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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Bezugnahmeklausel, Betriebliche Übung
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz
Akten­zeichen: 9 Sa 57/13
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 20.09.2013
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Mainz - Auswärtige Kammern Bad Kreuznach, Urteil vom 13.11.2012 - 6 Ca 517/12
   

Ak­ten­zei­chen:
9 Sa 57/13
6 Ca 517/12
ArbG Mainz
- AK B.-  

Verkündet am:
20.09.2013

D,

Jus­tiz­beschäftig­te

als Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

LAN­DES­AR­BEITS­GERICHT
RHEIN­LAND-PFALZ

IM NA­MEN DES VOL­KES

UR­TEIL

In dem Rechts­streit

C., C-Straße, C-Stadt

- Kläge­rin und Be­ru­fungs­be­klag­te -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te: Rechts­anwälte D., D-Straße, D-Stadt

ge­gen

Fir­ma A., A-Straße, A-Stadt

- Be­klag­te und Be­ru­fungskläge­rin -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te: Rechts­anwälte B.,B-Straße, B-Stadt

hat die 9. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Rhein­land-Pfalz auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 20. Sep­tem­ber 2013 durch den Präsi­den­ten des Lan­des­ar­beits­ge­richts Wildschütz als Vor­sit­zen­den und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Wirth und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Tan­zer als Bei­sit­zer für Recht er­kannt:

 

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1. Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Mainz - Auswärti­ge Kam­mern Bad Kreuz­nach- vom 13.11.2012, Az.: 6 Ca 517/12, wird kos­ten­pflich­tig zurück­ge­wie­sen.

2. Zur Klar­stel­lung wird Ziff. 2 des Te­nors des an­ge­foch­te­nen Ur­teils wie folgt neu ge­fasst: Es wird fest­ge­stellt, dass die Be­klag­te ver­pflich­tet ist, die Kläge­rin ab Ok­to­ber 2012 nach Ent­gelt­grup­pe 4 a, Stu­fe 5 TVöD-KR zu vergüten.

3. Für die Be­klag­te wird die Re­vi­si­on zu­ge­las­sen.

TAT­BESTAND:

Die Par­tei­en strei­ten darüber, ob die Kläge­rin in den TVöD über­zu­lei­ten war so­wie um hier­aus re­sul­tie­ren­de Dif­fe­renz­lohn­ansprüche.

Die Kläge­rin ist seit dem 1.5.1995 in der von der Be­klag­ten be­trie­be­nen Ein­rich­tung als Kran­ken­pfle­ge­rin beschäftigt. Grund­la­ge des Ar­beits­verhält­nis­ses ist der mit der Rechts­vorgänge­rin der Be­klag­ten ab­ge­schlos­se­ne Ar­beits­ver­trag vom 31.3.1995, der in § 2 fol­gen­de Re­ge­lung enthält:

"Das Ar­beits­verhält­nis be­stimmt sich nach dem Bun­des-An­ge­stell­ten-Ta­rif­ver­trag (BAT) so­wie den je­weils ergänzen­den, ändern­den, er­set­zen­den und sons­ti­gen für die Art der Tätig­keit des Beschäftig­ten ein­schlägi­gen Ta­rif­ver­ein­ba­run­gen."

Die Kläge­rin war zu­letzt in VergGr. IV, Stu­fe 9 des BAT-KR ein­grup­piert und wur­de hier­nach vergütet.

Die Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat März 2012 weist in­so­weit u.a. aus:

 

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- Grund­ge­halt 1.682,32 EUR

- Orts­zu­schlag 569,34 EUR

- All­ge­mei­ne Zu­la­ge 106,38 EUR.

Nach dem zwi­schen der Stadt B. dem Land Rhein­land-Pfalz ei­ner­seits und der S Kli­ni­ken GmbH an­de­rer­seits ge­schlos­se­nen Ak­ti­en­kauf­ver­trag ver­pflich­te­te sich die S Kli­ni­ken GmbH zum Kauf von ins­ge­samt 75,09 % der Ak­ti­en der R H AG zum 1. Ja­nu­ar 1999. Die­se fir­mier­te so­dann un­ter der Be­zeich­nung S R Rhein-land-Pfalz AG, die ih­rer­seits in die jet­zi­ge Be­zeich­nung der Be­klag­ten um­fir­mier­te.

§ 5 II Nr. 5 des ge­nann­ten Ak­ti­en­kauf­ver­tra­ges sieht vor:

"Die zum Zeit­punkt des Ver­trags­ab­schlus­ses vor­han­de­ne Mit­ar­bei­ter wer­den wei­ter­hin nach BAT-BMT-G ent­lohnt und de­ren Zu­satz­ver­sor­gung nach dem ein­schlägi­gen Ta­rif­ver­trag gewähr­leis­tet."

Mit Schrei­ben vom 18. März 1999 teil­te der Kom­mu­na­le Ar­beit­ge­ber­ver­band Rhein­land-Pfalz der Rechts­vorgänge­rin der Be­klag­ten mit, dass die­se auf­grund der neu­en Ei­gen­tums­verhält­nis­se mit Ab­lauf des 31. März 1999 aus dem Ar­beit-ge­ber­ver­band aus­ge­schlos­sen wer­de, da die sat­zungsmäßigen Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Mit­glied­schaft nicht mehr ge­ge­ben sei­en.

Auch nach dem Aus­schluss aus dem Ar­beit­ge­ber­ver­band gewähr­te die Be­klag­te den Mit­ar­bei­tern Loh­nerhöhung ent­spre­chend den Ta­rif­ab­schlüssen im öffent­li­chen Dienst am 01.04.1999, 01.08.2000, 01.09.2001, 01.03.2003 und 01.03.2004.

Die Kläge­rin ist der An­sicht, die Be­klag­te sei ver­pflich­tet, sie auf der Ba­sis des TVöD, Ent­gelt­grup­pe 4 a, Stu­fe 5, zu vergüten.

Hin­sicht­lich der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des un­strei­ti­gen Sach­ver­halts und des strei­ti­gen Vor­brin­gens der Par­tei­en 1. In­stanz wird gem. § 69 Abs. 2 ArbGG Be­zug ge­nom­men auf das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Mainz –Auswärti­ge Kam­mern Bad Kreuz­nach- vom 13.11.2012, Az.: 6 Ca 517/12 (Bl. 45 ff. d.A.).

 

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Durch das ge­nann­te Ur­teil hat das Ar­beits­ge­richt

1. die Be­klag­te ver­ur­teilt, an die Kläge­rin 840,21 EUR brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz aus je­weils 120,53 EUR brut­to seit dem 1.5.2012, 1.6.2012, 1.7.2012, 1.8.2012, 1.9.2012 und 1.10.2012 zu zah­len und

2. fest­ge­stellt, dass die Be­klag­te ver­pflich­tet ist, die mo­nat­li­che Vergütung der Kläge­rin ab Ok­to­ber 2012 auf der Ba­sis des TVöD nach Ent­gelt-grup­pe E 4a Stu­fe 5 mit ei­ner Vergütung von zu­min­dest 2.478,07 EUR brut­to ab­zu­rech­nen und den sich dar­aus er­ge­ben­den Net­to­be­trag an die Kläge­rin zu zah­len.

Zur Be­gründung hat das Ar­beits­ge­richt –zu­sam­men­ge­fasst- aus­geführt:

Ein An­spruch der Kläge­rin auf Vergütung nach der be­gehr­ten Vergütungs­grup­pe fol­ge aus dem Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en. Die­ser sei zwar ein sog. Alt­ver­trag im Sin­ne der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richt mit Ur­teil vom 14.12.2005 (4 AZR 536/04). Es sei für die Aus­le­gung des Ar­beits­ver­trags des­halb zunächst da-von aus­zu­ge­hen, dass es sich bei der Be­zug­nah­me­klau­sel um ei­ne sog. Gleich-stel­lungs­ab­re­de han­de­le. Die Be­klag­te ha­be aber durch kon­se­quen­tes ei­ge­nes Ver­hal­ten ei­ne ein­ver­nehm­li­che Ver­tragsände­rung zu­guns­ten der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer her­bei­geführt. Die­se kon­klu­den­te Ver­tragsände­rung fol­ge aus der Über­nah­me der Ver­pflich­tung durch die Mehr­heits­ak­ti­onärin in Ziff. 5.II Nr. 5 des Ak­ti­en­kauf­ver­trags und der Wei­ter­ga­be der Ta­rif­loh­nerhöhun­gen des öffent­li­chen Diens­tes durch die Be­klag­te an die Alt-Beschäftig­ten im Zeit­raum zwi­schen dem 31.3.199 und 1.4.2004. Die Über­nah­me der Ver­pflich­tung nach Ziff. 5 II Nr. 5 des Ak­ti­en­kauf­ver­tra­ges sei durch die Pres­se all­ge­mein be­kannt ge­macht wor­den, um der Skep­sis hin­sicht­lich der Über­nah­me bis­lang öffent­lich be­trie­be­ner In­sti­tu­tio­nen durch Pri­va­te zu be­geg­nen, so dass den Mit­ar­bei­tern be­kannt ge­we­sen sei, dass ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen ha­ben ge­si­chert wer­den sol­len. Des­halb hätten die Ar­beit­neh­mer bei Wei­ter­ga­be der Ta­rif­loh­nerhöhun­gen da­von aus­ge­hen können, die Be­klag­te ha­be sich wei­ter dy­na­misch an die Ta­ri­fent­wick­lung im öffent­li­chen

 

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Dienst bin­den wol­len. Ei­ne An­nah­me­erklärung der Ar­beit­neh­mer sei nach § 151 BGB ent­behr­lich ge­we­sen.

Mit Einführung des TVöD und der ent­spre­chen­den Über­lei­tungs­ta­rif­verträge sei­en die­se an Stel­le des BAT ge­tre­ten und für die Vergütung maßgeb­lich.

Das ge­nann­te Ur­teil ist der Be­klag­ten am 22.1.2013 zu­ge­stellt wor­den. Sie hat hier­ge­gen mit ei­nem am 7.2.2013 beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz Be­ru­fung ein­ge­legt und die­se in­ner­halb der mit Be­schluss vom 25.2.2013 bis zum 31.5.2013 verlänger­ten Be­ru­fungs­be­gründungs­frist mit Schrift­satz vom 29.5.2013, beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­gen am 30.5.2013 be­gründet.

Zur Be­gründung ih­res Rechts­mit­tels macht die Be­klag­te nach Maßga­be des ge­nann­ten Schrift­sat­zes so­wie des wei­te­ren Schrift­sat­zes vom 9.9.2013, auf die je­weils ergänzend Be­zug ge­nom­men wird (Bl. 101 ff., 127 f. d.A.), im We­sent­li­chen gel­tend:

Bei der Be­zug­nah­me­klau­sel des Ar­beits­ver­tra­ges han­de­le es sich um ei­ne Gleich­stel­lungs­ab­re­de, so dass nach Aus­schei­den aus dem Ar­beit­ge­ber­ver­band die in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­verträge nur noch sta­tisch fort­wirk­ten. Auch aus dem Ak­ti­en­kauf­ver­trag fol­ge nichts an­ders. Die­ser Ver­trag bin­de sie nicht. Ihr Vor­stand sei ak­ti­en­recht­lich auch nicht an Wei­sun­gen der Ak­ti­onäre ge­bun­den. Die im Ak­ti­en­kauf­ver­trag vor­ge­se­he­ne Ver­pflich­tung be­inhal­te auch kei­ne sol­che zur dy­na­mi­schen Fort­ent­wick­lung des Be­sitz­stan­des, son­dern nur zum sta­ti­schen Er­halt des­sel­ben. Für ei­nen Bin­dungs­wil­len da­hin­ge­hend, sich auch zukünf­ti­gen, nicht mehr be­ein­fluss­ba­ren Ta­ri­fent­wick­lun­gen zu un­ter­wer­fen, sei­en kei­ne An­halts­punk­te ge­ge­ben. Die An­nah­me ei­nes sol­chen Bin­dungs­wil­lens ste­he auch in Wi­der­spruch zum As­pekt der ne­ga­ti­ven Ver­trags­frei­heit, den der Eu­ropäische Ge­richts­hof im Ur­teil vom 18.7.2013 (C-426/11 Alemo Per­ron) be­son­ders be­tont ha­be. Ins­ge­samt ent­hal­te der Ak­ti­en­kauf­ver­trag nur in­ter­ne un­ter den Ak­ti­onären gel-

 

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ten­de Re­ge­lun­gen. Es ha­be ge­ra­de kei­ne Re­ge­lung mit Außen­wir­kung ge­schaf­fen wer­den sol­len.

Auch ein An­spruch aus be­trieb­li­cher Übung schei­de in Übe­rein­stim­mung mit der maßgeb­li­chen Recht­spre­chung des BAG aus. Al­lein die mehr­ma­li­ge Wei­ter­ga­be von Ta­rif­loh­nerhöhun­gen führe nicht zu ei­ner dau­er­haf­ten Bin­dung an zukünf­ti­ge Ta­ri­fent­wick­lun­gen. Die An­nah­me ei­ner kon­klu­den­ten Ver­tragsände­rung durch das Ar­beits­ge­richt sei eben­so feh­ler­haft. Wor­aus ein Rechts­bin­dungs­wil­le der Be­klag­ten fol­gen sol­le, blei­be of­fen. Der durch die Recht­spre­chung gewähr­te Ver­trau­ens­schutz hin­sicht­lich von Be­zug­nah­me­klau­seln in sog. Alt­verträgen dürfe durch die An­nah­me ei­ner be­trieb­li­chen Übung oder ei­ner kon­klu­den­ten Ver­tragsände­rung nicht un­ter­lau­fen wer­den. So­weit das Ar­beits­ge­richt auf die In­ter­es­sen­la­ge bei Ab­schluss des Ak­ti­en­kauf­ver­tra­ges ab­stel­le, stütze es sich nicht auf Tat­sa­chen­vor­trag, son­dern auf ei­ge­ne un­ge­si­cher­te An­nah­men.

Die Be­klag­te be­an­tragt,

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Mainz –Auswärti­ge Kam­mern Bad Kreuz­nach- vom 13.11.2012, Az.: 6 Ca 517/12, ab­zuändern und die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Die Kläge­rin be­an­tragt,

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen.

Sie ver­tei­digt das an­ge­foch­te­ne Ur­teil mit ih­rer Be­ru­fungs­er­wi­de­rung gemäß Schrift­satz vom 30.7.2013 und wei­te­rem Schrift­satz vom 16.9.2013, auf die Be­zug ge­nom­men wird (Bl. 121 ff, 130 f.. d.A.), als zu­tref­fend.

 

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ENT­SCHEI­DUN­GSGRÜNDE:

I.

Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ist zulässig. Das Rechts­mit­tel ist an sich statt­haft. Die Be­ru­fung wur­de auch form- und frist­ge­recht ein­ge­legt und -auch in­halt­lich den ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen ent­spre­chend- be­gründet.

II.

In der Sa­che hat das Rechts­mit­tel kei­nen Er­folg.

1.

Die Kla­ge ist zulässig. Dies be­darf hin­sicht­lich des be­zif­fer­ten Zah­lungs­an­trags kei­ner nähe­ren Ausführun­gen. Die Kla­ge ist aber auch mit dem Fest­stell­lungs­an­trag zulässig. Ei­ne Aus­le­gung des erst­in­stanz­li­chen Fest­stel­lungs­an­trags­an­trags er­gibt, dass die Kläge­rin fest­ge­stellt wis­sen will, dass die Be­klag­te ver­pflich­tet ist, ihr ab Ok­to­ber 2012 ei­ne mo­nat­li­che Vergütung nach Maßga­be der von der Kläge­rin für sich in An­spruch ge­nom­me­nen Vergütungs­grup­pe des TVöD zu zah­len. So­weit die erst­in­stanz­li­che Fas­sung des An­trags auch die Fest­stel­lung ei­ner sich aus der be­gehr­ten Ein­grup­pie­rung er­ge­ben­den Min­dest­vergütung be­inhal­te­te, dien­te dies er­kenn­bar nur zur Ver­deut­li­chung des ei­gent­li­chen Fest­stel­lungs­be­geh­rens. Wie sich aus der Sit­zungs­nie­der­schrift der Ver­hand­lung vom 20.9.2013 er­gibt, ent­spricht die­se Aus­le­gung dem Rechts­schutz­ziel der Kläge­rin und auch die Be­klag­te hat aus­weis­lich der Erklärung ih­res Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten in der ge­n­an­ten münd­li­chen Ver­hand­lung den An­trag da­hin­ge­hend ver­stan­den.

Mit die­sem In­halt ist der Fest­stel­lungs­an­trag zulässig, ins­be­son­de­re be­steht das für den Fest­stel­lungs­an­trag er­for­der­li­che Fest­stel­lungs­in­ter­es­se, § 256 Abs. 1 ZPO. Die Fra­ge, wel­che Vergütungs­ord­nung auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei-

 

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en An­wen­dung fin­det, ist nach wie vor zwi­schen den Par­tei­en strei­tig. Es kann er­war­tet wer­den, dass die Be­klag­te bei ei­ner ent­spre­chen­den Fest­stel­lung die Vergütung auch in Voll­zug der ge­trof­fe­nen Fest­stel­lung be­rech­net und (nach-) zahlt.

2.
Die Kla­ge ist auch be­gründet.
Die Be­klag­te ist nach den Grundsätzen der be­trieb­li­chen Übung ver­trag­lich ver­pflich­tet, die Kläge­rin in An­wen­dung der Vergütungs­ord­nung des TVöD zu vergüten.

a)
Ei­ne be­trieb­li­che Übung ent­steht durch ein gleichförmi­ges und wie­der­hol­tes Ver­hal­ten des Ar­beit­ge­bers, das den In­halt der Ar­beits­verhält­nis­se ge­stal­tet und ge­eig­net ist, ver­trag­li­che Ansprüche auf ei­ne Leis­tung zu be­gründen, wenn und so­weit Ar­beit­neh­mer oder Be­triebs­rent­ner aus dem Ver­hal­ten des Ar­beit­ge­bers schließen durf­ten, ih­nen wer­de ei­ne ent­spre­chen­de Leis­tung auch künf­tig gewährt. Auf die sub­jek­ti­ven Vor­stel­lun­gen des Ar­beit­ge­bers und da­mit auf die in­ter­ne Wil­lens­bil­dung kommt es nicht an. Ent­schei­dend ist, ob die Ar­beit­neh­mer dem Ver­hal­ten des Ar­beit­ge­bers ei­nen Ver­pflich­tungs­wil­len ent­neh­men können. Da die be­trieb­li­che Übung zu ty­pi­sier­ten Leis­tungs­be­din­gun­gen führt, ist das Ver­hal­ten des Ar­beit­ge­bers los­gelöst von den Umständen des Ein­zel­fal­les nach ob­jek­ti­ven Kri­te­ri­en aus­zu­le­gen (BAG 31.7.2007 -3AZR 189/06- AP Nr. 79 zu § 242 BGB Be­trieb­li­che Übung).

b)
Die Be­klag­te hat auch nach dem Aus­schluss aus dem Ar­beit­ge­ber­ver­band ih­ren Ar­beit­neh­mern Loh­nerhöhun­gen ent­spre­chend den Ta­rif­ab­schlüssen im öffent­li­chen Dienst zum 1.4.1999, 1.8.2000, 1.9.2001, 1.3.2003 und 1.3.2004 gewährt. Da­mit liegt ein wie­der­hol­tes und gleichförmi­ges Ver­hal­ten vor.

 

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c)
Aus die­sem Ver­hal­ten durf­ten die Ar­beit­neh­mer, de­ren Ar­beits­ver­trag wie der der Kläge­rin ei­ne um­fas­sen­de Ver­wei­sungs­klau­sel auf die Be­stim­mun­gen des BAT so­wie die die­sen je­weils ergänzen­den, ändern­den oder er­set­zen­den Ta­rif­ver­ein­ba­run­gen enthält, un­ter Berück­sich­ti­gung der ob­jek­ti­ven Umstände schließen, die Be­klag­te wer­de un­ge­ach­tet ih­rer nicht mehr ge­ge­be­nen Ta­rif­bin­dung die Vergütung ta­rif­ge­recht ent­spre­chend der vor­mals be­ste­hen­den Ta­rif­bin­dung vor­neh­men.

aa)
Zu­tref­fend ist, dass nach der Recht­spre­chung des BAG (z.B. 16.1.2002 -5 AZR 715/00- EzA § 4 TVG Ta­rif­loh­nerhöhung Nr. 37; 3.11.2004 -5 AZR 622/03- EzA § 242 BGB Be­trieb­li­che Übung Nr. 4) die wie­der­hol­te An­pas­sung von Löhnen und Gehältern in der Ver­gan­gen­heit in der Re­gel oh­ne das Vor­lie­gen deut­li­cher An­halts­punk­te nicht den Schluss zulässt, ein nicht ta­rif­ge­bun­de­ner Ar­beit­ge­ber wol­le auf Dau­er die von den Ta­rif­ver­trags­par­tei­en aus­ge­han­del­ten Ta­rif­loh­nerhöhun­gen über­neh­men. Der­ar­ti­ge deut­li­che An­halts­punk­te lie­gen im Streit­fall bei ei­ner Aus­le­gung des Ver­hal­tens der Be­klag­ten nach ob­jek­ti­ven Kri­te­ri­en aber vor.

bb)
Bei die­ser Aus­le­gung ist maßgeb­lich der In­halt des Ak­ti­en­kauf­ver­trags, na­ment­lich § 5 II Ziff. 5 des Ver­tra­ges zu berück­sich­ti­gen.

Die­se ver­trag­li­che Re­ge­lung be­legt, dass den Ver­trags­par­tei­en des Ak­ti­en­kauf­ver­trags und da­mit auch der (sei­ner­zei­ti­gen) Mehr­heits­ak­ti­onärin der Be­klag­ten be­kannt war, dass ein Ver­bleib der Be­klag­ten im ein­schlägi­gen Ar­beit­ge­ber­ver­band zu­min­dest frag­lich, wenn nicht gar aus­ge­schlos­sen war. Die ver­trag­li­che Re­ge­lung soll­te ge­ra­de den Kon­se­quen­zen, die sich –trotz in­so­weit ein­deu­ti­ger For­mu­lie­rung der ar­beits­ver­trag­li­chen Be­zug­nah­me­klau­sel- aus der frühe­ren Recht­spre­chung des BAG (vgl. da­zu nur BAG 18.11.2009 -4 AZR 514/08- EzA § 3 TVG Be-

 

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zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 43, II 2 b der Gründe) zu so­ge­nann­ten Gleich­stel­lungs­ab­re­den er­ga­ben, Rech­nung tra­gen und den bei Ver­trags­schluss schon vor­han­de­nen Mit­ar­bei­tern die Vergütung nach der Vergütungs­ord­nung des öffent­li­chen Diens­tes er­hal­ten.

Bei der sich aus dem Ak­ti­en­kauf­ver­trag er­ge­ben­den Ver­pflich­tung aus § 5 II Ziff. 5 des Ak­ti­en­kauf­ver­tra­ges han­delt es sich auch nicht nur um die Ver­pflich­tung, die Löhne nach "BAT/BMT-G" in der zum Zeit­punkt des Ak­ti­en­kauf­ver­trags bzw. des evtl. ab­seh­ba­ren Zeit­punkts des Aus­schlus­ses aus dem Ar­beit­ge­ber­ver­band maßgeb­li­chen Höhe wei­ter zu zah­len. Viel­mehr be­inhal­tet die­se Klau­sel des Ver­tra­ges bei der ge­bo­te­nen Aus­le­gung die Ver­pflich­tung zur Ent­loh­nung nach dem je­weils maßgeb­li­chen ta­rif­li­chen Ent­gelt nach dem BAT/BMT-G.

Zum ei­nen ist nicht er­sicht­lich, dass zum Zeit­punkt des Ab­schlus­ses des Ak­ti­en­kauf­ver­trags für die Be­klag­te an­der­wei­ti­ge, be­trieb­lich ein­schlägi­ge Vergütungs­re­ge­lun­gen be­stan­den ha­ben, die zu ei­ner ver­rin­ger­ten Vergütung für die Ar­beit­neh­mer hätten führen können. Dann aber wäre ei­ne der­ar­ti­ge ver­trag­li­che Be­stim­mung überflüssig ge­we­sen, da sich die Kon­se­quenz ei­ner nur sta­ti­schen Wei­ter­gel­tung oh­ne­hin in An­wen­dung der sei­ner­zei­ti­gen Recht­spre­chung zur Aus­le­gung sog. Gleich­stel­lungs­ab­re­den er­ge­ben hätte. Zu­dem spricht auch der Wort­laut der ver­trag­li­chen Be­stim­mung hierfür. Da­nach sol­len die ge­nann­ten Mit­ar­bei­ter "wei­ter­hin" nach BAT/BMT-G ent­lohnt wer­den, wo­mit auf die be­ste­hen­de Vergütungs­pra­xis der Ver­gan­gen­heit Be­zug ge­nom­men wird. Die­se be­inhal­te­te aber den Voll­zug der je­wei­li­gen Ta­rif­erhöhun­gen. Auch die In­ter­es­sen­la­ge der Par­tei­en des Ak­ti­en­kauf­ver­trags spricht hierfür. Es ging um die Fortführung der Ein­rich­tung als R-Zen­trum des Lan­des Rhein­land-Pfalz, mit­hin ei­ner Ein­rich­tung, die zu­vor wenn auch in pri­vat­recht­li­cher Form von der Stadt B. und dem Land Rhein­land-Pfalz be­trie­ben wur­de. Die Ver­trags­klau­sel, die sich auf die zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses vor­han­de­nen Mit­ar­bei­ter be­schränkt, soll­te er­kenn­bar de­ren

 

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Ver­trau­en dar­in Rech­nung tra­gen, ent­spre­chend den Vergütungs­re­ge­lun­gen für den öffent­li­chen Dienst vergütet zu wer­den.

Ei­ne Berück­sich­ti­gung die­ses Um­stan­des bei der Aus­le­gung des Ver­hal­tens der Be­klag­ten schei­tert nicht dar­an, dass die Be­klag­te nicht Ver­trags­par­tei des Ak­ti­en­kauf­ver­trags, son­dern des­sen Ver­trags­ge­gen­stand war und nach der ak­ti­en­recht­lich nor­mier­ten Auf­ga­ben- und Ver­tre­tungs­ab­gren­zung der Vor­stand ei­ner AG die­se ver­tritt und da­bei von Wei­sun­gen der Ak­ti­onäre nicht abhängig ist.

Zunächst ist dar­auf hin­zu­wei­sen, dass es nicht um die Fra­ge der Be­gründung ei­ner recht­li­chen Ver­pflich­tung der Be­klag­ten aus dem Ak­ti­en­kauf­ver­trag geht, son­dern dar­um, die­sen Um­stand bei der Er­mitt­lung des Erklärungs­werts der wie­der­hol­ten Wei­ter­ga­be der Ta­rif­loh­nerhöhun­gen durch die Be­klag­te zu berück­sich­ti­gen.

Zwar ist der Vor­stand ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft hin­sicht­lich Fra­gen der Geschäftsführung nicht an Wei­sun­gen der Ak­ti­onäre ge­bun­den (vgl. § 119 Abs. 2 AktG), an­de­rer­seits aber auch recht­lich nicht ge­hin­dert, sich ent­spre­chend ei­ner von der Mehr­heits­ak­ti­onärin über­nom­me­nen Ver­pflich­tung zu ver­hal­ten und sich die­se zu ei­gen zu ma­chen bzw. für die AG ei­ne in­halts­glei­che recht­li­che Ver­pflich­tung zu be­gründen. Un­ge­ach­tet der ak­ti­en­recht­li­chen Auf­ga­ben­ab­gren­zung zwi­schen Vor­stand und Haupt­ver­samm­lung wird der Vor­stand ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft fak­tisch ein Vo­tum des Mehr­heits­ak­ti­onärs nicht un­berück­sich­tigt las­sen, da die Haupt­ver­samm­lung den Auf­sichts­rat be­stellt (§§ 101 Abs. 1, § 119 Abs. 1 Nr. 1 AktG), der sei­ner­seits nach § 84 Abs. 1 AktG zur Be­stel­lung des Vor­stands be­ru­fen ist. Zu ei­ner Neu­be­stel­lung des Vor­stan­des kam es im Übri­gen auch in en­gem zeit­li­chem Zu­sam­men­hang mit der Über­nah­me der der Ak­ti­en­mehr­heit zum 1.1.1999: Aus­weis­lich des Han­dels­re­gis­ters, Amts­ge­richt Bad Kreuz­nach, HR 0000, er­folg­te mit

 

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Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter vom 18.1.1999 die Be­stel­lung ei­nes neu­en Vor­stands.

Wenn die Be­klag­te auch un­mit­tel­bar nach dem Aus­schluss aus dem Ar­beit­ge­ber-ver­band und in der Fol­ge über ei­nen Zeit­raum von 5 Jah­ren in Übe­rein­stim­mung mit der von ih­rer (sei­ner­zei­ti­gen) Mehr­heits­ak­ti­onärin über­nom­me­nen Ver­pflich­tung die Ta­rif­loh­nerhöhun­gen des öffent­li­chen Diens­tes an die Beschäftig­ten wei­ter­gibt, han­delt es sich bei ob­jek­ti­ver Be­trach­tung um den Voll­zug der von der Mehr­heits­ak­ti­onärin über­nom­me­nen Ver­pflich­tung mit ei­ge­nem Bin­dungs­wil­len der Be­klag­ten.

d)
Dem­nach ent­stand zu­guns­ten der Kläge­rin un­ter dem Ge­sichts­punkt der be­trieb­li­chen Übung ein ver­trag­li­cher An­spruch des In­halts, ent­spre­chend der Vergütungs­ord­nung des BAT nach Maßga­be ih­rer Ein­grup­pie­rung vergütet zu wer­den. Durch die Er­set­zung des BAT durch den TVöD ist die­se ver­trag­li­che Re­ge­lung lücken­haft ge­wor­den. Ent­spre­chend der Recht­spre­chung des BAG (z.B. Ur­teil vom 25.8.2010 -4 AZR 14/09-, AP Nr 21 zu § 1 TVG Ta­rif­verträge: Arzt) ist ei­ne ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung da­hin­ge­hend ge­bo­ten, dass die Ver­trags­par­tei­en für den Fall der hier vor­lie­gen­den Ta­rif­suk­zes­si­on das nach­fol­gen­de ta­rif­li­che Vergütungs­re­ge­lungs­werk des öffent­li­chen Diens­tes ver­ein­bart hätten.

e)
Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Be­klag­ten steht die­ser Aus­le­gung des In­halts der be­trieb­li­chen Übung das Ur­teil des EuGH vom 18.7.2013 (C-426/11 Alemo-Her­ron) nicht ent­ge­gen. Vor­lie­gend ist es nicht zu ei­nem Be­triebsüber­gang ge­kom­men. Zu­dem hat vor­lie­gend die Be­klag­te selbst den Rechts­akt in Form der be­trieb­li­chen Übung ge­setzt, der zu ih­rer Bin­dung an die Vergütungs­struk­tur des öffent­li­chen Diens­tes führt.

 

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f)
Der durch die be­trieb­li­che Übung ge­stal­te­te In­halt des Ar­beits­ver­trags ist nicht ver­trag­lich ab­geändert wor­den. Ei­ne aus­drück­li­che Ände­rung der durch be­trieb­li­che Übung ent­stan­de­nen ver­trag­li­chen Re­ge­lung ist nicht er­folgt. Die Tat­sa­che, dass die Kläge­rin ei­ne Vergütung nach Maßga­be der seit 2005 ein­ge­tre­te­nen Erhöhun­gen der Ta­rif­gehälter bis zum Jah­re 2012 nicht gel­tend ge­macht hat, ist un­er­heb­lich. Die Rechts­fi­gur der sog. Ge­genläufi­gen be­trieb­li­chen Übung wur­de vom Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG 18.3.2009 -10 AZR 281/08- EzA BGB 2002 § 242 Be­trieb­li­che Übung Nr. 9) mit über­zeu­gen­der Be­gründung auf­ge­ge­ben. Das Schwei­gen der Kläge­rin auf die Nicht­zah­lung ta­rif­lich erhöhter Vergütung kann auch nicht als kon­klu­den­te An­nah­me ei­nes ent­spre­chen­den An­ge­bots der Be­klag­ten auf Ver­tragsände­rung ge­wer­tet wer­den (vgl. BAG 25.11.2009 – 10 AZR 779/08- EzA § 242 BGB 2002 Be­trieb­li­che Übung Nr 11). Die Be­klag­te geht – wie das vor­lie­gen­de Ver­fah­ren be­legt- da­von aus, ver­trag­lich über­haupt nicht ge­bun­den zu sein. Aus ih­rer Sicht be­stand da­her kei­ne Ver­an­las­sung zu ei­nem Ver­tragsände­rungs­an­ge­bot.

3.
In An­wen­dung des in­so­weit ein­schlägi­gen TVÜ-VKA ist die Fest­stel­lungs­kla­ge der Kläge­rin hin­sicht­lich der in An­wen­dung zu brin­gen­den Ent­gelt­grup­pe be­gründet und die Be­ru­fung da­mit oh­ne Er­folg.

Die Kläge­rin war im Sep­tem­ber 2005 in VergGr IV, Stu­fe 9 BAT-Kr ein­grup­piert. Gemäß Pro­to­kollerklärung zu § 4 TVÜ-VKA gilt für die Zu­ord­nung der Beschäftig­ten gemäß An­la­ge 1 b zum BAT die An­wen­dungs­ta­bel­le gem. An­la­ge 4, in de­ren An­wen­dung sich ei­ne Zu­ord­nung zu Ent­gelt­grup­pe 4a er­gibt. Eben­falls nicht zu be­an­stan­den ist die vom Ar­beits­ge­richt vor­ge­nom­me­ne Stu­fen­zu­ord­nung in An­wen­dung der § 6 Abs. 4, § 5 Abs. 1 und 2 TVÜ-VKA. Hier­ge­gen wen­det auch die Be­ru­fung nichts ein.

 

- 14 -

4.
Die Kla­ge ist auch mit dem Zah­lungs­an­trag be­gründet. Die Dif­fe­renz der tatsächlich von der Be­klag­ten er­hal­te­nen Vergütung und der­je­ni­gen in An­wen­dung der Ent­gelt­grup­pe 4a, Stu­fe 5, be­trug im gel­tend ge­mach­ten Zeit­raum März bis Sep­tem­ber 2012 mo­nat­lich 120,03 EUR, ins­ge­samt al­so 840,21 EUR brut­to, Hin­sicht-lich der Be­rech­nung der Vergütungs­dif­fe­renz wird auf die Ausführun­gen der Kläge­rin in ih­rem Schrift­satz vom 22.10.2012 Be­zug ge­nom­men, de­nen die Be­klag­te nicht wei­ter ent­ge­gen­ge­tre­ten ist. Der gel­tend ge­mach­te Zins­an­spruch folgt aus §§ 286 Abs. 2 Nr. 1, 288 BGB.

III.

Die Be­ru­fung war da­her mit der Kos­ten­fol­ge aus § 97 Abs. 1 ZPO zurück­zu­wei­sen. Die Zu­las­sung der Re­vi­si­on er­folg­te nach § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG.

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