Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Nichtzulassungsbeschwerde
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg
Akten­zeichen: 4 Sa 23/14
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 15.09.2014
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Heilbronn, 3 Ca 384/13
   

Aus­fer­ti­gung
Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg
Ak­ten­zei­chen:
4 Sa 23/14
3 Ca 384/13 ArbG Heil­bronn
(Bit­te bei al­len Schrei­ben an­ge­ben!)

Be­schluss vom 15.09.2014

In der Rechts­sa­che

- Be­klag­ter/Be­ru­fungskläger -

Proz.-Bev.:

ge­gen

- Kläger/Be­ru­fungs­be­klag­ter -

Proz.-Bev.:

hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg - 4. Kam­mer - durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Stöbe oh­ne münd­li­che Ver­hand­lung vom 15.09.2014

be­schlos­sen:

1. Die Be­ru­fung des Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Heil­bronn vom 06.02.2014 (3 Ca 384/13) wird als un­zulässig ver­wor­fen.

2. Der Be­klag­te hat die Kos­ten des Be­ru­fungs­ver­fah­rens zu tra­gen.

3. Die Rechts­be­schwer­de wird nicht zu­ge­las­sen.

 

- 2 -

Gründe

I.

Die Par­tei­en strei­ten über die Wirk­sam­keit ei­ner or­dent­li­chen ar­beit­ge­ber­sei­ti­gen Kündi­gung, so­wie über Wei­ter­beschäfti­gung.

We­gen der Ein­zel­hei­ten des erst­in­stanz­lich un­strei­ti­gen und strei­ti­gen Vor­brin­gens der Par­tei­en und der erst­in­stanz­lich ge­stell­ten Anträge wird in ent­spre­chen­der An­wen­dung von § 69 Abs. 2, 3 Satz 2 ArbGG auf den Tat­be­stand des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils Be­zug ge­nom­men.

Das Ar­beits­ge­richt hat der Kla­ge mit Ur­teil vom 06.02.2014 statt­ge­ge­ben. Es führ­te zur Be­gründung aus, die Kündi­gung sei so­zi­al­wid­rig. Ob­wohl der Kläger auf der mit dem In­ter­es­sen­aus­gleich ver­bun­de­nen Na­mens­lis­te na­ment­lich als zu kündi­gen­der Mit­ar­bei­ter be­nannt war und dem Be­klag­ten des­halb die Er­leich­te­run­gen des § 125 In­sO zu­gu­te ka­men, sei die so­zia­le Aus­wahl grob feh­ler­haft er­folgt. Denn das gem. § 125 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 In­sO grundsätz­lich zulässi­ge Ziel des Er­halts oder der Schaf­fung ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Al­ters­struk­tur sei trotz Vor­lie­gens meh­re­rer (Un­ter-)Ver­gleichs­grup­pen nicht un­ter je­wei­li­ger Berück­sich­ti­gung und Auf­recht­er­hal­tung des je­wei­li­gen Al­ter­spro­por­zes in­ner­halb die­ser (Un­ter-)Ver­gleichs­grup­pen (Räume) ver­folgt wor­den, son­dern nur be­zo­gen auf die (Ober-)Ver­gleichs­grup­pe al­ler Mit­ar­bei­ter der Ab­tei­lung E. E. & S.. Des­halb ha­be die So­zi­al­aus­wahl oh­ne die Al­ters­grup­pen­bil­dung über­prüft wer­den müssen. Zwar er­ach­te­te das Ar­beits­ge­richt die raumtätig­keits­be­zo­ge­ne Ver­gleichs­grup­pen­bil­dung noch nicht als grob feh­ler­haft. Je­doch hätte der Be­klag­te nach Weg­fall der Al­ters­grup­pen­bil­dung je­den­falls die So­zi­al­da­ten der an­de­ren Mit­ar­bei­ter der (Un­ter-)Ver­gleichs­grup­pe des Rau­mes Schlei­fen/CNP be­nen­nen müssen. Dies er­ge­be sich aus ei­ner die aus § 1 Abs. 3 Satz 1 letz­ter Halb­satz KSchG re­sul­tie­ren­den sub­jek­tiv de­ter­mi­nier­ten ma­te­ri­el­len Mit­tei­lungs­pflicht ergänzen­den pro­zes­sua­len Erklärungs­pflicht gemäß § 138 ZPO. Da der Be­klag­te die So­zi­al­da­ten der an­de­ren Mit­ar­bei­ter des Rau­mes Schlei­fen/CNP aus den an­de­ren Al­ters­grup­pen nicht be­nannt ha­be, sei der Vor­trag des Klägers, dort ge­be es noch deut­lich we­ni­ger so­zi­al schutzwürdi­ge Ar­beit­neh­mer, schlüssig und aus­rei­chend und gel­te als zu­ge­stan­den. Außer­dem führ­te das Ar­beits­ge­richt aus, die So­zi­al­aus­wahl sei ins­be­son­de­re im Ver­gleich mit dem Ar­beit­neh­mer W. als grob feh­ler­haft an­zu­se­hen. Es würde der Vor­trag des Klägers aus­rei­chen, dass die­ser we­sent­lich jünger sei. Der Be­klag­te ha­be

 

- 3 -

nämlich kei­ne sub­stan­ti­ier­te Aus­kunft zur Leis­tungs­träge­rei­gen­schaft die­ses Mit­ar­bei­ters ge­ge­ben und insb. den Abwägungs­vor­gang nicht dar­ge­stellt.

Die­ses Ur­teil wur­de dem Be­klag­ten am 04.03.2014 zu­ge­stellt. Hier­ge­gen rich­tet sich die vor­lie­gen­de Be­ru­fung des Be­klag­ten, die am 27.03.2014 beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ging und die in­ner­halb der bis 05.06.2014 verlänger­ten Be­gründungs­frist am 04.06.2014 be­gründet wur­de.

Der Be­klag­te be­an­stan­det ins­be­son­de­re ei­ne Ver­let­zung ma­te­ri­el­len Rechts und ei­ne feh­ler­haf­te Tat­sa­chen­fest­stel­lung.

Der Be­klag­te wie­der­holt sei­nen erst­in­stanz­li­chen Sach­vor­trag. Er meint, es spie­le für das Er­geb­nis der So­zi­al­aus­wahl kei­ne Rol­le, ob die Ar­beit­neh­mer nach oder vor der Al­ters­grup­pen­bil­dung mit­ein­an­der ver­gli­chen wur­den. Der Rück­schluss, dass die So­zi­al­aus­wahl des­halb oh­ne die Al­ters­grup­pen­bil­dung hätte er­fol­gen müssen, sei feh­ler­haft. Außer­dem ha­be er doch schon erst­in­stanz­lich die Na­men der Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­ter be­nannt, ein­sch­ließlich der Mit­ar­bei­ter der Raumtätig­keit Plas­ma­che­mie. Die Zu­gehörig­keit der Mit­ar­bei­ter zu den je­wei­li­gen Al­ters­grup­pen sei eben­falls be­nannt wor­den. Im Übri­gen sei sei­ne Aus­kunfts­pflicht zur So­zi­al­aus­wahl auf die sub­jek­tiv tatsächlich ein­ge­stell­ten Über­le­gun­gen be­schränkt. Das Ar­beits­ge­richt ha­be zu Un­recht sei­ne Aus­kunfts­pflicht auf die So­zi­al­da­ten al­ler Ar­beit­neh­mer in der Pro­duk­ti­on er­wei­tert. Außer­dem ha­be das Ar­beits­ge­richt über­se­hen, dass der Kläger auch bei be­an­stan­dungs­frei­er Aus­wahl zu Kündi­gung an­ge­stan­den hätte. Denn in der Raumtätig­keit Plas­ma­che­mie der Al­ters­grup­pe > 55 Jah­re sei die Kol­le­gin Frau G. we­gen ih­rer Grup­pen­lei­ter­funk­ti­on mit dem Kläger nicht ver­gleich­bar und die Kol­le­gin Frau S. als schwer­be­hin­der­ter Mensch aus der So­zi­al­aus­wahl aus­ge­nom­men. Frau P. ha­be mehr So­zi­al­punk­te als der Kläger.

Der Kläger hält die Be­ru­fung man­gels hin­rei­chen­der Aus­ein­an­der­set­zung mit den Ur­teils­gründen für un­zulässig. Im Übri­gen ver­tei­digt er das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil un­ter Wie­der­ho­lung und Ver­tie­fung sei­nes erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens.

 

- 4 -

II.

Die Be­ru­fung ist un­zulässig.

Die Be­ru­fung war des­halb gemäß § 66 Abs. 2 Satz 2 ArbGG iVm. § 522 Abs. 1 ZPO durch Be­schluss des Vor­sit­zen­den oh­ne münd­li­che Ver­hand­lung zu ver­wer­fen.

Vor­lie­gend fehlt es an ei­ner der ge­setz­li­chen Form des § 520 Abs. 3 Satz 2 ZPO ent­spre­chen­den Be­gründung.

1. Gemäß § 513 Abs. 1 ZPO kann ei­ne Be­ru­fung nur dar­auf gestützt wer­den, dass die Ent­schei­dung auf ei­ner Rechts­ver­let­zung (§ 546 ZPO) be­ruht oder nach § 529 ZPO (be­zie­hungs­wei­se im ar­beits­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren § 67 ArbGG) zu Grun­de zu le­gen­de Tat­sa­chen ei­ne an­de­re Ent­schei­dung recht­fer­ti­gen. Da­mit kor­re­spon­diert der not­wen­di­ge In­halt ei­ner Be­ru­fungs­be­gründung gemäß § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 bis 4 ZPO. Im Rah­men des § 520 Abs. 3 Satz 2 ZPO ist ei­ne ar­gu­men­ta­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit den Ur­teils­gründen ge­bo­ten (Pfeif­fer in Nat­ter/Gross ArbGG 2. Aufl. § 66 Rn. 31). Von ei­ner Be­gründung ist zu ver­lan­gen, dass sie auf den zur Ent­schei­dung ste­hen­den Streit­fall zu­ge­schnit­ten ist und er­ken­nen lässt, aus wel­chen tatsächli­chen oder recht­li­chen Gründen das an­ge­foch­te­ne Ur­teil un­rich­tig sei. Es ist im Ein­zel­nen an­zu­ge­ben, aus wel­chen Gründen der Be­ru­fungsführer die tatsächli­chen und recht­li­chen Würdi­gun­gen des vor­in­stanz­li­chen Ur­teils in den an­ge­ge­be­nen Punk­ten für un­rich­tig hält (BGH 20. Ju­li 2004 - VIII ZB 29/04 - NJW-RR 2004, 1716). Der Be­ru­fungsführer hat sich mit den Gründen des erst­in­stanz­li­chen Ur­teils Punkt für Punkt aus­ein­an­der­zu­set­zen. Er muss die Ur­teils­be­gründung im Ein­zel­nen dis­ku­tie­ren (BGH 01. Ok­to­ber 1991 - X ZB 4/91 - NJW-RR 1992, 383). Es reicht da­bei auch nicht aus, die Auf­fas­sun­gen des Er­strich­ters als falsch oder die An­wen­dung ei­ner be­stimm­ten Vor­schrift als ir­rig zu rügen (BGH 09. März 1995 - IX ZR 143/94 - NJW 1995, 1560). Es kann vom Be­ru­fungsführer zwar ei­ne schlüssi­ge und recht­lich halt­ba­re Be­gründung nicht ver­langt wer­den, doch muss die Be­ru­fungs­be­gründung sich mit den recht­li­chen und tatsächli­chen Ar­gu­men­ten des an­ge­foch­te­nen Ur­teils be­fas­sen, wenn es die­se bekämp­fen will (BAG 08. Ok­to­ber 2008 - 5 AZR 526/07 - AP ZPO § 520 Nr. 1). Außer­dem hat der Be­ru­fungsführer die Er­heb­lich­keit und die Ursächlich­keit des be­haup­te­ten Rechts­feh­lers für die an­ge­foch­te­ne Ent­schei­dung im Rah­men sei­ner Aus­ein­an-

 

- 5 -

der­set­zung mit den Ur­teils­gründen dar­zu­le­gen (BAG 25. April 2007 - 6 AZR 436/05 - BA­GE 122, 190; Pfeif­fer in Nat­ter/Gross ArbGG 2. Aufl. § 66 Rn. 32).

2. Die­sen An­for­de­run­gen wird die Be­gründung des Be­klag­ten nicht ge­recht.

a) Der Be­klag­te ver­kann­te den In­halt der Be­gründung des Ar­beits­ge­richts zur Un­zulässig­keit der durch­geführ­ten Al­ters­grup­pen­bil­dung.

Die Be­ru­fungs­be­gründung setzt sich of­fen­kun­dig nur mit der Be­gründung der 4. Kam­mer des Ar­beits­ge­richts Heil­bronn aus den Par­al­lelfällen aus­ein­an­der. Denn die 4. Kam­mer des Ar­beits­ge­richts Heil­bronn be­gründe­te die Un­zulässig­keit der Al­ters­grup­pen­bil­dung da­mit, dass des­we­gen, weil zu­erst ei­ne Zu­ord­nung nach Al­ters­grup­pen er­folgt sei und erst an­sch­ließend ei­ne Zu­ord­nung nach Raumtätig­kei­ten, ei­ne Al­ters­grup­pen­pro­por­tio­na­lität nur ver­gleichs­grup­penüberg­rei­fend ha­be berück­sich­tigt wer­den können. Des­halb führ­te der Be­klag­te aus, es könne für das Er­geb­nis der So­zi­al­aus­wahl kei­nen Un­ter­schied ma­chen, ob die Ar­beit­neh­mer nach oder vor der Al­ters­grup­pen­bil­dung mit­ein­an­der ver­gli­chen wur­den.

Die 3. Kam­mer, de­ren Ur­teil vor­lie­gend aber an­ge­grif­fen ist, führ­te da­ge­gen aus, die Pro­por­tio­na­lität der Al­ters­grup­pen hätte nicht nur be­zo­gen auf die (Ober)Ver­gleichs­grup­pe al­ler Mit­ar­bei­ter der Ab­tei­lung E. E. & S. bei­be­hal­ten wer­den müssen, son­dern auch be­zo­gen auf al­le (Un­ter-) Ver­gleichs­grup­pen (Räume). Dies hat aber nichts mit der Fra­ge zu tun, ob die Al­ters­grup­pen­ein­tei­lung vor oder erst nach der Ver­gleichs­grup­pen­ein­ord­nung er­folgt ist. Die Be­ru­fungs­be­gründung des Be­klag­ten ar­gu­men­tiert so­mit schlicht an der Be­gründung des Ar­beits­ge­richts vor­bei und kann sich des­halb zwangsläufig nicht mit die­ser aus­ein­an­der­set­zen.

b) Der Ver­weis des Be­klag­ten, dass sei­ne Aus­kunfts­pflicht zur So­zi­al­aus­wahl be­schränkt sei auf sei­ne sub­jek­tiv tatsächlich an­ge­stell­ten Über­le­gun­gen, stellt eben­falls kei­ne hin-rei­chen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit den Gründen des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils dar. Denn das Ar­beits­ge­richt kon­sta­tier­te dem Be­klag­ten aus­drück­lich, dass sei­ne ma­te­ri­el­le Aus­kunfts­pflicht auf die tatsächlich an­ge­stell­ten Über­le­gun­gen be­schränkt ge­we­sen sei. Je­doch führ­te das Ar­beits­ge­richt zusätz­lich aus, dass we­gen der Feh­ler­haf­tig­keit der Al-

 

- 6 -

ters­grup­pen­bil­dung und der dar­aus re­sul­tie­ren­den Unmöglich­keit des Klägers zu wei­te­rem sub­stan­ti­ier­ten Vor­trag, die Aus­kunfts­pflicht des Be­klag­ten gemäß § 1 Abs. 3 Satz 1 letz­ter Halb­satz KSchG ergänzt wer­de um ei­ne pro­zes­sua­le Erklärungs­pflicht gemäß § 138 ZPO. Mit letz­te­rer Erklärungs­pflicht - und die­se war strei­tent­schei­dend - setz­te sich der Be­klag­te aber nicht aus­ein­an­der.

Es ist auch kei­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit dem ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teil, wenn der Be­klag­te vorträgt, die Na­men al­ler Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­ter nebst Al­ters­grup­pen be­nannt zu ha­ben. Dem Ar­beits­ge­richt ging es nicht um die Kennt­nis der Na­men, son­dern um die So­zi­al­da­ten.

Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Be­klag­ten hat das Ar­beits­ge­richt auch kei­ne Ver­gleich­bar­keit des Klägers mit al­len Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­tern an­ge­nom­men. Viel­mehr hat das Ar­beits­ge­richt die Ein­schränkung der Ver­gleichs­grup­pen auf Raumtätig­kei­ten als zu­min­dest nicht grob feh­ler­haft ak­zep­tiert. Auch die An­nah­me, das Ar­beits­ge­richt ha­be feh­ler­haft die Be­nen­nung der So­zi­al­da­ten al­ler Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­ter ver­langt, geht da­her an der ar­beits­ge­richt­li­chen Be­gründung schlicht vor­bei und setzt sich mit die­ser nicht aus­ein­an­der.

Hin­zu kommt, dass der Be­klag­te er­sicht­lich die Be­ru­fungs­be­gründung aus ei­nem an­de­ren Par­al­lel­ver­fah­ren ei­ner Mit­ar­bei­te­rin des Raums Plas­ma­che­mie der Al­ters­grup­pe > 55 Jah­re ent­nom­men hat. Die Ausführun­gen der Be­ru­fungs­be­gründung pas­sen nicht auf den Kläger, der im Raum Schlei­fen/CNP tätig war, wel­cher der Al­ters­grup­pe > 45 Jah­re zu­gehörig ist, so­wie der (Ober-) Ver­gleichs­grup­pe E. E. & S..

c) Ver­tritt aber das Ar­beits­ge­richt die Auf­fas­sung, die So­zi­al­aus­wahl hätte je­den­falls oh­ne Al­ters­grup­pen­bil­dung in­ner­halb der (Un­ter-)Ver­gleichs­grup­pe der Raumtätig­keit Schlei­fen/CNP er­fol­gen müssen, so­mit un­ter Ein­be­zie­hung al­ler Mit­ar­bei­ter al­ler Al­ters­grup­pen in­ner­halb die­ses Rau­mes, so hätte es schon kei­ne hin­rei­chen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit der ar­beits­ge­richt­li­chen Be­gründung dar­ge­stellt, wenn der Be­klag­te bloß dar­auf ver­wie­sen hätte, dass es in­ner­halb der Al­ters­grup­pe > 45 Jah­re in der (Un­ter-)Ver­gleichs­grup­pe Raumtätig­keit Schlei­fen/CNP kei­ne vor­ran­gig zu kündi­gen­den Ar­beit­neh­mer ge­ge­ben hätte. Erst recht passt die tatsächli­che Be­gründung des Be­klag­ten, dass es in­ner­halb der

 

- 7 -

Al­ters­grup­pe > 55 Jah­re im Raum Plas­ma­che­mie kei­ne vor­ran­gig zu kündi­gen­den Ar­beit­neh­mer ge­ge­ben hätte, nicht zur Ar­gu­men­ta­ti­on des Ar­beits­ge­richts.

d) Außer­dem setzt sich die Be­ru­fungs­be­gründung mit dem Ar­gu­ment des Ar­beits­ge­richts, der Be­klag­te ha­be zur Leis­tungs­träge­rei­gen­schaft des Herrn W. nicht hin­rei­chend sub­stan­ti­iert vor­ge­tra­gen, über­haupt nicht aus­ein­an­der. So­weit der Be­klag­te im Schrift­satz vom 10.09.2014 auf sei­nen be­reits erst­in­stanz­li­chen Vor­trag zu den Eng­lisch­kennt­nis­sen des Herrn W. ver­wies, er­folgt dies außer­halb der Be­gründungs­frist.

3. Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 97 ZPO.

4. Gründe für die Zu­las­sung ei­ner Rechts­be­schwer­de gemäß §§ 77 Satz 2, 72 Abs. 2 ArbGG lie­gen nicht vor.

Rechts­mit­tel­be­leh­rung

Ge­gen die­sen Be­schluss ist ein Rechts­mit­tel nicht ge­ge­ben (§ 77 Satz 1 ArbGG).

Der Vor­sit­zen­de:

Stöbe

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 4 Sa 23/14  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880