zia­len Be­sitz­stand nur dann auf­ge­ben würden, wenn sie im Fal­le ei­ner Sch­ließung oder Auflösung der Be­triebs­kran­ken­kas­se die Fol­gen ih­rer Zu­stim­mung rück-gängig ma­chen konn­ten. Wenn das be­klag­te Land in die­ser Si­tua­ti­on oh­ne wei­te­re Vor­be­hal­te ein Rück­kehr­recht einräum­te, durf­ten die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer die Rück­kehr­zu­sa­ge so ver­ste­hen, dass sie im Fal­le ih­rer Rück­kehr so ge­stellt wer­den, als wären sie durch­ge­hend beim be­klag­ten Land beschäftigt ge­we­sen. Auch wenn die­se Rechts­fol­ge nicht je­der Rück­kehr­zu­sa­ge im­ma­nent ist (vgl. zu § 17 Satz 1 HVFG: BAG 19. Ok­to­ber 2011 - 5 AZR 138/10 - Rn. 29), folgt dies aus den Be­son­der­hei­ten der Si­tua­ti­on im Jah­re 1998. Ins Ge­wicht fällt, dass die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer auf­grund der Per­so­nal­ge­stel­lung durch das be­klag­te Land be­reits seit Jah­ren bei der BKK Ber­lin tätig wa­ren. Oh­ne die Ab­leh­nungs­erklärung des be­klag­ten Lan­des iSd. § 147 Abs. 2 Satz 4 SGB V ge­genüber dem Vor­stand der BKK Ber­lin hätte die­se Form der ge­spal­te­nen Ar­beit­ge­ber­stel­lung fort­geführt wer­den können. Die Ausübung des Rück­kehr­rechts stellt al­so nur die Si­tua­ti­on her, die oh­ne die Ab­leh­nungs­erklärung des be­klag­ten Lan­des und die Zu­stim­mung der Ar­beit­neh­mer gemäß § 147 Abs. 2 SGB V be­stan­den hätte. Ei­ne Bes­ser­stel­lung der zur BKK Ber­lin ge­wech­sel­ten


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Ar­beit­neh­mer ist mit ih­rer Rück­kehr zum be­klag­ten Land ent­ge­gen des­sen An­sicht nicht ver­bun­den.

b) Selbst wenn da­von aus­ge­gan­gen wird, dass die Rück­kehr­zu­sa­ge die zur BKK Ber­lin ge­wech­sel­ten Ar­beit­neh­mer im Fal­le ih­rer Rück­kehr zum be­klag­ten Land nicht so stel­len soll­te, als wären sie bei die­sem durch­ge­hend beschäftigt ge­we­sen, führ­te dies zu kei­nem an­de­ren Er­geb­nis. Nach dem In­kraft­tre­ten des An­glei­chungs-TV Land Ber­lin wird an­ders als un­ter der Gel­tung des BAT das Ent­gelt in den ein­zel­nen Ent­gelt­grup­pen nicht nach Le­bens­al­ters­stu­fen be­mes­sen, so­dass das Al­ter für die Höhe der Vergütung oh­ne Be­deu­tung ist. Dies konn­ten we­der das be­klag­te Land noch die zur BKK Ber­lin ge­wech­sel­ten Ar­beit­neh­mer vor­aus­se­hen. Die durch das In­kraft­tre­ten des An­glei­chungs-TV Land Ber­lin nachträglich ent­stan­de­ne Re­ge­lungslücke in der Wie­der­ein­stel­lungs­zu­sa­ge kann nach den Grundsätzen der ergänzen­den Ver­trags­aus­le­gung nur so ge­schlos­sen wer­den, dass die Stu­fen­zu­ord­nung mit­hil­fe des (fik­ti­ven) Ver­gleichs­ent­gelts vor­zu­neh­men ist. Ist ei­ne ver­trag­li­che Re­ge­lung plan­wid­rig un­vollständig, tritt im We­ge der ergänzen­den Ver­trags­aus­le­gung an die Stel­le der lücken­haf­ten Ver­trags­be­stim­mung die­je­ni­ge Ge­stal­tung, die die Par­tei­en bei ei­ner an­ge­mes­se­nen Abwägung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen nach Treu und Glau­ben als red­li­che Ver­trags­par­tei­en ver­ein­bart hätten, wenn ih­nen die Lücken­haf­tig­keit des Ver­trags be­kannt ge­we­sen wäre (BAG 23. April 2013 - 3 AZR 512/11 - Rn. 34 mwN). Zunächst ist hierfür an den Ver­trag selbst an­zu­knüpfen. Die in ihm ent­hal­te­nen Re­ge­lun­gen und Wer­tun­gen, sein Sinn und Zweck sind Aus­gangs­punkt der Ver­trags­ergänzung. So­weit ir­gend möglich, sind da­nach Lücken im We­ge der ergänzen­den Ver­trags­aus­le­gung in der Wei­se aus­zufüllen, dass die Grundzüge des kon­kre­ten Ver­trags „zu En­de ge­dacht“ wer­den (BAG 17. April 2012 - 3 AZR 803/09 - Rn. 31 mwN). Die Ar­beit­neh­mer soll­ten durch den Wech­sel zur BKK Ber­lin nicht Ge­fahr lau­fen, ih­ren bei dem be­klag­ten Land er­wor­be­nen so­zia­len Be­sitz­stand im Fal­le ei­ner Auflösung oder Sch­ließung der sie beschäfti­gen­den Be­triebs­kran­ken­kas­se zu ver­lie­ren. Die­sem Re­ge­lungs­zweck der Rück­kehr­zu­sa­ge wird ei­ne Stu­fen­zu­ord­nung nach § 16 TV-L nicht ge­recht. Im Jah­re 1998 er­folg­te die Vergütung der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer nach dem BAT. Nach § 27 BAT be­maß sich die Grund­vergütung
 


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in den Vergütungs­grup­pen des BAT nach Le­bens­al­ters­stu­fen (vgl. BAG 10. No­vem­ber 2011 - 6 AZR 148/09 - BA­GE 140, 1). Die vom Über­gang nach § 147 Abs. 2 SGB V be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer durf­ten be­rech­tigt dar­auf ver­trau­en, dass die Be­mes­sung der Vergütung nach er­reich­ten Le­bens­al­ters­stu­fen auch nach der Rück­kehr zum be­klag­ten Land Berück­sich­ti­gung fin­det. Dies ist nur bei ei­ner Über­lei­tung an­hand des fik­ti­ven Ver­gleichs­ent­gelts gewähr­leis­tet.

c) Da­nach hat die Kläge­rin an sich ei­nen An­spruch, in dem neu be­gründe­ten Ar­beits­verhält­nis so ge­stellt zu wer­den, als ha­be über den 31. De­zem­ber 1998 hin­aus ein un­un­ter­bro­che­nes Ar­beits­verhält­nis zum be­klag­ten Land be­stan­den. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat ih­rer Kla­ge bezüglich der be­an­spruch­ten An­er­ken­nung von Beschäfti­gungs­zei­ten je­doch nicht in vol­lem Um­fang statt­ge­ge­ben. Es hat ent­schie­den, dass nur die bis zum 31. De­zem­ber 2003 zurück­ge­leg­te Beschäfti­gungs­zeit zu berück­sich­ti­gen ist. So­weit das Lan­des­ar­beits­ge­richt die Be­ru­fung der Kläge­rin zurück­ge­wie­sen hat, ist das Be­ru­fungs­ur­teil rechts­kräftig ge­wor­den.


IV. Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. 


Brühler 

Krasshöfer 

Klo­se

M. Lücke 

Kran­zusch

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