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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Firmeneigentum, Kündigung: Fristlos, Kündigung: Außerordentlich
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Köln
Akten­zeichen: 7 Sa 312/11
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 21.07.2011
   
Leit­sätze:

1. Der Ar­beit­ge­ber kann je­der­zeit vom Ar­beit­neh­mer die Her­aus­ga­be der in sei­nem Ei­gen­tum ste­hen­den und aus­sch­ließlich zur dienst­li­chen Nut­zung über­las­se­nen Ar­beits­mit­tel ver­lan­gen.

2. Ver­wei­gert der Ar­beit­neh­mer hartnäckig die Her­aus­ga­be, kann dies je nach den Umständen des Ein­zel­fal­les auch oh­ne vor­an­ge­gan­ge­ne Ab­mah­nung ge­eig­net sein, ei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung zu recht­fer­ti­gen.

3. Dies gilt ins­be­son­de­re dann, wenn der Ar­beit­ge­ber zwar kei­ne Ab­mah­nung aus­ge­spro­chen, aber ei­ne Straf­an­zei­ge an­ge­droht hat.

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 14.01.2011, 19 Ca 3924/10
   

7 Sa 312/11

19 Ca 3924/10

Ar­beits­ge­richt Köln

Verkündet am 21. Ju­li 2011

W,

Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le

 

LAN­DES­AR­BEITS­GERICHT KÖLN

 

IM NA­MEN DES VOL­KES

 

UR­TEIL

In dem Rechts­streit

- Kläger und Be­ru­fungskläger -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

g e g e n

- Be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

hat die 7. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Köln

auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 21.07.2011

durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Dr. C als Vor­sit­zen­den so­wie die

eh­ren­amt­li­chen Rich­ter B und W

für R e c h t er­kannt:

Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 14.01.2011 in Sa­chen 19 Ca 3924/10 wird kos­ten­pflich­tig zurück­ge­wie­sen.

Die Re­vi­si­on wird nicht zu­ge­las­sen.

T a t b e s t a n d

Die Par­tei­en strei­ten um die Wirk­sam­keit meh­re­rer ar­beit­ge­ber­sei­ti­ger, außer­or­dent­li­cher, frist­lo­ser Kündi­gun­gen, um hier­von abhängi­ge Zah­lungs­ansprüche, um ei­nen Zeug­nis­an­spruch des Klägers so­wie ei­ne


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Scha­dens­er­satz­for­de­rung we­gen vor­zei­ti­ger Rück­ga­be des auch zur pri­va­ten Nut­zung über­las­se­nen Dienst­fahr­zeu­ges.

We­gen des Sach- und Streit­stan­des in ers­ter In­stanz, we­gen der erst­in­stanz­lich zur Ent­schei­dung ge­stell­ten Sach­anträge und we­gen der Gründe, die die 19. Kam­mer des Ar­beits­ge­richts Köln da­zu ver­an­lasst ha­ben, die Kla­ge in vol­lem Um­fang ab­zu­wei­sen, wird auf Tat­be­stand und Ent­schei­dungs­gründe des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils vom 14.01.2011 Be­zug ge­nom­men.

Das Ur­teil wur­de dem Kläger am 24.02.2011 zu­ge­stellt. Der Kläger hat hier­ge­gen am 24.03.2011 Be­ru­fung ein­ge­legt und die­se zu­gleich auch be­gründet.

Der Kläger ver­tritt die Auf­fas­sung, die außer­or­dent­li­che Kündi­gung vom 26.04.2010 sei un­wirk­sam, weil der Kläger we­gen des Fehl­ver­hal­tens, auf wel­che die Kündi­gung gestützt wer­de, nicht zunächst ab­ge­mahnt wor­den sei. Die feh­len­de Ab­mah­nung wer­de auch nicht durch die – un­strei­ti­ge – An­dro­hung ei­ner Straf­an­zei­ge er­setzt. Die An­dro­hung straf­recht­li­cher Kon­se­quen­zen sei im Ver­gleich zu ei­ner ar­beits­recht­li­chen Ab­mah­nung nicht et­wa ein Plus, son­dern ein Ali­ud.

Ei­ne Ab­mah­nung sei auch nicht ent­behr­lich ge­we­sen. Sein Ver­hal­ten im Vor­feld der Kündi­gung vom 26.04.2010, nämlich die Her­aus­ga­be der Ar­beits­mit­tel Lap­top und I-Pho­ne zu un­ter­las­sen, könne in An­be­tracht der Kürze der Zeit nicht als hartnäckig be­zeich­net wer­den. Es sei da­von aus­zu­ge­hen, dass er sich dann nicht wei­ter­hin hartnäckig ge­wei­gert hätte, die Ar­beits­mit­tel her­aus­zu­ge­ben, wenn ihm durch ei­ne Ab­mah­nung be­wusst ge­macht wor­den wäre, dass trotz der be­reits be­ste­hen­den Frei­stel­lung und des oh­ne­hin be­vor­ste­hen­den En­des des Ar­beits­verhält­nis­ses durch Be­fris­tungs­ab­lauf ei­ne frist­lo­se Kündi­gung sei­tens der Be­klag­ten möglich ge­we­sen wäre.

Auch die frist­lo­se Kündi­gung vom 04.05.2010 müsse dar­an schei­tern, dass es an ei­ner vor­he­ri­gen Ab­mah­nung feh­le. Woll­te man die un­wirk­sa­me


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vor­an­ge­gan­ge­ne Kündi­gung vom 26.04.2010 als Ab­mah­nungs­er­satz gel­ten las­sen, ha­be man ihm, dem Kläger, vor der er­neu­ten Kündi­gung vom 04.05.2010 je­den­falls nicht genügend Zeit ein­geräumt, sein Fehl­ver­hal­ten zu ändern. Die frist­lo­se Kündi­gung vom 21.05.2010 schließlich sei schon des­halb un­wirk­sam, weil die frag­li­chen Ar­beits­mit­tel am 17.05.2010, und so­mit be­reits vor Aus­spruch der er­neu­ten Kündi­gung, her­aus­ge­ge­ben wor­den sei­en.

Aus der Un­wirk­sam­keit der ver­schie­de­nen frist­lo­sen Kündi­gun­gen fol­ge der An­spruch auf Ar­beits­ent­gelt für die Mo­na­te Mai und Ju­ni 2010; denn ei­ne Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses sei al­len­falls durch or­dent­li­che Kündi­gung zum 30.06.2010 er­folgt. Auch der Scha­dens­er­satz­an­spruch sei be­gründet, weil er das ihm auch zur pri­va­ten Nut­zung über­las­se­ne Dienst­fahr­zeug auf Ver­lan­gen der Be­klag­ten am 17.05.2010 vor­zei­tig ha­be zurück­ge­ben müssen.

Sch­ließlich meint der Kläger, dass auch sein An­spruch auf Er­tei­lung ei­nes qua­li­fi­zier­ten End­zeug­nis­ses noch nicht erfüllt wor­den sei. Das ihm un­ter dem 27.04.2010 aus­ge­stell­te Ar­beits­zeug­nis stel­le nämlich nur ein sog. ein­fa­ches Zeug­nis dar.

Der Kläger und Be­ru­fungskläger be­an­tragt nun­mehr,

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 14.01.2011, Az. 19 Ca 3924/10, ab­zuändern und nach den Schluss­anträgen der ers­ten In­stanz zu er­ken­nen.

Die Be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te be­an­tragt,

die Be­ru­fung des Klägers zurück­zu­wei­sen.

Die Be­klag­te hält das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil für zu­tref­fend und ver­tei­digt es mit Rechts­gründen. Außer­dem ha­be sie be­reits erst­in­stanz­lich un­ter Be­weis­an­tritt die Be­haup­tung auf­ge­stellt, dass sie durch die Her­ren K und L dem Kläger in den Te­le­fo­na­ten vom 23.04.2010 aus­drück­lich ar­beits­recht­li­che


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Kon­se­quen­zen an­ge­droht ha­be, falls er Lap­top und I-Pho­ne nicht pünkt­lich her­aus­ge­ben wer­de.

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e :

I. Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 14.01.2011 ist zulässig. Die Be­ru­fung ist gemäß § 64 Abs. 2 b) und c) ArbGG statt­haft. Sie wur­de auch in­ner­halb der in § 66 Abs. 1 ArbGG vor­ge­schrie­be­nen Fris­ten ein­ge­legt und be­gründet.

II. Die Be­ru­fung des Klägers muss­te je­doch er­folg­los blei­ben. Sie ist in al­len Punk­ten un­be­gründet. Das Ar­beits­ge­richt Köln hat den Rechts­streit rich­tig ent­schie­den und sei­ne Ent­schei­dung tragfähig be­gründet.

1. Das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en hat durch die außer­or­dent­li­che, frist­lo­se Kündi­gung der Be­klag­ten vom 26.04.2010 mit dem Tag des Zu­gangs die­ser Kündi­gung am 27.04.2010 sein En­de ge­fun­den. Die außer­or­dent­li­che Kündi­gung der Be­klag­ten vom 26.04.2010 genügt den An­for­de­run­gen des § 626 Abs. 1 und Abs. 2 BGB und er­weist sich auch an­sons­ten als rechts­wirk­sam. Es lie­gen Tat­sa­chen vor, auf­grund de­rer es der Be­klag­ten un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­falls und un­ter Abwägung der In­ter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le nicht zu­zu­mu­ten war, das Ar­beits­verhält­nis mit dem Kläger bis zum Ab­lauf der or­dent­li­chen Kündi­gungs­frist am 30.06.2010 oder gar bis zum Ab­lauf des ar­beits­ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Be­fris­tungs­zeit­rau­mes am 31.07.2010 fort­zu­set­zen. Die Tat­sa­chen hierfür er­eig­ne­ten sich auch in­ner­halb von zwei Wo­chen vor Aus­spruch der Kündi­gung vom 26.04.2010, nämlich zwi­schen dem 23.04. und 26.04.2010.

a. Der Kläger hat es in der Zeit zwi­schen dem 23.04. und 26.04.2010 vorsätz­lich un­ter­las­sen, der Be­klag­ten trotz min­des­tens drei­ma­li­ger aus­drück­li­cher Auf­for­de­rung durch die­se den ihm über­las­se­nen Lap­top und das


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ihm über­las­se­ne, der Be­klag­ten gehören­de I-Pho­ne her­aus­zu­ge­ben. Hier­in liegt ei­ne schwer­wie­gen­de Ar­beits­ver­trags­ver­let­zung des Klägers.

aa. Die Be­klag­te hat­te dem Kläger den Lap­top und das I-Pho­ne als Ar­beits­mit­tel zur Erfüllung sei­ner ar­beits­ver­trag­li­chen Pflich­ten über­las­sen. Dem Kläger war aus­sch­ließlich ei­ne dienst­li­che Nut­zung die­ser Ar­beits­mit­tel ge­stat­tet. Dies ist bei im Ei­gen­tum des Ar­beit­ge­bers ste­hen­den Ar­beits­mit­teln stets der Fall, wenn nicht die Ar­beits­ver­trags­par­tei­en ei­ne Ver­ein­ba­rung ge­trof­fen ha­ben, dass dem Ar­beit­neh­mer auch ei­ne Be­nut­zung der Ar­beits­mit­tel des Ar­beit­ge­bers zu pri­va­ten Zwe­cken er­laubt sein soll. Ei­ne sol­che Ver­ein­ba­rung hat­ten die Ar­beits­ver­trags­par­tei­en hier nur für den dem Kläger eben­falls über­las­se­nen Dienst-Pkw ge­trof­fen, nicht aber für das Lap­top, das I-Pho­ne oder sons­ti­ge Ar­beits­mit­tel. Die aus­sch­ließlich dienst­li­chen Zwe­cken die­nen­de Über­las­sung des Lap­top und des I-Pho­ne er­gibt sich fer­ner ex­pli­zit aus § 8 Nr. 1 S. 1 des Ar­beits­ver­tra­ges der Par­tei­en, ist im Übri­gen aber auch un­strei­tig.

bb. Als die Be­klag­te dem Kläger am Mor­gen des 23.04.2010 eröff­ne­te, dass sie das Ar­beits­verhält­nis über das ver­ein­bar­te Be­fris­tungs­en­de am 31.07.2010 nicht fort­zu­set­zen ge­den­ke, und den Kläger gleich­zei­tig mit so­for­ti­ger Wir­kung von der Ver­pflich­tung zur Ar­beits­leis­tung frei­stell­te, war so­mit jeg­li­ches be­rech­tig­tes In­ter­es­se des Klägers, die dienst­li­chen Ar­beits­mit­tel Lap­top und I-Pho­ne wei­ter­hin in sei­nem Be­sitz zu be­hal­ten, ent­fal­len. Dies gilt um­so mehr, als der Kläger oh­ne­hin am nächs­ten Ar­beits­tag ei­nen von ihm be­an­trag­ten und von der Be­klag­ten ge­neh­mig­ten Er­ho­lungs­ur­laub an­tre­ten woll­te.

cc. Da­bei kommt es auch nicht dar­auf an, ob die Be­klag­te be­rech­tigt war, den Kläger von der Ver­pflich­tung zur Ar­beits­leis­tung mit so­for­ti­ger Wir­kung frei­zu­stel­len; denn auch un­abhängig von ei­ner be­vor­ste­hen­den Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses und un­abhängig von ei­ner Frei­stel­lung des Ar­beit­neh­mers von der Ar­beits­ver­pflich­tung wäre die Be­klag­te schon aus ih­rem an den Ge­genständen be­ste­hen­den Ei­gen­tum her­aus je­der­zeit be­rech­tigt ge­we­sen, de­ren Her­aus­ga­be durch den Kläger zu ver­lan­gen.


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dd. Ob­wohl der Kläger al­so am 23.04.2010 nach er­folg­ter Frei­stel­lung
kei­ner­lei dienst­li­che Ar­bei­ten mehr zu er­le­di­gen hat­te, hat er die Be­klag­te gleich­wohl im We­ge ak­ti­ver ver­bo­te­ner Ei­gen­macht von der tatsächli­chen Verfügungs­ge­walt an Lap­top und I-Pho­ne aus­ge­schlos­sen.

ee. Da­bei ist da­von aus­zu­ge­hen, dass sich Lap­top und I-Pho­ne am Mor­gen des 23.04.2010 noch in den Diensträum­en der Be­klag­ten be­fan­den und vom Kläger an die­sem Ta­ge mit nach Hau­se ge­nom­men wor­den sind. Zwar hat­te der Kläger zunächst im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren be­haup­tet, er ha­be den Lap­top am 23.04.2010 in dem – wenn auch ver­schlos­se­nen – Schrank in sei­nem Dienst­zim­mer bei der Be­klag­ten zurück­ge­las­sen. Dass die­se Ein­las­sung je­doch nicht der Wahr­heit ent­spre­chen konn­te, er­gab sich im wei­te­ren Ver­lauf schon dar­aus, dass der Kläger der Be­klag­ten Lap­top und I-Pho­ne erst am 17.05.2010 zurück­ge­ge­ben hat, al­so zu ei­nem Zeit­punkt, als er sei­ne Schlüssel zu den Diensträum­en längst her­aus­ge­ge­ben und zu den Diensträum­en kei­nen ei­ge­nen Zu­tritt mehr ge­habt hat­te. Im Schrift­satz vom 07.01.2011 hat der Kläger dann schließlich auch un­strei­tig ge­stellt, „dass sich im Zeit­punkt des Gesprächs am 23.04.2010 ein Note­book im Büro des Klägers auf­ge­klappt auf dem Schreib­tisch be­fand“. Da der Kläger nir­gends erläutert hat, dass ihm bei der Be­klag­ten meh­re­re ver­schie­de­ne Note­books zur Verfügung ge­stan­den hätten, muss da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass es sich um das­je­ni­ge Note­book han­del­te, um des­sen Her­aus­ga­be es hier geht.

ff. Die Be­klag­te hat den Kläger so­dann am 23.04.2010 noch drei­mal auf­ge­for­dert, Note­book und I-Pho­ne zurück­zu­ge­ben, zunächst bis 12:00 Uhr, dann bis 17:00 Uhr und schließlich bis 18:00 Uhr oder we­nigs­tens bis zum fol­gen­den Mon­tag, dem 26.04. um 08:00 Uhr. Kei­ner die­ser Auf­for­de­run­gen hat der Kläger Fol­ge ge­leis­tet. Prak­ti­sche Hin­de­rungs­gründe sind nicht er­sicht­lich. Viel­mehr wäre ei­ne Rück­ga­be noch am 23.04.2010 pro­blem­los und oh­ne un­zu­mut­ba­ren Auf­wand möglich ge­we­sen.

gg. Da die Her­ren K und L in ih­ren Te­le­fo­na­ten mit dem Kläger am 23.04. den Wunsch der Be­klag­ten nach so­for­ti­ger Her­aus­ga­be der Ge­genstände un­strei­tig nach­hal­tig zum Aus­druck ge­bracht ha­ben und der Kläger sei­ner­seits


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schon auf­grund der ihm be­kann­ten Ei­gen­tums­verhält­nis­se kei­nen Zwei­fel an sei­ner recht­li­chen Pflicht zur Her­aus­ga­be ha­ben konn­te, kann sein Ver­hal­ten am 23.04.2010 und bis zum Aus­spruch der dann fol­gen­den Kündi­gung vom 26.04.2010 sehr wohl nur als „hartnäckig“ und un­ein­sich­tig be­zeich­net wer­den.

hh. Der Kläger hat sich zum da­ma­li­gen Zeit­punkt auch nicht et­wa auf ein
Zurück­be­hal­tungs­recht be­ru­fen oder be­ru­fen können. Fälli­ge Ansprüche des Klägers, de­rent­we­gen ein ver­meint­li­ches Zurück­be­hal­tungs­recht hätte in Be­tracht kom­men können, sind nicht er­sicht­lich und vom Kläger auch nicht vor­ge­tra­gen wor­den. Un­abhängig da­von ist ein Zurück­be­hal­tungs­recht an Ar­beits­mit­teln, die dem Ar­beit­ge­ber gehören, oh­ne­hin grundsätz­lich aus­ge­schlos­sen (LAG Düssel­dorf DB 75, 2040; Pa­landt/Hein­richs, § 273 BGB Rd­nr. 15).

ii. Das hartnäcki­ge ar­beits­ver­trag­li­che Fehl­ver­hal­ten des Klägers war ge­eig­net, als wich­ti­ger Grund im Sin­ne des § 626 Abs. 1 BGB die frist­lo­se Auflösung des Ar­beits­verhält­nis­ses zu recht­fer­ti­gen.

2. Der Be­klag­ten war es vor­lie­gend auch nicht möglich und zu­mut­bar, ih­re be­rech­tig­ten In­ter­es­sen durch ein mil­de­res Mit­tel zu wah­ren als es der Aus­spruch ei­ner außer­or­dent­li­chen frist­lo­sen Kündi­gung dar­stellt. Ins­be­son­de­re be­durf­te es ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klägers un­ter den kon­kre­ten Umständen des vor­lie­gen­den Fal­les kei­ner vor­he­ri­gen Ab­mah­nung sei­tens der Be­klag­ten. Es kann da­her da­hin­ge­stellt blei­ben, ob die Ver­tre­ter der Be­klag­ten bei ih­ren Te­le­fo­na­ten mit dem Kläger am 23.04.2010 auf mögli­che ar­beits­recht­li­che Kon­se­quen­zen ei­ner nicht frist­ge­rech­ten Rück­ga­be des Lap­tops und I-Pho­nes hin­ge­wie­sen und da­mit ei­ne münd­li­che Ab­mah­nung aus­ge­spro­chen ha­ben, wie die Be­klag­te un­ter Be­weis­an­tritt be­haup­tet hat­te. Ei­ner ent­spre­chen­den Be­weis­auf­nah­me be­durf­te es da­her nicht.

a. Zunächst be­durf­te es kei­ner Ab­mah­nung, um dem Kläger über­haupt zu ver­deut­li­chen, dass sei­ne Wei­ge­rung, Note­book und I-Pho­ne un­verzüglich her­aus­zu­ge­ben, ei­ne Ar­beits­ver­trags­ver­let­zung dar­stell­te. Wie be­reits aus­geführt, konn­te der Kläger in An­be­tracht der ihm be­kann­ten Ei­gen­tums­verhält­nis­se an den Ge­genständen und in An­be­tracht des


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un­strei­ti­gen Um­stands, dass er zu ei­ner pri­va­ten Nut­zung der Ge­genstände nicht be­rech­tigt war, kei­ner­lei vernünf­ti­gen Zwei­fel dar­an ha­ben, dass das Her­aus­ga­be­ver­lan­gen der Be­klag­ten be­rech­tigt war.

b. Eben­so we­nig hat­te der Kläger ei­nen vernünf­ti­gen Grund zu der An­nah­me, dass die Be­klag­te sein Fehl­ver­hal­ten sank­ti­ons­los hin­neh­men würde.

aa. Auch wenn zwi­schen den Par­tei­en strei­tig ge­blie­ben ist, ob die Zeu­gen K und L dem Kläger ge­genüber aus­drück­lich auch ar­beits­recht­li­che Kon­se­quen­zen für den Fall der Nicht­her­aus­ga­be von Lap­top und I-Pho­ne an­ge­droht hat­ten, so ist doch un­strei­tig ge­blie­ben, dass sie dem Kläger mit Straf­an­zei­ge bzw. straf­recht­li­chen Kon­se­quen­zen ge­droht ha­ben.

bb. Es trifft zwar zu, dass ei­ne Straf­an­zei­ge bzw. die An­dro­hung straf­recht­li­cher Kon­se­quen­zen nicht in je­der Hin­sicht als ei­ner ar­beits­recht­li­chen Ab­mah­nung gleich­be­deu­tend an­ge­se­hen wer­den kann. Was je­doch die Warn­funk­ti­on ei­ner Ab­mah­nung an­geht, so ist zu berück­sich­ti­gen, dass je­dem Ar­beit­neh­mer be­wusst sein muss, dass ei­ne Straf­tat, die im Zu­sam­men­hang mit dem Ar­beits­verhält­nis steht und zum Scha­den des Ar­beit­ge­bers be­gan­gen wird, übli­cher­wei­se den Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses gefähr­det und ei­ne Kündi­gung des­sel­ben nach sich zie­hen kann. Des­halb dürf­te das all­ge­mei­ne Pu­bli­kum die Dro­hung mit ei­ner Straf­an­zei­ge im Zwei­fel als noch schwer­wie­gen­der wer­ten als die Dro­hung mit ar­beits­recht­li­chen Kon­se­quen­zen. Ein Ar­beit­ge­ber, der in An­be­tracht ei­nes be­stimm­ten Ar­beit­neh­mer­ver­hal­tens mit ei­ner Straf­an­zei­ge droht, bringt da­mit deut­lich zum Aus­druck, dass er sich als Op­fer ei­ner Straf­tat sieht und sich dem­ge­genüber recht­lich zur Wehr zu set­zen ge­denkt. Dann liegt es für den Ar­beit­neh­mer aber auch na­he, dass der Ar­beit­ge­ber nicht nur straf­recht­li­che, son­dern – erst recht – auch ar­beits­recht­li­che Kon­se­quen­zen in Erwägung zie­hen wird.

c. Sch­ließlich konn­te die Be­klag­te vor­lie­gend in An­be­tracht des Ver­hal­tens des Klägers auch nicht da­mit rech­nen, dass der Kläger im Fal­le ei­ner


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ar­beits­recht­li­chen Ab­mah­nung als­bald zu ver­trags­ge­rech­tem Ver­hal­ten zurück­fin­den würde. Der tatsächli­che Ge­sche­hens­ab­lauf be­legt das Ge­gen­teil. Schon der Um­stand, dass der Kläger vor der hier strei­ti­gen Kündi­gung vom 26.04.2010 drei Auf­for­de­run­gen der Be­klag­ten zur Rück­ga­be von Lap­top und I-Pho­ne un­be­ach­tet ge­las­sen hat, be­legt sei­ne hartnäcki­ge Un­ein­sich­tig­keit. Die­ser Ein­druck wird nachträglich wei­ter bestätigt: Nicht ein­mal die frist­lo­se Kündi­gung vom 26.04.2010 selbst hat­te den Ef­fekt, dass der Kläger nun­mehr un­verzüglich dem Her­aus­ga­be­ver­lan­gen der Be­klag­ten nach­ge­kom­men wäre. Viel­mehr hat er es erst noch zu ei­ner wei­te­ren außer­or­dent­li­chen Kündi­gung der Be­klag­ten vom 04.05.2010 kom­men las­sen, ob­wohl er auch un­ter Berück­sich­ti­gung sei­ner Ur­laubs­ab­we­sen­heit vom 26.04. bis 30.04. genügend Zeit und Ge­le­gen­heit ge­habt hätte, we­nigs­tens die Nach­fol­gekündi­gung durch recht­zei­ti­ge Her­aus­ga­be der Ge­genstände zu ver­mei­den.

3. Das Ar­beits­ge­richt hat zu­tref­fend er­kannt, dass auch die Abwägung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen zu Las­ten des Klägers aus­fal­len muss.

a. Im Zeit­punkt der hier strei­ti­gen Er­eig­nis­se be­stand das Ar­beits­verhält­nis erst seit knapp neun Mo­na­ten. Ei­nen nen­nens­wer­ten so­zia­len Be­sitz­stand hat­te der Kläger in die­ser Zeit in dem Ar­beits­verhält­nis noch nicht auf­bau­en können. Dies gilt um­so mehr, als es sich oh­ne­hin nur um ein bis zum 31.07.2010 be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis han­del­te.

b. Auf der an­de­ren Sei­te hat­te die Be­klag­te ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se dar­an, dass das aus­lau­fen­de Ar­beits­verhält­nis in ge­ord­ne­ten Bah­nen bis zum En­de ab­ge­wi­ckelt würde. Die Be­klag­te hat­te, wie die von ihr aus­ge­spro­che­ne Frei­stel­lung zeigt, kei­nen Be­darf mehr an der Ar­beits­leis­tung des Klägers. Des­halb durf­te sie ihm Rah­men ei­ner ge­ord­ne­ten Ab­wick­lung des Ar­beits­verhält­nis­ses auch die als­bal­di­ge Her­aus­ga­be der Ar­beits­mit­tel durch den Kläger er­war­ten. Bei Note­book und I-Pho­ne han­del­te es sich um Ge­genstände von nicht un­er­heb­li­chem wirt­schaft­li­chem Wert. Das In­ter­es­se an der so­for­ti­gen Zurück­ga­be des Note­books lag aber ins­be­son­de­re auch dar­in be­gründet, dass die Be­klag­te die Kon­trol­le über die auf die­sem Note­book ge­spei­cher­ten be­trieb­lich re­le­van­ten Da­ten ausüben können woll­te.


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An­de­rer­seits konn­te die Be­klag­te das Ver­hal­ten des Klägers, nämlich die rechts­wid­ri­ge Mit­nah­me des Note­books nach Hau­se bzw. die hartnäcki­ge Wei­ge­rung, die­ses Note­book wie­der der Be­klag­ten zur Verfügung zu stel­len, nur so deu­ten, dass der Kläger sich den Be­sitz des Note­books und des I-Pho­nes zu un­lau­te­ren Zwe­cken ver­schaf­fen woll­te. Auch in­so­fern lag es im be­rech­tig­ten In­ter­es­se der Be­klag­ten, durch so­for­ti­ge Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses wei­te­re während des Lau­fes ei­ner noch an­dau­ern­den Ab­wick­lungs­pe­ri­ode dro­hen­de Im­pon­de­ra­bi­li­en von vorn­her­ein aus­zu­sch­ließen.

c. Da­her konn­te die Be­klag­te auch nicht et­wa auf den Aus­spruch le­dig­lich ei­ner or­dent­li­chen frist­ge­rech­ten Kündi­gung ver­wie­sen wer­den, zu­mal dies in An­be­tracht der ar­beits­ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Kündi­gungs­frist von sechs Wo­chen zum Quar­tals­en­de zum da­ma­li­gen Zeit­punkt ei­nen wei­te­ren Fort­be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses von mehr als zwei Mo­na­ten be­deu­tet hätte.

d. Die außer­or­dent­li­che frist­lo­se Kündi­gung vom 26.04.2010 er­weist sich so­mit als rechts­wirk­sam und hat das Ar­beits­verhält­nis zum 27.04.2010 be­en­det. Die nach­fol­gen­den Kündi­gun­gen sind so­mit recht­lich ir­re­le­vant.

4. In An­be­tracht der Wirk­sam­keit der frist­lo­sen Kündi­gung vom 26.04.2010 er­wei­sen sich auch sämt­li­che vom Kläger gel­tend ge­mach­ten Zah­lungs­ansprüche als un­be­gründet.

5. Sch­ließlich hat das Ar­beits­ge­richt auch den An­trag des Klägers auf Er­tei­lung ei­nes qua­li­fi­zier­ten Ar­beits­zeug­nis­ses zu Recht ab­ge­wie­sen.

a. Die­ser An­spruch ist durch Er­tei­lung des Zeug­nis­ses vom 27.04.2010 erfüllt wor­den.

aa. Das Zeug­nis vom 27.04.2010 erfüllt al­le Merk­ma­le ei­nes Zeug­nis­ses, das sich auf Leis­tung und Führung im Dienst er­streckt. Das Zeug­nis verhält sich zum Ar­beits- und Leis­tungs­ver­hal­ten des Klägers, enthält ei­ne zu­sam­men­fas­sen­de Leis­tungs­be­ur­tei­lung und trifft Aus­sa­gen über das

 

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all­ge­mei­ne Ver­hal­ten des Klägers ge­genüber Vor­ge­setz­ten, Kol­le­gen, nach­ge­ord­ne­ten Mit­ar­bei­tern und Kun­den.

bb. Zwar ist das Zeug­nis nicht sehr um­fang­reich aus­ge­fal­len. Da­bei ist aber auch zu be­ach­ten, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en ins­ge­samt nicht ein­mal ganz neun Mo­na­te Be­stand hat­te. Ab­ge­se­hen da­von wird ein Zeug­nis, das Aus­sa­gen zu Leis­tung und Führung des Ar­beit­neh­mers enthält, nicht da­durch zu ei­nem „ein­fa­chen“ Zeug­nis im Sin­ne ei­ner bloßen Ar­beits­be­schei­ni­gung, dass es in der ei­nen oder an­de­ren Hin­sicht in­halt­lich mögli­cher­wei­se zu be­an­stan­den oder zu ergänzen sein könn­te.

b. Wenn der Kläger meint, ei­nen An­spruch auf Er­tei­lung ei­nes Zeug­nis­ses mit ei­nem an­de­ren Zeug­nis­in­halt zu ha­ben, mag er die Be­rich­ti­gung des er­teil­ten Zeug­nis­ses ver­fol­gen. Auch dies hat das Ar­beits­ge­richt be­reits zu­tref­fend ge­se­hen.

III. Die Kos­ten­fol­ge er­gibt sich aus § 97 Abs. 1 ZPO.

In An­be­tracht der vor­lie­gen­den, auf den Umständen des Ein­zel­fal­les be­ru­hen­den Ent­schei­dung ist ein Grund für die Zu­las­sung der Re­vi­si­on nicht ge­ge­ben.

R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n g

Ge­gen die­ses Ur­teil ist ein wei­te­res Rechts­mit­tel nicht statt­haft.

 

Dr. C,

zu­gleich für den we­gen

länger­fris­ti­ger Orts­ab­we­sen­heit an der Un­ter­schrifts­leis­tung ver­hin­der­ten eh­ren­amt­li­chen

Rich­ter W

B

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